Höhere Finanzmathematik
von R.G. Kerschhofer, Pannonicus
Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht
Quelle: Mein SH.info 03.07.09




19 responses so far ↓
1 abc // Jul 4, 2009 at 12:39
Selten so miese Lyrik gelesen!
Armes Deutschland!
Wir Linken lesen sowas in der Titanic, aber Nazis scheinen ja lieber Realsatire zu produzieren.
Herr wirf Hirn vom Himmel!
2 Shlomo Seifenschaum // Jul 4, 2009 at 12:47
Beim durchlesen dieses Gedichtes ist mir mal wieder ein schönes Liedchen eingefallen!
Wetzt die langen Messer auf dem………………
Naja,der Rest dürfte wohl bekannt sein.
3 ddd // Jul 4, 2009 at 13:39
sehr schön!
4 Sternenstahl // Jul 4, 2009 at 13:44
@abc
Die Titanic würde ich noch nicht mal zum Arsch abputzen nehmen, da würde man sich noch dreckig mit machen bei dem Geschleime, was da drinne steht.
Außerdem hat das Blatt ja den richtigen Titel – benannt nach einem Schiff, was nicht mal die erste Fahrt über die weite See geschafft hat.
Wenn das zur Meinungsbildung herangezogen wird, dann braucht man sich nicht mehr zu wundern, wenn Gedichte falsch bzw. gar nicht verstanden werden.
Und nicht zuletzt – vernichtende Worte kann jeder aussabbern – aber selber mal was dichten, das wäre doch mal was. In diesem Falle wäre der Wunsch nach Hirn ein echtes Geschenk vom Himmel an Dich.
Zum Gedicht selbst: Ist sehr gelungen und trifft den Nagel auf den Kopf.
Mit der Klarheit eines echten Dichters und Denkers geschrieben.
Sollche Leute braucht das Reich…
5 Pflanzenesser // Jul 4, 2009 at 14:52
Sehr gut gelungen!
6 nahtlos braun // Jul 4, 2009 at 15:37
@abc
vielleicht bekommst Du ja auch etwas Hirn ab wenn es der Herr vom Himmel wirft.
An Deiner Stelle würde ich mich gleich rausstellen sonst bleibst Du noch unterbelichtet.
7 hauke haien // Jul 4, 2009 at 16:26
Derzeit laufen in den USA Verkaufsverhandlungen fuer die Infrastruktur: Strassen, Elektrizitaets unternehmen, Eisenbahnen, Gefaengnisse, Schulen usw. Die USA ist zur Pluenderung freigegeben.
Die Kredite sind so enorm, der Steuerzahler wird auf ewig Zinssklave der Juden vertreten durch die 13 juedischen Banken, die die Federal Reserve Bank konstituieren, sein. Die ‘Herde’ wurde somit ebenfalls verkauft als Zinszahler.
Das die Federal Reserve Bank einfach Geld aus Luft produziert und sich das dann von der ‘Herde’ bezahlen laesst, geht hier niemandem auf.
Nachdem die USA verkauft ist muss natuerlich dafuer gesorgt werden, dass die neuen Eigentuemer der USA geschuetzt werden gegen den Volkszorn. (Falls die Amis das jemals bemerken), das geschieht, indem Sicherheitsdienste aus fremden Laendern angeheuert werden und die lokalen und staatlichen Sicherheitsorgane entmachtet werden und durch die Federals, hier im wesentlichen durch die Homeland Security, die vom Zionisten Liebermann (Boardmember) geleitet wird , ersetzt werden.
H.H.
8 hauke haien // Jul 4, 2009 at 16:33
Die Kredite, die im Namen der USA aufgenommen werden dienen natuerlich zum Ausverkauf der USA, da sie an Banken verschwendet werden und an dumme Kriege, die nur den Juden dienen.
Die Kredite werden natuerlich an juedische Grossunternehmen recycled.
So funktioniert der Doppelbeschiss.
Ich vermute mal, das die Geschichte genauso in der EU funktioniert.
Betrachte einfach mal nur das Zinsaufkommen, das die ‘EU-Herde’ aufbringen muss und was davon wieder zurueckkommt.
Ich behaupte, die ‘Herden’ sind Schafe, die geschoren werden ohne dasz die Schafe das merken.
Gurdjieff beschreibt in einem seiner Buecher einen Magier, dessen Schafe immer davon laufen, weil sie nicht geschlachtet und geschoren werden wollen. Eines Tages hat der Magier genug und zaubert den dummen Schafen die Illusion vor, dass der Magier gut fuer sie sorgt, das sie frei sind und herumlaufen koennen wo sie wollen, aber es eben besser ist eng beim Magier zu bleiben. Die Schafe blieben darnach natuerlich beim Magier, der sie weiterhin schor und schlachtete.
H.H.
9 Crustowsky // Jul 4, 2009 at 16:49
Das Gedicht hat mich auch zunächst an einen Gsella-Erguss erinnert. Vielleicht ist es nicht gerade eine sprachästhetische Meisterleistung, allerdings hat es nur allzu wahre Inhalte…
10 Bube // Jul 4, 2009 at 16:51
@ 2 Shlomo Seifenschaum // Jul 4, 2009 at 12:47
“[...] Wetzt die langen Messer auf dem [...]”
Zum Lied habe ich diesen interessanten Verweis gefunden.
http://deaddodo.org/ugugu/Amok
Dort heist u.a.:
“Jedenfalls wurde das ‘Heckerlied’ dann in der Freikorps-Zeit nach der deutschen Novemberrevolution 1918 unter dem Titel ‘Blut’ umgedichtet und erhielt dort auch folgenden neuen Refrain: Wetzt die langen Messer auf dem Bürgersteig, [/] Lasst die Messer flutschen in den Judenleib. [/] Blut muss fliessen knüppelhageldick [/] Und wir scheissen auf die Freiheit dieser [/] Judenrepublik. [...]”
zum Heckerlied:
http://de.wikipedia.org/wiki/Heckerlied
11 Bube // Jul 4, 2009 at 17:08
“Selten so miese Lyrik gelesen! [...]”
Liebes abc, da muss noch etwas Butter bei die Fische, wie man so sagt. Einfach sagen, sie würden sonst bessere Gedichte lesen, reicht nicht. Dann trollen Sie sich!
Ich kann immerhin auf die schnelle gepaarte vierhebige Endreime erkennen und Zeilensprünge. Knittelvers?
12 Herolds Beobachter // Jul 4, 2009 at 18:21
Das Gedicht ist vermutlich von Kurt Tucholsky
13 Dike // Jul 4, 2009 at 18:51
Den Mordsfinanzschwindel treffendst in leicht verständlicher Wilhelm Busch-Manier ‘rübergebracht!
KLASSE!
14 Franz // Jul 4, 2009 at 21:51
Beim lesen des Gedichtes vielen mir gleich die Namen von Madhoff, Greenspan, Paulson, Bernanke, Strauss-Kahn und Schwarzman ein oder wie sonst die Figuren noch heißen mögen.
15 abc // Jul 4, 2009 at 23:08
Oh, gibt es hier etwa Zensur? Oder wo ist meine Antwort geblieben?
…
Sollte eine Type wie du grad hier Ansprüche stellen können? Dein Stall ist bei Indymedia. – Die Schriftleitung
16 F.Heusinger // Jul 5, 2009 at 1:02
@abc
Das Titanic-Magazin beweist, dass Satire nicht nur politisch korrekt sein kann sondern dass man damit sogar ein ganzes Heft zu fuellen in der Lage ist. M.E. nichts anderes als eine Wichsvorlage fuer euch linke Spiesser (darum auch meistens auf dem Klo vorzufinden).
17 Possessivpronomen // Jul 5, 2009 at 7:10
Ha, klasse!
Mir gefällt’s…
18 Waechter // Jul 6, 2009 at 0:06
Ich verstehe das Gedicht nicht. Hört sich aber nach VS-Hetze an!
19 Fräulein Ehrsam // Jul 6, 2009 at 21:07
Fünf nach zwölf
„Ich bin der Ansicht, daß wir viel zu selten über jene Fragen nachdenken und sprechen, die für unser künftiges Schicksal entscheidend sein werden.“
Von Eva Hermann.
http://www.kreuz.net/article.9440.html
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