Rheinländischer Kirchenapparatschik beklagt
Bedeutungsverlust kirchlicher Feiertage…
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| Nikolaus Schneider |
Auch ein Wort zum Sonntag
Düsseldorf / NRW: Daß Kirchenfeiertage bei der weitaus überwiegenden Masse der Bevölkerung lediglich nur noch als arbeitsfreie Tage wahrgenommen werden, nicht aber als Kirchenfeiertage in des Wortes eigener Bedeutung, ist bereits seit langem kein Geheimnis mehr. Dies gilt nicht nur für Feiertage wie Fronleichnam oder den Buß- und Bettag, sondern auch für die großen christlichen Feste Ostern, Pfingsten und Weihnachten.
Deren wachsende Kommerzialisierung, die in der Tat von Jahr zu Jahr nerviger wird, beklagte dieser Tage der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, gegenüber der kirchlichen Hörfunkagentur PEP in Düsseldorf. Dieser stieß sich besonders daran, dass Weihnachtsmärkte jetzt sogar schon vor dem Totensonntag eröffnet werden. Nach Meinung Schneiders, eine “traurige Entwicklung“, die zeige, dass das Kommerzielle zur kulturellen Leitfigur in Deutschland werde. Schneider, der außerdem die schon etwas länger zurückliegende Abschaffung des Buß- und Bettages als bundesweiten Feiertag beklagte, meinte diesbezüglich dräuend wie ein Prophet des AltenTestamentes: „Ein Volk, das sich auf diesen Weg begibt, wird sich irgendwann auflösen und keinen Bestand haben.”
Tatsächlich? Nun, wenn das deutsche Volk sich irgendwann auflöst und keinen Bestand haben wird, dann liegt es, nach unserem Dafürhalten, weniger an der Abschaffung oder Kommerzialisierung kirchlicher Feiertage, sondern nicht zuletzt auch daran, dass es seine Wurzeln ganz und gar vergessen hat und statt dessen einer Überfremdung Haus und Tor geöffnet hat, die alle Begriffe übersteigt. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass gerade die Kirche des Herrn Präses Schneider in nicht geringem Maße mit daran Anteil hat, dass die Lage der Dinge ist wie sie ist.
Daß es Schneider mit seinem Protest gegen die Kommerzialisierung kirchlicher Feiertage nicht gerade allzu bitterernst ist, zeigt seine Reaktion auf die galoppierende Halloweenisierung des Reformationsfestes am 31. Oktober, von der er meint: „Das ist ein Ausdruck der Globalisierung, den ich nicht bejammern würde”, um dann darüber zujammern, dass die Reformation ein wirklich entscheidendes Datum für die Gewissensfreiheit und für die kulturelle Entwicklung Deutschlands sei, was die Kirchen immer wieder deutlich machen müssten.
Eine Behauptung, die wir nur sehr bedingt unterschreiben möchten. Denn bei allen Verdiensten der Reformation sei doch nicht vergessen, dass es auch die evangelischen Kirchen in der Vergangenheit nicht allzu sehr mit der Geistesfreiheit hielten und auch heute nicht halten, sondern in der Regel lediglich die bisherigen katholischen Dogmen durch evangelische Dogmen ersetzten. Auch war es niemand geringeres als Martin Luther höchst selbst, der bekanntlich seinen Schäfchen einbleute, dass jedermann ohne Widerspruch seiner Obrigkeit untertan sein solle, die Gewalt über ihn hat. Ein Kredo das seitens der Evangelische Kirche nach wie vor gültig ist, wie man bei deren Umgang mit politischen Andersdenkenden immer wieder feststellen kann. Wird man sich wundern, wenn diese einen anderen Weg zur ewigen Seligkeit beschreiten, als den Pfad, den solche Zeitgenossen vorgeben möchten?
Wenn die Evangelische Kirche heute vielen Gläubigen immer weniger als religiöse Alternative gilt, so liegt dies nicht unbedingt an mangelndem religiösen Desinteresse, sondern vermutlich auch daran, dass gerade diese Kirche sich von der Vergangenheit bis heute immer wieder zum Steigbügelhalters eines jeden politischen Systems gemacht hat, dass gerade die politische Macht inne hatte bzw. hat. Sollte es wirklich so erstaunlich sein, dass ein solcher gelebter Opportunismus und stetes Katzbuckeln von der jeweiligen Obrigkeit nicht ohne Folgen bleibt? Vielleicht empfiehlt es sich ja, dass evangelische Kirchenfunktionäre in solchen Fällen zunächst erst einmal bei sich selber suchen, statt jedes Mal die Schuld auf die Verweltlichung durch den Staat oder auf die Sündhaftigkeit ihrer Schäfchen zu schieben. Eigentlich braucht man diesbezüglich nur die Evangelien zu lesen und zu vergleichen, was die Apostel des HERRN von ihren heutigen Nachfolgern in Christi unterscheidet, dann sollte man eigentlich sogar als religiöser Laie von selber draufkommen.
Siehe auch
epd 04.10.08
Anhang:
NDR-Info: Pastor bezahlt Kirchenbesucher
Nicht jeden Tag sorgt ein Dorfpastor aus Ostfriesland für Schlagzeilen - und schon gar nicht für so unglaubliche! Burkhart Westphal, so heißt der Seelsorger aus Collinghorst im Landkreis Leer, verspricht jedem, der am kommenden Sonntag an seinem Gottesdienst teilnimmt, 5 Euro.
Meinen Sie, es gibt eine Kneipe in Collinghorst? Ich gebe zu, ich bin noch nie tief genug ins Herz Ostfrieslands vorgedrungen, um “zwischen Wallhecken und Weiden”, wie es im Internet-Auftritt des Sprengels heißt, nach einem Zapfhahn zu suchen, aber aus der Ferne betrachtet sieht es nicht gut aus - was das angeht. Es gibt dort zwar einen Schlachter, eine Auto-Werkstatt und den womöglich weit über Collinghorst hinaus bekannten Frisier-Salon “Kamm und Schere”. Aber eine Kneipe? Dabei läßt die Tatsache, dass diese Gegend schon seit 5000 Jahren von Menschen bewohnt ist und Collinghorst die “vermutlich älteste Siedlung des Overledingerlandes”, doch erwarten, dass da auch mal einer Durst hat! Feuerwehr, Sportverein, Shanty-Chor … und wirklich keine Kneipe?
Ja um Himmels Willen, was machen die Collinghorster Schäfchen denn, wenn sie sonntags durstig und geläutert aus der Kirche trotten? Zumal jetzt, wo sie gleichsam einen Mindestlohn für andächtiges Lauschen im Gottesdienst erwarten dürfen? 5 Euro - grob geschätzt zwei Bier, ein Korn - für eine Stunde Stillsitzen in einer strukturschwachen Region - wer will da meckern?
Andererseits: Wie verzweifelt muss Pastor Burkhard Westphal eigentlich sein, um auf die Idee zu verfallen, seine harten Kirchenbänke mit bezahlten Gläubigen zu besetzen, die - wie Statisten beim Film - ihren Heiermann natürlich erst nach der Predigt abholen dürfen? Ist seine Kirche, die zu den - Sie ahnen es - “ältesten im gesamten Overledingerland” gehört, ist dieses schmucke, mittelalterliche Backstein-Gotteshaus denn wirklich auf keine christlichere Weise zu füllen als durch die Verlockung schnöden Mammons? Und kann sich das die angeblich so abgebrannte Kirche überhaupt leisten: Bestechung aus dem Klingelbeutel? Korruption statt Kollekte? Dem göttlichen folgt der Geldsegen? Gott bewahre! Auch wer in vager Erinnerung an die Speisung der 5000 vermutet, Pastor Westphal wolle die wundersame Vermehrung des Brotes und der Fische nun zeitgemäß mit 5-Euro-Noten nachstellen, geht fehl. Denn was immer man Ostfriesen nachsagt: Sie sind nicht blöde, und dieser Gottesmann ist vermutlich viel schlauer als man glaubt.
Wie wäre es, wenn er nichts anderes bewirken will, als den Wert des Geldes zu relativieren? Wenn er erfahrbar machen will, dass Geben seliger denn Nehmen ist und Geiz alles andere als geil. Dass die Schlussverkaufsmentalität unserer Tage lächerlich, beschämend und würdelos ist und Großzügigkeit - vielleicht sogar in Form von seliger Verschwendung - im Herzen und im Portemonnaie zu Mangelware verkommen ist? Wenn dieser Pastor also ein ganz besonders listiger Vertreter seiner Zunft wäre?
Den 250 Besuchern, die sich am Sonntag für 5 Euro in die Kirche von Collinghorst locken lassen, wird der kleine Schein wie Feuer in der Tasche brennen. Ausgeben? Verschenken? Spenden? Was tut man mit dem Geld, das doch nur dazu da ist, den inneren Schweinehund zum Erröten zu bringen! Irgendwie, das ahnt der Pastor wohl, werden es ihm die bestochenen Schäflein heimzahlen. Am besten natürlich beim Frühschoppen nach der Kirche in der Kneipe. Die wäre Collinghorst, der vermutlich ältesten Siedlung der Overledingerlandes, durchaus zu gönnen. Schon des pfiffigen Pastors wegen.
Quelle: NDR Info 24.01.2008 14:30 Uhr




14 responses so far ↓
1 Populist // Oct 5, 2008 at 6:23
“Dieser stieß sich besonders daran, dass Weihnachtsmärkte jetzt sogar schon vor dem Totensonntag eröffnet werden. ”
Daß sich auf deutschen Weihnachtsmärkten immer mehr Döner-Buden und ähnlicher Multi-Kulti-Dreck breitmacht dürfte den Pfaffen vermutlich nicht stören.
2 InneresLicht // Oct 5, 2008 at 7:29
Die Äußerungen von Schneider und Jepsen (im Link) dins natürlich bloß Mittel zum Zweck: Evangelische Feiertage sollen besser verkauft werden, indem man sie als Beitrag zur deutschen Identität bzw. zum völkischen Zusammenhalt darstellt.
Aber man sollte diese Sprüche aufgreifen und bei passender Gelegenheit demonstrativ unterstützen (etwa beim nächsten Kirchentag) - vor allem auf diese Weise die Kirche und die Linksautonomen voneinander spalten.
3 Dr. H. G. // Oct 5, 2008 at 7:32
Gerade die Kirchen tragen maßgeblich zur Auflösung des deutschen Volkes bei. Und jetzt beschweren sich die Pfaffen auch noch.
4 Meckerer // Oct 5, 2008 at 7:35
Das Volk löst sich schon auf Herr Präses Schneider, dank der nachhaltigen Zuwanderung von Muslimen und die Hofierung des Islams - es gibt nur einen davon - durch unsere Politiker und Staat, während die Kirchen zuschauen und akzeptieren.
Vielleicht sollten diese Geistlichen einfach mal ein paar Jahre als normaler Arbeitnehmer leben dann wüßten sie wie schnell ein Wochenende vorbei ist oder wie hart Schichtarbeit sein kann oder wie viele Arbeitgeber ihr Leute ausnutzen, da muß man nicht noch Buße tun oder sich von Sonntagspredigern anrempeln lassen.
Die Kirchen und deren Mitarbeiter sind eingepackt in Watte, die bekommen nichts mit, auch die Islamierung nicht, Hauptsache ist die Kirchensteuer fließt und der Klingelbeutel ist voll.
5 Bergischer Löwe // Oct 5, 2008 at 11:07
Schon toll wie eine Institution wie die evangelische Kirche,welche mit Vorreiter bei der Ermordung von hunderttausenden von Ungeborenen Deutschen jährlich ist,sich über die Haltung der Deutschen zu den Feiertagen aufregt.Die ganzen Pfaffen sollte man dahin schicken,wo sie hingehören;in den Orkus der ewige Verdammnis!
6 Carsten // Oct 5, 2008 at 12:17
Er sieht aus wie´n Bankmanger.
Wenn er sich auch äußert gegen Multikulti, für Deutsche und Deutschland und gegen Massenmord an deutschen Ungeborenen, dann hat diese seine Äußerung Sinn.
Ich guugle mal, vielleicht find´ich was…
7 Theo Loge // Oct 5, 2008 at 12:39
Wer sich vornehmlich im “Kampf gegen rechts” engagiert, gemeinsame Sache mit den kriminellen Horden der Antifa macht, Moscheebauten unterstützt, von Dialog und Toleranz schwätzt, in Wirklichkeit aber eine undemokratische Gesinnungsdiktatur stützt, der macht sich als Christ nicht nur unglaubwürdig sondern schlichtweg überflüssig. Das “einfache Volk” hat sehr wohl begriffen, dass sich die Kirche auf die Seite der politisch Mächtigen geschlagen hat, von Pastoren und Bischöfen also keinerlei Hilfe erwarten kann, und reagiert entsprechend. Wer Hass gegen das eigene Volk sät, darf keinen Dank seitens des Volkes erwarten. Statt zu jammern, sollten die Kirchenoberen besser ihre Positionen überdenken. Aber solange die weiter an Karl Marx als Gott festhalten, kann es nur noch weiter abwärts gehen.
8 Judge // Oct 5, 2008 at 16:06
Die Kirche ist doch selbst schuld , wenn ihnen die Menschen davon laufen .
Glauben kann sie kaum noch vermitteln , da sie sich selbst dem Kommerz verschrieben hat . Dieser Tage jammert die ev. Kirche , daß sie um die 5 Mio Euro ( in Worten 5 Millionen ) an der Leman Brother Bank verzockt hat .
Täglich kriecht sie den Moslems in den Ar… und vergißt dabei die Unterdrückung ihrer Glaubensbrüder in den muslimischen Staaten .
Und viel zu häufig liest man davon , daß sie sich an Kindern vergreifen , wahrscheinlich aus Langeweile . Die sollten mal ordentlich arbeiten , wenn schon nicht körperlich , dann wenigstens so , daß sie ihr Amt auch ausfüllen !
9 Freier Christ // Oct 5, 2008 at 16:29
Die Kirchen sind entleert. In dreifachem Sinn: Geistig, körperlich und seelisch. Die Aufklärung hat Religion zerstört (da hat Schwert Recht) ohne selbst befriedigen zu können. Und die Kirchen können es auch nicht mehr. Das (angeborene) Bedürfnis der Menschen nach Spiritualität bleibt ungestillt, heute. Und weder Marxismus noch Holo-Religion können diese Lücke füllen. Nur deshalb wird der primitive und oberflächliche Islam zur Gefahr.
10 freiheit // Oct 5, 2008 at 22:08
Ein Blick hierher genügt:
http://www.fw-nachrichten.info/htm/urkult.html
11 Nationaler Antirassist (Exlinker) // Oct 5, 2008 at 22:52
Sowas von einem Vertreter einer Kirche welche in der Feiertagstradition dem römisch- katholischem Kathechismus folgt, welcher unter anderem aufgrund von Distanzierung zu Juden , die Verlegung des höchsten göttlichen Feiertags des Sabbats auf den Sonntag , rechtfertigt.
http://www.666.kz
12 Meckerer // Oct 6, 2008 at 5:26
Es ist gut wenn viel Menschen und Christen zu unterscheiden wissen, was die Kirche seit Jahrhunderten ist und was sie eigentlich sein soll. Wenn man die hohen Herren wirklich am Wort Jesus nimmt, sind die noch schlimmer als die Gottlosen und Heiden.
Die Kirche ist reiner Kommerz und zerstört sich durch ihre Ansichten zum Islam und andere Themen selbst, sie kann nichts mehr vermitteln.
13 Axel // Oct 7, 2008 at 10:24
“Tatsächlich? Nun, wenn das deutsche Volk sich irgendwann auflöst und keinen Bestand haben wird, dann liegt es, nach unserem Dafürhalten, weniger an der Abschaffung oder Kommerzialisierung kirchlicher Feiertage”
Materialismus ist ein Grundübel - speziell der heutigen Zeit. Damit hat der Pastor schon Recht. Was das allerdings das Zitat mit der “Auflösung” betrifft - ich denke hier sollte man vielleicht wohl eher bedenken, daß bereits 8 Millionen Landfremde aus Asien und Afrika unter uns leben, die Zahl durch Zuwanderung von “außerhalb” und natürliche Reproduktion (Geburt) stets steigt - es in diesem Land zudem auch Mischehen gibt - so daß man kein Prophet sein muß, um voraussagen zu können, daß wir in spätestens 20 Jahren in Westdeutschland flächendeckend (d.h. nicht nur in den Großstädten wie Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Dortmund, Stuttgart, usw. - wo dies heute schon der Fall ist) eine Bevölkerung lateinamerikanischen Zuschnitts haben werden.
14 Schwert // Oct 7, 2008 at 15:52
Die “Aufklärung” hat die Kirche besiegt und die Lehre Christi verdrängt. Aber diese “Aufklärung” ist ohne den Protestantismus wohl nicht so durchdringend möglich gewesen. Die Herausbildung der westlichen Wertegmeinschaft geht größtenteils auf die protestantischen Nationen zurück (die große Ausnahme bildet das einst katholische Frankreich).
“Freier Geist” ist sinnlos, wenn er dumm macht und somit den Philosophien und Ideologien des Materialismus und der Zersetzung platz macht. Gewissenlose Abtreibung und gewissenlose Partnerwahl und der Widerstand gegen die natürliche Ordnung sind die Ausgeburten dieses “freien Geistes”, der sich auf die Ideale der “Aufklärung” gründet. An dieser Entwicklung des allgemeinen modernen Bewußtseins hat der Protestantismus einen großen Anteil.
Dogmen sind gut und richtig, wenn sie das Gute und Richtige bezeugen und bewirken. Sie grenzen die Wahrheit von der Lüge bzw vom Irrtum ab. Ohne Dogmen ist keine klare Denkstruktur möglich. Ohne Dogmen ist keine klare Entscheidungsfindung möglich. Die Aufweichung der abendländische (bzw christlichen) Dogmen ist “die größte Tat” der freimaurerischen Zersetzer.
Wer Dogmen ablehnt, aber zugleich den NS favorisiert, verarscht sich im Grunde nur selber…
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