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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Verbot für nationales Pfingst-“Open Air” in Bakendorf (31.05.06)

May 31st, 2006 · Post your comment (3 Comments)

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Ludwigslust / Gammelin-Bakendorf / Mecklenburg: Wie gestern bereits angedeutet, erfolgte heute das Verbot des für kommendes Wochenende geplanten nationalen Pfingstwochenendes in Bakendorf. So hatte man bereits angedeutet gehabt, auf welche Weise man die Veranstaltung verbieten werde. Ein am Montag stattgefundenes Koordinierungsgespräch ließ bereits erkennen, daß es ein Verbot geben wird, da die Vertreter des Ordnungsamtes im Gegensatz zu vorherigen Ankündigungen alles andere als kooperativ waren. Überraschend ist das nicht, da Landrat Rolf Christiansen (SPD) bereits offiziell angekündigt hatte, daß man in jedem Fall rechtlich gegen die Veranstaltung vorgehen werde.

Als Hauptbegründung diente einmal mehr, die an Verlogenheit kaum zu überbietende und in der Vergangenheit immer wieder Lügen gestrafte Behauptung, daß von der Veranstaltung Gefahr wegen möglicher Straftaten wie Volksverhetzung oder Verstöße gegen § 86a bestehen würde. Man muß staunen mit welcher Ausdauer gerade dieser Verbotsgrund immer wieder gebetsmühlenartig vorgebracht wird, obwohl Gerichte immer wieder feststellen, daß man nur bei ausgeübten Straftaten einschreiten kann, nicht aber auf den bloßen Verdacht hin, daß ja – vielleicht – eine geschehen könnte. Eine Erfahrung die man unlängst erst wieder in Neubrandenburg machen konnte, wo man auf ähnliche Weise gegen eine nationale Demonstration vorzugehen glauben konnte. Mit welchem Erfolg ist inzwischen bekannt.

Ernster zu nehmen sind allerdings einige andere Verbotsgründe, die man neben dem oben vorgebrachten der Verbotsbegründung beifügte. So moniert man, daß der Sicherheitsstandard des Gehöftes, auf dem die Veranstaltung stattfinden soll, nicht den entsprechenden Kriterien entspricht. Genannt wurde dabei u. a. die Nichteignung der Zufahrt für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge, fehlende Erlaubniserklärungen für das Zelten der Veranstaltungsbesucher sowie nicht vorhandene Ausschanksgenehmigungen nach der Gewerbeordnung. Sollte auf diesem Gebiet nicht Vorsorge geleistet worden sein, wäre dies in der Tat ein Vorwurfsgrund an den Veranstalter. Entsprechende Anfragen von uns, wie es denn damit stehe, blieben bislang unbeantwortet. Allerdings hatte er bereits vor einigen Tagen angekündigt, daß man im Falle eines Verbotes rechtliche Schritte einleiten wolle. Ob und inwieweit diese bislang gediehen sind, ist uns zur Stunde nicht bekannt.

Manfred Kebschull

Im Ort selber probt man derzeit den „Aufstand der Anständigen“. So suggeriert der Gemeinderat, daß die gesamte Dorfbevölkerung wie ein Mann gegen das nationale Jugendkonzert sei. Unter diesem Aspekt hatte man bereits vor Tagen eine entsprechende Presseerklärung verfaßt, die freilich längst nicht für alle Bakendorfer spricht. So haben nicht weniger dem Veranstalter persönlich und schriftlich bestätigt, daß sie durchaus nichts gegen das geplante Freiluftkonzert hätten. So liegt Bürgermeister Manfred Kebschull ziemlich daneben, wenn er gegenüber der Presse verkündet: „Sie werden hier kaum jemanden finden, der dieses Fest befürwortet.“ Tatsächlich bleiben aber auch etliche Festgegner sicherheitshalber anonym, so daß wir hier das seltene Schauspiel erleben, daß Gegner und Befürworter der Festivität gleichermaßen darauf bedacht sind, sich namentlich weitestgehend herauszuhalten, da sie von der einen wie von der anderen Seite befürchten müssen, von der einen wie von der anderen Seite schief angesehen zu werden.

Doch ob das Fest nun genehmigt wird oder nicht ist inzwischen eigentlich unerheblich, da es den Veranstaltern gelungen ist, die Landesbehörden einmal mehr als Vertreter einer Unterdrückungsmacht bloßzustellen, die nicht nur Sozialschwache nach Kräften malträtiert und aussaugt, sondern jedes freiheitliche Grundrecht mit Füßen tritt, für das man 1989 ursprünglich einmal auf die Straße gegangen war. Es sei daher dem örtlichen Dorfschulzen und seinem Dorfpopen ins Stammbuch geschrieben, ehe sie über Pfingsten ihren vermeintlichen Sieg feiern, daß man sich auch in Gammelin-Bakendorf früh oder später mit der rauhen Wirklichkeit des politischen Lebens auseinandersetzen wird und daß dann möglicherweise Landrat und OSTSEE-ZEITUNG ganz andere Sorgen haben werden, als sich um die kulturellen Animositäten und politisch überkorrekten Befindlichkeiten des örtlichen Gemeinderates zu kümmern. Kommt Zeit, kommt Rat und wenn wir die geplanten weiteren Einschnitte ins soziale Netz so betrachten, so könnten wir uns durchaus vorstellen, daß die Wartezeit gar nicht einmal mehr so lange dauern wird.

PS: Wie die OSTSEE-ZEITUNG heute meldet, meinte der 78jährige Bernhard Bergmann aus Bakendorf in diesem Zusammenhang wörtlich: „Diese Nazis sollten sie zum Teufel jagen.“ Da Bergmann freilich seinem biologischen Verfallsdatum schon erkennbar nahe gekommen ist und dem Vernehmen nach bereits verdächtig nach Erde riecht, gehen wir davon aus, daß er uns wohl dort schon mal einen Platz freihält, ehe wir dort mit seinen Genossen und anderen alten Bekannten anrücken. Es wäre uns eine Freude, wenn dies jemand diesem würdigen Greis von uns ausrichten könnte, bevor ihn aus Ärger über das Fortschreiten der Entwicklung auf dem nationalen Sektor im Lande der längst überfällige Schlag trifft.

Siehe auch
Ostsee-Zeitung 31.05.06

Altermedia 30.05.06

Altermedia 22.05.06

Altermedia 18.05.06

Quelle: Störtebeker-Netz 31.05.06



Tags: Allgemeines

3 responses so far ↓

  • 1 so what // May 31, 2006 at 23:42

    tja ‘freunde’ … unser herzliches beileid! nächstes mal einfach bisl aufräumen, bevor die einladungen verschickt werden.

    schon belustigend wie ihr auf die demokratischen versammlungs- und freiheitsrechte pocht, wenn der “nationale widerstand” *lol* sich anders nicht zu helfen weiß. welch revolutionäres potenzial doch in euch schlummert! eine lachnummer ungeahnter größenordnung… vergesst nicht im september fleißg eure stimmchen abzugeben

    irgendwer muss es ja tun, schließlich ist der “wahlkampf” der npd [wenn man das überhaupt so nennen kann] bisher alles andere als gut angelaufen… vielleicht sollte man langsam überlegen, ob die einkalkulierten sümmchen nicht doch vielleicht für die nächste wahl aufgespart werden sollten

    wir sehen uns, wenn auch dieses mal nicht in bakendorf :P
    good night, white pride

  • 2 Verboten, na und? // Jun 1, 2006 at 9:10

    Schon mal was von “Trotz Verbot nicht tot” gehört?

  • 3 b.s. // Jun 7, 2006 at 18:59

    man sollte sich mal die frage stellen, warum es wirklich scheiterte!? wegen den linken? …….. die frage erübrigt sich. der staat? aus das ist nicht der fall. es ist einzig und alleine das unvermögen von witt, welches diese veranstaltung von vorne herein scheitern ließ. nun gut…… aus fehlern lernt man. hoffe nur, er hat gelernt von solchen veranstaltungen die finger zu lassen und sie denen zu überlassen, die es können.

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