Stralsund / Vorpommern: Wie der Stralsunder Zeitung gestern zu entnehmen war, ist man in der Lokalredaktion des Provinzblattes ganz offenbar außer sich wegen einer verschwundenen Gedenkplatte die an eine Synagoge erinnern soll, die im November 1938 aufgrund diverser Umstände zerstört worden war. Dabei wollen die Schreiberlinge außerdem festgestellt haben, dass alle Stralsunder darüber „empört“ wären. Nun ja, wir könnten uns durchaus vorstellen, dass man bei einer Befragung unter den Einwohnern der Hansestadt in den allermeisten Fällen lediglich auf Gleichgültigkeit, wenn nicht sogar auf Verwunderung darüber stoßen würde dass es so eine Platte überhaupt in der Stadt gibt, ähm gegeben hat, schließlich ist sie ja weg.
In der Zeitung heißt es dazu: „Unbekannte haben die Tafel zum Gedenken an die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Stralsund auf dem Hof der Langenstraße 69 gestohlen. Ein Foto des abgebauten Messingschildes tauchte in der vergangenen Woche auf der Internetseite einer rechtsextremen Organisation auf. In dem dazu gestellten Text heißt es unter anderem hämisch: „Wir selbst haben natürlich selbstredend keinen blassen Schimmer, welcher Unhold diese Tafel wann und warum entfernt hat. Man hat uns lediglich dieses Bild ohne weiteren Kommentar zukommen lassen.“…”
Ferner erklärt das Blatt, dass die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hat und außerdem: „Die Tafel war erst am 28. April dieses Jahres in Gegenwart von Landesrabbiner William Wolff und Bundeskanzlerin Angela Merkel angebracht worden. Merkel hatte das Schild in ihrer Eigenschaft als Bundestgsabgeordnete auch bezahlt.“
Bei den bösen Rechtsextremen, die sich laut Stralsunder Zeitung im Internet über das Verschwinden der Gedenkplatte lustig gemacht hätten, handelt es sich um die ortsansässige Kameradschaft Hatecrew, auf deren Netzseite in der vergangenen Woche ein Bild der verschwundenen Gedenkplatte veröffentlicht worden war. Ergänzend zu dem was die Stralsunder Zeitung zitierte hieß es dort: „Wir von der Hatecrew sind natürlich einmal mehr darüber erbost was für schlechte Menschen es auf der Welt gibt und geben uns hiermit ganz offiziell betroffen, schockiert, entrüstet usw. usf.“ – Na ist das nicht nett? Mag sein dass die Stralsunder Zeitung daraus eine gewisse Häme interpretieren möchte, aber bekanntlich ist es für den einen Duplo und für den anderen die längste Praline der Welt.
Siehe auch
Stralsunder Zeitung 03.11.09




26 responses so far ↓
1 Deutschorden // Nov 4, 2009 at 0:33
Schrott gehört nun mal entsorgt. Werden die Bürger nicht ständig aufgefordert, Schrott der sinnvollen Wiederverwendung zuzuführen? Hier hat es mal funktioniert! Hoffen wir, dass es an anderer Stelle so weiter geht. Denn Schrott dieser Art gibt es noch mehr in unserem Land.
2 Die erste Zeile... // Nov 4, 2009 at 0:47
… auf diesem Stück Altmetall ist in diesem Fall wohl Programm.
3 Journalistenkicker // Nov 4, 2009 at 1:57
Wozu auch eine Tafel mit schlecht leserlicher Schrift zum Andenken an ein hässliches Gebäude, welches es gar nicht mehr gibt und ironischerweise auch noch vom alliierten “Freund” zerstört wurde?
4 Rittmeister // Nov 4, 2009 at 5:13
Ist doch alles bestens!
Die Kameraden sich ja betroffen, schockiert und entrüstet.
Also zur Tagesordung übergehen und so weiter machen.
5 Reichsverweser // Nov 4, 2009 at 7:37
Der letzte Satz auf der Platte ist besonders schön: “Fanatismus und Hass führten dazu…”
Genau, der Fanatismus und Hass der Jidden, die 1933 dem Deutschen Reich den Krieg erklärten. Selber schuld, kann man dazu nur sagen.
Die Ermordung von Langnasen war übrigens auch im Deutsche Reich verboten. Keine BRD-”Gedenk”plakette ohne Lügen…
6 odin // Nov 4, 2009 at 7:55
Ja, Ja , man muss sich auch mal trennen könne…..
7 Heinz_OH // Nov 4, 2009 at 8:06
Tja. Da bleibt nun eigentlich nur eins, um Flagge zu zeigen:
Jetzt wird die ganze Synagoge wieder aufgebaut. Au städtischen Mitteln (hätten sie mal besser auf das Schild aufgepaßt), wobei sich Land und Bund bei Zuschüssen nicht werden lumpen lassen. Selbst Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit einem Soli-Cent dabei und wird die Erwartung äußern, daß alle nichtjüdischen Mitbürger ihrem Beispiel folgenwerden.
Also: Behaltet das Schild. Jetzt ist Schluß mit dem Kleckern, jetzt wird geklotzt.
Heinz_OH
8 ICHbinDeutschland // Nov 4, 2009 at 8:45
Sehr schön!!!
So sollte es mit jeder verdammten Lügentafel im deutschen Reich geschehen.
Ein kommentarloses Foto an die nächste Redaktion schicken und das Ding jubelnd in der nächsten Jauchengrube versenken.
9 Oh Weh! // Nov 4, 2009 at 9:19
Genau der letzte Satz hat es in sich:
denn den Haß den sie bisher durch ihr “Vorgehen” in Palästina/Gaza gegenüber der ganzen muslimischen Welt geschürt haben, könnte so ziemlich enorm sein, und auf die Jud selber wieder zurückfallen, oder nicht?
“Fanatismus und Haß führten dazu, daß die jud-Gemeinde zerstreut, ihre Angehörigen deportiert und ermordet wurden”
Na hoffentlich passiert das in naher Zukunft nicht wieder,
Den man merke: Was du ausstrahlst, kommt auf dich zurück!
10 Lamsdorf // Nov 4, 2009 at 10:27
Die Rache der jüdischen Gemeinde scheint schon angelaufen zu sein.
http://www.bild.de/BILD/news/2009/11/04/kirchturmspitze/einfach-geklaut.html
11 The Thuringian // Nov 4, 2009 at 12:05
Die Stadt ist jetzt mit Sicherheit im absoluten Ausnahmezustand! Welch Frevel, die von Super-Merkel (eigens ????) bezahlte Gedenktafel zu entfernen, oder – o wei, vielleicht gar zu stehlen? Solch hinterlistige Schandtat gehört gerecht bestraft. Merkel ist zu recht erzürnt und zutiefst in ihrer empfindsamen Seele verletzt… Sie, die die tiefe Freundschaft zu Israel “verkörpert”…
Nein, nein, nein, welch grausige Tat…! Und das in diesem politisch (fast!) korrekten Staat!
12 Philharmoniker // Nov 4, 2009 at 12:18
Ich bin geschockt, betroffen und ein Stück weit traurig.
13 RaZi // Nov 4, 2009 at 12:51
Meine Sympathie gehört den “Säuberern”. Hoffentlich führen sie das Altmetall einem deutschen Schrottplatz zu! Wo es nämlich hingehört.
Kein Lob ohne Kritik. Wie kann es sein, daß sich eine vermeintlich nationale deutsche Gruppe den Namen “Hatecrew” gibt? Über derlei Schwachsinn muss ich mich immer wieder wundern.
Nämlich:
1. Eine deutsche Kameradschaft sollte auch einen deutschen Namen tragen.
2. Wir wollen keinen Hass (”hate”) unter das deutsche Volk bringen, sondern in Freundschaft denjenigen die Hand reichen, die sich der deutschen Sache verschrieben haben, und wahre Volksgenossen sein wollen und können.
Mit unserem Gruß,
RaZi.
14 unshamann // Nov 4, 2009 at 12:59
Oh Gott, das ist ja krass, man. Jetzt ist Stralsund ohne die Platte und keiner weiss wie es mit der Stadt weitergehen soll. Hey Scheisse Mann, echt krass!
Naja, solange Drogenhandel, Zerstörung der Natur, Vergewaltigungen, Volkstodsherbeiführung, Diebstahl, Raub, Erpressung etc noch unbehelligt weitergehen kann es um die Stadt ja nicht so schlecht stehen…
15 Rotkaedppchen // Nov 4, 2009 at 13:07
Na da hab ich doch einen ganz anderen Verdacht. Liebe Leser des Verfassungsschutz, schaunen Sie doch mal bei unseren geliebten östlichen Nachbarn nach. Speziell bei den dortigen Schrotthändlern. Die lieben Messing…
16 Thusnelda // Nov 4, 2009 at 13:57
Das waren bestimmt Polacken, die diese schreckliche Tat begangen haben. Die stehlen doch alles aus Metall und verhöckern das dann beim Schrotthändler. Schlimm ist das mit diesem polnischen Gesindel und außerdem hatten die schon immer eine Abneigung gegen die armen Juden. Ich bin richtig traurig, dass ich bei meinem letzten Aufenthalt in Stralsund (Sommer 2009) nichts von dieser Platte gewusst habe. Jetzt kann ich sie noch nicht einmal selber abschrauben.
17 Thusnelda // Nov 4, 2009 at 13:59
Korrektur: Verhökern natürlich, aber so ist das halt, wenn einem die Tränen übers Gesicht rinnen.
18 RevierFörster // Nov 4, 2009 at 14:17
Das waren bestimmt Zigeuner, die das Ding als Altmetall verhöckert haben. Da nach offizieller Lesart Zigeuner aber nicht “böse” sein dürfen, müssen es natürlich die pösen “Nazis” gewesen sein…
Früher waren die Juden an allem schuld und heute eben die “Nazis”…
19 Nazilla // Nov 4, 2009 at 17:40
Mit einem eingestanzten “Symbol” an den Autor zurücksenden.
3cm Meißel, 8 mal angesetzt, … und fertig ist der Lack. Noch fragen ?
20 SK Kölsch // Nov 4, 2009 at 18:01
Es giebt noch mehr zu tun:
In kalten, regnerischen Winterabenden, und kein Denunziant mehr auf der Strasse ist, mit dem Hund Gassi gehen , u. mit einem Kuhfuß= Brechstange die nächsten Messing-Stolpersteine besuchen. Da kommen brd-mäßig viele Zentner zusammen!
21 Kauft beim alten Abraham... // Nov 4, 2009 at 18:57
Wieso stecken die Schrauben noch drinne?
Her damit, ich brauche welche um eine Steckdose an die Wand zu schrauben. Das Schild kann ich auch in neue Schekel umsetzen….
22 Theo // Nov 4, 2009 at 19:20
Für die Platte haben die Systemknechte bestimmt mal nen paar hundert Euro hingelegt und jetzt hat sie aufm Schrottplatz nichtmal 5 euro gebracht… Das ist genau so eine Mogelpackung, wie bei den Stoplersteinen…
23 Satansbraten // Nov 4, 2009 at 22:27
Ja, so kann man das trübe Wtter und die Stimmung aufhellen!
@ unshaman 14,
danke für die gute Kostprobe in Kanakisch.
@ Thusnelda 16, 17
Mir kommen auch die Tränen über die Verdächtigungen unseres Nachbarvolkes, das doch so fromm ist.
24 Deutschorden // Nov 4, 2009 at 23:23
Dieser unsinnige Schrott sollte überall entfernt werden. Und mit ihm die dazu gehörige Mischpocke gleich mit.
25 Lodmund // Nov 4, 2009 at 23:59
Ich fühle Wut, Trauer und Betroffenheit. Nur echt in dieser Reihenfolge. Ist es schon wieder soweit?
Scherz beiseite, skämt åsido, es war “recht”getan. Vor allem, das elfte, das wichtigste Gebot, beachtet.
26 weil ja auch // Nov 8, 2009 at 20:36
hehe, Merkel selbst ein Instrument der Zionisten hat die Gedenktafel aus eigener Tasche bezahlt und dann im Auftrag derer angebracht die den 2ten Weltkrieg angezettelt hatten. Oder glaubt heute noch jemand das Hitler so frisch in der Birne war um das zu erreichen was da abging ? er war genau der richtige Trottel um von der wahren Story abzulenken. Die anderen Geisteskranken um ihm herum waren warscheinlich mehr involviert als er selbst und haben ihn im Auftrag mit LSD Medikamenten gefüttert und ihm die Botschaften vorgelegt die vorgetragen werden sollten – so trat er jedenfalls immer auf. Passt auf Merkel auf, sie ist eine Verräterin – und leckt den Zionistenarsch.
Das ganze war wie ein Fussballspiel und Deutschland war damals das Stadion, das sich nun die 4 Siegermächte teilen. Kein Wunder das heute niemand so eine scheiss Judentafel in seiner Stadt haben will – denn niemanden hier interessiert der Dreck – aber bezahlen dürfen wir dafür. Ach ja, woher bezieht Merkel denn ihren ungerechtfertigen Lohn für diese schicke Tafel ?
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