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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

St. Holockauscht in der Provinz (30.01.06)

January 30th, 2006 · Post your comment (No Comments)

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Schwerin / Güstrow – Mecklenburg: Nachdem wir bereits an anderer Stelle einige Worte über den diesjährigen St. Holockauscht verloren haben, an dieser Stelle noch einige Meldungen über dessen Zelebrierung in Mecklenburg-Vorpommern. Dort fand die Hauptveranstaltung von Partei(en) und Regierung im Güstrower Dom statt. Wie zuvor schon im Landtag bei der von allen etablierten Parteien gemeinsam verabschiedeten Erklärung gegen Rechts, führten auch hier wieder Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) und Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) das große Wort, in diesem Fall sogar untermalt vom Chorgesang jüdischer Gemeindemitglieder.

In der Rede von Ringstorff hieß es:
“Der Nationalsozialismus ist verantwortlich für eine unvorstellbare Zahl von Toten und für unermessliche Zerstörung. Damit die Erinnerung an das Leid der Opfer lebendig bleibt, begehen wir diesen Tag. Wenn immer mehr Zeitzeugen sterben und immer weniger Opfer von ihrem persönlichen Schicksal erzählen können, verblasst Geschichte schnell. Das darf nicht passieren, denn ohne Erinnerung ist es schwer, Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Die Gefahr, die von nationalsozialistischem Gedankengut ausgeht, ist auch heute noch allgegenwärtig. Dagegen müssen wir etwas tun.

Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Augen offen zu halten.

In unserer Gesellschaft darf es keinen Platz für Neonazis geben. Das müssen wir auch unseren Kindern sagen. Wir müssen sie aufklären, so dass sie die Gefährlichkeit von rechtsextremistischer Gesinnung erkennen und dass ihr Blick für seine Anfänge geschärft ist.

Viele Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich im Vorfeld des heutigen Tages mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Die Schülerarbeiten werden in Ausstellungen und auf Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer gezeigt. Je besser wir die Geschichte kennen, desto sicherer werden wir die richtigen Entscheidungen für Gegenwart und Zukunft treffen können.

Mecklenburg-Vorpommern ist heute die Heimat von Demokraten. Damit das so bleibt, brauchen wir das Erinnern an die totalitäre Zeit und seine Opfer, und wir brauchen die Weitergabe dieser Erinnerung - den heutigen Gedenktag. Nur so können wir künftigen Generationen Orientierung geben und die Grundlagen schaffen für ein breites Bündnis für Demokratie und Toleranz.”

Ein Aufruf, der förmlich nach Gesinnungsschnüffelei und Haß gegenüber politisch Andersdenkenden schreit, gleichzeitig aber ein Dokument für das Versagen der eigenen Politik ist. Um diesem Schwachsinn jedoch noch eine speziell weibliche Note zu geben, ließ sich die Landtagspräsidentin Bretschneider noch zu der lauten Klage hinreißen, wie erschreckend sie es fände, daß immer weniger Menschen über den Nationalsozialismus und den, ihrer Meinung nach von ihm, herbeigeführten „Holocaust“ Bescheid wüßten bzw. nichts davon erfahren wollten. Offenbar ist es der guten Frau entgangen, daß es in Deutschland kaum noch eine Möglichkeit gibt, sich der „Holocaust“-Paranoia zu entziehen und das einzige Mittel dagegen zu wehren, die Ohren auf Durchgang zu stellen heißt. Nun ja, das ist natürlich nicht das einzige Mittel, aber zumindest das einzig legale.

Als frühere DDR-Bürgerin müßte es Bretschneider eigentlich selber am besten wissen, wie man auf politische Phrasen die man nicht mehr hören mag, gegen die man aber auch nicht so auftreten kann wie man gerne möchte, reagiert. Doch vielleicht ist es ihr ja auch damals entgangen. Als Diplomlehrerin wird sie vermutlich schon damals staatsnah genug gewesen sein, um solchen Unmutsbekundungen bei ihren Schülern entgegengetreten zu sein. Nicht minder witzig Bretschneiders Litanei darüber, daß es in Deutschland wieder antisemitische, rassistische und undemokratische Entwicklungen gäbe.

Daß es letztere gibt steht natürlich fest, wurde es dies doch in der jüngsten Vergangenheit nicht zuletzt doch immer wieder von der SPD demonstriert, doch inwieweit diese Partei nun rassistisch oder antisemitisch ist, vermögen wir natürlich nicht zu sagen. Wie begnügen uns mit dem Attribut: Antideutsch, damit dürfte über den Begriff SPD eigentlich ebenso alles gesagt sein, wie über Ringstorff und Bretschneider.

Überflüssig zu bemerken, daß die politische Honoratiorenschaft in Güstrow weitestgehend unter sich geblieben ist. Ähnlich auch in Ludwigslust, wo man an diesem Tag eigens eine Ausstellung zum Thema Opfer des NS eröffnete. Neben der zu solchen Anlässen üblichen Politprominenz sowie einigen Berufs- und Gewohnheitsbetroffenen wurde hier das Publikum vor allem durch Schüler und Gymnasiasten gestellt. Als Klugschwätzer des Tages fungierte Landrat Christiansen (SPD) der in offenkundiger Unkenntnis der Geschichte von der Judenverfolgung während des Dritten Reiches als einem „Zivilisationsbruch“ sprach.

Holo-Ringelpiez mit Anfassen an Schweriner Goethe-Gymnasium

Mit regelrechtem Ballett hingegen beging man St. Holockauscht im Goethe-Gymnasium der Schweriner Weststadt, wo man Szenen aus der Autobiographie des Berufsholocaustopfers Ruth Klüger im Gewande des Ausdruckstanzes aufführte. Umrahmt wurde das Spektakel von Reden des Schuldirektors Dietrich Scheidung und der Geschichtslehrerin Ramona Ramsenthaler, die mit ihren Darbietungen einmal mehr bewiesen, daß Schulvertreter in der Regel immer nur die Meinung wiedergeben, die ihnen das jeweilige an der Macht befindliche und sie bezahlende Regime aufoktroyiert. Daß diese dabei nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen, konnte man in der Vergangenheit allerdings schon bei anderen „Zivilisationsbrüchen“ beobachten.

In Rostock gab es ebenfalls eine Gedenkveranstaltung, an der sich 35 – in Worten fünfunddreißig – Berufs- und Gewohnheitsbetroffene um die örtlichen PDS-Größen Regine Lück (MdL) und Prof. Wolfgang Leuchter versammelt hatten. Mit dabei auch Marlies Hänsel vom VVN-BdA. Neben dem üblichen Geschwätz aus Anlaß des Tages ergingen sich die Redner zudem noch in Drohungen gegenüber der NPD und der von ihr geplanten Demonstration am 1. Mai in Rostock. Vor seinen 34 Zuhörern bekundete Prof. Leuchter: „Wir machen deutlich, dass wir keine Neonazis in Rostock haben wollen.“ – Nun ja und wir machen deutlich, daß wir keine Kommunisten oder deren PDS-Ableger in Rostock haben wollen. Von gewissen anderen Leuten gar nicht erst zu reden. … Und? Tja, wir fürchten, daß jede Seite auch fürderhin damit leben muß, mit ihren politischen Gegnern in Rostock zu leben. Die Veranstaltung machte jedenfalls deutlich, daß die Masse der Rostocker gar nicht daran denkt, sich am Betroffenheitskult der PDS zu beteiligen.

Siehe auch
MVregio 27.01.06

Kirche MV 28.01.06

Ludwigsluster Tageblatt 28.01.06

Schweriner Volkszeitung (Schweriner Lokalausgabe) 28.01.06

Quelle: Störtebeker-Netz 30.01.06



Tags: Allgemeines

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