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Thomas Brehl: Nur ein Weg zum Sieg? (24.04.07)

April 24th, 2007 · Post your comment (36 Comments)

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Thomas Brehl

Dankenswerterweise gibt es bezüglich der Strategie des Nationalen Widerstandes nicht nur zwei Alternativen, es gibt tausende Wege und immer neue werden entdeckt. Das gilt für die Partei ebenso wie für parteifreie Kräfte.

Wir müssen ja gar nicht die ultimative Frage beantworten, ob wir Deutschland nun ausschließlich über den parlamentarischen Weg oder die parteifreien Initiativen retten können. Jeder erfolgreiche Versuch die Befürworter der Parteiarbeit gegen die Gegner parlamentarischer Tätigkeit aufzuhetzen, ist ein Erfolg für das System, das sich auch bei anderen Auseinandersetzungen in der Rolle des lachenden Dritten ausgesprochen wohl fühlt.

Wir sollten alle Wege gehen, die zu gehen uns noch möglich sind. Dazu gehört zweifelsohne auch die parlamentarische Arbeit in der NPD und anderen Parteien, genauso wie der parteifreie Widerstand einzelner Kameradschaften.

Eine Widerstandsbewegung, die ja irgendwann einmal das ganze Volk erfassen soll, wird letztlich auch aus verschiedenen Strömungen zusammengefaßt werden. Wird es nach dem Sieg eine “Treudienstmedaille” für den Kampf um Deutschland geben, dann wird sie der brave Parteisoldat, der 30 Jahre in der NPD seinen mitunter auch nicht gerade leichten Dienst verrichtet hat, ebenso bekommen, wie der langjährige Aktivist freier Zusammenhänge, oder der unermüdliche Publizist oder der die Verfolgung nicht scheuende Revisionist.

Ob die entscheidende Befreiungstat am Ende von einem “Parteimitglied” oder einem freien Nationalisten ausgeht, ist letztlich völlig egal, wenn am Ende die Freiheit Deutschlands steht.

Solange keiner die ultimative Wunderwaffe oder das alles in den Schatten stellende Patentrezept hat, sollten wir uns durch nichts und niemanden auseinanderdividieren lassen. Das sage gerade ich als scharfer Kritiker der NPD und einzelner Personen ihres Führungspersonals. Letztlich steht über allem ein Ziel: Die Erneuerung Deutschlands und damit die Sicherung seiner Zukunft und die Zukunft seiner Kinder und so werde ich sicher weiter die NPD kritisieren aber niemals werde ich Parteiarbeit generell herabsetzen und damit das Opfer jener schmähen, die ja auch -wie wir freien Nationalisten- nur aus ihrem Glauben heraus dem “Befehl des Gewissens” folgend, für Deutschland gekämpft und geopfert haben.

Leider wird allzuoft die durchaus berechtigte Kritik z.B. an der NPD von deren Mitgliedern dahingehend mißverstanden, daß viele freie Nationalisten sich als die besseren, die wertvolleren Angehörigen des Nationalen Widerstandes wähnen und viele „Freie“ fördern solche Fehleinschätzungen, in dem sie Pauschalurteile verbreiten, statt ganz konkrete Fehlentwicklungen anzuprangern und immer wieder deutlich zu machen, daß wir trotz unterschiedlicher Kampf- und Agitationsformen letztlich in der selben Front für Deutschland stehen. Allzuschnell verabschiedet sich der eine oder andere von einem kameradschaftlichen, moderaten Ton und wirft mit Verbalinjurien um sich, als gelte es im anderen den übelsten Feind Deutschlands zu bekämpfen und herabzuwürdigen.

Bevor man sich also im Ton vergreift, sollte man sich verdeutlichen, daß man es zuallererst einmal mit Kameraden zu tun hat und nicht mit Feinden unseres Volkes. Und da es heute für jeden Nationalisten sehr schwer ist Teil einer Befreiungsbewegung zu sein, die von ausnahmslos allen etablierten Kräften bis auf´s Blut bekämpft wird, hat jeder Kämpfer, jeder Aktivist des Nationalen Widerstandes ein unveräußerliches Anrecht auf Kameradschaft, und zwar solange er seiner Pflicht zur Kameradschaft nachkommt. *

* Nanu, stehen solche Anreche oder Pflichten irgendwo geschrieben, oder gibt es gar jemanden, welcher dergleichen zu bestimmen hat? Man sollte nicht allzu sehr auf diesem Begriff „Kameradschaft“ herumreiten, zumal er in weiten Teilen der „Bewegung“ So inflationär verwendet wird, daß man in der Regel wohl eher von „Kameraderie“ sprechen sollte. Wirkliche Kameradschaft funktioniert nur unter Leuten, die sich gegenseitig zumindest halbwegs kennen und die sich im politischen Kampf gegenseitig entsprechend erprobt haben. Alles andere ist Phrase, auch wenn sie zuweilen gut gemeint ist. Wir können daher unserem werten Publikum nur dringendst ans Herz legen, sich seine „Kameraden“ doch bitte schön sehr sorgfältig auszusuchen, damit es in wirklicher Bedrängnis mal später keine Enttäuschung gibt, denn Freunde in der Not, gehen im wirklichen Leben bekanntlich 1000 auf ein Lot. – Schriftleitung Altermedia

Mit jedem Verrat, jedem Betrug oder durch eklatante Pflichtvergessenheit schließt sich ein vormaliger Kämpfer selbstverständlich aus dieser Gemeinschaft aus, nicht jedoch durch das Verfechten unorthodoxer Auffassungen oder das Beschreiten neuer Wege, auch wenn sie vielen anderen als nicht begehbar oder sogar hirnrissig erscheinen mögen.

Keiner -außer den Propheten unter uns- kann jetzt schon wissen, wie sich die Lage Deutschlands im allgemeinen und die Lage des Nationalen Widerstandes im besonderen weiter entwickeln wird. Vielleicht wird rückblickend festzustellen sein, daß ein vormals unbekannter Kamerad eine damals aberwitzig erscheinende Idee hatte und gerade dadurch der entscheidende Durchbruch erzielt werden konnte. Nur wer im Besitz der ultimativen Waffe im politischen Kampf ist und wer ein politisches Konzept sein eigen nennt, das uns in wenigen Jahren unzweifelhaft zum Sieg führen wird, könnte seine Nase rümpfen über all die anderen braven Töchter und Söhne Deutschlands, die bisher vergeblich um eine Wende gekämpft haben. Da aber keiner den „Stein der Weisen“ besitzt und auch kein politisches Patentrezept (sollte es ihn dennoch geben, müßte er erschossen werden, weil er es solange geheim gehalten hat!), sollten wir alle an einem Strick ziehen, wie wir ja auch alle in einem Boot sitzen.

In meiner kleinen Streitschrift „Die Allianz der Vernunft“ schrieb ich bereits im Jahre 2004:

Je breiter gefächert der Nationale Widerstand seinen schweren Kampf führt, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Daher kann es auch nicht die Aufgabe der Vertreter einer bestimmten Organisationsform sein, alle anderen zu verdammen und ihren Weg als den allein seligmachenden zu verkaufen. Laßt uns auf verschiedenen Wegen das gemeinsame Ziel verfolgen. Wir dürfen anderen, die doch auch unseres Geistes und unseres Blutes sind, ihre Erfolge nicht neiden, im Gegenteil! Ihr Erfolg im Kampf gegen dieses System ist doch letztlich auch der unsere, jeder unserer Siege ist deshalb auch der ihre! Deshalb muß Schluß sein mit dem ewigen Streit, nur gemeinsam sind wir stark und wir wissen: Am Ende steht unser aller Sieg und mit uns siegt Deutschland!

Quelle: Störtebeker-Netz 24.04.07

Tags: Allgemeines

36 responses so far ↓

  • 1 Peter (NPD) // Apr 24, 2007 at 8:48

    Zwei kleine Kritikpunkte…

    1. Der KDS (besonders Axel Reitz) hat sich in der Vergangenheit ja gerne mit Äußerungen gegen die NPD in den Mittelpunkt gestellt (gerade in NRW).

    2. Sieht es imemr doof aus, wenn man sich selber zitiert…

    Vielleicht erst einmal bei sich im Kameradenkreis etwas ändern, bevor man hier großspurig aus seinem kleinen Bunker Texte verfasst die andere kritisieren…

    Peter

  • 2 michael // Apr 24, 2007 at 9:32

    Der Schriftleitung ist absolut zuzustimmen. Brehl hat und anderen Diskussionsteilnehmern gegenüber, die auf ihre Weise im nationalen Interesse zu wirken trachten, weder ein Recht auf “Kameradschaft” noch habe sie ihm gegenüber eine Pflicht dazu. Ich persönlich werde Brehl deshalb auch weiterhin, wenn es - wie bisher - sachlich erforderlich ist, mit aller gebotenen und kritischen Härte für die Verbreitung von unsachlichem Nonsens und blossem Gelabere kritisieren. Dies hier ist weder ein “Kamaraden”-Knigge noch ein Kindergarten. Nur die sachlich harte Auseinandersetzung hilft weiter. Brehl möchte - wie die Systemlinge auf manningfache Art - unter dem Banner der “Kamaradschaft” einigen wesentlich höher qualifizierten Teilnehmern an der Diskussion einen “Maulkorb” und die “Plicht zur Selbstzensur” aufzwingen. Sorry, Brehl, nicht mit mir. Wenn es sein muß, bekommst Du von mir weiterhin volle Breitseiten. Umgekehrt werde ich Dich loben, wenn Dein Beitrag sachlich fundiert, informativ und konstrutiv ist. Compris?

  • 3 Hans Kraft // Apr 24, 2007 at 10:02

    Meine Hochachtung. Endlich hat es mal jemand erkannt. Kann also die Ausagen von Thomas nur unterstützen!

  • 4 Hans von Dergrete // Apr 24, 2007 at 10:02

    @michael

    Willst du mit “Papst michael” angesprochen werden?

    Merke gerade, dass das nicht geht, da du massenhaft inhaltslosen Schaum schlägst.

    Da du aber anscheinend lesen und schreiben kannst, solltest du den Brief Brehls nochmal aufmerksam lesen. Und dann ab in den Kindergarten!

  • 5 koschka // Apr 24, 2007 at 11:14

    Ich habe verstanden wie thomas das gemeint hat,und ich gebe Ihm Recht.Ich denke,Er ist ein wirklich anständiger Kerl.Leider gibt es im rechten Spektrum viel zu wenige davon.Die meisten schrecken Otto Normalverbraucher doch nur ab,sich für Deutschland einzusetzen.

  • 6 Nanga Parbat // Apr 24, 2007 at 11:22

    Ich gebe Herrn Brehl recht und bin fest davon überzeugt, daß sich hier überhaupt nichts ändern wird und auch weiterhin diverse Kommentatoren lieber beleidigen als sachlich und fair zu diskutieren.*

    * Das liegt nun mal in der Natur des Menschen und ist hier auch nicht anders verbreitet als in anderen Foren. Äußerungen wie die von Thomas Brehl sind nett gemeint und sicherlich erfreulich für jeden Moralisten, allerdings haben sie in der Wirklichkeit nicht die geringste Chance. Es erstaunt uns darüber hinaus immer wieder, daß gerade Moralapostel und Empfindlichkeitsmimosen trotz solcher Widrigkeiten immer wieder in so üble virtuelle Triften wie diese steigen, statt sich in einem eigenen Forum zusammenzuschließen, wo dann nur noch hochmoralische, sachliche und faire Diskussion betrieben wird.
    Mal abgesehen davon, wer eigentlich bestimmen soll, was “sachlich” und was “fair” ist, stellen wir uns einen solchen Club der Anständigen ziemlich langweilig vor. Man tut daher besser daran, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und nicht wie sie sein sollen. Ist viel interessanter.

    Schriftleitung Altermedia

  • 7 Michael Idir, Trier // Apr 24, 2007 at 11:31

    @Brehl:
    Dein guter Artikel faßt zusammen, was ich immer mal wieder in diesem Forum beitrage: (Kameraden), geht gerecht miteinander um und achtet des anderen (Kameraden) Meinung!!!
    @Schriftleitung:
    Der Einwurf ist schon richtig, weil warnend.
    Es gibt drei Arten von Kameraden:
    Der einem bekannte, erprobte und verläßliche
    Kamerad, den Kameraden als Gesinnungspendant und den falschen Kameraden.

    Wir müssen trotz unterschiedlicher Auffassungen zusammenstehen und kämpfen.
    Diese Kernaussage gilt es zu beachten.

    MuG,
    Micha.

    N.S.: Gedenkt dem Kameraden Friedhelm Busse in seiner schweren Situation!!!

  • 8 J.B. // Apr 24, 2007 at 12:24

    @Brehl:
    „Wir sollten alle Wege gehen, die zu gehen uns noch möglich sind. Dazu gehört zweifelsohne auch die parlamentarische Arbeit in der NPD und anderen Parteien, genauso wie der parteifreie Widerstand einzelner Kameradschaften.“

    Aus dem Herzen gesprochen. Ich gehe sogar soweit, daß man sich nicht nur gegenseitig achten, sondern auch gegenseitig unterstützen sollte, was gutgemeinte Kritik (an den zu Kritisierenden persönlich adressiert) ohne Holzhammermethode durchaus einbezieht. Man kann auch in verschiedenen Widerstandsformen zuhause sein.

    Ich gehe fürderhin soweit, daß man auch Widerstandsformen, die heute mit dem nationalen Widerstand (noch) nichts oder wenig gemein haben, interessiert, achtend oder gar unterstützend zur Kenntnis nehmen sollte: Proteste gegen Atommüll (Gorsleben) oder Gentechnik (Feldbefreiung), Überwachungsstaat, staatliche Kinderdressierung (Schulpflicht) usw. Ob militant oder in Bürgerinitiativen ist dabei vom Erfolg abhängig.

    Ansonsten ist der Text ganz sympathisch, was ich allerdings nicht in Einklang etwa mit Röhm-Huldigungen des KDS bringen kann. Das ist völlig unnützer Fetischismus, für eine „Szene“ sicherlich gut, die sich abkapseln will, für eine moderne Bewegung völlig unbrauchbar.

    @Schriftleitung:
    „Man sollte nicht allzu sehr auf diesem Begriff „Kameradschaft“ herumreiten, zumal er in weiten Teilen der „Bewegung“ So inflationär verwendet wird, daß man in der Regel wohl eher von „Kameraderie“ sprechen sollte.“

    Kameradschaft ist auch eher eine Kampf- und keine Freundesgemeinschaft. Das sollte man nicht verwechseln. Einen Kameraden muß ich nicht mögen, aber ich muß mit ihm an der Front zusammenstehen. Und um diese Front zu halten, sollte jeder die von Brehl aufgestellten Regeln beherzigen und sich selbst in die Pflicht nehmen. Der Widerstand bewegt sich heute immer noch zwischen „Szene“ und „Front“. In einer Szene darf sich jeder den Gruppengepflogenheiten entsprechen kostümieren und leger den gemeinsamen Fetisch pflegen, bis er dieser infantilen Phase entwächst (daher auch ein Kommen und Gehen in der „Szene“). An der Front hingegen herrschen strenge Regularien, die eben nicht der Oberflächlichkeit huldigen, sondern der inneren Geschlossenheit.

    Da nicht nur die Herrscher, sondern auch die Widerständigen nur Menschen sind, sind Verfehlungen und Unbedachtsamkeiten nur natürlich. Wenn man einen Sauhaufen aber ordnen will, so muß man (ungeschriebene) Gesetze aufstellen, die alle zu befolgen haben, so wie es Brehl in sanfter Weise angedeutet hat. Dazu braucht man keine Führer: Jeder ist sich selbst sein Führer! Je mehr sich der Einzelne daran hält, um so höher wird die Qualität der Gesamtheit. Das heißt aber, Kränkungen zurückzuhalten und Verfehlungen von Kameraden zwar zu vermerken, aber zu verzeihen, und nicht der Gesamtheit die Schuld zu geben oder ihr mit persönlichen Kleinkriegen zu schaden. Die Fehler des Kameraden müssen gemeinsam besprochen werden, und er muß für einen unabsichtlichen Fehler „belohnt“ werden, wenn er den Fehler einsieht und positive Konsequenzen zieht.

    Ich komme auch nicht umhin, in den Kommentarspalten der Beiträge zunehmend getarnte Provokateure zu konstatieren.*

    Als ob das schon mal anders gewesen wäre, ist auch nicht anders wie im politischen Leben. Warum sollte es uns da besser gehen als bestimmten politischen Parteien, in denen solche Zeitgenossen zuweilen sogar auch noch Karriere machen können. Im Gegensatz dazu bleiben hiesige “Provokateure” lediglich gewöhnliche Makulatur, die man - vielleicht - kurz ansieht, um dann weiter keinen Gedanken über sie zu verlieren. Und mal ehrlich, ein unprovokatives Forum in dem alle einer Meinung sind, wie langweilig wäre das? Nö, eine politische Korrektheit reicht uns, wenn ihr nun auch noch damit anfangt, dann bitte schön ohne uns. - Schriftleitung Altermedia

  • 9 Nordländer // Apr 24, 2007 at 12:44

    Jaa…wie lange marschieren wir nun schon getrennt-das vereint schlagen klappt leider nicht so ganz.
    Wobei,auf Gau-und Kreisebene sind die Mitgliedergrenzen schon fließender.Da spielt es weniger eine Rolle wer wo was macht.Ob Partei der F.K.

  • 10 Artemidor // Apr 24, 2007 at 13:12

    Ich stimme Thomas Brehl zu, soweit es, wie er ja auch schreibt, um den “Ton” geht, in dem Debatten hier und anderswo innerhalb des NW geführt werden.

    Härte und Klarheit in der Sache bei gleichzeitig kameradschaftlichem Verhalten sind keine Widersprüche, sofern mit sachlichen Argumenten kritisiert wird und umgekehrt der jeweils Kritisierte nicht gleich die beleidigte Leberwurst spielt.

    Mehr habe ich aus dem Artikel nicht herauslesen können und soweit stimme ich ihm zu.

    Daß man derzeit nur mit einer Pluralität parallel laufender Strategien parlamentarischer und außerparlamentarischer Art weiterkommt, dürfte ohnehin klar sein. Daraus ergibt sich aber, daß jede einzelne Strategie an ihrem eigenen Maßstab zu messen und zu kritisieren ist (z.B. die parlamentarische Strategie der NPD an deren realen Wahlerfolgen oder Mißerfolgen).

  • 11 Anonymous // Apr 24, 2007 at 13:45

    @Thomas Brehl

    und … AMEN!

  • 12 Dike // Apr 24, 2007 at 13:46

    Th. Brehl

    Zweifellos ist das an einem Strang ziehen, - trotz mancher mehr oder minder großen Verschiedenheiten - das Grundrezept zum Überleben und - v i e l l e i c h t Überdauern im eigenen Land.

    Aber “Sieg”? O je, ich hoffe Du hast recht! Da müßten sich die Europäer zusammenschließen, um dem Plan und Ziel der Global Governance
    (Nationen und Nationalbewußtsein der Europäer auszulöschen)
    zu trotzen. Aber wie hier schon neulich erwähnt wurde (Schörner) haben die Europäer im Gros noch immer nicht gemerkt, was vor ihren Augen abläuft. Und das Verbot des Zusammentreffens der freien Nationalen in Lissabon zeigt wieder einmal erschreckend deutlich, mit welchen Mitteln jegliche nationale Geschlossenheit auch auf europäischer Ebene vom Machtkartell erstickt wird.

    Aber der Artikel ist ansprechend, sinnig, gut gemeint und notwendig!

  • 13 Anonymous // Apr 24, 2007 at 13:49

    @Thomas Brehl
    Was ist das eigentlich für eine Schalttafel da im Hintergrund auf Deinem Bild?
    Startest Du damit Kernwaffen, welche möglicherweise in Deinem Garten vergraben sind?

  • 14 Thomas Brehl // Apr 24, 2007 at 14:47

    @ Schriftleitung

    “…wer eigentlich bestimmen soll, was “sachlich” und was “fair” ist…”

    Das sollte einem die Erziehung sagen und wer wenigstens rudimentäre Erkenntnisse der Menschenführung sein eigen nennt, weiß, daß man oftmals mit einem freundschaftlichen (um das “kameradschaftlich” zu vermeiden) Ton einfach mehr ereicht, als mit aggressiven Frontalangriffen.

    Auch ohne “Führerbefehl” sollte es doch unter denkenden Menschen möglich sein, einen Minimalkonsenz im gegenseitigen Umgang zu beachten, zumal in einer Gemeinschaft, die einer unüberschaubaren Anzahl zu allem entschlossener Gegner gegenübersteht.

    @ michael

    Mit “Maulkorb” und “Selbstzensur” hat das nichts zu tun, ich halte es nur nicht für zielführend, andere Disputanten abzuqualifizieren, nur weil sie eine andere Meinung haben.

    Die Kritik (zu meinen Ausführungen) ist sicher berechtig, aber ich glaube es kommt trozdem durch, was ich eigentlich gemeint habe, der Ton untereinander sollte ein anderer werden und niemand sollte wegen irgendwelcher Ideen gleich wie ein Idiot behandelt werden, auch wenn anderen das Ganze unrealistisch erscheint.

    Die Weltgeschichte ist voll von Überraschungen, durchaus auch mit positiven und nun wären wir eigentlich wieder mal dran. Mit “wir” meine ich natürlich unser ganzes, seit 60 Jahren verarschtes Volk…

    Die “kameradschaftlichen” Grüße habe ich mir übrigens schon lange abgewöhnt, bei mir gibt´s wie immer

    die besten Kampfesgrüße

    @ Anonymus (13:49)

    Mist, ich hätte das rechtzeitig rausretuschieren müssen, es sind tataäschlich die Schalttafeln für jene Kernwaffen, die ich in meinem kleinen, geheimen, unterirdischen und nur mir bekannten Labor zusammengebaut habe. Nachdem ich bereits “Schweres Wasser” mit meinem kugelsicheren, atomgetriebenen Schlauchboot aus Skandinavien herbeigerudert hatte, war alles andere kein Problem mehr.

    Selbst die Spaltung eines Atoms ist mir gelungen. Ich hab´ es einfach “michael” gegeben und gesagt: “Mach´s net kaputt!” ;-)

    Nee, Spaß beiseite, das Bild wurde in der Wohnung eines Kameraden aufgenommen, der an der Wand ein Schaubild “Die Dienstgrade der SS im Vergleich zu denen der Wehrmacht” hängen hat…

  • 15 Klugscheisser // Apr 24, 2007 at 16:14

    “Kameradschaft” ist Menschenrecht!

  • 16 Schwer // Apr 24, 2007 at 17:35

    @Thomas Brehl

    Gelungener Artikel! Er ist durchaus moralisch. Aber das ist kein Negativurteil, denn er sorgt für eine gute Moral. Er drückt das aus, worauf es im Grunde ankommt: Auf den gemeinsamen, instinktiven Glauben an unser Volk, der uns über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg miteinander verbindet. In dieser Hinsicht ist der Artikel wegweisend für die Moral und das gemeinschaftliche Ziel einer sich herausbildenden Schicksalsgemeinschaft. Und das hat auch rein gar nichts mit irgendwelchen verkrusteten Regeln oder Dogmen zu tun, wie es hier manche vielleicht hinstellen mögen.

  • 17 wolzow // Apr 24, 2007 at 19:12

    Breit gefächert ja, aber auch an einem Strang und da gibt es noch viel zu arbeiten. Der KDS versucht es zumindest, bei der NPD bin ich da nicht so sicher. Einige freie Kameradschaften führen auch Kleinkriege miteinander, welche sie sogar ins Ausland tragen (Wretström- Marsch 2005), damit müssen wir aufhören. Hier in Norwegen halten wir es klein aber fein, aber auch wir haben Kindergartenprobleme, doch der Strang ist Einer an dem gezogen wird.
    Jeder einzelne ist gefragt und Selbstkritik schadet zuweilen auch nicht.

  • 18 Fauser // Apr 24, 2007 at 19:26

    @ Thomas.Brezel

    Ich les bei ihnen immer etwas von “Deutschland retten etc.”

    Haben sie eigentlich mal daran gedacht, das Deutschland garnicht gerettet werden will und schon garnicht von Leuten wie ihnen…?

  • 19 Nordländer // Apr 24, 2007 at 20:34

    zu Fauser

    Du mach mal erst deinen Sonderschulabschluß nach,bevor du dich mit erwachsenen Leuten unterhalten willst.

  • 20 cosmos // Apr 24, 2007 at 21:30

    Hoppla, Thomas Brehl bricht öffentlich eine Lanze für die NPD ?
    Bei allem Respekt, bevor ich diesem schlechten Karnevalsverein jetzt und in spe jemals die Hand reiche, werde ich auch zum Hühnerzüchter.
    In der Zwischenzeit lese ich auf dem Scheißhaus lieber die rote Fahne oder den Wachturm als auf eine Antwort vom Papst zu warten…

  • 21 Thomas Brehl // Apr 24, 2007 at 21:42

    @ Fauser

    Erstens werden Sie nirgends lesen, daß ich mir persönlich amaßen würde, Deutschland retten zu wollen, bzw. zu können. Die Rolle des “Retters Deutschlands” überlaß´ ich getrost anderen, ich sehe meine Aufgabe in einem sehr viel bescheideneren Rahmen, nach meinen Straßenkampfjahren jetzt eben mehr auf der publizistischen Ebene.

    Daß Deutschland nicht gerettet werden will, liegt u.a. daran, daß es einer jahrezehntelangen Umerziehung gelungen ist, dieses Volk irre zu machen an sich selbst. Die massenweise Überfremdung durch Zivilokkupanten wird zwar weitestgehend abgelehnt aber nicht als existenzielle Bedrohung empfunden, der mit allen Mitteln entgegengetreten werden muß.

    Es werden die zu Deutschlands Feinden erklärt, die es in Wahrheit am meisten lieben. Solange das Volk dies glaubt, wird es tatsächlich nicht gerettet werden wollen, von mir nicht, von der NPD nicht, vom gesamten Nationalen Widerstand nicht und -das wollen wir aber jetzt mal alle ganz fest hoffen- von Ihnen auch nicht!

  • 22 PA // Apr 24, 2007 at 21:43

    “Deutschland retten”

    Warum scheint es so “unmodern” zu sein, vom “deutschen Volk” zu sprechen? Der Begriff “Deutschland” ist vielen Missverständnissen ausgesetzt, da er vom Besatzungsregime der BRD als Täuschung verwendet wird. Mit diesem Täuschungsbegriff wird den Deutschen vorgegaukelt, ausschließlich die Besatzungs-BRD sei das Land der Deutschen. Außerdem ist die Gefahr groß, damit in der Wirkung missverständlich einer BRD-Loyalität Vorschub zu leisten, die letztlich eine Loyalität gegenüber den Besatzern und den zionistischen Machthabern darstellt.

    Vor 1945 (und natürlich vor den beiden Weltkriegen) war der Begriff des “deutschen Volkes” sehr populär und im alltäglichen Sprachgebrauch völlig normal, er findet sich in zahlreichen Publikationen aus der Zeit, als die deutsche Nation noch mit Deutschland identisch war. Bei Historikern aus der Zeit des Dritten Reiches ist bezugnehmend auf die Weimarer Republik vom “Volk ohne Raum” die Rede, was auch sehr gut auf die heutige Situation des deutschen Volkes zutrifft. So steht auch im Band “Deutschland in Vergangenheit und Gegenwart” (1934, Dr. E. Preuschen, Dr. F. herrmann, Dr. W.M. Becker) das schöne Vorwort:

    “Ich glaube und bekenne, daß ein Volk nichts höher zu achten hat, als die Würde und Freiheit seines Daseins, daß es diese mit dem letzten Blutstropfen verteidigen soll, daß es keine heiligere Pflicht zu erfüllen hat, keinem höheren Gesetz zu gehorchen.” Karl von Clausewitz, 1812

    Die antideutsche Propaganda führt oft das Scheinargument ins Feld, es gebe in Wirklichkeit ja kein “reinrassiges” deutsches Volk. Dieses Scheinargument verwendet eine Projektion, wie sie für die antideutsche Propaganda nicht typischer sein könnte: Nämlich die Lüge, den Gedanken der deutschen Volksethik auf die in vielen Propagandafilmen reichlich ausgebreiteten Phantasien der “Züchtung einer deutschen Herrenrasse” zu verfälschen.

    Diesen lächerlichen Scheinargumenten kann man entgegentreten, indem man die in der Wissenschaft übliche Methode der Negativdefinition verwendet: Man kann eine Sache oft genauer darstellen, wenn man definiert, was sie nicht ist:

    - Das deutsche Volk ist N I C H T eine Bevölkerung, die sich zu einem erheblichen Teil aus Türken, Negern, Asiaten und anderen fremdvölkischen Menschen zusammensetzt!

    - Das deutsche Volk ist N I C H T die Helotentruppe der internationalen zionistischen Mafia!

    - Das deutsche Volk ist N I C H T die auszubeutende Biomasse im Portfolio der internationalen Finanzmafia!

    Mit diesen Worten möchte ich Nationalisten ermutigen, öfter vom deutschen Volke zu sprechen. Denn ohne deutsches Volk gibt es kein Deutschland, für das der Einsatz lohnen würde.

  • 23 Tramuntana // Apr 24, 2007 at 22:07

    Brehl hat doch vollkommen recht.

    „Letztlich steht über allem ein Ziel: Die Erneuerung Deutschlands und damit die Sicherung seiner Zukunft…“

    Um nichts anderes geht es.

    Das ist doch nicht schwer zu begreifen!

  • 24 dummi // Apr 24, 2007 at 23:03

    Zehn Punkte Plan zur Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen.
    http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
    http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA
    http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk

    Elektronisches «Geld» im Zeichen der 666
    http://membres.lycos.fr/oldschoolopen/images/Rothkranz,%20Johannes%20-%20666%20-%20Die%20Zahl%20des%20Tieres.pdf

    ………
    1989: The London and Paris Rothschilds announce the launch
    of a new subsidiary, Rothschild GmbH, in Frankfurt,
    Germany.

    1995: Former atomic energy scientist, Dr Kitty Little claims
    the Rothschilds now control 80% of the world�s uranium
    supplies giving them a monopoly over nuclear power.

    1996: Amschel Rothschild, 41, is strangled with the heavy
    cord of his own towel robe in his hotel room in Paris. French
    Prime Minister orders the French Police to close their
    investigation, and Zionist, Rupert Murdoch instructs his
    editors and news managers around the world to report it as a
    heart attack, if they need to report it at all.

    1997: Edmond de Rothschild dies in Geneva of emphysema.

    1998: The European Central Bank is set up in Frankfurt, the
    city from which the Rothschilds originate.

    2001: On September 11th the attack on the World Trade
    Center is orchestrated by Britain, America and Israel under
    the orders of the Rothschilds as a pretext for removing the
    liberty of people worldwide in exchange for security, just as
    they did with the Reichstag fire in Germany where the citizens
    were lied to in order to give up liberty for security.
    They also will use the attacks to gain control of the few
    nations in the world who don�t allow Rothschild central banks
    and so less than one month after these attacks, US forces
    attack Afghanistan, one of only 7 nations in the world who
    don�t have a Rothschild controlled central bank.
    One week prior to the WTC attack, the Zim Shipping
    Company moves out of its offices in the WTC, breaking its
    lease and costing the company $50,000. No reason has ever
    been given, but Zim Shipping Company is half owned by the
    State of Israel (The Rothschilds).

    2003: The United States invade Iraq which is now one of six
    nations left in the world who don�t have a Rothschild
    controlled central bank.

    2005: On 7 July the London Underground Network is
    bombed. Israel�s Finance Minister, Benjamin Netanyahu is in
    London on the morning of the attacks in order to attend an
    economic conference in a hotel over the underground station
    where one of the blasts occurred, but stayed in his hotel room
    instead after he had been informed by Israeli intelligence
    officials attacks were expected. There are now only 5 nations
    on the world left without a Rothschild controlled central bank:
    Iran; North Korea; Sudan; Cuba; and Libya.
    http://www.nogw.com/download/2005_rothschild_history.pdf

    Die Lösung?
    Was sind Regionalwährungen?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Regiogeld

    Regionale Komplementärwährungen
    http://www.google.de/search?hl=de&q=Regionale+Komplement%C3%A4rw%C3%A4hrungen

    Warum geben Nationale (und sei es nur wegen der Öffentlichkeitsarbeit) nicht ihr eigenes Geld heraus?

  • 25 Thomas Brehl // Apr 25, 2007 at 1:10

    @ dummi

    “Warum geben Nationale (und sei es nur wegen der Öffentlichkeitsarbeit) nicht ihr eigenes Geld heraus?”

    Schon geschehen, der KDS hat für die Bezahlung im Berliner Sturmlokal den “Destille-Rubel” herausgegeben. In der Kneipe ist er gültiges Zahlungsmittel, man muß ja klein anfangen…

    http://www.kds.freies-netz.net/kds-aktuell/index4.php?link=kdsaktuell

  • 26 Schwabe // Apr 25, 2007 at 5:32

    Herr Brehls Kommentare treffen immer genau ins Schwarze. Wir Rechte können uns auf Kleinsiege wider Gesinnungsgenossen in unseren eigenen Reihen beschränken und damit unsere Kräfte vergeuden oder einander mit Wohlwollen begegnen und damit nicht nur eine stärkere Bewegungskraft, sondern auch ein anziehendes Beispiel nach außen vorstellen. Unser Einsatz, unser Glaube gilt doch Deutschland und unser Deutschland wird es mit aller Wahrschscheinlichkeit nur dann noch geben, wenn wir wenigstens versuchen, zusammenzustehen. Die Lage ist ernst; die Duodezfürsterei bringt nur den Gegner weiter.

  • 27 qwertz // Apr 26, 2007 at 11:34

    @ThomasBrehl
    Streit in der Sache
    - mit Fakten aus der Sache,
    - mit der Logik der den Sachen zugrundeliegenden Zusammenhänge,
    - mit ausschließlicher Bewertung von richtig oder falsch, aber
    dies immer begründet.
    Keine Bewertung der entgegenstehenden Personen, weder durch
    Aufwertung noch durch Abwertung, also vor allem ohne persönliche
    Angriffe. Auch wenn Einem die Inhalte grenzenlos zuwider sind.
    Das würde Altermedia zu einem Bildungsmedium erster Güte machen
    für Jedermann, nicht nur für das rechte politische Millieu.
    Und das läßt Alles in Bewegung geraten in die richtige Richtung.

  • 28 dosso // Apr 26, 2007 at 14:24

    @ Thomas Brehl

    Betr.: Rettung Deutschlands, die erste

    “Erstens werden Sie nirgends lesen, daß ich mir persönlich amaßen würde, Deutschland retten zu wollen, bzw. zu können. Die Rolle des “Retters Deutschlands” überlaß´ ich getrost anderen, ich sehe meine Aufgabe in einem sehr viel bescheideneren Rahmen, nach meinen Straßenkampfjahren jetzt eben mehr auf der publizistischen Ebene.”

    OK, “nirgends lesen” kann ich jetzt nicht beurteilen. Aber hören kann man es. Ich darf vielleicht mal mit frdl. Erlaubnis des Dir bekannten KDS-Gautreffen-Redners Brehl wie folgt zitieren:

    “Nur wenn der gesamte Nationale Widerstand zusammenwächst und zu einer gewaltigen nationalrevolutionären Strömung wird - und dieser Schulterschluß, der in diesen kleinen Räumlichkeiten beginnt, durchgesetzt wird, dann haben wir eine reale Chance zur Rettung unseres vom Untergang bedrohten Volkes!”

    Gut, Du rettest uns nicht unbedingt alleine, als SUPERMAN mußt Du, nehm’ ich mal an, noch ‘n büschen mehr Trimm-Dich betreiben. Aber mit Deinem kameradischen “Wir” sitzt du immerhin, wie Deine Worte zeigen, schon mal in der Rettungsboje Deutschland.

    Das war jedenfalls bei Eurem Kostümfest vor 1/2 Jahr noch so ( http://www.kds.freies-netz.net/kds-aktuell/ton_d/gautreffen.mp3-neu.mp3 ).

    Jetzt hast Du, Deinen oben angeführten Worten zufolge, die Heul- und Rettungsboje offenbar schon wieder verlassen - Mann, das ging aber schnell! Mag sein, daß es Dir dort in der Enge zu einsam geworden ist. Als Richtkanonier an der Feder lebt sich’s ja auch leichter. Aber denk auch an Land immer an das Drohwort von Karl Kraus:

    “Mein Herr, wenn Sie nicht schweigen, werde ich Sie zitieren!”

    In diesem Sinne weiterhin umtriebige Rettungsfahrten auf nunmehr bescheidenen Pegasussen,

    Dein

    dosso

  • 29 Thomas Brehl // Apr 26, 2007 at 17:14

    @ dosso

    Dein erstaunlich moderater Ton verdient eine Erwiderung: Also wenn der gesamte Nationale Widerstand zusammenwächst und zu einer gewaltigen revolutionären Strömung wird, dann, ja dann kann tatsächlich die Rettung Deutschlands ins Auge gefasst werden. Und daß das ganze mangels Masse zunächst mal in kleinen Räumen beginnt, liegt in der Natur der Sache.

    Ich sehe gerade in dieser Äußerung keinen Widerspruch zu dem was ich sonst sage, den muß man dann schon “mit Gewalt” hineininterpretieren.

    Du solltest beginnen demokratische Politiker zu zitieren, da brauchst Du nämlich keine Widersprüche zu konstruieren, da liegen sie so überdeutlich auf der Hand, daß ihre Verursacher sich tagtäglich in Grund und Boden schämen müßten, für das, was sie dem Volk seit Jahren vorgelogen haben.

    In diesem Zusammenhang nur ein einziger Satz aus der Regierungserklärung von Helmut Kohl aus dem Jahre 1982: “Wir werden die Zahl der Arbeitslosen und die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer halbieren!”

  • 30 Nordländer // Apr 26, 2007 at 18:29

    “Wir werden die Zahl der Arbeitslosen und die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer halbieren!”

    Das Halbieren der Arbeitslosen wollte ja auch mal Grinse-Gerd Schröder versuchen.

    Und wenn man die”eingebürgerten”Ausländer nimmt,die den deutschen Staatspaß bekommen haben,weiß man evtl. wie der Oggersheimer das vielleicht gemeint hat.

  • 31 dosso // Apr 27, 2007 at 23:23

    @Thomas Brehl :

    “Dein erstaunlich moderater Ton verdient eine Erwiderung…”

    Danke! Aber ich beiße nicht in den Teppich, wenn ich einen Nazi vor mir sehe. Ich versuche, zu argumentieren Ist er höflich, bin ich es auch. Akzeptiert er die zivilisatorischen Spielregeln, wie sie hierzulande herrschen, warum ihm das Wort abschneiden (wie viele Linke es am liebsten täten). Aber in Deinem Fall ist es wohl auch Unschlüssigkeit, die mich moderat werden läßt: soll ich dich bedauern? Belächeln? Verachten? Du bist ja nicht unsympatisch, läßt man mal das Röhm-Imitat und all das von Dir weg, was Du selbst wahrscheinlich als das (für Deutschland natürlich) “Bedeutendste” an Deiner Erscheinungsform hältst - die Unbedingtheit Deiner kämpferischen Gesinnung und Deine maßstabsetzende Natur. Wahrscheinlich warst Du schon “Stabschef”, als Du noch in den Windeln lagst und Deine Mutter Dich liebevoll “mein kleiner Scheißer” nannte.

    Da ich doch eine kleine Strecke älter bin als Du und erst, wenn überhaupt, in 20-25 Jahren ans Schreiben meiner Autobiographie denke (die Deinige hast Du natürlich schon längst an die Geschichte ausgehändigt; leider kannst Du sie nicht “Mein Kampf” nennen, der Titel wär’s aber gewesen, stimmt’s?), kann ich für mein zu schreibendes Kapitel mit dem Gruselthema “Im Dark-Room allein mit Nazis” noch etwas herumexperimentieren… Kurz: Ob ich nett zu Dir bin oder nicht ist eine Frage, wie ich jenes Kapitel eines Tages einzufärben gedenke.

    Aber nun mal im Ernst. Ich nehme Dein Stichwort “demokratische Politiker” und ihre “Lügen” auf. Daß Politiker manchmal Wahres sagen und manchmal lügen, ist gewiß nix Neues. Das Wetterwendige gehört zum politischen Geschäft wie die Preiserhöhung zur Wirtschaft - auch da weiß ja niemand so richtig, ob sie “wahr” ist oder “falsch”. Dabei sind die Politiker nicht mehr oder weniger zu verachten wie jeder andere von uns auch. Untersuchungen haben ergeben, daß jeder Mensch - meist unbewußt - mehrmals am Tag lügt - lügen zu können ist ein Teil unserer Überlebensstrategie. Gut lügen zu können ist eine Kunst, die ich jedem Kind schon früh beibringen würde. Man muß gutes Lügen vom falschen, nicht zielführenden Lügen unterscheiden. Gutes Lügen - das kennen wir vom Arzt - dient Dir und mir. Falsches, nicht gekonntes, also durchschaubares Lügen blamiert uns beide: Dich, der Du glaubtest, damit durchzukommen, und mich, der ich auf Dich reingefallen bin. So wahr, so banal, so menschlich.

    Nun sehen wir uns die Lüge in der Demokratie an, die Staats- und Gesellschaftsform, die ich verteidige, notfalls mit Zähnen und Klauen. Die Demokratie hat ihre Fehler - und nicht selten sind die Politiker dabei die größten Fehler überhaupt. Fehler haben aber auch die Menschen, die Politiker wählen. Manchmal übrigens wählen sie sie gerade auch (nicht nur, natürlich) WEGEN dieser Fehler - erinnere dich an die Wahl Clinton gegen Bob Dole. Dole wurde als der moralisch saubere propagiert, was aber nicht verfing. Die Menschen wollten keinen wertepredigenden Saubermann, sondern eher einen, der wie sie eine gebrochene Biographie hatte (Vater ein Säufer, er selbst ein Womanizer, wie er im Buche steht, ein “Nicht-Inhalierer”, usw.). In Fällen, wo ein Tunichgut ein wirklich absolut unfähiger politischer Taugenichts ist oder wo alles in einem Skandal- und Korruptionssumpf versinkt, da kann auch mal ein Moralheld mit sauberer Weste punkten - Beispiel die letzten indonesischen Präsidentschaftswahlen (Okt. 2004), die Susilo Bambang Yudhoyono an die Macht brachten, den früheren Sicherheitsminister, einen der wenigen Politiker mit einer sauberen Weste.
    Man muß schon ein wenig differenzieren, wenn man so leichthin die Demokratie mit der Lüge, dem Schwindel etc. gleichsetzt. Und Differenzieren fällt nicht unbedingt in die Zuständigkeit von Ideologen, zu denen ich Dich zähle. Die repräsentative Demokratie, die vom Wettbewerb der Meinungen und politischen Programme lebt und dafür Parteien zuläßt, braucht natürlich Wahlen, sonst wäre es entweder ein monarchisches oder ein autoritär-diktatorisches Regime. Wer gewählt werden will, muß etwas versprechen, nämlich, “es besser zu machen” als seine Mitbewerber. Eigentlich logisch - da ist ein Politiker nicht anders als jeder Mann, der gegen andere Männer um eine Frau buhlt. Das Problem kommt nach der Wahl, wenn sich der Politiker ansieht, was so in den HAushaltsbüchern des Ladens steht, den er übernommen hat. Und was die Berater - seine Berater natürlich, auf die er jetzt setzt -, ihm über das eine oder andere drängende Problem erzählen, das die Vorgängerregierung nicht gelöst hat. Oft ergibt sich, weil das Herrschaftswissen der Regierung ihm, dem bisher Oppositionellen, natürlich nicht oder nur in Teilen bekannt war, daß sich nun “das ganze Schlamassel offenbart, das wir von denen hinterlassen bekommen haben”. Ergebnis: Der einstige Wahlkämpfer, der meist wirklich guten Glaubens ein Versprechen gemacht hat, stellt jetzt fest: er wird es nicht einhalten können. Z.B. weil die Steuereinnahmen geringer ausfallen oder ein Koalitionspartner nicht mitspielen will, den man - leider, leider - mit ins Regierungsboot nehmen muß, und was der Gründe mehr sind. Wir kennen das ja zur Genüge. Das Geschrei ist dann groß - und Du hast es mit angestimmt: “Lügner! Ihr brecht Wahlkampfversprechen! Wir werden Euch das heimzahlen - bei der nächsten Wahl! Jetzt erst recht - NPXYZ!”
    Ein Teil des politischen Geschäfts ist es, solche Stimmungslagen abzufedern und zu versuchen, jetzt noch zu retten, was zu retten ist. Wenn Die Öffentlichkeit weiter Lärm macht, dann sehen wir die Politiker und die Regierungsbürokratien fieberhaft daran arbeiten, “das Mögliche machbar zu machen”. Hier was wegnehmen, um es dorthin rüberzuschieben. Was natürlich neues Geschrei auslöst: die Gewerkschaften protestieren, der Verband der Haustierzüchter, der linkselbische Straßenbelagherstellerverband und die Vereinigung der katholischen Kinderkrippen. Alle diese tausenden unübersichtlichen Lobbygruppen, deren Pressemitteilungen die Fächer der Poststellen in den Rathäusern und Ministerien, Fernsehanstalten und privaten Mailing-Listen verstopfen. Ein Durcheinander wie auf dem sprichwörtlichen Basar. Und alles, wegen dieser Lügen! Ich würde vieles, was Du “Lüge” bezeichnest, eher “zusammengeschmolzene gute Absichten” nennen. Das ist etwas ganz anderes. Die wirklich bewußt in die Welt gesetzte Lüge, die wird man auch einem Politiker nicht verzeihen. Die Lüge von Saddams Massenvernichtungswaffen hat, als sie offenbar wurde, Bushs Ansehen den Rest gegeben. Würde die Verfassung dem keinen Riegel vorsetzen, bräuchte GW Bush zur nächsten Wahl gar nicht erst anzutreten. Einen so dreisten Lügner will keiner als Präsidenten haben. Ein Politiker, der aus welchen Gründen auch immer gescheitert ist, sollte offen mit den Menschen über die Gründe des Scheiterns reden und ihnen sagen, wie er unter den obwaltenden Bedingungen noch das Beste im Sinne seiner Wahlversprechen herausholen will.
    Ich finde jedoch Deine bzw. Eure Sichtweise auf “die” Politiker, die “uns” belügen und betrügen, ohnehin sehr unpolitisch und auch vordemokratisch. In jeder Gesellschaft, und auf allen Ebenen der Gesellschaft - von der Familie bis zur Regierung - gibt es Meinungsunterschiede, Spannungen, Konflikte, ganz einfach deswegen, weil Menschen verschieden sind. Oft ist sogar ein Einzelner heute dieser, morgen jener Meinung; kurz, er “liegt mit sich selbst überkreuz”. Die repäsentative Demokratie ist eine im Kern von den Griechen erfundene geniale Form, mit diesen Spannungen und Konflikten in der Gesellschaft irgendwie so umzugehen, daß sie a) den Menschen nicht zu viele Anstrengungen beim Sich-Kümmern-um’s-Große-Ganze abverlangen, was sie als Einschränkung ihrer Freiheit betrachten würden, b) daß die Opfer oder Reibungsverluste bei Konflikten möglichst gering bleiben und c) eine gewisse Verläßlichkeit, Stabilität und Regelhaftigkeit gewährt wird, was ja auch für die eigene Lebensplanung von Bedeutung ist. In hoch ausdifferenzierten Gesellschaften mit einem fein ineinandergreifenden wirtschaftlichen Räderwerk ist das alles natürlich eine Voraussetzung dafür, daß die Produktions- und Verteilungsprozesse einigerma´ßen ungestört laufen, Gewinne und Einkommen erwirtschaftet werden können etc. Es ist pures Wunschdenken, wenn Ihr von einem Staat träumt, in dem ein Stabschef” oder “Führer” oder ein allmächtiges “ZK” das Sagen hat und alle, alle gehorchen. Das funktioniert eigentlich in der Reinform nur, wenn es einen Krieg zu führen (Nazideutschland) oder die Schlacht gegen elende Lebensverhältnisse zu gewinnen gilt (China, Sowjetunion). Jenseits dessen haben wir es mit den fröhlichen Krächen, Kämpfen und Konflikten zu tun, die zum Leben nun mal dazugehören. Selbst im diktatorischen Iran tragen die verschleierten Frauen kaum sichtbar die Zeichen ihrer Individualität - und bewundern sie die von Dir so verachtete “Ami-Kultur”, sodaß wieder einmal die Religionspolizei zu rigorosem Durchgreifen gezwungen ist (ich bin im Mai in Teheran und werde mir das dort genau ansehen). Also: Selbst ein rigider GOttesstaat wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, wie er Konflikte regelt, die die Regierenden sonst hinwegfegen würden. China hat ein ähnliches Problem, dort wird die Quadratur der Kreises versucht: Kapitalismus pur plus ZK, und daß in wenigen Jahren sich eher das ZK, die Partei und ihr Herrschaftsmodell ändert als sich die Widersprüche im Land wieder in die Flasche stecken ließen, das scheint mir sicher zu sein…
    Aber ich bin abgeschweift. Ich komme noch einmal zum ANfang zurück. Du schreibst: “In diesem Zusammenhang nur ein einziger Satz aus der Regierungserklärung von Helmut Kohl aus dem Jahre 1982: “Wir werden die Zahl der Arbeitslosen und die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer halbieren!” Klar, so wie er dasteht, kann man ihn - unbedarft, wie man so durch die Welt läuft -, als Ausdruck, ja als “Lüge” schlechthin interpretieren. Ich plädiere hingegen erst einmal dafür, hinzuschauen, in welchem Zusammenhang, unter welchen Bedingungen, mit welcher Intention der Satz gesagt wurde. Ich bin sicher, daß Helmut Kohl schon damals eine Menge Spott, Skepsis und Widerspruch entgegengebracht wurde ob dieser vollmundigen Ankündigung. Auch im Wahlkampf wurde ihm von den gegnerischen Parteien ein solches Vorhaben kaum blanko abgekauft. Nur: Warum haben die Menschen dann Helmut Kohl gewählt? Sie hätten es besser wissen können.
    Wir sollten es uns angewöhnen, wenn wir nicht “belogen” werden wollen (in dem von Dir gemeinten Sinne), daß wir unseren Politikern nicht nur “alle 4 Jahre” die “Rote Karte” zu zeigen. Wir sollten uns als Bürger viel massiver vorort selbst diskursiv, kommunikativ und auch streitend in unsere eigenen Belange einmischen - mit den Politikern, aber auch durchaus, wenn nötig, gegen sie. Der deutsche “Ohne-Michel” sitzt vorm Bildschirm wie in einer Sportarena und läßt die Politiker mal kämpfen; und je nach dem, verteilt er am Schluß der Endrunde seine Noten. Die Politik “hat” dies oder jenes für ihn zu erledigen, “dafür zahlen wir ja die Steuern” - das sit die deutsche Bequemdemokratie. In den USA gibt es einen schönen Spruch, der da lautet: “Wenn die Menschen führen, folgen die Politiker!” Da wartet man nicht darauf, daß Washington dies oder jenes tut (meist tut es nicht das, was es sollte, und wenn, dann auch nur viel zu spät, mit zu wenig Geld, ohne Koordination u. dgl.). Man packt die Dinge selbst an und setzt die Politiker anschließend dann, nach ersten “Schienenverlegungen” vor Ort, auf die Geleise und läßt den Zug dann losdampfen. Ich habe das in dem Land oft genug beobachtet. Die Amis haben ein traditionell gesundes Mißtrauen gegen ihre Politiker - sie trauen ihnen tatsächlich alles zu! Aber daß sie sich deswegen einen “Führer” oder auch nur einen Kampfbund wünschten, der sie in glorreiche Zeiten führte, das nun doch nicht!
    Mich deucht das ein Zeichen von gesundem Pragmatismus und demokratischer Reife zu sein! Dein Mißtrauen gegen die Kohls von heute ist gerechtfertigt - aber meines gegen die “Führers” von morgen, also gegen dich und deine Truppe ist es ebenso. Denn Mißtrauen, Kritik, eigenständiges Denken und ständiges Hinterfragen der fremden UND der EIGENEN Position bewahrt uns vor schlimmeren Katastrophen als jene, die wir ohnehin jeden Tag erleben, wenn wir morgens in den Spiegel sehen.

    In diesem Sinne: Es lebe der Zweifel, die Ursubstanz der Demokratie! (Schlag nach bei Sokrates…)

    Dein

    dosso

  • 32 der hesse // Apr 28, 2007 at 8:57

    Ich bin der Meinung das weder die nationalen
    Parteien noch die sogenannten freien Kräfte
    in absehbarer Zeit das Ruder herumreissen können.
    Sehen wir das Ganze mal etwas realisticher.
    1. Die Npd u. die anderern rechten Parteien
    sind alle bis i d Bundesvorstände mit V-Leuten
    durchdetzt wie schon Adolf von thaden
    der vom britischen Geheimdienst geschmiert wurde um eine rechte Partei zu schaffen,
    die die Masse der Nationalenn zu binden
    sie in überwiegend sinnlose sowie kraftzehrende Wahlkämpfe zu verhedddern.
    Daran hat sich bis heute nichts geändert siehe
    PETER MARX.Es geht nur noch um Geld und Postenreiterei für die hohen Tiere in der Npd,
    Reps u d Dvu.
    Und dann dieses achso vielversprechende Bündnis der Nationalen.
    Und dann werden gerade von der Systempartei Npd die freuen Kräfte je nach Bedarf ins Boot geholt u in Wahlkämpfen verheizt.Und das sich durch jene Strategie ein Erfolg einstellt wie vor 74 Jahren ist in diesem System u unter den kommenden internationalen Ereignissen irrelevant hoch zehn.

    War selber mal in der NPD und kann heute nur sagen es ist als nationaler Sozialist unvereinbar mit dieser der jener sogenannten nationalen Partei zusammenzuarbeiten.

  • 33 Schwert // Apr 28, 2007 at 11:16

    @der hesse

    Deine Ausführungen haben durchaus etwas für sich. Was würdest Du als Alternative vorschlagen, um so viele Mitmenschen wie möglich zu gewinnen? Was meinst Du, wie es hier weitergehen könnte?

  • 34 Dike // Apr 29, 2007 at 0:38

    @ dosso

    Sicherlich, lieber dosso, können Sie auch klar schreiben, wollten Sie dies, aber Sie mögen ja die kunstvolle Lüge und huldigen dieser, und dabei gleiten Sie ab in den Morast, aus dem es keine Rettung gibt.

    Sie lieben Hölderlin und Nietzsche. Diese aber lehren die Reinheit und Klarheit. Doch Sie leben noch in der Gespaltenheit Ihrer Herkunft.

    Aber ich sage Ihnen, dosso, ich lese Sie dennoch gerne. Sie haben was und verschwenden es an Hellhörige und Betäubte gleichermaßen … ;-)

    LOL

  • 35 dosso // Apr 29, 2007 at 12:48

    @Dike:

    “Sie leben noch in der Gespaltenheit Ihrer Herkunft.”

    Ich weiß zwar nicht genau, was gemeint ist (das Elternhaus meiner Großmutter mütterlicherseits stand tief im Neanderthal, das meines Großvaters väterlicherseits in Düsseldorf). Aber “Gespaltenheit” ist Erbe nserer Existenz als Mensch. In jedem von uns wohnt mehr als nur der, der er zu sein glaubt und den unsere Mitmenschen zu kennen meinen. In jedem Augenblick ist sie präsent: wenn wir stets unbewußt Entscheidungen fällen (koche ich mir jetzt ein Ei oder haue ich es in die Pfanne? Sollte ich nicht besser erst einmal joggen und danach frühstücken? U.s.w.). Pflicht und Neigung, Eros und Ratio, Ich und Es und Über-Ich… Bin ich eher ein guter Dichter oder ein guter Maler/Zeichner? Einige Genies wie Wilhelm Busch oder Michelangelo oder Goethe oder Wagner konnten scheinbar Disparates in sich integrieren. Aber wenn man genau hinschaut, wird man auch in ihnen unerledigte Reste von abständig Gegensätzlichem entdecken können, das oft erschrecken läßt: Der feinsinnig-humanistische Denker Goethe, der als weimarischer Minister erbarmiúngslos Todesurteile abzeichnete; Lenin, dem bei Beethovens Appassionata-Sonate die Tränen kamen; Hitler (der abgebrochene Künstler), der auf dem Berghof Mickey-Mouse-Filme lagerte und wohl auch ansah, wie Albert Speer jun. im SPIEGEL einmal mitteilte; Christian Woch, der Freundes- und Feindes-Charakter aus Tarort-Karten ermittelt (”Die Quersumme meines Vornamens ist 15, die meines Mittelnamens ist 13, die meines Nachnamens ist 14, und die Quersumme der Summen aller meiner Namen ist wieder 15…”), verschenkt Baudelaire-Gedichtbände - wer hätte das gedacht?
    “Gespaltenheit” kann sich tragisch entwickeln, wenn die Persönlichkeit ihr keine Gestalt, keine Form gibt. Wer gelernt hat, auch disparate Persönlichkeitsanteile in sich zu vereinigen und dialektisch auf höherer Stufe zu einer neuen Einheit zu verschmelzen, kann produktiv mit Widersprüchlichkeiten seines Wesens oder seiner (geistig-ideologischen) Herkunft umgehen. Den in Euren Kreisen sicher gerne zum Mythos hochstilisierten Breker-Helden “aus einem Guß”, den gibt es allenfalls in der Phantasie. Denk an die “Angst des Tormanns beim Elf-Meter” - sie lehrt dich das Mißtrauen gegen alles Pseudo-Heldische, das die Brehls und Reitz’ und wie sie alle heißen auf so lächerliche Weise nachinszenieren.

    Man sollte sie alle eine Woche lang einsperren - bei Wasser, Brot und mit einer Ausgabe des “gespaltenen Grüblers” Hamlet.

    dosso

  • 36 Dike // Apr 29, 2007 at 14:20

    @ dosso

    Für Ihre sinnreiche Vorlesung bedanke ich mich und will Ihnen nicht verhehlen, daß sie mich zum Nachdenken anregt.

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