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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Unitall kontra Brehl – Jetzt Strafanzeige gegen Brehl wegen Adressenveröffentlichung? (04.07.09)

July 4th, 2009 · Post your comment (11 Comments)

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„Dissidenten in der BRD – gibt es so etwas? Und wenn ja, warum? Mich interessieren die Querdenker und deren etwas andere Lebenswege. Mir ist jemand, der offen eine fundierte Meinung vertritt, die völlig anders sein kann als meine, tausendmal lieber als die qualvolle Enge der Durchschnittlichkeit und Angepaßtheit, die üblicherweise die Wirklichkeit in der BRD darstellt.
Mich interessiert die Frage, was denn wäre, wenn die Professoren Welzer und Goodrick-Clarke recht hätten mit ihrer Prognose, daß die heutigen westlichen Gesellschaftsformen in der Zukunft möglicherweise kaum noch oder sogar gar keine Relevanz mehr haben.“

Hansjoachim Bernd-Unitall-Verlagsleiter bei der Ankündigung der Buchreiche „Dissidenten“

Am 29. Juni berichteten wir darüber, wie der Schweizer Unitall-Verlag das Buch des Nationalisten Thomas Brehl, „Bewegte Zeiten“, kurz vor seiner Herausgabe aus seinem Sortiment nahm, obwohl der Verlag damit bereits geworben hatte und eine ganze Buchreihe über „Dissidenten“ angekündigt hatte.

Ursprüngliche Unitall-Werbung. Der Hinweis auf “Dissidenten” ist inzwischen verschwunden.

In einem Schreiben an Brehl vom 28. Juni hieß es dann vom Verlagsleiter Hansjoachim Bernt:

Lieber Thomas, 28.06.2009

leicht fällt mir das jetzt nicht, aber angesichts der geplanten Veröffentlichung der „Bewegten Zeiten“ im Unitall Verlag gehen mehr und mehr Autoren (bzw. solche, mit denen ich in Gesprächen stehe) auf Distanz. Wie soll ich es sagen? – Es wäre besser, das Buch – zu canceln. Das ist ein schwerer Schlag für dich, ich weiß. So wie es für mich recht schockierend ist, zu erfahren, wie wenig „locker“ alle möglichen Leute auf eine NS-Biographie reagieren.

Am Freitag habe ich einen neuen Newsletter (HJB-News) verschickt, in denen ich extra noch nicht auf deinen Band hingewiesen habe. – Wenn ein Newsletter verschickt wird, ist das ein Grund für einige meiner Kunden, einfach mal so im HJB Shop zu stöbern. Das haben sie dann auch getan, und einige haben den Dissidenten-Band in der „Verbotenen Zone“ gesehen. Entsetzen! – Bei einer dem Buch angemessenen (und erforderlichen, angesichts der Auflage, Kosten usw.) Vermarktung kann ich nur noch einen erheblichen Dauerschaden erleiden.

Es hilft wohl nichts. Es wäre leider ein Fehler, dieses Buch zu verlegen. – Und die Ironie des Ganzen ist zudem noch, daß ich tatsächlich kein Nationalsozialist bin! Und mittlerweile muß ich mich nicht nur ständig Autoren u. a. im Umfeld gegenüber rechtfertigen, den Band zu verlegen, sondern jetzt auch noch Kunden – und da hast du keine Chance bzw. Möglichkeit auf Diskussion, die kündigen einfach ihre Abos und kaufen nichts mehr…

So, auch auf die Gefahr hin, daß du jetzt schwer enttäuscht von mir bist – was soll ich sagen, außer obigem, was einfach die Gegebenheiten widerspiegelt. Ich muß die „Schuld“ auf mich nehmen, diese Verhetztheit der Leute unterschätzt zu haben – und auf der anderen Seite (der „rechten“) die vollständige Abneigung gegen jedwede Art von NS-Rechtfertigung.

Jetzt bist du dran – schlag auf mich ein…

Zerknirschte Grüße von

Achim

PS: Ich denke, die Möglichkeit, mit Lauck was zu machen, besteht noch… ich könnte dir sicher auch die Umschlagarbeiten, die ja schon getan sind, an den Lauck weiterleiten…
Hansjoachim Bernt
Geschäftsführer der Unitall Verlag GmbH

Ursprüngliche Unitall-Werbung für Brehl-Buch

Brehl schrieb daraufhin zurück. In seinem gleichfalls bei Altermedia veröffentlichten Schreiben veröffentlichte er außerdem die E-Mailadresse Bernts. Dies und die Aufforderung Brehls doch an diesen zu schreiben, um ihm zu sagen, was man von seinem Verhalten denkt, muß recht breite Resonanz gefunden haben. So dauerte es nicht lange, daß Bernt persönlich bei uns vorstellig wurde und sich darüber beklagte, daß man seine Adresse veröffentlicht hätte, wo diese doch privat sei und dergleichen mehr. Dabei vergisst Bernt, daß es sich um reine Geschäftspost gehandelt, gegen die zu veröffentlichen nicht das geringste spricht, wenn einer der Schreibpartner dies für richtig hält, wenn Herr Bernt dabei seine Geschäfte über Privatadressen abliefert so ist dies sein Problem – oder vielleicht auch noch das der Steuerfahndung. Gütig wie wir jedoch sind, haben wir seinem Wunsche Gehör gewährt und die Adresse verschwinden lassen.

Dies hinderte Herrn Bernt nicht daran neuerlich bei Altermedia vorstellig zu werden und die gleiche Arie noch einmal anzustimmen, wobei er lautstark von uns verlangte, die allgemeinen Regeln des Anstandes und des Rechts zu respektieren.
Gleichzeitig wies er daraufhin, daß sein Anwalt am kommenden Montag die Situation eigenständig bewerten wolle und autorisiert sei, ggfs. eine Strafanzeige gegen Thomas Brehl zu stellen. Gleichzeitig betonte er, offenbar mit ironischem Verweis auf sein Verlagsprogramm, daß dies keine „Drohung überstaatlicher Mächte“ sei, sondern lediglich eine wahrheitsgemäße Mitteilung darüber, wie er und sein Anwalt ihre Rechte wahrnehmen werden.

Würde Herr Bernt gelegentlich an seinem PC ab und an mal die Tempdateien löschen, hätte er schon gestern feststellen können, daß besagter Artikel seine E-Mailadresse gar nicht mehr enthält.
Doch nutzen wir die Gelegenheit, um solchen Helden des Alltags ins Stammbuch zu schreiben, daß wie Ihnen weder Recht noch Anstand schuldig sind. Wer anderen Leuten Versprechungen macht, die er dann aus persönlicher Feigheit oder geschäftlichem Opportunismus nicht einhält, dem ist man gar nichts schuldig. Dabei geht es uns nicht um Brehl oder um sein Buch, sondern um das Prinzip schlechthin.

Wenn Herr Bernt meint, auf seine politisch korrektere Kundschaft Rücksicht nehmen zu müssen, indem er bestimmte Bücher trotz vorheriger Ankündigung nicht herausgibt, so sei ihm gesagt, daß auch die von diesem Teil seiner Kundschaft verabscheute rechte Klientel über Geld verfügt, daß sie ggfs. für den Kauf von Büchern ausgeben kann.
Nach so einem Umgang mit einem Autor halten wir es jedoch für überdenkenswert, ob es wirklich nötig ist, sein Geld ausgerechnet dem Unitall-Verlag in den Rachen zu werfen. Verlage dieser Art machen ihre Geschäfte, indem sie sich scheinbar oppositionell und zeitkritisch geben, tatsächlich aber bei dem leisesten Anzeichen wirklicher politischer Kritik das Ruder umwerfen und ihr Sortiment auf Wunsch entsprechend „säubern“.
Damit nicht genug erwarten solche Saubermänner auch noch, daß man ihnen zuliebe jedwede Kritik an solchem Verhalten einstellt und solche Frechheiten schweigend hinnimmt.

Nein Herr Bernt, das tun wir nicht. Durch Ihr Verhalten haben Sie uns gezeigt, was von Ihrem Verlag zu halten ist Wir werden dies registrieren und so wie es nötig ist, an unsere Leserschaft mit einem Appell zum Nachdenken über ihr Kaufverhalten weitergeben,dabei hoffend, daß sie dies auch ihren Freunden und Bekannten weitererzählen.
Immerhin tun wir damit dem Unitall-Verlag sogar noch einen Gefallen, hat er doch nun eine politisch völlig korrekte Kundschaft und ist nicht mehr auf das Geld tumber Rechtsextremisten gar nicht mehr angewiesen.

Sehen Sie Herr Bernt, es geht auch ganz ohne private E-Mailadressenbekanntgabe.
Nur zur Kenntnisnahme, Hinweise auf private Briefinhalten ziehen bei uns nicht, wenn darin von möglichen Denunziationen gegen politisch Andersdenkende die Rede ist, zumal wenn diese zu unserem Klientenkreis gehören. Im Gegensatz zum Unitall-Verlag lassen wir Leute, die uns ihr Vertrauen schenken, keineswegs im Regen stehen.
Außerdem gibt es ja noch die offizielle Verlagsadresse von Unitall an die man seine Meinung über die Absage der Brehl-Veröffentlichung gleichfalls richten kann. Was die Strafandrohung gegen Brehl betrifft, so sind wir sicher, daß Herr Brehl diese mindestens ebenso wohlwollend aufnimmt wie wir, bietet sich dadurch doch Gelegenheit, das Thema Unitall auch fürderhin nicht aus den Augen zu verlieren.

Ungeachtet dessen wünschen wir trotzdem gute Besserung. Vergessen Sie nicht ab und an Ihre Tempdateien zu löschen, ist besser für die Nerven und den allgemeinen Frieden.

Ergebenst

Altermedia

Siehe auch
”Bewegte Zeiten” – Altermedia 29.06.09

Unitall-Kontakt



Tags: Allgemeines

11 responses so far ↓

  • 1 Werner // Jul 4, 2009 at 7:05

    Hansjoachim Bernt hatte ursprünglich den kaum nachzuvollziehenden Fehler begangen, sich zur Veröffentlichung der lächerlichen Brehl-”Erinnerungen” bereit erklärt zu haben. Warum soll er für seinen diesbezüglichen Wortbruch nicht ein wenig leiden?

    Es gibt hier Kommentatoren, deren Absonderungen noch um ein Vielfaches lächerlicher sind, Sie sind einer von denen.
    Die Schriftleitung

  • 2 Carsten // Jul 4, 2009 at 7:15

    Welcher Verlag?

  • 3 Carsten // Jul 4, 2009 at 7:17

    Andererseits ist jetzt aber der Werbegrundstock gelegt und der “Welcher Verlag?” kann jetzt mit einer Sonderausgabe der Bücher Herrn Brehls loslegen.

  • 4 Schörner // Jul 4, 2009 at 7:17

    Spitzenartikel.

    Verlage dieser Art machen ihre Geschäfte, indem sie sich scheinbar oppositionell und zeitkritisch geben, tatsächlich aber bei dem leisesten Anzeichen wirklicher politischer Kritik das Ruder umwerfen und ihr Sortiment auf Wunsch entsprechend „säubern“.
    Damit nicht genug erwarten solche Saubermänner auch noch, daß man ihnen zuliebe jedwede Kritik an solchem Verhalten einstellt und solche Frechheiten schweigend hinnimmt.

    Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. DAS hat gutgetan.

  • 5 godzilla // Jul 4, 2009 at 7:40

    Was ist dieser Bernt denn für ein Kasper?

    Die Kunden suchen sich die Bücher aus, die ihnen
    gefallen. Ich frage ja auch nicht, welche politische Gesinnung meine Lieferanten haben.
    Hier läuft mal wieder eine faule Nummer ab.

    Thomas, laß dich nicht unterkriegen.

    ein zackiges HD
    euer
    godzilla

  • 6 Heinz_OH // Jul 4, 2009 at 7:45

    ^^ Abgewatscht. Das saß.
    Wobei ich als Selbständiger für den Verlag durchaus Verständnis habe. Wir wissen doch alle, was es bedeuten kann, vom System wegen angeblicher Nähe zu Nationalen diffamiert und ruiniert zu werden.
    Allerdings hätte der Verlag sich dann nicht zuvor so weit aus dem Fenster lehnen müssen/sollen.
    Also hat er die Watsche auch verdient.

  • 7 Bismarck // Jul 4, 2009 at 9:44

    Jetzt lasst doch mal den armen Verleger ruhen. Der ist halt von seinen Kunden abhängig und will seine Existenz nicht aufs Spiel setzen. Immerhin hat er doch Brehl bei der Herstellung seines Buches soweit unterstützt, dass das Buch jetzt veröffentlichungsreif ist. Soll Brehl das Buch jetzt eben selbst verlegen. Gibt doch genug Book-on-Demand-Verlage.
    Wenn jetzt die ganze rechte Szene schmollt, weil ein Geschäftsmann mehr ans Geschäft als an die Politik denkt, ist das einfach nur peinlich. Ein großer Schaden ist Brehl ja auch noch nicht entstanden, im Gegenteil.

    Kümmer du dich um deine Angelegenheiten und wir kümmern uns um die unsrigen. – Die Schriftleitung

  • 8 Gunvald Larsson // Jul 4, 2009 at 11:31

    @1 :

    “der lächerlichen Brehl-”Erinnerungen” ”

    “Lächerlich”…ts ts ts.

  • 9 Thomas Brehl // Jul 4, 2009 at 14:24

    Da der Vorgang mich persönlich betrifft, muß ich mich hier mal kurz einklinken. Altermedia hat recht, wenn sie schreiben, daß es hier ja gar nicht um meine Lebenserinnerungen geht, sondern um das Verhalten eines Verlages, bzw. Verlegers, das man auch ohne böswillig zu sein getrost als Wortbruch bezeichnen kann.

    Ich kenne doch die bundesdeutsche Wirklichkeit und die Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung aus erster Hand und zur Genüge. Von einem Verleger, der seit längerem eine rechte Klientel bedient, kann ich das gleiche erwarten. Trotzdem hätte ich mich nicht gewundert, wenn mir Herr Bernt, sagen wir nach vier Wochen oder sogar noch nach ein, zwei Monaten gesagt hätte, na ja, ist doch heikler als gedacht, ich bekomme Druck von allen Seiten, tut mir leid, wir müssen es lassen.

    Nein Herr Bernt versicherte mich über den Zeitraum eines Jahres immer wieder seiner festen Absicht “Bewegte Zeiten” auch gegen jeden Widerstand herauszubringen. Immer wieder schlossen wir uns kurz, überwiegend per e-Post aber wie telefonierten auch und waren per Du, man kann also mit Fug und Recht von einer Art Vertrauensverhältnis sprechen. Kurz vor seiner völlig überraschenden Absage rangen wir noch tagelang um das Titellbild und kaum waren wir uns abschließend einig, erreichte mich das seltsame -und daher auch der Öffentlichkeit bekannt gemachte- Schreiben mit der Absage.

    Für Herrn Bernt waren meine Erinnerungen ein Projekt von vielen, für mich aber sind sie eine Art Lebenswerk, ein Vermächtnis. Wer das nicht lesen will, braucht es ja nicht zu tun. Wer mein Buch nicht kaufen will, kann auch davon Abstand nehmen, nur was das mit dem Verlag zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Wenn ich ein frei verkäufliches Buch unbedingt haben will, dann bestelle ich mir dieses Buch, auch dann, wenn der Verlag ansonsten Werke von Marx, Lenin oder Engels vertreibt. Das interessiert mich doch gar nicht und nie würde ich auf die Idee kommen, dem Verleger zu schreiben: Ich kaufe Ihre “Stahlfront” nicht mehr, wenn sie den Brehl verlegen. Das ist doch Humbug.

    “Bismarck” irrt übrigens, wenn er glaubt, der Verlag habe mein Buch veröffentlichungsreif gemacht. Bisher hat der Verlag lediglich das Titelbild beigesteuert, über dessen Verwendung man sich andernorts bereits auch wieder aufgeregt hat, obwohl das zugrunde liegende Originalfoto aus meinem Privatbesitz ist.

    Sogar die orthographische Prüfung wurde nicht vom Verlag, sondern von einem mit mir befreundeten Studenten aus dem Kameradenkreis vorgenommen.

    Abschließend noch mal ganz klar: Ich mache dem Verleger nicht zum Vorwurf, daß er Bedenken bekommen hat, ich werfe ihm vor, daß er sie erst kurz vor der verbindlich zugesagten Veröffentlichung nach einem Jahr bekommen hat und das, obwohl er mich ja um die Veröffentlichung bat und nicht ich meinen Text wie “sauer Bier” angeboten habe.

    Ich und die Kameraden aus meinem Umfeld werden alles tun, um eine Veröffentlichung als Buch doch noch zu ermöglichen und wen´s nicht interessiert oder wer´s für “lächerlich” hält, braucht es nicht zu kaufen, mein Wort drauf!

    Beste Kampfesgrüße

    Thomas Brehl

  • 10 griesgram // Jul 4, 2009 at 14:53

    @Thomas Brehl
    Ist doch die beste Werbung, die man sich für ein Buch wünschen kann!
    Offensichtlich steht doch was für NAZI interessantes drinnen, sonst würde Gutmensch nicht Amok laufen.

  • 11 Dike // Jul 4, 2009 at 19:37

    Hervorragender Artikel!

    Tja, Rückgrat haben nur die wenigsten. “Unserer” Schriftleitung mangelt davon nicht.

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