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Berlin: Im allgemeinen Trubel um die Wahlerfolge der NPD in den jüngsten Landtagswahlkämpfen ging ganz unter, daß es ja noch eine „rechte“ Partei gab, die ebenfalls um den Einzug in den Landtag – oder besser gesagt, in das Abgeordnetenhaus rang. So traten die Republikaner am vergangenen Sonntag in Berlin ebenfalls zu den Wahlen an. In Mecklenburg-Vorpommern verbat sich dieser Wahlantritt von selber, da es die Republikaner dort eigentlich nur noch auf dem Papier gibt. Auch ihre Führung im dortigen Verfassungsschutzbericht ist eigentlich nur noch von symbolischer Bedeutung, wahrnehmbare politische Aktivitäten sind schon seit Jahren nicht mehr bekannt, sind doch im Vergleich zu den mecklenburgischen und vorpommerschen Republikanern sogar noch die dortigen DVU-Mitglieder aktiver, was in diesem Landstrich echt etwas heißen will, wird diese Partei dort doch ebenfalls politisch nur als eine Art lebender Leichnam registriert.
In Berlin nun fuhren die Republikaner ihr wohl bislang schlechtestes Ergebnis ein, so landeten sie in der Wählergunst bei 0,9 Prozent. Lediglich ein Mandat konnte in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow gewonnen worden. Dem gegenüber steht der Einzug der NPD in vier Bezirksverordnetenversammlungen. Hinzu gefügt sollte an dieser Stelle jedoch werden, daß NPD und Berliner Republikaner sich zuvor über die Kandidatur zu den verschiedenen Bezirksparlamenten verständigt hatten, so daß sich keine der beiden Parteien auf Bezirksebene gegenseitig Konkurrenz machte. Dies dürfte die Niederlage für die Republikaner doppelt bitter gemacht haben, da hieraus offensichtlich ist, daß sie jede Reputation beim nationalen bzw. rechtskonservativen Wähler verloren hat, da dieser offenbar lieber gar nicht wählen ging, als REP zu wählen.
In der offiziellen Presseerklärung der Partei zu den Wahlen erklärt man sich das Fiasko so:
„…Schlierer bezeichnete die Einbrüche bei der Wahlbeteiligung und die Erosion der sog. Volksparteien als „Abstimmung mit den Füßen“ gegen einen Parteienklüngel, der von der großen Koalition auf die Spitze getrieben werde. Wahlenthaltung sei die häufigste Äußerungsform der „Altparteienverdrossenheit“ geworden, sagte Schlierer.
Die Republikaner müßten darum kämpfen, die Enttäuschten, die bisher vor allem in das Heerlager der Nichtwähler flüchteten, selbst aufzufangen und diesem Protest eine demokratisch legitimierte Stimme zu verleihen. Leider fänden die Republikaner mit ihren Aussagen derzeit in weiten Teilen Mitteldeutschlands nur geringen Zuspruch, erklärte Schlierer zu den Wahlergebnissen des vergangenen Sonntags. Die Partei müsse daher die inhaltliche Ausrichtung ihrer Aussagen überprüfen und ihre Kräfte künftig bündeln. …“
Tatsächlich? Schlierer scheint offenbar noch immer nicht aufgegangen sein, daß die einzige Bündelung die hier noch Sinn hat, entweder der Anschluß an die NPD oder an die DVU ist. Zwar sprach NPD-Chef Udo Voigt nach der Wahl noch einmal die REP-Führung direkt an, sich seiner „Volksfront“ anzuschließen, doch dürfte ein solcher Anschluß als gleichberechtigter Partner inzwischen so überflüssig wie ein Kropf sein. So würde ein solcher Anschluß mehr Probleme als Vorteile bringen. Auch in der Parteibasis würde man es vielerorts nicht verstehen, wie so man sich ausgerechnet mit Typen wie Schlierer zusammenschließen will, die selbst nach dem NPD-Erfolg bei den Landtagswahlen in Sachsen und auch in jüngster Gegenwart keinen Hehl von ihrem offenen Abscheu gegenüber der NPD machten.
Die NPD fährt daher wesentlich besser dabei, wenn sie es jedem Republikaner frei stellt, in ihre Reihen zu treten, statt unisono einen Apparat von Apparatischiks den Übertritt schmackhaft zu machen, der ständig seine Selbständigkeit betonen würde, ohne aber die entsprechenden Leistungen zu bringen, die eine solche Autonomie rechtfertigen würden.
Die Republikaner haben ihre Chance als Partei gehabt und dank der Politik Rolf Schlierers verspielt. Sie sollten jetzt den Mut haben, die Konsequenzen zu ziehen und sich als Partei auflösen und ihren Mitgliedern die Möglichkeit zu politischem Neuanfang in den oben genannten Parteien geben – sofern es diese nicht bereits vorgezogen haben, diesen Schritt auch ohne Erlaubnis ihrer Parteiführung zu tun.
Sie aber deshalb betteln zu wollen, sollte man sich jedoch schon aus Gründen der Selbstachtung schenken.
Siehe auch
REP-Pressemitteilung Nr. 31/06 vom 18.09.2006
Berliner Landtagswahlergebnis 17.09.06
Quelle: Störtebeker-Netz 20.09.06




26 responses so far ↓
1 rauwolf // Sep 20, 2006 at 13:33
Von den Republikanern habe ich vor Jahren letztmalig was gehört; aber wer ist ” Schlierer ” ?
2 tom // Sep 20, 2006 at 13:56
hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Schlierer
nicht zu verwechseln mit: http://de.wikipedia.org/wiki/Schliere
Vereinzelt wird Schliere auch als Synonym für “schleimige Masse” verwendet (eigentlich Schmiere).
3 NPD KV UNNA/HAMM // Sep 20, 2006 at 13:59
Die Mitglieder der REP können einem schon leid tun, wenn man sieht wie sie von ihrem Vorsitzenden verheizt werden.
4 Gerald Franz // Sep 20, 2006 at 14:06
Bei aller verhaltenen und offenen Freude über die Wahlerfolge sollte nicht vergessen werden, wer denn alles zu den ganz vielen Vätern dieses unerwarteten Ergebnisses zählt. Denn die NPD alleine hat meines Erachtens den allergeringsten Anteil daran. Also stellt sich die berechtigte Frage nach den vielen Urhebern und Verursachern der zusätzlichen NPD-Mandate.
Da ist einmal und vor allem die Umkehrung der Schweigespirale im Weltnetz zu benennen, denn in den verschiedenartigsten Foren wurde immer von kompetenten Schreibern höchst kritisch von und vor allem über die NPD berichtet. Dadurch mußte zwangläufig der Eindruck entstehen, daß dieser Personenkreis zukünftig in der NPD die Struktur in Richtung bestimmen wird.
Außerdem sind vor allem die unabhängigen freien Kameradschaften hervorzuheben, bei denen eine Vereinnahmung durch den Verfassungsschutz nicht rechtzeitig genug erfolgten konnte. Vor allem die haben mit jugendlicher Begeisterung den eigentlichen Wahlkampf sichtbar gemacht.
Und dann sind da noch die verschiedenartigsten zahlreichen Kleinstgruppierungen und tapferen Einzelkämpfer, wie Korporationen, Stammtische, Selbständige und Freidenker sowie Akademiker und Wissenschaftler die sich offen als potentielle NPD-Wähler zu erkennen gegeben haben. Und denen dürfte ein ganz besonderes Gewicht zu kommen, weil gerade jene im Tagesgeschäft erleben, daß unser verehrtes Sauermerkel den Staatskarren immer tiefer in den Sumpf steuert.
Und nur wenn sich die NPD von diesen wichtigen außerparteilischen Meinungsbildern weiterhin antreiben läßt, kann sie vermehrt an politischem Gewicht zunehmen. Sollte sich allerdings für die konservative “Nationale Außerparlamentarische Opposition”, die “NAPO” eine andere neue Partei anbieten, dann ist die NPD schlagartig genauso erledigt wie es die Republikaner sind.
Resümee, die Wähler entschieden sich diesmal trotz der unzulänglichen menschlichen Qualität in der NPD gerade für diese Partei. Hoffentlich bergreift man in Dresden, daß eine derartige Konstellation nicht zwangsläufig wieder kehrt.
5 Eichenholz Original // Sep 20, 2006 at 14:54
@ Gerald Franz
“Sollte sich allerdings für die konservative “Nationale Außerparlamentarische Opposition”, die “NAPO” eine andere neue Partei anbieten, dann ist die NPD schlagartig genauso erledigt wie es die Republikaner sind. ”
Wie kommst Du auf diese Idee?
6 Rudolf // Sep 20, 2006 at 14:56
Ich stimme den Störtis absolut zu, wenn sie sagen, dass die Republikaner heute praktisch keine Bedeutung mehr haben. Trotzdem könnte eine Zusammenarbeit zwischen NPD und REP etwas bringen. In Länden wie Baden-Württemberg etwa, wo die REPs in den 90ern gewisse Erfolge hätten. Da es von den Republikanern aber auch dort keine nennenswerten Aktivitäten mehr gibt, wählt sie inzwischen auch in BaWü heute keiner mehr. Wenn nun REP und NPD gemeinsam in Baden-Württemberg (oder anderen West-Ländern) aktiv würden, könnten sie dort durchaus an alten Erfolgen der Republikaner anknüpfen.
7 harald44 // Sep 20, 2006 at 16:10
Schließlich ist es egal, ob am Ende alle Mitglieder der REPUBLIKANER bei der NPD landen oder ob alle Mitglieder der NPD bei den REPUBLIKANERN landen. Die Macht des Wettbewerbs hat entschieden.
Mehr Sorge macht mir die Frage, ob die Abgeordneten der NPD sich vielleicht ebenso leicht vom BRD-System korrumpieren lassen werden wie es den GRÜNEN widerfuhr.
Wenn ausgrenzen und schmähen nicht mehr reicht, um die anfangs ungeliebte Parteienkonkurrenz draußen zu halten, dann wird zwangsläufig die “Umarmungstaktik” folgen. Denn das BRD-Motto lautet: Du darfst Dich hemmungslos am Volkseigentum bereichern (Diäten usw.),
Du mußt nur nach der Pfeife unserer Hintermänner tanzen.*
Nun ja, das gibt es nicht nur bei etablierten Parteien. Mit Ausgrenzung und Schmähung tatsächlicher und vermeinticher politischer Konkurrenten arbeitet man in der NPD auch nicht erst seit gestern und würde sich das System eines etwas menschlicheren Umgangs mit seiner nationalen Konkurrenz befleißigen, so würde man nur allzu schnell erleben, wie aus so manchem National- oder Sozialrevolutionär von heute, ein betulicher Honoratior und angepaßter Demokrat würde. Merkt man doch schon in einigen Kommunalparlamenten, wo man sich schon jetzt zugute hält, wenn der eine oder andere Fraktionär der anderen Richtung nur Guten Tag sagt, oder nach dem werten Befinden fragt. Entsprechend wenig “knallhart” ist die “nationale parlamentarische Opposition”. Ob es im Landtag anders wird, wird sich zeigen, allerdings kann man für das Geld dort auch etwas mehr Showeffekte fürs Publikum erwarten.
Schriftleitung Altermedia
8 wartender Krieger // Sep 20, 2006 at 16:13
Das einzige, was seitens der REPs der NPD oder nationalen Sache allgemein noch nützlich sein könnte, wäre eine Persönlichkeit wie Franz Schönhuber, so er denn noch leben würde.
Denn dieser Mann verstand es wirklich, mit den Medien umzugehen und war eine echte, charakterstarke Persönlichkeit!
Aber mit dem Parteiausschluß Schönhubers haben die REPs ihren besten Mann und ihren Existenzsinn verloren. Und mit ihrer Weigerung zur Zusammenarbeit mit NPD und DVU hat diese möchtegern nationale Partei deutlich gezeigt, daß sie dem System der etablierten Blockparteien näher steht, als dem Volk!
Hätte er seine Kandidatur für die NPD fortsetzen können, wäre er heute sicherlich noch einer ihrer Spitzenmänner.
Und hätte die NPD eine jüngere Ausgabe eines Franz Schönhuber in ihren Reihen, dürfte das Wählerpotential noch mal ein paar Prozentpunkte höher liegen!
Allein ein Fernsehduell zwischen einem Schönhuber und Friedmann (oder einem beliebigen Vertreter des Parteienkartells) würde die Sympathien deutlich der Nationalen Sache zufliegen lassen!
Aber da das nunmal nicht mehr sein kann, sind die REPs verdientermaßen am Ende.
Denn Parteien werden von starken Persönlichkeiten getragen, nicht von grauen Funktionären!
9 TodosAlemanesUnidos // Sep 20, 2006 at 16:23
@ Gerald Franz u.a.
An Ihrem Text ist die “Rechtschreibreform” echt lecker: ” … nicht zwangsläufig wieder kehrt.” Da macht es doch richtig Spaß zu lachen …
Weiter schreiben Sie:
“… Freidenker sowie Akademiker und Wissenschaftler die sich offen als potentielle NPD-Wähler zu erkennen gegeben haben.”
Die geschickte Brusthemd-Werbung mit der “NPD” kann auch so aussehen:
Ich bin “NPD” ! (Darunter steht dann:
Narcissistic Personality Disorder)
oder:
Ich wähle die “NPD” (Darunter liest man dann:
Neue Partei Deutschlands)
Mit so etwas könnte man auch im Willy-Brandt-Haus arbeiten …
10 Mario // Sep 20, 2006 at 16:26
Der NPD würden einige Republikaner mit Sicherheit guttun. Natürlich keine “Ich-biedere-mich-den-Etablierten-an”-Typen, sondern enttäuschte Schönhuber-Anhänger, die ihr Heil weiterhin vergebens in diesem absurden Schliererverein suchen und dennoch auf echte nationalkonservative Politik setzen.
Man könnte somit eventuell damit auch vermehrt patriotisch-bürgerliche und wertkonservative Wähler ansprechen.
11 Cogito // Sep 20, 2006 at 17:17
„Thore von O.“ hat am 18. zwischen einigen Vorwürfen und hohen Erwartungen an die Gewinner Vernünftiges geschrieben:
„Kameraden, macht etwas daraus, Ihr habt die besten Voraussetzungen, dieses kaputte System ein Stück weiter zu demaskieren.“ Weitere Forderungen jetzt halte ich für Spinnereien.
@ Gerald Franz
„Und dann sind da noch ……… Akademiker und Wissenschaftler die sich offen als potentielle NPD-Wähler zu erkennen gegeben haben.“
Vollkommen neu für mich. Können Sie Namen nennen oder wo und wann?
12 Eichenholz Original // Sep 20, 2006 at 17:30
@ Mario
Wertkonservative Wähler kann man mit wertkonservativer Politik und wertkonservativen Politikern ansprechen.
Ein oder zwei Alibi - Bürgerliche machen noch keinen wertkonservativen Sommer.
Wertkonservative Deutsche sind auch nur hilfreich, wenn sie gleichzeitig offen für neue Ideen sind und den sozialen Fragen ohne Dünkel begegnen.
Eine gewisse Radikalität oder sagen wir eine gehörige Portion Mut ist für den Fortschritt unerläßlich.
Ob Du diese Kombination bei den REPs findest? Viel Glück.
13 Stalinist // Sep 20, 2006 at 17:32
@ wartender Krieger
Richtig erkannt. Schönhuber war der einzige Mann von Format, der wertkonservative Wähler aus katholischen und evangelischen Bevölkerungsschichten bis in die bürgerliche Mitte an sich binden konnte. 2o% wären auf Bundesebene möglich gewesen, wenn die Systemparteien nicht Ende der 80er Anfang der 90er Jahre die “Asylproblematik” angepackt hätten. Schönhuber selbst hat dies gegen Ende seines Lebens auch begriffen, als er mit seinen Äußerungen näher an die NPD und weg vom Pietisten-Neo-FDP-Verein “Republikaner” rückte.
@ rauwolf
gukst du hier
http://www.rolfschlierer.de
14 Cogito // Sep 20, 2006 at 17:55
Nachdem ich Schönhubers Buch „Ich war dabei“ gelesen hatte, hielt ich ihn nicht für einen guten Charakter. Es ist schon viele Jahre her - wenn ich mich recht erinnere, hatte er nichts mit der tapfer kämpfenden Truppe der Waffen-SS zu tun, obwohl der Buchtitel es vermitteln sollte. Er hat es verstanden, sich zu drücken, so viel Glück, nicht an die Front zu kommen, gibt’s nicht. Und Schilderungen, für die sich manch einer schämen würde. Über seine Mutter sprach er in übler Weise. Ich habe diese Schwarte in den Müll geworfen.
15 bildad // Sep 20, 2006 at 18:31
Kannte wer das “Patriotische Forum” war eine Art Rep Forum, aber gut gemacht und ca 100 Beiträge pro Tag.
Rep Fred Dagenbach aus Heilbronn “Wir haben immer die meisten Stimmen bei BW Wahlen” war ein humorvoller und kluger User, der wusste sogar was über Rechtspopulismus in Dänemark zu schreiben.
Nur wie ich mal meinte, von euch Reps aus Heilbronn sitzt niemand wegen Meinungsdelikte im Gefängnis, sondern einer hat ein kleines Mädchen vergewalitigt und dann umgebracht und der andere hat seine Frau erwürgt, weil sie ihm keine Suppe kochen wollte, war er angefressen.
Fred, stimmt nicht der mit dem Mädchen war ein Rep aus Stuttgart nur die Tat war in Heilbronn, den kann man uns nicht raufdivdieren.
16 bildad // Sep 20, 2006 at 18:42
“Hoch im Kurs beim REP-Vorsitzenden steht die FPÖ. Rolf Schlierer, Bundesvorsitzender der Republikaner wörtlich: “Liebe Freunde, es war und bleibt mein ausdrücklicher Wunsch, die Kontakte ins Ausland zu pflegen. Das betrifft die Freiheitliche Partei Österreichs, den Front National in Frankreich und den Vlaams Block in Flandern.” (doew 2000)
Das einzige was Le Pen oder Haider von Schlierer gewollt hätten, wäre ein Kassette seiner Reden, wenn sie schlecht einschlafen können.
Hilft todsicher bei Schlafstörungen.
17 Olsen // Sep 21, 2006 at 1:11
Eine gewisse aktuelle Ähnlichkeit zwischen Haider, Le Pen und Schlierer ist doch unverkennbar, wohlgemerkt aus politischer Sicht. Haben sie doch alle ein Ziel.
18 Rainer aus MV // Sep 21, 2006 at 2:54
Hallo,
der Teilnehmer Gerald Franz kann natürlich für sich selbst antworten. Aber ich interpretiere seine Aussage so:
Sollten die Funktionäre der NPD dem Irrglauben verfallen, ihre Erfolge seien nur “ihre Erfolge” und damit ein Selbstläufer, dann irren sie, genau wie die Reps.
Entweder alle Helfer, Sympathisanten und Freunde werden eingebunden und ernst genommen oder nicht.
Ist letzteres der Fall, nämlich Borniertheit und Selbstgerechtigkeit, wird es der Partei ähnlich gehen, wie der des Herrn Schlierer.
Und das zu Recht!
Es gibt Indizien, die für diese Variante sprechen.
Gruß aus Mecklenburg
19 harald44 // Sep 21, 2006 at 11:44
@ Olsen, 21.09.
Haider hatte sich ja schon demaskiert als er damals beim noch hohen Wahlerfolg der FPÖ völlig unerklärlicherweise vom Vorsitz der FPÖ zurücktrat. Damals wurde mir schlagartig seine Zwielichtigkeit klar.
Kann man sich vorstellen, daß A. H. im Jahre 1933, als er dem Ziel Reichskanzler zu werden so nahe war wie nie zuvor, dieses Amt an seinen Freund H. Göring abgetreten und sich auf seine Ländereien - wie weiland der Alte vom Sachsenwald - zurückgezogen hätte?
Haider war und ist ein U-Boot der Hintergrundmächte, der nur die Aufgabe hatte, nationale Stimmen in Österreich zu sammeln, zu kanalisieren und diese dann ins politische AUS zu leiten.
20 harald44 // Sep 21, 2006 at 12:34
Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag:
Ich meine, daß ein gewisses Maß an Korruption (=Vorteilnahme aufgrund eines politischen Amtes) innerhalb der herrschenden Klasse bei allen Völkern zu allen Zeiten hinnehmbar war und ist Entscheidend ist doch letztlich die Frage, was die jeweils herrschende Klasse für das arbeitende Volk tut und an praktischen Verbesserungen zu erreichen in der Lage ist.
Dazu ein Beispiel aus dem Militärwesen:
Daß die Gemeinen bei der Essensausgabe in einer Schlange sich anstellen müssen, während die Herren Offiziere an weißgedeckten Tischen bedient werden, ist für die Gemeinen solange hinnehmbar, solange beide Gruppen das gleiche zu essen bekommen und die Offiziere beim Sturmangriff als erste aus dem Schützengraben steigen und ihren Männern auch unter Inkaufnahme einer eigenen höheren Verlustquote vorangehen.
Andererseits ist die Revolte der Gemeinen nicht mehr weit, wenn diese vorne ins Feuer geschickt werden, wohingegen die höheren Offiziere im sicheren Hinterland Sandkastenspiele betreiben, saufen und huren.
21 Martin // Sep 21, 2006 at 15:19
Rolf Schlierer wirkt so destruktif auf alles Nationale ein, einschliesslich die REP, dass man sogar zur Idee veranlasst werden könnte, er arbeite insgeheim für den sogenannten Verfassungsschutz… Wie heisst es schon in der Bibel : “An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.”
22 Gerald Franz // Sep 21, 2006 at 15:47
Quelle:http://www.welt.de/data/2006/09/21/1044240.html
Do 21. September 2006
Rechtsextremismus
Braunes Netzwerk: Das sind die Strippenzieher in der NPD
Der NPD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern hat die Diskussion um ein Verbotsverfahren erneut entfacht. Wie schon nach dem Aufstieg der Partei in Sachsen zeigen sich Politiker verunsichert. Bewirkt hat das ein Dutzend rechtsextremer Aktivisten.
Von Frank Käßner und Uwe Müller
Mit Fahnen durch die Vorstadt: NPD-Anhänger
Mit Fahnen durch die Vorstadt: NPD-Anhänger
Foto: dpa
In Mecklenburg-Vorpommern hat es geklappt. Die NPD zieht in den Landtag ein. Und wieder sorgt sie, wie schon 2004 nach der Wahl in Sachsen, für Schlagzeilen. Dem Verfassungsschutzbericht zufolge hat die Partei nur rund 6000 Mitglieder, sie selbst spricht von 7000. Warum reagieren Demokraten angesichts einer solch schmalen Basis so erschrocken? Die Verunsicherung ist nicht allein der deutschen Vergangenheit geschuldet.
Die NPD, einst ein Altherrenverein, ist trotz ihrer kruden Ideologie modern organisiert. Sie hat mittlerweile das jüngste Durchschnittsalter aller Parteien, wird straff geführt, ist auffällig kampagnenfähig und latent aggressiv. Ihren Aufstieg verdanken die Nationaldemokraten einem Strategiewechsel hin zur “Volksfront von rechts” mit Skinheadgruppen und neonazistischen “Freien Kameradschaften”. Im Osten wirkt die braune Partei zudem in Bürgerinitiativen mit, berät Hartz-IV-Empfänger, gibt Heimatblätter heraus, veranstaltet Kinderfeste und Jugendfahrten.
Entscheidend für das Erstarken der NPD sind nicht mehr als ein Dutzend Kader. Fast alle sind seit Jahren dabei, bei vielen wechseln ständig die Einsatzorte. So wird Mangel an fähigem Personal überdeckt. Die WELT stellt die wichtigsten Strippenzieher in alphabetischer Reihenfolge vor.
Holger Apfel: Jahrgang 1970; stammt aus Niedersachsen; Verlagskaufmann; Stellvertretender Parteivorsitzender; Chef der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Apfel ist der erfahrenste Wahlkämpfer und meistbeschäftigte Funktionär der Partei. Als Frontmann setzt er knallhart strategische Entscheidungen um. Damit war er in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich. Im Dresdner Landtag sorgt er gezielt mit Hasstiraden goebbelsscher Manier für Eklats und Aufmerksamkeit. Von ihm stammt der von Parteichef Voigt unterstützte Plan, mit anderen rechtsextremen Gruppen zu kooperieren.
Jürgen Gansel: Jahrgang 1974; stammt aus NRW; Historiker; sächsischer Landtagsabgeordneter; Redakteur der NPD-Zeitung “Deutsche Stimme”. Gansel ist der Ideologe und Scharfmacher der Partei. Für bundesweite Aufmerksamkeit sorgte er anlässlich des 60. Jahrestages der Bombardierung Dresdens, die er im Landtag als “Bombenholocaust” bezeichnete. Damals kündigte er den “politischen Kampf gegen die Schuldknechtschaft des deutschen Volkes” an. Von Gansel stammt eine Schulungsbroschüre als Argumentationshilfe für Kandidaten und Funktionsträger.
Stefan Köster: Jahrgang 1973; stammt aus NRW; Versicherungskaufmann; NPD-Bundesgeschäftsführer; Landeschef Mecklenburg-Vorpommern; künftig Landtagsabgeordneter in Schwerin. Köster gehört zu den maßgeblichen Aufbauhelfern der NPD. Das ehemalige Mitglied der Wiking-Jugend ist Mitinitiator der “Nationalen Stammtische” im Nordosten. Dort wäre er im Wahlkampf als Spitzenmann aufgestellt worden, hätte ihn nicht ein Gericht wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Peter Marx: Jahrgang 1956; stammt aus dem Saarland; ohne Berufsausbildung; Stellvertretender Parteivorsitzender; Fraktionsgeschäftsführer Mecklenburg-Vorpommern und NPD-Chef von Rheinland-Pfalz. Marx ist seit Jahren politischer Handlungsreisender seiner Partei und ihr wichtigster Stratege. Bei der Rekrutierung von Personal und der Besetzung von Wahllisten hat er das Sagen. Als Geschäftsführer organisierte er in Dresden den Aufbau der sächsischen Landtagsfraktion. Nun wechselt er in dieser Funktion nach Schwerin. Den Abgeordneten verordnet er Rhetorikkurse, lässt ihre Reden aufzeichnen und auswerten. Selbst kandidierte der Katholik, der sein Jurastudium nicht abgeschlossen hat, bei Wahlen in Frankfurt am Main, im Saarland oder in Leipzig. Marx wurde 2001 wegen Wahltäuschung verurteilt.
Udo Pastörs: Jahrgang 1952; stammt aus Niedersachsen; Kaufmann; Chef der künftigen Fraktion im Schweriner Landtag. Pastörs soll in Mecklenburg-Vorpommern die Partei für den lokalen Mittelstand attraktiv machen. Er ist ein glühender Fanatiker und geschickter Agitator. Mit Provokationen im Landtag und außerparlamentarischen Aktionen soll er dafür sorgen, dass die NPD wahrgenommen wird.
Jens Pühse: Jahrgang 1972; stammt aus Niedersachsen; Verleger; Mitglied des Parteivorstandes; Geschäftsführer des Parteiverlages “Deutsche Stimme”. Pühse taucht überall dort auf, wo es um geschäftliche Aktivitäten der Partei geht. Er leitet nicht nur - als Nachfolger Apfels - den NPD-Verlag im sächsischen Riesa, der auch rechtsextreme Devotionalien verkauft. Daneben betreibt er Labels mit Nazi-Rockmusik. Pühse unterhält enge Verbindungen in die USA, nach Skandinavien und Osteuropa. Wiederholt trat er bei fragwürdigen Immobiliengeschäften der Partei in Erscheinung. Mitte der Neunzigerjahre wurde er wegen eines Propagandadelikts verurteilt.
Frank Rennicke: Jahrgang 1965; stammt aus Niedersachsen; Liedermacher. Rennicke ist laut Verfassungsschutz “eine wichtige Integrationsfigur innerhalb der gesamten rechtsextremistischen Szene”. Er gehörte bis zu deren Verbot der Wiking-Jugend an, danach trat er in die NPD ein. Die massenhaft vor Schulen verteilten CDs mit rechtsextremer Musik tragen seine Handschrift. Er zählt zu den Gründern des “Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten”. Rennicke ist vorbestraft wegen Volksverhetzung.
Jürgen Rieger: Jahrgang 1947; stammt aus Hamburg; Jurist. Rieger ist der wichtigste Neonazi-Anwalt, er verteidigte unter anderem Michael Kühnen, Horst Mahler und Ernst Zündel. Er verfügt über dubiose Geldquellen und Auslandskontakte. Rieger wurde mehrfach verurteilt, so wegen Körperverletzung, Volksverhetzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole.
Stefan Rochow: Jahrgang 1976; stammt aus Mecklenburg-Vorpommern; Betriebswirt; Bundesvorsitzender Junge Nationaldemokraten. Rochow ist der wohl wichtigste Nachwuchsfunktionär. Er agiert mit Burschenschaften und arbeitet eng mit dem Nationaldemokratischen Hochschulbund (NHB) zusammen. Als Referent der NPD-Fraktion folgt er Marx von Dresden nach Schwerin.
Gitta Schüßler: Jahrgang 1961; stammt aus Sachsen; Bürokauffrau; Vorsitzende der NPD-Organisation “Nationaler Frauenring”; sächsische Landtagsabgeordnete. Schüßler ist die Vorzeigefrau der NPD. Als Chefin des erst am vergangenen Wochenende gegründeten Frauenringes soll sie “auf die Anliegen weiblicher Nationalistinnen aufmerksam” machen. In der Organisation wirken vor allem Ehefrauen von Funktionären mit. Ziel ist es, die Partei vom Makel des reinen Männerbundes zu befreien.
Udo Voigt: Jahrgang 1952; stammt aus Nordrhein-Westfalen; Diplom-Politologe; Parteivorsitzender. Voigt hat die rechtsextreme Partei, deren Vorsitzender er seit 1996 ist und für die er als Hauptmann seine Bundeswehrkarriere aufgab, aus ihrer relativen Bedeutungslosigkeit geführt. Unter seiner Ägide traten Altnazis in den Hintergrund, gleichzeitig öffnete sich die NPD für die rechte Jugendkultur. Als Leiter der parteiinternen Führungsakademie förderte Voigt viele der heute einflussreichen Kader. Von ihm stammt die Idee für die Strategie der “Volksfront von rechts”. Er pflegt Kontakte mit anderen rechtsextremen Parteien und Gruppierungen - auch im Ausland. Voigt wurde wegen Volksverhetzung verurteilt.
Thomas Wulff: Jahrgang 1962; stammt aus Hamburg; handwerkliche Ausbildung; Referent des Parteichefs. Wulff ist der bedeutendste Kopf der Freien Kameradschaften, militanten Neonazis, deren Konzept er schon vor zehn Jahren entwarf. Selbst nennt er sich “Steiner” - in Anspielung auf den gleichnamigen SS-General. Gemeinsam mit anderen namhaften Neonazis trat er im September 2004, als die NPD in Sachsen triumphierte, der Partei bei. In Mecklenburg-Vorpommern betreibt er ein “nationales Schulungszentrum”. Wulff wurde unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt.
Artikel erschienen am 21.09.2006
23 Axel Heinzmann // Sep 21, 2006 at 16:19
Die letzten Landtagswahlen haben in Baden-Württemberg immerhin gezeigt, daß die REP stärker sind als die NPD. Deshalb wäre eine “freundliche” Übernahme besser als eine “feindliche”! Leider wird dies ohne und gegen die Person Schlierer geschehen müssen, der sich im Landtag BW als ein hervorragender Oppositionsführer erwies, gleichwohl aber von einem nicht heilbaren krankhaften Haß gegen den “rechten Narrensaum” erfüllt ist. Schade drum.
heinzmann.axel@web.de
24 NPD KV UNNA/HAMM // Sep 21, 2006 at 17:44
Das Problem NPD oder REP wird sich von selbst lösen durch den Gang der Ereignisse. Es ist nur schade, dass soviel Idealismus mißbraucht worden ist.
25 Rheinländer // Sep 21, 2006 at 22:46
Das, was Schlierer gegen die radikaleren Teile der nationalen Opposition vom Stapel läßt, ist ein Reflex “national”-konservativer Kreise (u.a. Siegerist mit seinem “Die Konservativen e.V.”), die die Auffassung vertreten, sie könnten damit ihre Weste strahlend weiß waschen, da sie demonstrativ gegen “Nazis” sind. Solche Schwachmaten sollten nicht zuviel Aufmerksamkeit geschenkt bekommen.
Tatsächlich haben die Republikaner noch Reste von Rückhalt in Baden-Württemberg. Sollten die REPs jemals dem Deutschland-Pakt beitreten, wäre Baden-Württemberg das ideale Areal für Wahlkandidaturen. Die REPs im Deutschland-Pakt wären nur über einen Putsch gegen den die Schlierer-Winkelsett-Bande denkbar.
Demnächst ist ein empfindlicher Schlag gegen “Uschi” Winkelsett von den NRW-REPs möglich. Es steht gegen die REP-Funktionärin eine Gerichtsverhandlung aus, die sie gezielter parteiinterner Lügenkampagnen überführen soll. Sollte eine Verurteilung Winkelsetts stattfinden, so dürfte die Luft für einen Schlierer sehr dünn werden.
Jedenfalls sehen die beiden einzigen Wege zur Besserung der Situation folgendermaßen aus: Der bereits erwähnte Putsch. Und als Option zwei der Massenübertritt enttäuschter REPs zur NPD. Alles andere wäre Kasperletheater.
26 Ex-Linkerstinker // Sep 22, 2006 at 10:43
Ich kann nicht verstehen warum meine ehemaligen Genossen immer noch so große Angst vor den “bösen Nazis” haben. Man muss doch nur mal die Diskussionen hier und anderswo verfolgen. Auch wenn DVU und NPD versuchen mehr zusammen zu arbeiten wird es in Deutschland nie wieder so etwas wie ein 3. oder 4. Reich geben. Der Führer wird nicht wieder auferstehen und es wird sich die Geschichte nicht wiederholen. Es wird vielleicht die Sharia eingeführt und ein Migrationshintergründler wird Kanzler, König oder Präsident, aber der Migrationshintergrund wird wahrscheinlich nicht wieder Österreich entstammen sondern weiter südöstlich. Republikaner haben mit ihrem Wahlprogramm und Konzept die Möglichkeit eine grosse nationale Volkspartei zu werden und wesentliche Änderungen zu Gunsten der deutschen Bevölkerung und unseren wohlsortierten unkriminellen assimillierten Einwanderern und Gästen zu erreichen. Den einen sind die REPs nicht rechts genug und den anderen wiederum zu rechts. Sollte es den REPs es aber gelingen ihren Standpunkt überzeugend darzustellen und Ünterstützung von Rechten und Linken bekommen welche aus ihren unrealisierbaren gestrigen ideologisch verbohrten Träumen aufwachen und daran gehen pragmatisch realistisch das Land zu verändern wird es vielleicht möglich sein zu verhindern das aus der BRD Germanistan wird sondern etwas das wir mit Stolz Deutschland Heimatland nennen können.
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