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Stralsund / Vorpommern: Bereits im November vergangenen Jahres wiesen wir daraufhin, daß sich der Kulturausschuß der Stadt Stralsund mit Plänen befaßt, für die Stadt sogenannte „Stolpersteine“ zu erwerben, die an Juden und andere, die während des NS-Regimes aus verschiedenen Gründen in Konflikt mit der damaligen Gesetzgebung geraten sind zu erwerben, die dann vor den ehemaligen Wohnhäusern derselben ins Straßenpflaster eingelassen werden sollen. Artverwandte Aktionen gab es bereits in Pasewalk, Garz (Rügen) und Rostock. Nicht selten kam es dabei zu nächtlichen Gegenaktionen, in denen besagte Steine einer Sonderbehandlung unterzogen wurden, die nicht unbedingt im Sinne ihres Schöpfers, des Kölner „Künstlers“ und Geschäftsmanns Gunter Demnig und seiner Mitgenossen sein muß.
Im großen und ganzen kann man jedoch sagen, daß die Steine von der Bevölkerung größtenteils mit Genugtuung angenommen wurde. Besonders bei Hundebesitzern, Farbdosenhändlern sowie Leuten mit allzu regem Speichelfluß erfreuen sie sich großer Beliebtheit.
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| Ute Bartel |
Am 9. Mai nun befaßte sich der Stralsunder Kulturausschuß, der diesmal den Nachweis erbrachte, daß er die Bezeichnung “Ausschuß” zurecht trägt, erneut mit dem „Stolperstein“-Problem. Parteiübergreifend entschloß man sich, solche Steine auch nach Stralsund zu holen. Freilich nicht nur aus Pietät gegenüber den jüdischen Opfern, sondern auch aus ganz gewöhnlichem parteipolitischen Kalkül. So meinte die SPD-Bürgerschaftlerin Ute Bartel bereits: „Wir sollten uns dazu bekennen, dass wir die Rechten nicht im Landtag haben wollen und setzen auch damit ein Zeichen.“ Allerdings könnten wir uns schon vorstellen, daß dieses Zeichen diesmal nicht ganz unwidersprochen bleibt, sind wir doch der Ansicht, daß man auch solche Veranstaltungen nicht ganz allein sich selber überlassen sollte. Natürlich liegt es uns nicht im Sinne, hier zu Störungen oder Gewaltattacken aufzurufen, wie man sie von linken Gegenveranstaltungen her kennt. Dies ist auch gar nicht nötig. Es genügt vollkommen, wenn man diesen Berufs- und Gewohnheitsbetroffenen die Grenzen ihrer Allmacht aufzeigt, indem man sich – ob nun spontan oder angemeldet sei dahin gestellt – einfach dazu gesellt und ihnen zeigt, was man von dieser Art Betroffenheit hält.
Aktionen dieser Art machen noch mehr Sinn, sollte man für einen solchen Fall auch irgendwelche Berufsopfer vom Dienst eingeladen haben, die man dann bei dieser Gelegenheit nicht nur an ihr biologisches Verfallsdatum erinnern kann, sondern denen man dabei auch mit auf dem Weg geben kann, was von ihrem Opferkult und in absehbarer Zeit übrig bleiben wird.
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| Ute Nitz |
Wie es heißt, gibt es derzeit drei Listen von Stralsunder NS-„Opfern“, die man jedoch mit Hilfe von Schulen, Vereinen und Verbänden noch zu erweitern gedenkt. Denn, so die Initiatorin dieses Betroffenheitsprojektes, Ute Nitz (CDU), „das ist eine Art Geschichtsaufbereitung, die jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben darf.“ Na, da darf man wohl gespannt sein, wer das bezahlt, kostet doch bereits ein Stein immerhin inzwischen schon 95 Euro. Doch wie in so vielen anderen Fällen auch, wird es den Initiatoren auch dieses Mal gelingen, die Kosten aus mehr oder minder öffentlichen Geldern zu bestreiten. Gelder, die in Stralsund freilich nicht minder knapp sind, als bei anderen Kommunen auch, aber was tut man nicht alles für’s Renommee.
Auf der nächsten Bürgerschaftssitzung soll die tiefbauamtliche Genehmigung beantragt werden, damit die Steine verlegt werden können. An sich gute Gelegenheit für eine oppositionelle Partei, sich hier einmal vernehmlich zu Wort zu melden, um nachzufragen, ob es nichts wichtigeres gäbe, statt solcher reinen Prestigeprojekte, um Geld auf den Kopf zu hauen. Schön, das könnte dazu führen, daß etablierte Bürgerschaftler nächstens vielleicht nicht mehr “Guten Tag” sagen oder einem freundlich zulächelnd die Hand geben, aber mal ehrlich, ist man auf solche “Akzeptanz” wirklich so brennend angewiesen?
Siehe auch
Ostsee-Zeitung Stralsund 11.05.06
Quelle: Störtebeker-Netz 14.05.06




9 responses so far ↓
1 Peter // May 14, 2006 at 20:29
Der von der “Ostküste”angezettelte 2. Weltkrieg forderte ca. 50 Mio. Tote.Während 44 Mio.keine Erwähnung finden,sehen die Juden ihrer Heiligsprechung entgegen,selbst die,die wegen Kriminalität im KZ saßen.Unglaublich !!!!
2 Moorsoldat // May 15, 2006 at 8:18
@Peter:
Wieso Kriminelle? Ach ja, Jude zu sein ist aus Sicht eines Antisemiten ja schon ein Verbrechen.
Ihr seit doch so armseelig.
3 Legionär // May 15, 2006 at 9:17
@Mohrsoldat
Stimmt ! Im KL saßen ja nur Heilige und politisch Verfolgte und keine Kriminellen. Desweiteren soll Jesus dort auch schon gesichtet worden sein… . Diese Nazi-Barbaren ließen doch glatt die kriminellsten Subjekte frei rumlaufen und inhaftierten nur Unschuldige. Diese Ungerechtigkeiten jener Zeit, meiomei…
Ich schäme mich Deutscher zu sein
Ein Heil dem Mohrsoldat, dem Wissenden und Gerechten…
4 Bergfeuer // May 15, 2006 at 10:00
Stimmt, Stralsund muss das auch haben, man will sich ja nicht bei gegebener Gelegenheit Antisemitismus vorwerfen lassen. So unterstützt eine Stadt die eine pekuniär-defizitäre Politik betreibt die letzten Gelder einem abgetingeltem “Künstler” in den Rachen zu werfen, der höchst billig - wenn nicht gar gratis - solche Steine bekommt und mit Messingbeschlag teuer verhökert. (Die Steine wird der schon gratis bekommen, denn das Bauunternehmen welche sich dem verweigern würde, würde gradewegs ins Visier der auf Staatskosten lebenden AntiFa geraten udn somit in die Pleite getrieben werden, incl. Rufmord)
Vergangenheitsbewältigung im Sinne der Spiegel/Bubis Linie und natürlich der rückgratlosen Bundes(un)kultur.
Eine Stadt die sowas nicht mitmacht bootet sich selber ins bundesdeutsche Sühnerabseits.
5 Watzmann // May 16, 2006 at 16:57
Kuckuck!
Es ist eine moralische Verpflichtung, eine neue Generation von “Stolpersteinen” für Ortschaften wie Tel Aviv und Washington zu kredenzen:
Der einzelne “Stolperstein” ist so hoch, daß man tatsächlich darüber stolpert. Im Abstand einer Mannslänge sind rundherum “Fressensteine” verlegt, auf denen jeweils auf eines der vielen von den jeweiligen Staatsbürgern oder Volksangehörigen oder “Auserwählten” begangenen Verbrechen hingewiesen wird, oder auch auf einzelne Opfer dieser Verbrechen.
Wenn nun ein Verantwortung tragender Nachkomme oder ein Neu-Mörder über den “Stolperstein” stolpert, berührt kurz darauf seine/ihre Paßbildvorlage den “Fressenstein” und wird beim Aufstehen an das jeweilige Verbrechen oder das Opfer erinnert.
Dies ist der einzig gangbare Weg, andernfalls versuchen diese Leute immer, ihre Verbrechen zu verschweigen oder zu bagatellisieren oder zu verharmlosen und zu beschönigen.
6 Peter // May 16, 2006 at 21:16
@Moorsoldat
Der Internationale Suchdienst in Bad Arolsen hat nun die KZ-Akten zur Forschung freigegeben.
Wir dürfen gespannt sein.Denn in den Akten steht auch der Haftgrund-Sendung”Exakt” vom 16.Mai.
Kleines Beispiel:
Die Inhaftierung von z.B.Homosexuellen basierte auf geltendem Recht.§175 war Straftatsbestand weit vor Hitler und noch weit danach.Nicht nur in Deutschland.Die Inhaftierung von Zigeunern war Straftatsbestand.Denn diese waren staatenlos und ohne deutschen Pass.Dafür wird man auch noch heute in vielen Ländern interniert.
Selbstverstämdlich waren und sind Juden die einzige religiöse Gruppierung,die NIEMALS Kriminelle hervorgebracht hat.Jude zu sein,hei0t
GUT zu sein.Ohne Fehl und Tadel sozusagen.Für immer und ewig.
Ich habe den Talmiud gelesen”Das Leben eines Juden ist tausendmal mehr wert als das Leben eines Nichtjuden.”Das erklärt manches oder gar alles.
7 Peter // May 17, 2006 at 19:40
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,416683,00.html
Öffnung des Archives in Bad Arolsen
“Die US-Regierung begrüßte den Beschluss des Ausschusses. Das sei ein bedeutender Schritt für jene Familien, die in dem Archiv über das Schicksal ihrer Angehörigen Informationen suchten, sagt eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Und auch der Jüdische Weltkongress zeigt sich erfreut: “Nach 60 Jahren werden Millionen schriftlicher Beweise für die Massenmorde der Nazis an Juden für Wissenschaftler zugänglich.”
Eigenartig…ich denk der Holocaust ist offenkundig.Haben die bis jetzt geraten ????
8 TodosUnidosAlemanes // May 18, 2006 at 17:12
„Wir sollten uns dazu bekennen, dass wir die Rechten nicht im Landtag haben wollen und setzen auch damit ein Zeichen.“
Das ist elitäres Selbstverständnis, “demokratie”-beschürzt.
9 Peter // May 20, 2006 at 21:38
„Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen …Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.” Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm (Die Propaganda der Alliierten wird durch den Überleitungsvertrag Art. 7.1 als OFFENSICHTLICHE TATSACHEN vom “deutschen’ Strafrecht geschützt.)
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