| Jürgen Schwab |
Nachdem ich eine halbe Woche verreist gewesen war, hatte ich mir die Wortmeldungen in der Kommentarspalte zum Artikel von Andreas Thierry noch einmal durchgesehen, weshalb eine Richtigstellung meiner Position zum „völkischen Prinzip“ sinnvoll erscheint. Was dort von wenigen Diskutanten über mich behauptet wurde, hat mit meinen Positionen, die ich seit Jahren als Buchautor und Journalist vertrete, kaum etwas zu tun.
Ein „Marxist“ bin ich nie gewesen. Allerdings bin ich in der Lage, die Bücher von Karl Marx zu lesen und deren Inhalte nachzuvollziehen. Ob dies meine „völkischen“ Gegner können, da habe ich in manchen Fällen Zweifel. Als revolutionärer Nationalist bin ich grundsätzlich Antikapitalist, weil die kapitalistische Produktionsweise Völker und Staaten ihren Gesetzen von Ware und Profitmaximierung unterwirft, wodurch nicht zuletzt die staatliche Souveränität und damit die völkische Substanz der europäischen Nationen zersetzt wird. Wer den Kapitalismus verstehen will, wie er funktioniert, der sollte unbedingt Marx und Engels lesen. Wer mir erzählt, er könne dies nicht, weil Marx Jude gewesen war, den halte ich für dumm. Buchinhalte sind nicht deshalb falsch, weil sie von Deutschen, Juden oder Chinesen geschrieben wurden. Ob Inhalte richtig sind, darüber kann man sich sowieso streiten.
Ein marxistisches Programm habe ich noch nie vertreten. Im Gegenteil habe ich ein großes Herz für deutsche Unternehmer, sofern sie ihrer Verantwortung für Volk und Land nachkommen. Hierzu zähle ich aber nicht „Unternehmer“ von Konzernen und Aktiengesellschaften, also Aktionäre und Vorstandsvorsitzende, denen nur an der Steigerung der Kapitalrendite gelegen ist. Wo man dann produziert ist klar: nämlich dort, wo sich am besten Lohnkosten senken lassen, also auf jeden Fall nicht in Deutschland. Dahinter steckt übrigens keine (jüdische) Entscheidung, sondern es ist das blinde Gesetz der Profitmaximierung, das hierfür ausschlaggebend ist – wie es der Jude Karl Marx beschrieben hat.
Das Geld- und Zinssystem ist nicht, wie Andreas Thierry meint, der Schlüssel zur Lösung der wirtschaftlichen Misere. Das (internationale) Finanzkapital ist vom konzentrierten Sachkapital nicht zu trennen. Das Geldsystem ist nur die Spitze des (kapitalistischen) Eisberges. Daß der Zins und Zinseszins ein Problem ist, ist mir nicht verborgen geblieben. Dieses Problem läßt sich mit der Herstellung des Primats der Politik über die Wirtschaft lösen. Im Dritten Reich wurde dieses Problem gelöst, indem der Staat das Bankensystem kontrollierte, aber eben nicht den Zins – wie es Feder vorgeschlagen hatte – abschaffte. Hitler hatte die Zinsgegner damals schon als Sektierer erkannt. Viele seiner heutigen Anhänger scheinen hinter dieses Erkenntnisniveau zurückgefallen zu sein. Zu einer funktionierenden Wirtschaft gehören Kredite, die aber ohne Zins bzw. Leihgebühr keinen Sinn ergeben.
Der Staat muß also die Hand auf dem Banken- und Zinssystem halten. Das geht aber nur, indem er sein Primat der Politik über die Wirtschaft durchzusetzen in der Lage ist. Das ist aber heute umso mehr eine Frage des Eigentums hinsichtlich der Produktionsverhältnisse. Wir leben heute nicht mehr in der Epoche des nationalen Kapitalismus wie bei Hitler, sondern im Zeitalter des globalisierten Kapitalismus. Eine völkische Rechte, deren Uhr 1945 stehen geblieben ist, hat hierzu freilich nichts zu sagen.
Dem Herrn Kleinfeld von der Siemens AG kann nicht von der Politik befohlen werden – wie anno 1933 –, sondern derartige krebsartige Strukturen von Industrie, Handel, Banken und Versicherungen sind zu enteignen und unter staatliche Kontrolle zu stellen. Dann ist es auch möglich, der Politik und somit der Volksgemeinschaft den Vorrang einzuräumen. Das beinhaltet die Heimschickung der „Gastarbeiter“ in ihre Heimatländer. Die deutsche Volksgemeinschaft hat kein Interesse an der Beschäftigung von Millionen von Türken und anderen Ausländern – ganz im Gegenteil –, aber das Interesse, Menschen egal welcher Volkszugehörigkeit in Deutschland zu beschäftigen liegt beim internationalen Kapital.
Die Ausländerbeschäftigung und das „Menschenrecht“ auf Asyl sind also von der kapitalistischen Produktionsweise nicht zu trennen. Der geistige Ursprung des Verhängnisses ist das bürgerliche Individuum und mit ihm die heilige Kuh Privateigentum. Individualismus, Privateigentum und Menschenrechte sind als zusammengehörig zu erkennen. Hingegen sind die Freiheit der Person, der persönliche Besitz an mittelständischen Unternehmen und die kulturkreisspezifische Menschenwürde allesamt im Nationalstaat gut aufgehoben. Wer die Ausländer nach Hause schicken, aber mit dem Herrn Kleinfeld von der Siemens AG kollaborieren möchte, der gehört nicht zum Nationalismus! Dessen „Ausländerrückführung“ wird immer Illusion bleiben.
Mich interessiert es nicht, ob die „internationale Arbeitsteilung“ vom deutschen Herrn Kleinfeld oder vom jüdischen Herrn Sommer betrieben wird. Letztes Jahr hatte der schwedische Konzern Elektrolux in Nürnberg 1.750 Arbeitsplätze abgebaut. Die Entscheidung, die Arbeitsplätze nach Polen zu verlegen, wurde also von nordischen Menschen aus Schweden vollzogen und verkündet. Die schwedischen Konzernchefs haben aber nicht im schwedischen nationalen Interesse gehandelt, denn sonst wären die Arbeitsplätze von Nürnberg nach Schweden verlagert worden. Vielmehr sind die schwedischen Kapitalisten Bestandteil des internationalen Kapitals, dem es nicht um den Nutzen irgendeiner Nation geht, sondern darum, daß Kapitalisten egal welcher Nation viel Reichtum anhäufen können, während andere verrecken.
Bestimmte „völkische“ Rechte können heute noch darüber lachen, weil eine indische Textilarbeiterin, die für Karstadt/Quelle und Tchibo produziert, 30 Cent die Stunde verdient. Das Lachen wird solchen deutschen „Herrenmenschen“ aber bald im Halse stecken bleiben; nämlich dann, wenn ihre eigenen Löhne oder ihr Hartz IV weiter sinken werden. Die ins Elend abrutschenden Massen an deutschen und französischen Arbeiter werden sich aber dann sicherlich nicht an „völkische“ Dumpfbacken wenden, die in ihren Pamphleten außer dem „Mythos des Blutes“ nichts zu bieten haben.
Fortsetzung folgt.
Quelle: Störtebeker-Netz 29.01.07


75 responses so far ↓
1 michael // Jan 29, 2007 at 8:37
So, so, plötzlich hat Her Schwab also “ein großes Herz für deutsche Unternehmer, sofern sie ihrer Verantwortung für Volk und Land nachkommen”.
In seinem Beitrag vom 17.01.2007 (”Der Parteifreund als Feind”) wollte er - ganz in seinem behaglichen esotherischen Wolkenkuckucksheim - den Kapitalismus noch gänzlich abschaffen und wurde in diesem Zusammenhang von allen Kommentatoren, die sich dazu äusserten, zerrissen. Chapeau, Herr Schab: Kehrtwende um 180 Grad in einer Reise-Woche. Das macht Ihnen so schnell niemand nach! Haben Sie vielleicht, wie Ihnen seinerzeit empfohlen wurde, bei Conrad C. Stein die Kapitel
* Supranationaler Monopolkapitalismus
* National-sozialer Kapitalismus statt Supranationaler Monopolkapitalismus
* Supranationale Revolution und Volksfreiheit
tatsächlich nachgelesen?
Übrigens, wenn Sie - im Gegensatz zu uns sonstigen tumben Nationalisten - so stolz sind, Marx zu lesen bzw. lesen zu können, dann können Sie bei Stein im ersten Kapitel nachlesen, daß Marx ein schnöder Plagiator war.
Siehe http://212.227.185.234/hohenrainverlag/product_info.php?products_id=30
Stein: Die im Vorwort zum “Kommunistischen Manifest” des Jahres 1872 “erwähnte ‘Bund der Gerechten’, der im Jahre 1836 entstand, war eine radikale Absplitterung des im Jahre 1834 gegründeten ‘Bundes der Geächteten’, einer Nachfolgeorganisation des ‘Ordens der Illuminaten’. Im Jahre 1840 siedelte der ‘Bund der Gerechten’ nach London über, wo Karl Marx und Friedrich Engels erstmals im Jahre 1845 mit ihm in Kontakt kamen. Dort in London wurde er im Jahre 1847 in den ‘Kommunistischen Bund’ (Communist League) umbenannt. Das ‘Kommunistische Manifest’ war im wesentlichen eine modernisierte und komprimierte Fassung der revolutionären Prinzipien und Pläne, die schon 70 Jahre früher von (dem gebürtigen and später taktisch konvertierten Juden) Adam Weishaupt formuliert worden waren.”
Na Schwab, immer noch stolz?
2 Hans // Jan 29, 2007 at 10:47
Gratulation! Dem kann ich nur zustimmen. Das ewige Zurückblicken auf die “12 Jahre” wird uns keinesfalls weiterhelfen. Der Blick muß nach vorn gewandt sein.
3 Wolfgang Reinhard // Jan 29, 2007 at 12:41
Das Geld- und Zinssystem ist selbstverständlich der Schlüssel zur Lösung der wirtschaftlichen Misere.
Auf der Zeitachse müssen wir allerdings fragen, welcher Schritt wann zu tun ist. Die Unterstellung des Geldsystems unter eine nationale Regierung allein reicht nicht. Damit kann man die Finanz-Mathematik und ihre exponentielle Explosion nicht verhindern. Sieh auch: einige Bilder dazu:
http://forum.thiazi.net/showthread.php?p=443159&highlight=zins1#post443159
4 qwertz // Jan 29, 2007 at 12:48
@Jürgen Schwab
“…Dem Herrn Kleinfeld von der Siemens AG kann nicht von der Politik befohlen werden – wie anno 1933 –, sondern derartige krebsartige Strukturen von Industrie, Handel, Banken und Versicherungen sind zu enteignen und unter staatliche Kontrolle zu stellen. Dann ist es auch möglich, der Politik und somit der Volksgemeinschaft den Vorrang einzuräumen…..”
Man braucht nicht zu enteignen. Ja, man darf deswegen nicht
enteignen. Diese natürliche und auch häufig überdimensionierte
Gier ist überaus nützlich im Konkurrenzkampf, der ja nicht nur
zwischen deutschen Unternehmen abgeht, sondern ganz besonders
international, Globalisierung halt.
Wichtig ist, diese jedermann innewohnende Gier zum Wohle des
Volkes zu steuern und zu nutzen.
Und hier versagt die Politik bzw. sie hat vor Allem in den letzten
zehn Jahren vorsätzlich viele wohlstandssteuernde und -fördernde
Elemente aus unserer Wirtschaftsgesetzgebung beseitigt. Sie hat
damit unsere Unternehmen und unsere Wirtschaft der Welt ausgeliefert.
Sie haben die Besteuerung von Unternehmensverkäufen außer
Kraft gesetzt.
Gewinne von Kapitalgesellschaften werden unzureichend besteuert,
so daß gigantische Gewinne verkonsumiert oder billig ins Ausland
abtransportiert werden können.
Dazu kommt die Unterlassung von Rückforderungen der Abschreibungen
für Arbeitsplätze, die von Deutschland ins Ausland verschoben
werden.
Vodafon schreibt Mannesmann sogar zweimal ab in Deutschland,
nämlich innerbetrieblich im Rahmen des Üblichen und
in seiner Gesamtheit noch einmal, weil irgendwelche Verbrecher
in deutschen Ministerien irgendwelche Gesetze manipuliert haben,
und das dem Stimmvieh in den Parlamenten gerade am Arsch
vorbeigeht.
Gleichzeitig werden die Arbeitsplätze von Mannesmann
sukzessive nach Großbritannien verschoben.
Wir bezahlen diese Arbeitsplätze also dreimal bei
nullfacher zukünftiger Nutzung.
Dazu kommt Diebstahl aus der Staatskasse, wie die deutsche
Steuerbegünstigung von deutschen Investitionen im Ausland
wie Hollywoodfilme, Schiffsbau von Liberia-, Panama- und
Bahamas-Firmen oder der Wembleystadion-Neubau in London.
Das sind die mir jetzt eingefallenen Diebstähle, Veruntreuungen
und Unterschlagungen.
Die Realität ist schlimmer.
Sie umfaßt ein Vielfaches meiner Ausführungen.
Insgesamt um 1 Billion (1.000.000.000.000) Euro in den letzten 10 Jahren.
Der Fall Mannesmann allein umfaßte 200 Mrd. Euro.
Und diese Werte fehlen der deutschen Volkswirtschaft.
Was also in der Politik getan oder unterlassen wird, ist
Zersetzung und Hochverrat in Parlamenten, Ministerien und
Regierungen.
Die Wirtschaft selber hatte einen überaus effektiven Verbund
zur Verhinderung des Abtransportes von Kapital.
So frohlockte der damalige Deutsche-Bank-Vorstand Breuer im Jahr
2000, daß die “Deutschland-AG” nicht mehr existiere. Dieser
Verbund von Unternehmen und Wirtschaftsführern verhinderte
bis etwa 1998 erfolgreich die Globalisierung deutscher
Großunternehmen. Seine öffentliche Äußerung hatte sicherlich
denselben Zweck wie seine Äußerung zur Kreditwürdigkeit von
Kirch. Es war die Aufforderung, sich in Deutschland zu bedienen.
Auch die Ermordung von DB-Chef Herrausen 1988 sollte unter
diesem nationalen Zusammenhang betrachtet werden.
“…Der geistige Ursprung des Verhängnisses ist das bürgerliche Individuum und mit ihm die heilige Kuh Privateigentum. Individualismus, Privateigentum und Menschenrechte sind als zusammengehörig zu erkennen. …”
Das Privateigentum ist etwas sehr Natürliches und kein Verhängnis.
Es ist das Hauptbetätigungsfeld einer jeden Zivilisation und
deshalb auch der Politik. Die zivilisatorische Entwicklung
bewegt sich entlang der Besitzerhältnisse. Schon der erste
Vertrag im Naturzustand des Krieges “Jeder gegen Jeden” ist
die gegenseitige Garantie der körperlichen Unversehrtheit und
damit die Inbesitznahme des eigenen Körpers. Vorher hatte jeder
Anspruch auf Alles, auch auf den Körper eines jeden Anderen.
Weitere Zusicherungen im zivilisatorischen Frühzustand betreffen
das jeweils für die Bestreitung des Lebens notwendige eigene
Kapital, bestehend aus Jagd-, Fisch- und Holzgründen.
Auf hohem zivilisatorischen Niveau tritt dieses Privateigentum
in Form des Arbeitsplatzes, der Zukunftssicherheit, der
Sicherheit bei Krankheit und Alter auf, also nicht nur in Form
von Grundbesitz, Aktien- oder Geldkapital.
Wichtig auch hier, daß sich das Privateigentum nicht zum
Schaden des Volkes entwickelt. Ein Mittel dazu, ist die
Verhinderung von zuviel Ungleichheit in Besitz und Einkommen
und damit Unterschiede in den Interessen.
Dieser Zusammenhang muß heute aber auch noch
stark unter strategischen Aspekten gesehen werden. Aber hier
ist wieder der Staat gefordert, der das alles zum Wohle des
Volkes steuern muß. In Deutschland geschah in den letzten
30 Jahren das Gegenteil.
Deutschlands Niedergang ist für Jeden, weltweit unübersehbar.
5 Wolfgang Reinhard // Jan 29, 2007 at 13:06
exponentielle Explosion: des Zinses-Zinseffektes und des daraus resultierenden Absaug-Prozesses der Realwerte.
6 Adminus Diabolus // Jan 29, 2007 at 13:29
Hallo, ein sehr interesanter Denkansatz.
Jedoch war es Mayer Amschel Rothschild, der sagte:
Mir ist es egal welche regierung ein Land hat, solange ich die Waehrung und den Geldumlauf kontrolliere.
Sprach’s und seine Soehen gruendeten in den fruehen 1900′ die Federal Reserve Bank (amerikanische bundesbank), die eine PRIVATBANK ist, bis heute!!!! Und die Goldreserven zur Deckung wurden 1971 abgeschafft.
Die zionistische Hochfinanz kontrolliert mithin seit 300 Jahren die wirtschaftlichen Geschicke in unserer Welt.
Und das muss sich aendern!
Die Globalisierung muss weg, klare nationalstaatliche Grenzen sind ein Muss.
Nur in einem klar definierten WIrtschaftsraum kann kontolierte wirtschaftliche Aktivitaet entfaltet werden, ohne die Massen verlenden zu lassen.
[mehr demnaechst]
Adminus
7 Thomas Brehl // Jan 29, 2007 at 13:49
Die zum Teil ausgesprochen kritischen bis abwertenden Kommentare zu seinen vorangegangenen Kolumnen haben Herrn Schwab offenbar zu denken gegeben, was die Qualität seiner Arbeiten deutlich verbessern half.
Das erste Mal seit langem, bin ich auf den zweiten Teil gespannt.
8 OGD // Jan 29, 2007 at 15:23
Genialer Artikel! Genau so ist es!
9 Hans Dampf // Jan 29, 2007 at 15:23
Sehr gut! Gegen den Niveausumpf im Nationalen Spektrum muss dringend etwas getan werden!
10 kunert // Jan 29, 2007 at 15:53
Der bürgerliche Sozialreformer Jürgen Schwab:
“Hingegen sind …, der persönliche Besitz an mittelständischen Unternehmen … im Nationalstaat gut aufgehoben.
“… habe ich ein großes Herz für deutsche Unternehmer, sofern sie ihrer Verantwortung für Volk und Land nachkommen”
Der “antikapitalistische” Demagoge Jürgen Schwab:
“… bin ich grundsätzlich Antikapitalist, weil die kapitalistische Produktionsweise Völker und Staaten ihren Gesetzen von Ware und Profitmaximierung unterwirft.”
Ganz schön widersprüchlich, oder? Entweder ist man gegen die kapitalistische Produktionsweise, dem Gesetz von Ware und Profitmaximierung, also gegen den Kapitalismus, oder eben nicht. Ist man es, paßt es nicht, ein “großes Herz” für “Unternehmer” zu haben.
Das erinnert mich an die Mär vom “schaffenden deutschen Kapital”. Mir scheint, Jürgen Schwab ist kein Sozialist, auch kein Antikapitalist, da er lediglich das deutsche Kapital gegen das ausländische, das kleine und mittelständische Kapital gegen das Großkapital verteidigt.
Einen nicht-sozialistischen Antikapitalismus gibt es nicht. Wer sich, wie Jürgen Schwab und seine rechten Gesinnungsgenossen gegen die Verstaatlichung/Vergesellschaftung aller Produktionsmittel stellt, der steht auf dem Boden der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung, und damit auf der Seite der Feinde des deutschen Volkes. Jürgen Schwab ist kein “Nationalrevolutionär” und auch kein “sozialrevolutionärer Nationalist”, sondern bestenfalls ein kleinbürgerlicher Sozialreformer, der sich revolutionär gebiert.
Hierbei kann er dem kleinbürgerlichen “Antikapitalisten” Oskar Lafontaine die Hand reichen: “Die Globalisierungskritiker sind keine Gegner der Marktwirtschaft. Sie haben nur erkannt, dass die unsichtbare Hand des Marktes die sichtbare starke Hand des Staates braucht.” (O. Lafontaine: Die Wut wächst.)
Auch der Schwabsche “Sozialismus” dient letztlich nur “Beschwichtigungs- und Irreführungszwecken” (Niekisch) und kann sich als unoriginelle Variante in die lange Reihe der bürgerlichen “Sozialismen” einfügen.
11 Runenraunen // Jan 29, 2007 at 16:05
Zins…
Der Zins kann in einer verantwortungvollen Nationalökonomie durchaus eine Leitungsfunktion einnehmen, wie oben beschrieben.
Dennoch ist der Zins heute das Problem schlechthin, nach wie vor. Egal, wie der Konzern heißt, der Arbeitnehmer entlässt. Getrieben wird er letztlich vom Anspruch der Kapitalgeber auf VERZINSUNG. Das haben inzwischen auch solche gelernt, die sich nicht zu den “Auserwählten” zählen dürfen. Fest steht aber, dass der Großteil der Finanzindustrie, die letztlich die Puppen tanzen lässt, zu dem Volk gehört, das sich lt. den Worten der Bücher Mose “zum Herrscher über alle Völker aufschwingen soll, indem Ihr verleihet, aber nichts borgt”.
Wie brennend das Thema Zins aktuell ist, kann jeder am Bsp. der Private-Equity-Fonds sehen, die mit riesigen Fremdkapitalanteil zu horrenden Zinsen gutlaufende Unternehmen aufkaufen, um sich dann sogleich an die Versilberung zu machen und die Firma unter der von Fremden aufgebürdeten Zinslast zusammenbrechen lassen.
12 Todeskult // Jan 29, 2007 at 18:56
Schwab tritt ständig nur offen Türen ein. Keinen Menschen den ich je im NW getroffen habe, hat etwas dagegen das man Marx liest. Im Gegenteil, man soll den Feind studieren, nur so kann man ihn besiegen!
13 Wetekamp // Jan 29, 2007 at 19:43
@Quertz
“Wichtig ist, diese jedermann innewohnende Gier …”
Jedermann? Verwechseln Sie evtl. “Gier” mit Selbsterhaltungstrieb? Mir persönlich ist Gier fremd. Und das dürfte für den überwiegenden Teil der Menschen gelten, sonst hätten die paar Gierigen keine so immensen “Erfolge”.
@Thomas Brehl
“… haben Herrn Schwab offenbar zu denken gegeben …”
Ob das wirklich ein “Umdenken” ist? Oder nur die pragmatische Überlegung, eine Stilistik, die sich besser”verkauft” anzuwenden?
Wenn dieses “Umdenken” auch wieder nicht ankommt, versucht es dieser “Buchautor und Journalist” mit seiner nächsten Kolumne mit einer anderen Variante.
Wetterfahnen lassen grüßen …
14 Schwert // Jan 29, 2007 at 20:04
@Jürgen Schwab
“Ein „Marxist“ bin ich nie gewesen.”
Warum argumentieren Sie dann wie einer?
“Allerdings bin ich in der Lage, die Bücher von Karl Marx zu lesen und deren Inhalte nachzuvollziehen.”
Es ist auch nicht wirklich schwer, Marx’ Publikationen zu lesen und zu verstehen. Sie tun ja gerade so, als wäre Marx die Geistesgröße schlechthin, die komplizierteste Pamphlete verfasst hätte.
“Als revolutionärer Nationalist bin ich grundsätzlich Antikapitalist, weil die kapitalistische Produktionsweise Völker und Staaten ihren Gesetzen von Ware und Profitmaximierung unterwirft, wodurch nicht zuletzt die staatliche Souveränität und damit die völkische Substanz der europäischen Nationen zersetzt wird.”
Alle ernstzunehmenden Nationalisten sehen das Proplem “Kapitalismus” genauso bzw ähnlich; auch ein Faye. Sie bauen mal wieder nur Strohmänner auf, um andere in Mißkredit zu bringen.
Eindeutig marxistisch ist aber z.B. Ihre Floskel “kapitalistische Produktionsweise”. Was konkret soll sich dahinter verbergen? Die Arbeitsteilung? Die Massenproduktion? Die fortschreitende Technologisierung? Was ist dann eine nicht-kapitalistische Produktionsweise und wie soll diese errichtet und vollzogen werden?
“Ein marxistisches Programm habe ich noch nie vertreten.”
Ach nein? Wahrscheinlich lesen Sie Ihre eigenen Pamphlete nur nicht nochmal durch, bevor Sie sie abschicken. Ihr Gejammer über die “Völkischen” und Ihre Thesen zu Produktionsweise und Produktionsverhältnissen sind aber nunmal ziemlich identisch mit dem, was Marxisten so alles verlautbaren. Sie müssen sich deswegen auch nicht schämen. Stehen Sie doch einfach dazu.
“Im Gegenteil habe ich ein großes Herz für deutsche Unternehmer, sofern sie ihrer Verantwortung für Volk und Land nachkommen. Hierzu zähle ich aber nicht „Unternehmer“ von Konzernen und Aktiengesellschaften, also Aktionäre und Vorstandsvorsitzende, denen nur an der Steigerung der Kapitalrendite gelegen ist. Wo man dann produziert ist klar: nämlich dort, wo sich am besten Lohnkosten senken lassen, also auf jeden Fall nicht in Deutschland. Dahinter steckt übrigens keine (jüdische) Entscheidung, sondern es ist das blinde Gesetz der Profitmaximierung, das hierfür ausschlaggebend ist – wie es der Jude Karl Marx beschrieben hat.”
Genau dasselbe sagt Faye - sowie jeder andere ernstzunehmende Nationalist - auch. Sei bauen wieder nur Strohmänner. Und gleichzeitig haben Sie die ideologischen Ursachen von Liberalismus und Marxismus nicht begriffen.
Den Kapitalismus bzw die Auswirkungen des westlichen Liberalismus kann jeder beschreiben, der Augen im Kopf hat und selbständig denken kann. Dazu braucht es keinen Karl Marx. Wenn Karl Marx der Schlüssel zur Beseitigung der negativen Auswirkungen des westlichen Liberalismus wäre, dann würde man ihn nicht überall preisen dürfen; dann dürfte man mit seinen Thesen keine offizielle Politik betreiben; dann würde das System nicht gegen die Dresdener Schule hetzen, sondern gegen die Frankfurter Schule; dann würde man nach einem Verbot der PDS anstatt der NPD rufen. Somit ist es wohl logisch, daß Karl Marx nicht der Schlüssel sein kann.
Ich kann morgen auf die Arbeit mit einem Marx-T-Shirt gehen, ohne daß mein kapitalistischer Arbeitgeber auch nur eine Schweißperle deswegen abdrücken wurde. Gehe ich aber mit einem “völkischen Motiv” auf die Arbeit… Kommentar wohl überflüssig!
Karl Marx Thesen führen zu nichts anderem als zur rasanten Vollendung der negativen Auswirkungen des egalitären Liberalismus. Karl Marx traf eindeutig die falschen Schlußfolgerungen aus der Analyse der negativen Erscheinungen der Moderne. Denn der Kommunismus ist die größte Gleichschaltungsmaschinerie schlechthin. Durch den Marxismus verstärkt sich nur noch die Auflösung der “alten” Welt und der “alten” Werte. Der Marxismus führt eindeutig nicht zur Re-Nationalisierung und auch nicht zum Erhalt unserer Kultur. Wer das Gegenteil glaubt und auf den Marxismus setzt, ist wohl hoffnungslos verloren; der ist vollendst in die Fänge der heute herrschenden Ideologie geraten.
Ich kann sehr gut verstehen, daß Sie mit Faye ein Problem haben. Denn Faye hat die Wechselwirkung zwischen westlichem Liberalismus/Kapitalismus und Marxismus sehr gut in kurzen Worten aufgezeit. In seinem Buch “Wofür wir kämpfen” heißt es diesbezüglich:
“…die westliche Zivilisation [ist] die erste in der Geschichte, die nicht mehr auf geistig-seelischen Prinzipien, auf transzendenten, d.h. unstofflichen Werten beruht. Dabei hat sie, viel besser und viel gründlicher noch als Marx und sogar Trotzki es sich je erträumt hätten, das Ziel des Kommunismus verwirklicht: eine weltumspannende, kosmopolitische Zivilisation aufzubauen, die ausschließlich auf dem Materialismus und den wirtschaftlichen Beziehungen gründet. In diesem Sinne kann man sagen, daß es nicht dem Kommunismus, sondern dem Kapitalismus der westlichen Zivilisation gelungen ist, das wesentliche Anliegen des Marxismus zu verwirklichen!”
Karl Marx hat seine Thesen im 19. Jh. verfaßt. Wenn diese der Schlüssel zur Verwirklichung einer besseren Welt sein sollen, dann hätte ein fähiger Mann - und solche gab es - das wohl schon längst umgesetzt.
Man hat es auch probiert. Und was man umsetzten konnte, ist ganz einfach das, was wir hier heute erleben dürfen.
Sie, Herr Schwab, irren und widersprechen sich genauso wie Karl Marx: Das Sein bestimmt eben nicht das Bewußtsein. Die wirklichen Ursachen unseres heutigen Niedergangs liegen eben nicht in der Wirtschaft oder sonstigen materiellen Belangen begründet, sondern in der Einstellung der (europäischen) Menschen, in der Weltanschauung dieser Menschen.
Sie, Herr Schwab, sagen ja selbst, daß sie einen volkstreuen Unternehmer begrüßen. Also liegt es doch ursächlich gar nicht an einer ominösen “kapitalistischen Produktionsweise”, sondern es liegt ursächlich an der Einstellung der Menschen.
Der wirkliche Grund unseres heutigen Niedergangs ist deswegen eindeutig das vergessene Volksbewußtsein und die Weigerung, an eine Art Schicksalsgemeinschaft zu glauben. Es fehlt dem europäischen Menschen heute an einem transzendenten, immateriellen gemeinsamen Nenner, für den alle bereit wären, gemeinschaftlich zu kämpfen. Und genau das ist es, was uns der Islam momentan voraus hat.
“Dieses Problem läßt sich mit der Herstellung des Primats der Politik über die Wirtschaft lösen.”
Genau! Dieser eine Satz hätte völlig gereicht. Denn darin sind wir uns wohl alle einig! Faye sagt auch nichts gegenteiliges. Und dieser Satz zeigt auch, daß es eben eine (immaterielle) Frage der Einstellung und nicht eine materielle Frage irgendeiner momentanen Produktionsweise - die sich letztendlich ja nur an den gegebenen technischen Möglichkeiten ausrichtet - ist. Entscheidend ist einfach der Wille (zur Macht). Man darf diesen ur-europäischen Willen bzw ur-europäischen Geist aber nicht mit Marxismus zermürben und auslöschen (so wie es z.B. die Frankfurter Schule und ihre geistigen Kinder betreiben).
Der Schlüssel liegt also nicht in der Verstaatlichung von irgendwas, sondern in der Erziehung zum Glauben an eine Schicksalsgemeinsaft.
“Bestimmte „völkische“ Rechte können heute noch darüber lachen, weil eine indische Textilarbeiterin, die für Karstadt/Quelle und Tchibo produziert, 30 Cent die Stunde verdient.”
Sie bauen nur Strohmänner, Herr Schwab. Denn welcher ernstzunehmende Nationalist lacht darüber? Sie bringen hier nur Blödsinn, um von Ihrem eigenen ungaren Zeugs abzulenken. Kommen Sie endlich mit Argumenten anstatt mit irgendwelchen Stories!
15 A.H. // Jan 29, 2007 at 20:18
Sehr schwach Kunert, deine kommunistische Sichtweise war schon vor über 60 Jahren völlig überholt.
16 qwertz // Jan 29, 2007 at 21:02
@Zins, Zinseszins und exponentielles Wachstum der Zinsen….
Wo ist das Problem?
Wenn Jemand Betriebskapital erwirbt, dann erwirtschaftet er
damit Erträge. Wenn jemand Geld hat, und es Ersterem zur
Verfügung stellt, damit er sein Betriebskapital erwerben kann,
dann ist es auch legitim, daß er angemessen dafür bedient wird.
Schon deshalb, weil sich Geld entwertet und der Geldgeber auch
ein Ausfallrisiko absichern muß.
Beides geschieht über den Zins.
Und da von den eingenommenen Zinsen auch konsumiert wird, wächst
das Geld durch Verzinsung nicht grenzenlos.
Immer aber müssen auch Gewinne erwirtschaftet werden, damit
Zinsen entstehen können. Wenn also Geldvermögen durch Verzinsung
allgemein wachsen, kann man auch von einer prosperierenden
Wirtschaft ausgehen, an der wir ja alle hängen.
Vermögens- und Machtkonzentration durch Geldverleih sind eine
andere Baustelle. Sie sind durch den Staat zum Wohle
des Volkes zu steuern. Dafür darf er nicht nur Gesetze machen
sondern er muß es auch.
Es wäre Irrsinn, die Nachteile der Kredit- und Zinswirtschaft
mit ihrer Beseitigung beheben zu wollen. Dazu sind sie viel
zu wichtig.
Und die Heuschrecken, Piranas und Haie wurden bislang durch
entsprechende Gesetze und Organisationsformen in Schach
gehalten, die aber, wie schon um 12:48 gesagt, durch Handeln
und Unterlassen von gefährlichen Politidioten und -Verbrechern
in Parlament und Regierung außer Kraft gesetzt wurden.
17 Dandolo // Jan 29, 2007 at 22:00
In diesem Faden wird eine Menge dummes Zeug gelabert! Wenn ich im Zusammenhang mit finanzpolitischen Fragestellungen der Gegenwart den Namen Adam Weishaupt höre, dann sollte der Verfasser lieber den Geschichtsstunden eines Jan van Helsing beiwohnen! Und wer immer noch glaubt, dass das Federal Reserve Board eine Privatbank, wie Sal. Oppenheim ist, hat wahrscheinlich auch das letzte mal eine Zeitung aufgeschlagen, als es am Kiosk noch den “Stürmer” gab!
Der Artikel von Schwab ist ganz interessant. Dennoch macht er und auch die vorstehenden Kommentare klar, dass man sich immer noch nicht ganz vom Ballast des 19. Jhdts. getrennt hat. Entscheidend ist beispielsweise gar nicht mehr das Eigentum an den Produktionsmitteln, sondern vielmehr die Verfügungsgewalt darüber. Schon in den 30er Jahren haben amerikanische Sozial- und Wirtschaftswisschenschaftler nachgewiesen, dass die “Hersschaft der Manager” angebrochen ist. Mir gehört nämlich auch die Deutsche Telekom, wenigstens zum Teil! Trotzdem habe ich keinen Einfluß auf dieses Unternehmen. Auch die anderen Kleinaktionäre haben ihn nicht, obwohl ihnen der Großteil der Aktiengesellschaft gehört! Hier tut sich ein neues Handlungsfeld für Theoriearbeit auf! Ebenso bei der Zinsproblematik. Wer immer noch meint, der Zins ließe sich ganz abschaffen, der soll endlich mal konkrete Alternativen aufzeigen und nicht lediglich immer auf das “Wunder von Wörgl” oder ähnliche Experimente verweisen. Insoweit halte ich die Thesen von ein Schwab bezüglich einer stärkeren Kontrolle der Wirtschaft für durchaus gangbar. Allerdings wären einige Vorschläge für die geplante Praxis schon ganz brauchbar zur Diskussion!
Dandolo
18 albalongus // Jan 29, 2007 at 22:06
Ich wundere mich immer wieder über die Diskussionen bezüglich der Wirtschaft und ihrer Regularien. Wer die 4 Grundrechenarten beherrscht, sollte eigentlich dieser Diskussion kritisch gegenüber stehen. Es giebt auf dieser Welt nur begrenzte Rohstoffe. Allein die Vorstellung, daß 1,3 Milliarden Chinesen einen Lebensstandard wie z.B. in Russland erreichen, sollte zum Nachdenken animieren. Zins und Zinseszinz potenzieren nur die Probleme. Die Frage ist nur, wer ist der Gewinner in diesem Spiel. Der Ausverkauf von Sachwerten (Wohnungen, Wasserversorgungsanlagen, Energieversorgung usw.) spricht doch eine deutliche Sprache. Wenn Müntefering von den Heuschrecken spricht, und dies keine nachhaltige Diskussion in der Öffentlichkeit findet, muss ich mir über unsere Medien keine Gedanken mehr machen.
19 Runenraunen // Jan 29, 2007 at 23:11
Marktwirtschaft ohne Kapitalismus:
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2007/nr3-vom-2212007/marktwirtschaft-ohne-kapitalismus/
20 Jürgen Schwab // Jan 30, 2007 at 0:17
@ michael
Ihren Verschwörungstheorien zum Trotz: Ich bin, seit ich publizistisch tätig bin, immer von der Existenz eines mittelständischen Unternehmertums ausgegangen. Wenn ich den Kapitalismus abschaffen möchte, was nach wie vor Bestand hat, so ist dies Definitionssache. Ich habe schon zigmal hier erklärt, daß die Existenz von Klein- und Mittelbetrieben keinen Kapitalismus ausmacht. Das gab es auch in Antike, Mittelalter und Neuzeit.
Wo man die Grenze zwischen “klein” und “groß” zieht, ist Ansichtssache, aber private Großkonzerne, Börse und Aktienkapital sind defintiv Kapitalismus! Demgegenüber schließt ein antikapitalistisches System persönlichen Besitz nicht aus!
@ Thomas Brehl
Die Zahl der Pro- und Contra-Stimmen sind nicht entscheidend. Was heißt es schon, wenn in einer Kommentarspalte - sagen wir - fünf Leute gegen mich sind, drei für mich, bei zwei unentschiedenen Stellungnahmen? Zumal ja auch Diskutanten unter mehreren Pseudonymen schreiben können …
Warum ich hier schreibe hängt nicht von der Zustimmung in der Kommentarspalte ab. Stoertebeker wird von vielen nationalen Leuten (und darüber auch von etablierten Journalisten, Normalos usw.) gelesen. Viele sprechen mich auf meine Texte, die hier veröffentlicht sind, an, die aber, so sagen sie mir, nichts in die Kommentarspalte schreiben. Die Kommentarspalte ist nicht repräsentativ.
@ kunert
“Das erinnert mich an die Mär vom “schaffenden deutschen Kapital”. Mir scheint, Jürgen Schwab ist kein Sozialist, auch kein Antikapitalist, da er lediglich das deutsche Kapital gegen das ausländische, das kleine und mittelständische Kapital gegen das Großkapital verteidigt.”
Die “Mär vom schaffenden und raffenden Kapital” ist eine zutreffende Beschreibung, nicht deshalb falsch, weil sie vom NS formuliert wurde. Vom historischen NS wurde sie nur nicht umgesetzt, man ließ Börse und Aktienkapital bestehen, enteignete nur die jüdischen Kapitalisten.
Das sieht auch Jürgen Elsässer so, wenn er in seinem neuen Buch über “Heuschrecken” schreibt. Elsässer ist auch echter Kommunist und nicht ein asoziales Subjekt von Aussteiger-Ex-Neonazi, der bei den Linken um Anerkennung winselt.
Im übrigen spricht aus Deinen Ausführungen nur der geifernde Neid - gegen Schwab und Lafontaine -, weil die Aufmerksamkeit besitzen, von der man selbst nur träumen kann …
Natürlich kann man das Großkapital enteignen und den unternehmerischen Mittelstand fördern - Chavez und Morales machen es vor!
21 Systemfehler // Jan 30, 2007 at 0:32
An der Theorie dass das Kapital immer “nur” noch mehr Kapital schaffen will muss was faul sein.
Wie sonst soll ich mir die Milliardeninvestitionen in den Staat Israel erklären? Verdient da einer drann?
Welche Rendite wirft die Investition ab?
Wie finanzieren die ihre Atomwaffen? Nur durch den Export von Jaffa-Orangen (gibts bei Aldi).
Oder fließt da etwa das Geld hin dass an anderen Stellen über Zins und Zinses-Zins abgezogen wird?
http://www.jahrbuch2002.studien-von-zeitfragen.net/Weltmacht/Bagdadbahn/bagdadbahn.html
http://www.edition-steinherz.de/Die_Bucher/Olwaffe/olwaffe.html
Geld regiert die Welt. Fragt sich nur: “Wer regiert das Geld”?
22 Schwert // Jan 30, 2007 at 8:08
@Jürgen Schwab
“Vom historischen NS wurde sie nur nicht umgesetzt, man ließ Börse und Aktienkapital bestehen, enteignete nur die jüdischen Kapitalisten.”
Auch deutsche “Kapitalisten” durften mit dem Erwirtschafteten nicht machen, was sie wollten. Es mußte grötenteils dem Kreislauf der Arbeit und anderen sozialen Bereichen wieder zugeführt werden. Der Staat hatte diesbezüglich die Oberaufsicht. Die Rendite der Aktiengesellschaften wurde auf einen niedrigen, allgemeingültigen Wert festgelegt. Auch durfte kein Inhaber eines öffentlichen Amtes gleichzeitig Bezüge aus einer eventuellen Nebentätigkeit in einem Aufsichtsrat erhalten.
Also so wie Sie es in einem Ihrer Sätze so schön ausdrückten: das Primat der Politik über die Wirtschaft.
23 michael // Jan 30, 2007 at 8:16
@ Schwab
Verschwörungstheorien? Haben Sie noch alle Tassen im Schrank? Jetzt übernehmen Sie sogar die permant gegen uns angewandte Terminologie unserer Feinde. Stein hat nur einen Beitrag dazu geleistet, NACHZUWEISEN, daß es eine direkte Verbindung zwischen Weishaupts “Orden der Illuminaten”, dem “Bund der Geächteten”, dem “Bund der Gerechten” und dem “Kommunistischen Bund” (Communist League) gibt und daß Mordechai Marxens Geschreibsel nicht auf eigenem Mist gewachsen ist. Warum auch nicht: Sowohl Weishaupt wie Marx waren gebürtige Juden, ganz zu schweigen von jenen, die im Zusammenhang mit der anti-nationalen kommunistischen Bewegung nach ihnen kamen, darunter insbesondere jene der bolschwistischen Revolution Rußlands.
Sind Sie, Schwab, der Sie diese Terminologie benutzen und nationale Kräfte, die Sie als intellektuellen Simpel entlarven, sofort als “Juden” beschimpfen, vielleicht der wahre Krypto-Jude (verborgener Jude) unter uns? Die von Ihnen benutzte Feind-Terminologie könnte dafür ein Indiz sein.
24 kunert // Jan 30, 2007 at 11:23
@Jürgen Schwab
Elsässer geht es darum, wie in der Jetztzeit Mehrheiten zu erringen sind, darüberhinaus, wie eine Übergangsphase (vom Kapitalismus zum Sozialismus) aussehen könnte. Es geht ihm um eine kluge Taktik, schrittweises Vorgehen. Loblieder auf den klein- und mittelständischen Unternehmer wird man von ihm nicht hören, ebenso keine Bekenntnisse, daß dieser in seinem Sozialismus etwa als “Rest”-Kapitalismus eine Daseinsberechtigung auf Ewigkeit hätten.
Auch Chavez, der in den letzten Jahren viel dazugelernt hat, nach seinen eigenen Angaben, geht nun offenbar daran, in enger Zusammenarbeit mit dem kommunistisch regierten Kuba (!) den Sozialismus sukzessive aufzubauen. Wenn hier erst einmal NÖP/NÖSPL-Politik angesagt ist, dann ist das völlig in Ordnung. Bei Dir ist das alles jedoch keine Übergangsphase, sondern Zielvorstellung. Das ist der wesentliche Unterschied.
Wundert mich aber nicht, wenn Du nun auch noch Elsässer für Deine kapitalistische Sozialromantik einzuspannen versuchst. Der Sozialdemokrat Lafontaine, der womöglich auch gerade einen Lernprozeß durchmacht, liegt Dir da schon eher. Allerdings ist es wieder einmal wunderschön vermessen von Dir, Dich mit ihm auf eine Stufe zu stellen.
Mir ging es jedoch eher um Aussagen Deinerseits, die mir widersprüchlich erscheinen. So schreibst Du:
“… bin ich grundsätzlich Antikapitalist, weil die kapitalistische Produktionsweise Völker und Staaten ihren Gesetzen von Ware und Profitmaximierung unterwirft.”
Ist das beim von Dir positiv hervorgehobenen “schaffenden deutschen Kapital”, dem wunderbaren “mittelständischen Unternehmer”, nicht mehr der Fall? Gilt dort nicht mehr die kapitalistische Produktionsweise, das Gesetz von Ware und Profitmaximierung, dessen Gesetzen das Volk unterworfen ist? Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nur in kapitalistischen Großbetrieben, nicht beim Mittelstand (immerhin mit mehreren hundert lohnabhängig Beschäftigten versteht sich)?
Ein seltsamer Antikapitalismus ist das, einer, der beim “schaffenden deutschen Kapital” keine Beunruhigung hervorrufen dürfte. Wer erst einmal die segensreiche Wirkung des “sozialverpflichteten Unternehmertums” im Grunde anerkennt, mit dem ist auch zu reden, wenn es um kapitalistische Großbetriebe usw. geht. Sehe ich das richtig?
Und nein, ich behaupte nun nicht, Du winselst beim “deutschen Unternehmertum” bzw. der politischen Rechten um Anerkennung. Ich träume auch ganz gewiß nicht um die Aufmerksamkeit, die Du Dir, gleich Lafontaine, zuschreibst.
Mindestens müßtest Du zugeben, daß Dein seltsamer oder halber “Antikapitalismus” kein Sozialismus ist. Der Sozialist lehnt nämlich das Privateigentum an Produktionsmitteln grundsätzlich ab. Eine Mittelstandswirtschaft ist genauso wenig sozialistisch wie der Monopolkapitalismus. Es handelt sich lediglich um verschiedene historische Entwicklungsstufen des Kapitalismus, die nicht willkürlich (wieder-)hergestellt werden können.
So waren vorkapitalistische Gesellschaften, an denen Du Dich orientierst, zwar nicht kapitalistisch im modernen Sinne des Wortes, hatten aber bereits kapitalistische Ansätze, aus denen sich gesetzesmäßig der moderne Kapitalismus herausbildete. Sie waren deshalb nicht “anti-”, sondern protokapitalistisch. Die Konzentration kann man kritisieren, soviel man möchte. Sie entspricht der Gesetzmäßigkeit der kapitalistischen Entwicklung.
Eine Rückkehr ins “Goldene Zeitalter” des autonomen Einzelproduzenten gibt es nicht. Konzentration der Produktionsmittel ist nicht der Punkt, da diese auch im Sozialismus bestehen bleiben wird. Gerade die Konzentration der Produktion (Vergesellschaftung der Produktion bei privater Aneignung) macht erst den Sozialismus möglich, aufgrund ihrer hohen Produktivität. Es geht nicht um den Konzentrationsgrad der Produktionsmittel, sondern um die Eigentumsverhältnisse, um die Aneignung des Mehrwertes durch die Kapitalisten, was Du als rechtsbürgerlicher “Antikapitalist” geschickt zu verschleiern versuchst.
Hallo, Jürgen Schwab, wir leben im 21. Jahrhundert!” Der Dritte Weg” ist gescheitert. Die “Soziale Marktwirtschaft” ist der kapitalistischen Dynamik zum Opfer gefallen. Ein Zurück in die 50er, 60er Jahre gibt es nicht mehr.
Es heißt nach wie vor, werter A.H., Sozialismus oder Barbarei!
25 qwertz // Jan 30, 2007 at 13:07
@Wetekamp
“…Jedermann? Verwechseln Sie evtl. “Gier” mit Selbsterhaltungstrieb? Mir persönlich ist Gier fremd. Und das dürfte für den überwiegenden Teil der Menschen gelten, sonst hätten die paar Gierigen keine so immensen “Erfolge”…”
Ich stelle die Menschen einfach in ein Spektrum von null-gierig bis hundert-gierig.
Und niemand ist in seiner Gier festgeschrieben oder vorhersehbar.
Die Gierigkeit ist es aber, die beherrscht und gemeinschaftsfördernd gesteuert werden muß.
Eine persönliches Betroffenheitsgefühl umgehen Sie dadurch, daß sie sich
vielleicht selbst als null-gierig ansehen oder daß Sie sich
gottähnlich über die Menschen stellen und von ihrer Person völlig abstrahieren.
Betroffenheit hier beraubt Sie jedenfalls ihrer nüchternen Lösungsfähigkeit.
Im übrigen zeigen Sie durch die Teilnahme an diesem Forum doch ein klein wenig Geltungsgier.
Als Korea noch Drittweltstaat war, da gab es dort mal eine gierige Managerkaste, die das Land
hemmungslos geplündert hat. Der damalige Staatpräsident hat die Überführten
unter Androhung drakonischer Strafen zu sozialnützlichem Verhalten gezwungen.
Korea ist heute, 50 Jahre später, erste Welt.
Segen der Gier.
Jede Tugend trägt Laster mit sich und jedes Laster wird von Tugend begleitet.
Das liegt daran, daß es nichts perfektes gibt, weder etwas perfekt Schlechtes noch etwas perfekt Gutes.
@Zins, Zinseszins und exponentielles Wachstum der Zinsen….
Wo ist das Problem?
Wenn Jemand Betriebskapital erwirbt, dann erwirtschaftet er
damit Erträge. Wenn jemand Geld hat, und es Ersterem zur
Verfügung stellt, damit er sein Betriebskapital erwerben kann,
dann ist es auch legitim, daß er angemessen dafür bedient wird.
Schon deshalb, weil sich Geld entwertet und der Geldgeber auch
ein Ausfallrisiko absichern muß.
Beides geschieht über den Zins.
Und da von den eingenommenen Zinsen auch konsumiert wird, wächst
das Geld durch Verzinsung nicht grenzenlos.
Immer aber müssen auch Gewinne erwirtschaftet werden, damit
Zinsen entstehen können. Wenn also Geldvermögen durch Verzinsung
allgemein wachsen, kann man auch von einer prosperierenden
Wirtschaft ausgehen, an der wir ja alle hängen.
Vermögens- und Machtkonzentration durch Geldverleih sind eine
andere Baustelle. Sie sind durch den Staat zum Wohle
des Volkes zu steuern. Dafür darf er nicht nur Gesetze machen
sondern er muß es auch.
Es wäre Irrsinn, die Nachteile der Kredit- und Zinswirtschaft
mit ihrer Beseitigung beheben zu wollen. Dazu sind sie viel
zu wichtig.
Und die Heuschrecken, Piranas und Haie wurden bislang durch
entsprechende Gesetze und Organisationsformen in Schach
gehalten, die aber, wie schon um 12:48 gesagt, durch Handeln
und Unterlassen von gefährlichen Politidioten und -Verbrechern
in Parlament und Regierung außer Kraft gesetzt wurden.
26 qwertz // Jan 30, 2007 at 13:10
mein voriger Beitrag ist fehlerhaft. bitte löschen.
Korrektur kommt später.
27 Adminus Diabolus // Jan 30, 2007 at 14:46
@ Systemfehler:
“Geld regiert die Welt. Fragt sich nur: “Wer regiert das Geld”?”
Die juedische Hochfinanz, angefangen bei der Federal Reserve (gegruendet von Rothschild), ueber alle Banken und Brokerhaeuser bis zu den manipulativen Rohstoffkartellen (die Gold manipulieren und kuenstlich den Preis untenhalten).
Adminus
http://www.privacy.li
28 Adminus Diabolus // Jan 30, 2007 at 15:13
“Geld regiert die Welt. Fragt sich nur: “Wer regiert das Geld”?”
Die juedische Hochfinanz, angefangen bei der Federal Reserve (gegruendet von Rothschild), ueber alle Banken und Brokerhaeuser bis zu den manipulativen Rohstoffkartellen (die Gold manipulieren und kuenstlich den Preis untenhalten).
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29 TodosAlemanesUnidos // Jan 30, 2007 at 16:38
@ michael
Die Weishaupt-Anleihe bei Marx fällt aber auch durch ein anderes Phänomen auf, ohne diese Zusammenhänge zu kennen:
“Proletarier aller Länder, vereinigt euch!” heißt doch nichts anderes als “Zionismus” für Nicht-Juden. Der Sammlungsgedanke ist durchweg revolutionär ausgerichtet, wohin auch immer sich diese Kraft lenken läßt.
@ Systemfehler:
Für die letzte Frage die Bibel lesen:
AT Prophet Haggai, Kap. 2, V. 8: “Mein ist das Silber und mein ist das Gold, ist der Ausspruch Jehovas, Herr der Heerscharen.” (Neue Welt Übers.)
30 TodosAlemanesUnidos // Jan 30, 2007 at 17:29
@ schwert
Sie bestätigen Schwabs Satz: “Dieses Problem läßt sich mit der Herstellung des Primats der Politik über die Wirtschaft lösen.”
Bekannt ist doch aber, daß “die” Politik im allgemeinen den Realitäten hinterherhinkt, d.h. daß sie reagierend ist, escortierend, nicht aber wegweisend. Damit ist auch das demokratische Element der Politik gekennzeichnet, - eindeutig ein Mangel dieser. In der Mischung zwischen Reagieren/Opponieren und Einfordern bewegt sich “die Politik” aber in nichtwissenschaftlichen Dimensionen, wodurch dem ideologisch-analytischen Gedankengang vieles widersprechen muß.
Die Umsetzung demokratischer Anliegen in die büro-kratische und exekutive Gestaltung bekommt eher noch einen zwingend-politischen Charakter, wenn sie sich nämlich im Amtsgang befindet. Damit sind wir bei den Bürokratien der ehemaligen Volksdiktaturen mit sozialistischem Anspruch.
Die Aktionen der zitierten Personen (Staatspräsident Chavez, Gruppenführer Morales, aber auch -ungenannt - Bové) sind weniger ein Ausdruck “sozialistischer” oder “antikapitalistischer” Gedankenwelten, als vielmehr die gesunde Einforderung der ökologisch bekannten “Nachhaltigkeit”, - einem Handlungsmuster, von dem die Zukunft leben kann, weil die Gegenwart sich nicht daran willkürlich bedienen kann. Dieses Handlungsmuster ist - ha ! - religiös, denn es bringt genau diese KOHÄSION unter die Leute, die durch eine strikte religiöse Gesetzgebung (wie z.B. AT 2. Mose, 222.25, zinsloser Verleih) in der Wirkung einer “Schicksalsgemeinschaft” eingeübt wird.
Deutschland ist nach Schleifung fast aller moralischen Soll-Vorschriften zu einer Wüste Gobi geworden, in der kein gutes Kraut mehr wächst, weil nichts, was sein KÖNNTE, in der Vereinzelung gedeihen KANN. Seltsamerweise trägt die Konzerngröße der “SPD” zu dieser Verwüstung bei, denn sie hinterläßt eine Spur des Unumkehrbaren, und damit treibt sie der “sozialen Schere” zu, die sie selber warnend beschwört.
31 luetzow // Jan 30, 2007 at 17:46
Zur Zinsproblematik:
Das Ganze ist sehr kompliziert. Auch ein Freigeldsystem füllt hunderte Seiten von Theorie.
Aber man kann es auch einfach ausdrücken:
Die Wirtschaft wächst natürlich.
Der Zins wächst exponentiell. Und zwar IMMER. Egal ob der Staat das Bankensystem kontrolliert oder nicht.
Natürliches Wachstum und exponentielles Wachstum werden IMMER zu einer Katastrophe führen. Und dabei können nur die profitieren, welche an der Quelle sitzen, die Banken und die wenigen Familien, welche die größten Anteile halten.
Das ewige Spiel von Inflation und Deflation muss beendet werden. Denn es erüllt nur EINEN Zweck. Die Güter in die Hände einer Clique von Zionisten und deren plutokratischen Handlangern zu lenken.
Das dazu seit ca. Grünspans Antritt 1987 vermehrt Private Equity, größtenteils unregulierte Hedge Funds und allerelei Derivate hinzukamen, hilft eher noch dieses Verbrechertum in seinem vollen Ausmass für den Otto-Normal-Bürger zu verschleiern.
Was wir zur Zeit erleben, ist Zinsverbrechertum in seiner historisch massivsten Ausprägung.
32 Verschwörer // Jan 30, 2007 at 18:45
@ Dandolo
Ja. Leider so viel, daß (sicher nicht nur) ich darauf verzichte, dazwischen nach den bestimmt auch vorhandenen interessanten Gedanken zu suchen.
33 Adminus Diabolus // Jan 30, 2007 at 18:46
@ luetzow:
Ich bin mit einer kleinen Gruppe von Codern dabei, eine goldgedeckte digitale Waehrung zu kreieren - ohne Zins! Sie wird aehnlich wie Bargeld eine reine Inhaberwaehrung sein, mithin nicht verfolgbar.
Banken, und alle damit zusammenhaengenden Institutionen lieben es, die Geldwaschbekaempfungsorgie mitzumachen, und moeglichst viele Konten einzufrieren - eine Form wie man die billigsten Einlagen bekommt - ohne Zins!
All dies wird in einer voll gedeckten, voll verschluesselten und voll inhaberorientierten Waehrung der Vergangeheit angehoeren.
Stay tuned … (bleib am rohr)
Adminus
Friends may come and go, but enemies accumulate.
Protect yourself while you are online, privacy tools and the DrWho Faq can be found at http://www.privacy.li
34 KT // Jan 30, 2007 at 19:18
Ein interessantes Diagramm zum Zinsproblem findet sich hier:
http://i15.tinypic.com/3y6opcg.jpg
Das sollte man den Politikern ständig unter die Nase halten.
35 luetzow // Jan 30, 2007 at 19:24
@adminus
Fein. Ich schreibe gerade an einer modernisierten Version der Freigeldtheorie. Wage zu behaupten ein wenig davon zu verstehen, da ich als Grundlage BWL mit Vertiefung Bank& Börsenwesen studiert und 6 Jahre in der Branche gearbeitet habe (Aktienanalyse & Portfoliomanagement).
Will jetzt hier nicht näher drauf eingehen, aber ich versuche alle Aspekte, wie Besteuerung, Unternehmensrechtsformen, Sozialleistungen, Sparproblematik, Allokation, Wechselkurse usw. einzuschließen.
U.a. ist auch aus Diskussionen jetzt schon klar, dass das Geld im neuen System nur noch in digitaler Form, also wie Euer Projekt, vorherrschen müsste.
Gruss Luetzow
36 Schwert // Jan 30, 2007 at 21:53
@TodosAlemanesUnidos
“Sie bestätigen Schwabs Satz: “Dieses Problem läßt sich mit der Herstellung des Primats der Politik über die Wirtschaft lösen.”
Bekannt ist doch aber, daß “die” Politik im allgemeinen den Realitäten hinterherhinkt…”
Ja schon, wenn die Politik eben nicht visionär bzw vorwärtsgewand ist, wenn sie kein geschichtliches Bewußtsein hat. Die europäische Politik der Zukunft darf sich nicht alleine in der Verwaltung des Staats- bzw Sozialwesens erschöpfen. Aber man braucht natürlich trotzdem eine Kontroll- bzw Regelinstanz insbesondere des wirtschaftlichen Lebens.
Ich habe ja nicht gesagt, daß die Politik das oberste Primat überhaupt sein soll. Das “Oberste” muß ein transzendenter, immaterieller gemeinsamer Nenner sein: z.B. der verbindende Glaube an die Schicksalsgemeinschaft. Anders wird Europa die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern können.
@Jürgen Schwab
Wenn Sie sagen, Sie seien kein Marxist, dann lassen Sie sich von deren Gedöns auch nicht länger blenden! Sie hängen diesbezüglich offensichtlich in der Schwebe. Trennen Sie sich davon! Die Reduzierung der menschlichen Existenz auf den Materialismus und die wirtschaftlichen Beziehungen bringt nicht die Rettung für Europa. Ganz im Gegenteil: Sie wird den Untergang nur noch tiefer manifestieren! Denn Sie, Herr Schwab, wissen doch auch, was der Islam uns voraus hat; was ihn so stark macht.
Wie wollen Sie etwas Ernsthaftes gegen den kapitalistischen Westen ausrichten, wenn Sie sich dessen Gesetzmäßigkeiten zu Eigen machen? Man muß sich endgültig von diesem ganzen materialistischen Schnulli loslösen, sonst wird es nichts mit der erhofften Umkehrung der gnadenlosen Talfahrt des europäischen Menschen.
Die “reine Analyse” des Kapitalismus reicht in keinster Weise aus, um aus diesem Strudel herauszukommen. Denn die marxistische Ideologie ist nichts anderes als ein geistiges Kind des westlichen Liberalismus/Kapitalismus. Der Marxismus gedeiht auf der selben ideologischen Grundlage. Er bedient sich desselben geistigen Fundamentes.
Die Vollendung des Marxismus bedeutet die totale Auslöschung des europäischen Wesens, der europäischen Kultur. Der Marixmus wirkt nihilistisch und zerstört jegliche höhere Geistessphäre.
Wenn der Marximus der Schlüssel wäre, dann hätten die USA im 2.WK nicht die Sowjetunion, sondern Deutschland unterstützt. Und nach dem Krieg hätte man mit aller Macht die Rückkehr der Frankfurter Schule verhindert.
Und auch Kuba hat sich schon seit längerem in einigen Bereichen vom Kommunismus losgesagt und sich “geöffnet”, da es immer wieder vorm totalen Zusammenbruch stand…
37 Wetekamp // Jan 30, 2007 at 22:21
@Quertz
Sie irren zumindest was Ihre Definition meiner angeblichen “Betroffenheit” anbelangt. Ich empfinde keine Betroffenheit, nur weil ich eine andere Meinung als Sie habe.
Definition von “Gier” ist höchst eigenartig und dürfte wohl eher dazu dienen, Ihren Ausführungen einen verschnörkelt wissenschaftlichen Anstrich verpassen zu wollen. Aber gut, wenn Ihr begrenzter Sprachschatz nur das zuläßt, dann ist eben der überwiegende Teil der Menschheit “Null-gierig”.
38 Wetekamp // Jan 30, 2007 at 22:28
@Quertz
Nachsatz:
Manchmal fällt mir erst beim Durchlesen meiner Antwort der eigentliche Sinn eines Begriffes auf, so auch hier.
“gierig” lt. wissen.de:
gie|rig [Adj. ] voller Gier, heftig nach etwas verlangend; ~e Blicke; g. essen, trinken; g. nach etwas greifen; g. nach jmdm. sein sexuelles Verlangen nach jmdm. haben
“null-gierig” oder “hundert-gierig” sagt also definitiv aus, daß jemand gierig auf mindestens eine Null oder ein Hundert ist. Ziemlich blöde, oder?
39 kunert // Jan 30, 2007 at 23:00
Wie mir scheint, bekommt Jürgen Schwab von zwei Seiten Feuer: von mir als Sozialisten und vor allem: den Anängern der traditionellen pseudo-antikapitalistischen “NS”-Schiene. Letzteren hat er sich mit seinen flammenden Bekenntnissen zum tüchtigen und wertvollen deutschen Unternehmer natürlich wieder, nach einen Ausflug in linke Gefilde in den vergangenen Wochen, angedient. Das scheint nicht zu Genügen. Verlangt wird der totale Verzicht nicht nur auf jegliche Verstaatlichung sondern auch marxistische Begrifflichkeiten und Kernaussagen.
40 Eichenholz Original // Jan 31, 2007 at 0:44
Schwab hat recht, wenn er keinen Unterschied macht zwischen dem jüdischen und dem schwedischen Kapitalisten.
Die Unterscheidung zwischen einer Aktiengesellschaft als Synonym für Großkapital= ausbeuterisch und antinational auf der einen Seite und Mittelständler in Familienbesitz als national wünschenswert auf der anderen Seite ist allerdings nicht sauber.
1) Es gibt genügend Mittelständler, bei denen Löhne und Arbeitsbedingugen schlechter sind als im Durchschnitt.
2) Gerade große Unternehmen bieten oft viele Sozialleistungen und bessere Löhne, da sie aufgrund der internen Arbeitsteilung und der damit verbundenen Kompetenzsteigerung wettbewerbsfähiger sind.
3) Gerade kapitalintensive Unternehmen, die also viele Maschinen usw. finanzieren müssen, können als Familienbetrieb in der Regel nicht die Finanzkraft aufbringen.
4) Mittelständische Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schuften lassen (s.o.) und selbst in der Sonne liegen gibt es auch.
5) Vorstände von großen Aktiengesellschaften, die mit sehr viel Fleiß und Beharrlichkeit ihr Unternehmen voranbringen und Arbeitsplätze sichern gibt es auch.
6) Der Aktionär der großen Aktiengesellschaft kann ein ganz normaler Durchschnittsverdiener sein, der eben statt Sparbuch Aktien kauft. Wird er dadurch zum antinationalen Globalisierungsmonster? Nicht unbedingt.
Entscheidend sind letztlich immer die Menschen, die natürlichen Personen, nicht die juristischen Personen, die in vielen Verschachtelungen dazwischen stehen können.
Der Reiche kann patriotisch und sozial mit seinem Vermögen und seinen Möglichkeiten umgehen, oder auch nicht. Das gleiche gilt für den Armen, nur daß er weniger Möglichkeiten hat.
Es ist also nicht die Verstaatlichung der große Aktiengesellschaften erforderlich, sondern grundsätzlich eine massive steuerliche Schlechterstellung, wenn Unternehmensgewinne aus Deutschland ins Ausland verlagert werden, unabhängig, ob der mittelständische Unternehmer oder die internationale Aktiengesellschaft agiert.
Gleichzeitig kann sowohl hinsichtlich des Einflusses Einzelner als auch hinsichtlich der Vermögensverteilung über die Einziehung von Obergrenzen nachgedacht werden.
Es sollte aber nicht im Ergebnis dazu führen, das zwar die vermögensten Bürger ihrer Macht und ihres Geldes beraubt werden, dafür aber dann die Parteibonzen ohne jeden Sachverstand auch noch an den letzten freien Schalthebeln der Macht sitzen.
Primat der Politik heißt meistens Primat der Politokraten und nicht Freiheit und Gerechtigkeit für das Volk.
Ohne patriotisch und sozial gesonnene Unternehmer und Führungskräfte geht es nicht.
41 Eichenholz Original // Jan 31, 2007 at 0:46
P.S. Der Politiker ist nicht automatisch der bessere Mensch als ein Unternehmer, auch wenn er sich national nennt.
Die bisherigen Erfahrungen sprechen dagegen.
42 Schwert // Jan 31, 2007 at 8:15
@Eichenholz Original
“Der Politiker ist nicht automatisch der bessere Mensch als ein Unternehmer, auch wenn er sich national nennt.
Die bisherigen Erfahrungen sprechen dagegen.”
Richtig. Daran sieht man auch schön, daß das “Bewußtsein” das “Sein” bestimmt und nicht umgekehrt.
43 michael // Jan 31, 2007 at 9:51
@ kunert
Kunert, Du bist hier der Letzte im Wolkenkuckucksheim. Mach’ beim Verlassen das Licht aus!
44 qwertz // Jan 31, 2007 at 11:03
Da die Korrektur meiner Nachricht von January 30th, 2007 at 13:07
bisher nicht möglich war hier der 2. Teil allein.
er ersetzt in obiger Nachricht alles ab @Zins,…
@Kapitalismus, Antikapitalismus, nicht-Kapitalismus
Alles Kapital dient zur Effizienzsteigerung im Leben. Das gilt im
Kleinen für das Kapital im Kopf, für das Kapital unseres Körpers
genau so wie im Großen für das “Großkapital”.
Es gibt zunächst kein gutes oder böses Kapital.
Das gilt sowohl für das kleine als auch für das große.
Es gibt nur nützliches und effizientes Kapital.
Wichtig ist allein, daß das Kapital sich
nicht der Herrschaft seines Schöpfers entzieht, sei es dadurch,
daß es selbst die Herrschaft übernimmt oder dadurch daß es sich
einen anderen Herrn sucht. Kapital ob groß oder klein hat zu
dienen und zwar seinem ursprünglichnen Schöpfer seinem Volk.
Dieser Dienst ist vom Staat einzufordern und durchzusetzen.
Zum Wohle des Volkes.
Dazu ist neben Anderm jedenfall der Staat da.
Kapital kann eine sozialschädliche Größe und Monopolcharakter
erlangen. Da muß der Staat eingreifen.
Er hat dabei im Wesentlichen drei Optionen:
Gewähren lassen, zerschlagen, verstaatlichen.
Ist dieses Kapital weltweit tätig und importiert es trotz seiner
Sozialschädlichkeit hinreichend Wohlstand, muß man es wohl
gewähren lassen. Deshalb haben die USA Microsoft 2000 - 2002
trotz seiner US-internen, schädlichen Marktmacht nicht
zerschlagen. Gleiches widerfuhr IBM in den 80-er Jahren
aus gleichem Grund.
Anders erging es der Standard Oil of America im Jahre 1903,
die wegen ihrer Monopolstellung in mehrere konkurrierende
Unternehmen aufgeteilt wurde.
Diese Firma war außenwirtschaftlich nicht so bedeutsam.
Ist eine Monopolstellung von Kapital national unvermeidlich
und ist dieses nicht außenwirtschaftlich tätig, ist eine gut
gestaltete Verstaatlichung zweckmäßig. Beispiele dafür:
Landstraßen, Wasserstraßen, Luftstraßen, Schienenwege,
Telefon- und Datenleitungen, Öl-und Stromleitungenleitungen
usw. usf.
Auf jeden Fall ist Größe nicht apriori falsch, böse oder
sonstwie negativ besetzt. Die Größe des Kapitals hat immer
nur mit Stabilitätserhaltung in seinem jeweiligen Umfeld zu tun.
Und Größe kann ein hervorragend stabilitätserhaltendes Element
sein.
Wichtig ist allein, daß der Staat eines Volkes (d. i. Kapital)
das Kapital eines Volkes zu seinem Wohl steuert, denn
das Wohl des Volkes ist das oberste Gesetz.
45 qwertz // Jan 31, 2007 at 11:35
@Wetekamp : January 30th, 2007 at 22:21
@Wetekamp : January 30th, 2007 at 22:28
Man muß mit den Eigenschaften der menschlichen Spezies leben.
Die Gier läßt sich nicht erfolgreich wegmendeln.
Das würde elementares Selbsterhaltungsverhalten zerstören.
Und die Bescheidenheit führt auch in die Katastrofe, wie sie
an Deutschlands Nedergang erkennen können aufgrund der
Bescheidenheit unserer Politiker.
Also kommt es nur darauf an, eine geeignete Kultur zu schaffen,
die diese Dinge dem Wohle des Volkes verfügbar macht.
Sowohl die Gier als auch die Bescheidenheit. Beispiel:
Der Kassenverwalter einer Bank möge bescheiden sein.
Der exportorientierte Geschäftsführer möge grenzenlos gierig
sein. Es muß aber auch die Konstellation möglich sein, daß der
bescheidene Kassenverwalter im Urlaub als gieriger Verkäufer
für die Schuhfabrik seines Bruders tätig sein kann.
Und der gierige Bruder als Kassenverwalter des Golfklubs nicht
die Kasse plündert.
Nicht die Eigenschaften des Menschen sind schlecht. Schließlich
haben die sich im Laufe der menschlichen Evolution als nützlich
stabilisiert.
Nur die Regeln unsere Kultur, Ethik, Gesetze und Gewohnheiten,
entscheiden über ihre soziale Nützlichkeit oder Schädlichkeit
und damit über gut oder schlecht.
46 Adminus Diabolus // Jan 31, 2007 at 13:20
@ Eichenholz:
Politiker sind im allgemeinen Schmarotzer, die 4-5 Jahre weit denken, und in dieser Zeit gewinnoptimiert die eigenen Taschen fuellen muessen.
Dieses Phenomen ist voellig unabhaengig vom Parteibuch.
Aus diesem Grund bevorzuge ich als ‘Staatsgebilde’ die Anarchie, mit kleinen und kleinsten Machtzentren, eigenverwaltet.
Adminus
47 TodosAlemanesUnidos // Jan 31, 2007 at 16:26
@ adminus u.a.
Sie basteln an einer “Inhaberwährung” ?? Sie brauchen das nicht zu tun, denn die ist fertig, seit Sie auf die Welt gekommen sind ! DIESE “Inhaberwährung” ist mit höchsten Einlagen gesichert, nämlich dem “Abbild Gottes”. Ihre Währung - = Ihr Leben - ist immer vermehrungsfähig, immer ausleihbar, immer verfügbar, solange dieses Zeitmuster, in dem Sie geprägt wurden, seine Uhrenrädchen laufen lassen kann. Selbstverständlich gibt es fatale Störquellen, denen Sie aus dem Weg gehen müssen, so es möglich ist.
Dieses bißchen Transzendenz sollten Sie sich im Sinne von schwert-Appellen hier gestatten können, - “Marxismus” ist sowieso nur eine Art von Allgemeinplatz für die vielen Denkoptionen, die interessant wären zu nennen: George Sorel und die Syndikalisten z.B. oder überhaupt die - ganz unanthropologische - Idee des Anarchismus.
Hier ist - @ Eichenholz Original - die Erkenntnis von den “Politokraten” am Platz, die das mitbestimmungsferne und institutionalisierte Regieren meint, jenes, von dem wiederum der Philosoph Arnold Gehlen meint, Institutionen seien im Fluß der Zeit die Stütze der Kultur.
Übersichtstabelle mit Pfiff unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_zur_Philosophiegeschichte
48 Freibeuter // Jan 31, 2007 at 17:36
Obige Diskussion besitzt einige bemerkenswerte Denkanstöße an der jetzigen Wirtschaftsweise etwas zu ändern. Auch wenn einige Beiträge auf recht hohem Niveau vorgetragen werden, so empfinde ich doch einige andere lediglich dazu geeignet, seinem Gegenüber Hiebe unter die Gürtellinie zu versetzen. Schade eigentlich….
Bei aller Kontroverse sollten wir doch den gegenseitigen Respekt ein wenig mehr wahren - abgesehen natürlich im Bezug auf gewisse Auftragsschmierfinken von der politisch rotlackierten Szene - um uns von Foren à la “Stern-Shortnews” und anderen Dumpfbackenseiten deutlich zu unterscheiden.
Vielen Dank !
49 Olsen // Jan 31, 2007 at 19:06
Das Bewußtsein bestimmt das Sein und das Sein bestimmt das Bewußtsein.
50 luetzow // Jan 31, 2007 at 19:19
@adminus
nur eine kleine Anmerkung. Du schreibst die FED wäre von Rothschild geründet worden. I.w.S. könnte man das so sagen, aber der Architekt war Paul Warburg. Natürlich waren und sind die Warburg - und die Rothschildfamilie eng miteinander verbandelt. Der “US-Arm” Rothschilds wurde durch Rockefeller und den angeworbenen Morgan gebildet. Die politische Ebene wurde duch den “Repräsentanten” und Theoretiker Warburg gesetzt.
Siehe auch “Secrets of the Federal Reserve” von Mullins. Eine sehr gute Recherchearbeit.
51 Schwert // Jan 31, 2007 at 20:10
@TodosAlemanesUnidos
“Dieses bißchen Transzendenz sollten Sie sich im Sinne von schwert-Appellen hier gestatten können, - “Marxismus” ist sowieso nur eine Art von Allgemeinplatz für die vielen Denkoptionen, die interessant wären zu nennen: George Sorel und die Syndikalisten z.B. oder überhaupt die - ganz unanthropologische - Idee des Anarchismus.”
Ich frage mich ernsthaft, worauf Sie eigentlich hinaus wollen. TodosAlemanesUnidos hört sich doch stark nach völkischer Schicksalsgemeinschaft an…
Sie als gläubiger Christ finden materialistische Strömungen interessant? Als gläubiger Christ müßten Sie entschiedener Gegner des angeblichen Allgemeinplatzes “Marxismus” sein. Aber eigentlich ist der Marxismus kein Allgemeinplatz, sondern eine konkrete Bestrebung zur Auflösung des “alten” Europas mittels Reduzierung der menschlichen Existenz auf rein materialistische Beziehungen und Zusammenhänge.
Der Anarchismus gehört auch nicht zwangsläufig zum Marxismus bzw ist auch nicht aus diesem entstanden. Der Marxismus ist eine zielgerichtete Ideologie, während es beim Anarchismus in erster Linie um Fragen der Herrschafts- bzw Verwaltungsform eines Sozialgebildes geht. Sicherlich nennen sich viele Anarchisten auch marxistisch. Aber das tun sie nur, weil sie keine wirkliche Ahnung von den Dingen haben. Denn Marx will mit konzentrierter Macht zum Kommunismus und fordert die Diktatur des Proletariats. Das paßt wohl eindeutig nicht mit anarchistischen Vorstellungen zusammen.
Der Marxismus führt somit im Grunde immer zum Staatskapitalismus. Die Marxisten gehen mit den Parolen von der Enteignung der “großen Ausbeuter” und der endlichen Errichtung der irdischen Gerechtigkeit auf Stimmenfang. Die Masse fällt auf diese Heilsversprechen rein und stimmt im Fieberwahn der gänzlichen Abschaffung des Privateigentums zu. Das ist dann der große (absolute) Raub von “oben”, der sogar von “unten” abgesegnet, ja geradezu herbeigefleht wird. Das darauf folgende Los der breiten Masse wurde ja schon an so einigen realen Experimenten ersichtlich…
52 qwertz // Feb 1, 2007 at 11:49
@Freibeuter, January 31st, 2007 at 17:36
“…Bei aller Kontroverse sollten wir doch den gegenseitigen Respekt ein wenig mehr wahren - abgesehen natürlich im Bezug auf gewisse Auftragsschmierfinken von der politisch rotlackierten Szene - um uns von Foren à la “Stern-Shortnews” und anderen Dumpfbackenseiten deutlich zu unterscheiden.”
Sie bringen es auf den Punkt.
Es ist das Schmieröl effizienter Kommunikation und Organisationsentwicklung.
53 qwertz // Feb 1, 2007 at 13:54
@Schwert : January 31st, 2007 at 8:15
“Richtig. Daran sieht man auch schön, daß das “Bewußtsein” das “Sein” bestimmt und nicht umgekehrt.”
@Olsen : January 31st, 2007 at 19:06
“Das Bewußtsein bestimmt das Sein und das Sein bestimmt das Bewußtsein.”
Diese Aussage besteht aus zwei Zusammenhängen:
1. Zusammenhang : “Das Bewußtsein bestimmt das Sein.”
2. Zusammenhang : “Das Sein bestimmt das Bewußtsein.”
Das Sein bezeichnet unsere Einbettung in die Realität, in der wir leben,
in unsere Umweltbedingungen.
Das Bewußtsein bezeichnet das, was wir im Kopf haben.
Die Realität, die Wirkung der Gravitationskraft (das Sein) veranlaßt uns
zur Furcht vor dem Sprung von der Klippe (Bewußtsein).
Furchtlosigkeit (Das Bewußtsein) setzt unsere Betroffenheit durch
die Gravitationskraft (Das Sein) nicht außer Wirkung.
Wir können zwar lokal die Wirkung der Gravitationskraft kompensieren,
müssen aber dazu dann auch immer Aufwand treiben, z. B. in Form eines
Flugzeuges. Die Gravitation schreibt unserem Geist also
sowohl die Bedingungen als auch den Vermeidungsaufwand vor.
Davon aber, daß der Geist die Gravitationskraft beeinflussen könnte,
ist mir bisher nichts bekannt, außer bei Batman.
Das Bewußtsein muß das Sein bedienen, wenn wir z. B. gesund bleiben wollen.
Dem Sein, jedoch, ist unser Bewußtsein völlig egal.
Die Realität bestimmt den Geisteszustand.
Der Geisteszustand bestimmt die Realität, aber nur unter Berücksichtigung
der Realität.
Der erste Zusammenhang ohne den zweiten kann zu grenzenlosem
fundamentalem Irrsinn entarten.
Man versucht man die Realität auf die eigene Weltsicht, die eigenen Irrtümer
(im Kopf, im Bewußtsein) passend zu machen und treibt den damit
einhergehenden unvermeidbaren Aufwand ins unermeßliche.
Er ist die Quelle aller Ideologie gegen jede Vernunft.
Einer mit dem Bewußtsein “Ich kann Alles.” steht auf der Klippe (das Sein).
Er springt von der Klippe, um zu fliegen.
Ohne vorherigen Aufwand führt das zum Absturz.
Der zweite Zusammenhang ohne den ersten ist die in Jedermann tief
verwurzelte Berücksichtigung (das Bewußtsein) der Umgebungsbedingungen
seiner Lebensumstände (das Sein) zur Bewältigung von Alltag und Zukunft.
Einer, der auf der Klippe steht (das Sein), sagt zu sich, “Wenn man da runterfällt,
ist man tot. Das gilt auch, wenn man versucht zu fliegen.”.
Also flieg nicht (Das Bewußtsein).
Das Bewußtsein kann die Höhe eines Berges und den Energieaufwand
zu seiner Überwindung (das Sein) nicht ändern.
Die Höhe des Berges mit ihrem notwendigen Energieaufwand zu
seiner Überwindung (das Sein) beeinflußt aber die Empfindung von
Mühsal (Das Bewußtsein).
Das Sein kommt ohne das Bewußtsein aus.
Das Bewußtsein muß immer auch das Sein berücksichtigen.
Nur der zweite Zusammenhang ist also richtig.
54 Schwert // Feb 1, 2007 at 21:02
@quertz
Bei dieser Debatte bezüglich “Sein” und “Bewußtsein” geht es aber nicht wirklich um naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten. Denn der Marxismus ist keine Naturwissenschaft, sondern eine Ideologie, die eine konkrete, zersetzende Zielvorgabe hat.
Marx sagt folgendes: “„Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“ (Kritik der politischen Ökonomie)
Und um diesen Kernpunkt dreht sich eine komplette Weltanschauung und Geschichtsauffassung. Man muß das begreifen, sonst verfällt man evtl immer wieder Marx’ scheinbar wohlklingenden “Analysen”.
Aufgrund von Marx’ These zu Sein und Bewußtsein werden seitens der heute herrschenden Ideologie der “westlichen Wertegemeinschaft” folgende Schlüsse gezogen:
1. Die ganze Menschheitsgeschichte sei eine Frage von Produktions- und Eigentumsverhältnissen. Daraus folgt, daß der Mensch und die Geschichte auf den Materialismus reduziert wird. Der Mensch brauche ja nur materielle Befriedigung, um endlich in die vollkommene Glückseeligkeit einzufahren.
2. Alle Menschen seien von Natur aus gleich. Nur allein die Lebens- bzw Gesellschaftsumstände bestimmen sein Schicksal.
3. Alle Menschen kämen als “ungeschriebene Blätter” auf die Welt. Man kann sie also beliebig manipulieren und überall über den gesamten Globus zerstreuen. Sie haben auch keine echten, gewachsenen Traditionen, die man berücksichtigen müßte.
4. Man kann Menschen fremder Herkunft überall problemlos integrieren. Denn von Natur aus gibt es ja keine Unterschiede. Man braucht sie nur gesellschaftlich gleichstellen bzw materiell gut versorgen, um den allgemeinen Frieden zu erhalten.
5. Man braucht Gesamtschulen, denn alle haben ja von Natur aus den selben Bildungsstand bzw die selbe Bildungsfähigkeit.
Man muß alles gleichschalten und einebnen um endlich den gesellschaftlichen Frieden und darüber hinaus auch den Weltfrieden zu erreichen.
6. Man braucht Antidiskriminierungsgesetze, allgemeine Menschenrechte und eine Weltverfassung, um alle gesellschaftlichen Bereiche gleichzuschalten und um alle Menschen gleichmäßig versorgen zu können.
7. Unterschiedliche Kulturen und Weltanschauungen müßten dementsprechend evtl beseitigt werden, um alle gleichmäßig glücklich machen zu können.
Diese Liste kann man ellenlang weiterführen. Man braucht sich diesbezüglich einfach nur umzuschauen. Und die Realität zeigt eben auch, daß der Marxismus bzw dessen Thesen im westlichen Liberalismus/Kapitalismus tatsächlich ihre Anerkennung und Durchsetzung finden. Und das heißt, daß die Marxisten definitv nicht die Rebellen, nicht die Gegner des westlichen Systems sind, da die ideologischen Grundlagen nahezu identisch sind.
Die Geschichte großer Völker bzw Zivilisationen zeigt eindeutig, daß deren “Sein” von ihrem “Bewußtsein” bestimmt wurde. Denn eine Kultur, die sich dem “Sein” unterwirft, ist nicht schöpferisch und ist auch nicht von langer Dauer bzw schreibt keine große Geschichte.
Folgt man der marxistischen These, daß das Sein das Bewußtsein bestimmt, dann verliert man auf Dauer die eigene Schöpfungskraft und die eigenen kulturellen Wurzeln und ergibt sich den jeweiligen Gegebenheiten bzw den jeweiligen Herrschern. Eine “Reconquista” ist dann offensichtlich umso schwerer möglich.
55 Olsen // Feb 1, 2007 at 22:43
@qwertz
Beweisführung fehlgeschlagen. Viele Worte, geringer Gehalt.
Sie schreiben von der menschlichen Unmöglichkeit, Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Machen sie es nicht so kompliziert, da dies (Naturgesetze) niemand bestreitet.
Einfaches Beispiel.
Die Bild- Zeitung existiert (Sein). Mein Bewußtsein stuft diese Gazette als Propagandainstrument für die Zielgruppe der geistig Minderbemittelten ein und empfielt mir, sie nicht zu kaufen/konsumieren. Das Bewußtsein bestimmt hier über das Sein. Schon ‘mal etwas von Wechselwirkung gehört?
Sicher nicht, sonst wäre ihr Kommentar nicht zustande gekommen.
56 Olsen // Feb 1, 2007 at 22:45
@qwertz
Käme das Sein immer ohne das Bewußtsein aus, gäbe es weder Regeln, Gesetze, Moral,…
57 Eichenholz Original // Feb 2, 2007 at 1:52
@ qwertz
Das Sein kommt ohne das Bewußtsein aus, aber es wird durch das Bewußtsein in mehr oder minder großem Ausmaß beeinflusst.
Das Bewußtsein nimmt nicht nur passiv wahr, sondern es greift aktiv ins Geschehen ein.
58 qwertz // Feb 2, 2007 at 14:09
@Schwert, February 1st, 2007 at 21:02
“Bei dieser Debatte bezüglich “Sein” und “Bewußtsein” geht es aber nicht wirklich um naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten….”
Doch! Es geht um Ursache und Wirkung bei zugrundegelegter
Vernunft.
“Marx sagt folgendes: “„Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“ (Kritik der politischen Ökonomie)”
Diese Aussage ist richtig. Selbst wenn alles andere von ihm
falsch wäre.
ad 1.)
“Die ganze Menschheitsgeschichte sei eine Frage von Produktions- und Eigentumsverhältnissen…”
Präziser: Fast die ganze Menschheitsgeschichte.
Die Folgerungen lassen sich wegen der der verwendeten
Begriffe nicht verifizieren, erscheinen aber etwas
plakativ, oberflächlich und mißverständlich.
ad 2.)
“Alle Menschen seien von Natur aus gleich. Nur allein die
Lebens- bzw Gesellschaftsumstände bestimmen sein Schicksal.”
Von Natur aus gibt es genetische Unterschiede zwischen Menschen.
Das Schicksal der Menschen wird vor allem bestimmt durch
Fruchtbarkeit, Ressourcenausstattung und Bevölkerungsdichte
Ihrer Lebensräume.
ad 3.)
“Alle Menschen kämen als “ungeschriebene Blätter” auf die Welt. Man kann sie also beliebig manipulieren und überall über den gesamten Globus zerstreuen. Sie haben auch keine echten, gewachsenen Traditionen, die man berücksichtigen müßte.”
Jeder Mensch bringt seine genetischen Voraussetzungen mit.
Menschen sind zweifellos erstaunlich manipulierbar und
geografisch anpassungsfähig.
Traditionen sind aber eine soziale Erscheinung und gehören
nicht an diese Stelle.
ad 4.)
“Man kann Menschen fremder Herkunft überall problemlos integrieren. Denn von Natur aus gibt es ja keine Unterschiede. Man braucht sie nur gesellschaftlich gleichstellen bzw materiell gut versorgen, um den allgemeinen Frieden zu erhalten.”
Für Einzelzuwanderung ist das im Wesentlichen akzeptabel.
Aber erst die dritte Generation ist hinreichend angepaßt bei
entsprechendem Anpassungswillen der beiden Vorgängergenerationen.
Es ist aber zu unterscheiden zwischen Einzelzuwanderung und
Massenzuwanderung. Zuwanderung die zu Bevölkerungswachstum
führt, läßt die Menschen ärmer werden. Ihr äußeres Kapital wird
auf mehr Menschen verteilt und ihr inneres auf Grund
mehreregenerationenlanger Anpassung an ihren Lebensraum
erworbenes Kapital wird genetisch ausgedünnt mit nicht-Brauchbarem.
Das äußere Kapital wird derart gemindert, daß der
durchschnittliche Aufwand mit der Bevölkerungszahl mindestens
quadratisch zunimmt.
10% Zuwanderung führen zu mindestens 21% mehr Aufwand,
20% Zuwanderung wie hier in Deutschland führen zu 44% mehr
Aufwand. Mindestens! Denn dies ist nur eine untere Abschätzung.
Die Menschen werden also bei Massenzuwanderung dramatisch
ärmer. Wer also Massenzuwanderung erlaubt, betreibt kalte
Enteignung des Zielvolkes.
Hochverrat.
ad 5.)
“Man braucht Gesamtschulen, denn alle haben ja von Natur aus den selben Bildungsstand bzw die selbe Bildungsfähigkeit.
Man muß alles gleichschalten und einebnen um endlich den gesellschaftlichen Frieden und darüber hinaus auch den Weltfrieden zu erreichen.”
Stuß. Gesamtschulen sind ein Blödifizierungsprogramm für
Hochzivilisationen. In den USA wurden sie bereits Ende der
30-er-Jahre des 19. Jahrhunderts als gescheitert betrachtet.
Gleichschaltung dient nur dem oder den Herren der Welt.
Der Friede im Inneren wie im äußeren hängt an
Bevölkerungsdichte, Fruchtbarkeit und Ressourcenausstattung.
ad 6.)
“Man braucht Antidiskriminierungsgesetze, allgemeine Menschenrechte und eine Weltverfassung, um alle gesellschaftlichen Bereiche gleichzuschalten und um alle Menschen gleichmäßig versorgen zu können.”
Die Versorgung der Menschen hängt ab von Bevölkerungsdichte,
Fruchtbarkeit und Ressourcenausstattung.
ad 7.)
“Unterschiedliche Kulturen und Weltanschauungen müßten dementsprechend evtl beseitigt werden, um alle gleichmäßig glücklich machen zu können.”
Kulturen und Weltanschauungen sind Kapital zu
hochwertiger Anpassung an die jeweiligen Lebensräume.
“Und die Realität zeigt eben auch, daß der Marxismus bzw dessen Thesen im westlichen Liberalismus/Kapitalismus tatsächlich ihre Anerkennung und Durchsetzung finden. Und das heißt, daß die Marxisten definitv nicht die Rebellen, nicht die Gegner des westlichen Systems sind, da die ideologischen Grundlagen nahezu identisch sind.”
Der Marxismus ist nur ein Bewußtsein. Das Sein besteht aus
Lebensraum mit seiner Fruchtbarkeit und seiner
Ressourcenausstattung und der in ihm vorhandenen
Bevölkerungsdichte.
Davon hängt alles ab. Auch der Marxismus. Da kann er machen, was
er will. Und das gilt auch für alle anderen Bewußtseins z. B.
Kapitalismus, Islam, Buddhismus, Christentum, was auch immer.
“…Die Geschichte großer Völker bzw Zivilisationen zeigt eindeutig, daß deren
“Sein” von ihrem “Bewußtsein” bestimmt wurde….”
Das gelingt vielleicht für 1, 2 oder 3 Generationen. Dann
schepperts.
Siehe ex-Sowjetunion.
“…Denn eine Kultur, die sich dem “Sein” unterwirft, ist nicht schöpferisch
und ist auch nicht von langer Dauer bzw schreibt keine große Geschichte.
Folgt man der marxistischen These, daß das Sein das Bewußtsein bestimmt,
dann verliert man auf Dauer die eigene Schöpfungskraft und die eigenen
kulturellen Wurzeln und ergibt sich den jeweiligen Gegebenheiten bzw.
den jeweiligen Herrschern. Eine “Reconquista” ist dann offensichtlich
umso schwerer möglich…..”
Das Schöpferische besteht darin, unter den vorgegebenen
Lebensraum-Bedingungen zu höchster Effizienz, zu höchstem
Wirkungsgrad zu gelangen.
An den Bedingungen wie Ressourcenausstattung, Fruchtbarkeit,
Bevölkerungsdichte läßt sich nicht viel oder nichts schnell
ändern, aber an dem richtigen und effizienten Umgang damit,
also am Bewußtsein.
Man sollte nicht versuchen, die absolut richtige Ausssage “Das
Sein bestimmt das Bewußtsein.” nur deshalb in Frage zu stellen,
weil man den Marxismus angreifen will. Diese Aussage ist ein
Naturgesetz, das auch im Kapitalismus gilt. Es gilt immer.
59 qwertz // Feb 2, 2007 at 14:11
@Olsen; February 1st, 2007 at 22:43
“…Die Bild- Zeitung existiert (Sein). Mein Bewußtsein stuft diese Gazette als Propagandainstrument für die Zielgruppe der geistig Minderbemittelten ein und empfielt mir, sie nicht zu kaufen/konsumieren. Das Bewußtsein bestimmt hier über das Sein. Schon ‘mal etwas von Wechselwirkung gehört?
…”
“Das Sein bestimmt das Bewußtsein.” erfordert natürlich die
Einbindung in die Seinsbedingungen.
Und erst dann bestimmen die Seinsbedingungen das Bewußtsein.
Wenn Ihre Existenz nicht von der Existenz der Bild-Zeitung
abhängt, dann natürlich auch nicht Ihr Bewußtsein und damit
auch nicht ihr Kaufverhalten.
@Olsen; February 1st, 2007 at 22:45
“Käme das Sein immer ohne das Bewußtsein aus, gäbe es weder Regeln, Gesetze, Moral,…”
Es geht um die Einbindung von Menschen in einen Lebensraum und da
entsteht Bewußtsein, das die Umgebungsbedingungen bedienen muß.
Daraus entstehen die geeigneten Gesetze, Regeln und die Moral,
die eine Zivilisation zu höchster Effizienz führen sollen, und
die unter verschiedenen Umgebungen und Völkern unvermeidlich
unterschiedlich sind: Waldzivilisation, Steppenzivilisation,
Wüstenzivilisation, Seefahrerzivilisation, Wachstumszivilisation
Gleichgewichtszivilisation,…
Die Regenwürmer der Umgebung praktizieren aber andere Regeln und
Gesetze trotz gleicher Seinsbedingungen.
Und bei den Steinen in einer Umgebung ist das noch anders.
60 qwertz // Feb 2, 2007 at 14:11
@Eichenholz Original; January 31st, 2007 at 0:46
“…Das Bewußtsein nimmt nicht nur passiv wahr, sondern es greift aktiv ins Geschehen ein.”
Aber immer unter Berücksichtigung der Seinsbedingungen.
61 qwertz // Feb 2, 2007 at 14:15
Lebensraum = Umgebung eines Lebewesens
Lebensraum ist anschaulicher als Umgebung.
62 TodosAlemanesUnidos // Feb 2, 2007 at 16:59
@ schwert
“Ich frage mich ernsthaft, worauf Sie eigentlich hinaus wollen.”
Danke für die Frage, ich sage es: Auf das, was Sie da geschrieben haben. Immerhin will ich auf denkerische Vielfalt, Fruchtbarkeit hinaus. Aber Sie schreiben nichts von Sorel, deuten meinen Namen nur völkisch. Da fehlt es eben, denn wir müssen uns nicht wiederholen, wenn wir nicht wachsen wollen.
63 Schwert // Feb 2, 2007 at 20:05
@TodosAlemanesUnidos
“…deuten meinen Namen nur völkisch…”
Nein, ich habe doch völkische SCHICKSALSGEMEINSCHAFT geschrieben. Das Volk ist die biologische Grundlage. Aber erst durch den Glauben an ein gemeinsames Schicksal wird es zur Schicksalsgemeinschaft. In diesem Sinne strecke ich meine Hand aus…
64 Schwert // Feb 2, 2007 at 21:22
@qwertz
Ihre widersprüchlichen Aussagen sind doch mehr als augenscheinlich. Ich habe in meinem vorherigen Beitrag eine Liste aufgestellt, in der ich die heute im Westen herrschenden geistigen Ausflüsse der maxistischen Ideologie aufgezählt habe. Diese geistigen Ausflüsse haben Sie mit Vehemenz widerlegt. Und trotzdem stimmen Sie dem Kerngedanken der marxistischen (und liberalistischen) Ideologie zu. Das ist schon echt grotesk. Aber nun zu den einzelnen Punkten:
“Es geht um Ursache und Wirkung bei zugrundegelegter Vernunft.”
Nochmals: Der Marxismus ist keine Naturwissenschaft! Es geht dabei nicht um den Beweis oder die Widerlegung von naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten zu Materie, Gravitation usw. Der Marxismus ist eine Ideologie zur Zersetzung der “alten”, angeblich “faschistoiden” Welt (Europa). Der Kapitalismus, d.h. die stetige Wanderung aller wirtschaftlichen Güter zur “Spitze” eines Sozialgebildes, wird dadurch nicht aufgehalten oder umgekehrt. Die geistigen Grundlagen des Marxismus sind die selben des westlichen Liberalismus/Kapitalismus.
“Diese Aussage ["Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“] ist richtig.
Dann entstammen also alle Nationalisten einer bestimmten Schicht bzw Klasse und alle Antideutschen ebenso einer anderen bestimmten Schicht bzw Klasse? Volkstreue sind also alle arm und die Freunde der Fremden sind etwas reicher? Je nachdem in welche Schicht man geboren wird, steht man also zu Heimat, Volk und Kultur? Je nachdem wie wohlhabend man ist, so hinterhältig und diebisch und ausbeuterisch ist man auch? Blödsinn! Marxistisch-liberalistischer Schwachsinn, dem anscheinend auch Sie verfallen sind. Nur aufgrund dieser Ideologie kann sich der westliche Liberalismus/Kapitalismus halten. Wer genauso denkt, ist somit auch dessen - wenn auch ganz kleine - Stütze.
“Der Marxismus ist nur ein Bewußtsein. Das Sein besteht aus
Lebensraum mit seiner Fruchtbarkeit und seiner
Ressourcenausstattung und der in ihm vorhandenen
Bevölkerungsdichte.”
Ihre Einschätzung ist völlig unzureichend. Ein praktisches, historisches Beispiel: Die Entdeckung und Eroberung Nordamerikas durch die Europäer. Die Europäer fanden den selben Lebensraum mit seiner Fruchtbarkeit und den Ressourcen vor, wie ihn die Indianer bewohnten. Trotzdem wurden die Europäer offensichtlich nicht zu Indianern, sondern mittels ihrem “Bewußtsein” verwerteten sie diesen Lebensraum (und seine Ressourcen) und machten ihn urbar. Die Afroamerikaner, die schon seit mehreren Generationen in den USA leben, sind trotzdem nicht europid geworden. Sie unterscheiden sich in Charakter und Vorlieben auch heute noch von Europäern, auch wenn sie materiell gleichgestellt sind.
“Das gelingt vielleicht für 1, 2 oder 3 Generationen. Dann
schepperts. Siehe ex-Sowjetunion.”
Erstens: Die Sowjetunion war keine große Zivilisation. Sie stand im Zeichen des Marxismus, woran sie auch zugrunde gegangen ist. Sie leugnete jegliche menschliche Transzendenz und reduzierte alles auf materialistische Dogmen. Sowas kann verständlicher Weise nicht lange halten.
Aber das antike Ägypten, die antiken Griechen, das Römische Reich, das christliche Europa allgemein, überdauerten etliche Generationen und waren überaus schöpferisch tätig. Und das waren sie nicht aufgrund irgendwelcher zusammenideologisierten Produktionsweisen, sondern aufgrund ihres Bewußtseins, ihres Willens, ihres Glaubens, ihrer religiösen Gebote. Und deswegen ist auch die “islamische Welt” stärker als die “westliche Wertegemeinschaft”.
“Das Schöpferische besteht darin, unter den vorgegebenen
Lebensraum-Bedingungen zu höchster Effizienz, zu höchstem
Wirkungsgrad zu gelangen.”
Genau! Also bestimmt doch das schöpferische Bewußtsein das Sein! Ganz einfaches Beispiel: Wer hat Südafrika zu einem “modernen” Staat erbaut? Warum haben die Ureinwohner das nicht schon vor der Ankunft der Europäer getan? Der Lebensraum und dessen Bedingungen sind doch für die Urweinwohner und für die Europäer dieselben? Ureinwohner und Europäer müßten sich also schnell angeglichen haben und dann hätte alles so weiter gehen müssen, wie es einst nur unter den Ureinwohnern war!? Die wohl doch augenscheinlichen Unterschiede wurden also offensichtlich nicht durch das “Sein” der Umwelt bestimmt, sondern durch das jeweilige “Bewußtsein” der Beteiligten.
Noch ein Beispiel: Warum haben die Spanier ihr Heimatland von den Moslems befreit? Weil ihr “Sein” ihnen das vorgab? Nein! Die Reconquista konnte nur gelingen, weil das Bewußtsein der Spanier so stark und drangvoll war. Wären sie aber der marxistischen Losung gefolgt, dann hätten sie sich auf Dauer langsam selbst vergessen und hätten sich mit den gesellschaftlichen bzw materiellen Gegebenheiten arrangiert.
“Man sollte nicht versuchen, die absolut richtige Ausssage “Das
Sein bestimmt das Bewußtsein.” nur deshalb in Frage zu stellen,
weil man den Marxismus angreifen will. Diese Aussage ist ein
Naturgesetz, das auch im Kapitalismus gilt. Es gilt immer.”
Und jetzt widersprechen Sie sich leider wieder! Nun ist es Ihrer Meinung nach doch wieder das Sein, daß das Bewußtsein bestimmt. Denken Sie nochmal genau darüber nach!
Es geht nicht um blinden Haß gegen den Marxismus. Es geht um die Erkenntnis, daß Marxismus und westlicher Liberalismus/Kapitalismus auf derselben ideologischen Grundlage gedeihen. Beide Seiten reduzieren die menschliche Vergesellschaftung, jegliche menschliche Kultur, auf die materielle Versorgung. Beide Ideologien nehmen prinzipiell denselben Maßstab für “erfolgreich” oder “nicht erfolgreich”, für “wertvoll” oder “wertlos”. Der Mensch wird also mittels Liberalismus und Marxismus immer mehr entmenschlicht. Das verhält sich bei beiden Ideologien im Kern gleich.
65 Olsen // Feb 3, 2007 at 11:26
@Schwert
“Die Sowjetunion war keine große Zivilisation. Sie stand im Zeichen des Marxismus, woran sie auch zugrunde gegangen ist.”
Die Sowjetunion war ein überdimensionales Sklavenhaltersystem, mit strengsten hierarchischen Strukturen. Marx würde ich dafür nicht verantwortlich zeichnen, denn der hatte mit Stalin etwa soviel gemeinsam, wie Jesus mit dem Papst.
66 Olsen // Feb 3, 2007 at 11:32
Der Mensch war zu allen Zeiten Materialist, da er von Materie lebt.
Durch Liebe, Glaube u.ä. ist noch niemand satt geworden oder konnte überleben. Ist ja alles schön und gut, letztendlich ist der Mantel, den man trägt, scheissegal, wenn keine Materie in den Verdauungskanal gelangt und die Wampe knurrt.
67 Schwert // Feb 3, 2007 at 12:25
@Olsen
“Die Sowjetunion war ein überdimensionales Sklavenhaltersystem, mit strengsten hierarchischen Strukturen. Marx würde ich dafür nicht verantwortlich zeichnen, denn der hatte mit Stalin etwa soviel gemeinsam, wie Jesus mit dem Papst.”
Marx und Stalin haben etwas gemeinsam, sowie Jesus und der Papst auch. Jesus und der Papst (nicht der personifizierte Papst der liberalistischen Botmäßigkeit) haben einen Glauben an immaterielle, transzendente, religiöse Gebote gemeinsam.
Marx und Stalin (auch andere wie Pol Pot) haben den dialektischen Materialismus als gemeinsame ideologische Grundlage. Die menschliche Existenz wird auf den “ungerecht” verteilten Erwerb von Konsumgütern reduziert. Das Resultat aus der marxistischen Theorie ist folgende Schlußfolgerung (die z.B. bei Stalin und insbesondere bei Pol Pot zutage trat): Um die Gleichheit und die “Gerchtigkeit” einführen zu können, sind die gewachsenen Werte und Kulturen auszulöschen. Die Ungleichheit und angebliche “Ungerechtigkeit” unter den Menschen wird aufgrund “falschem”, “faschistoidem” Bewußtsein erzeugt. Die ganz natürlichen Unterschiede bezüglich Eigenschaften und Fähigkeiten der einzelnen Menschen sollen mittels dem gleichgeschalteten, marxistischen “gesellschaftlichen Sein” eingeebnet werden. Nur so sei die “Ungerechtigkeit” zu beseitigen und der allgemeine Frieden durchsetzbar. Allein die Vorstellung eines totalen, allgemeinen, endgültigen (gesellschaftlichen) Friedens ist absolut unnatürlich und widersinnig, da die Natur eindeutig nach dem Prinzip von beständigem Kampf und ewigwährender Konkurrenz ausgerichtet ist.
Pol Pot ist sozusagen die abschließende Kette der marxistischen Irrlehre. Er vollzog sie sozusagen “absolut”. Pol Pot ließ letztendlich jeden töten, der irgendwie lesen und schreiben konnte, der irgendwie noch Wissen bzw Erinnerungen von der “alten”, “faschistoiden” Welt besaß. Denn nach Pol Pot muß das “alte” Bewußtsein gänzlich (also auch physisch) ausgetilgt werden, um endlich das “gerechte”, gleichgeschaltete gesellschaftliche Sein des vollendeten Marxismus zu erreichen.
Von kirchlicher Seite wurde so etwas Ähnliches im universalistischen Wahn teilweise auch versucht. Deswegen wundert mich gerade bei Dir, daß Du den marxistischen Universalismus und dessen Schlußfolgerungen bzw Kettenreaktionen, die auch zu einem großen Teil im westlichen Liberalismus wiederzufinden sind, nicht erkennst bzw nicht erkennen willst…
68 Schwert // Feb 3, 2007 at 12:37
@Olsen
“Der Mensch war zu allen Zeiten Materialist, da er von Materie lebt.
Durch Liebe, Glaube u.ä. ist noch niemand satt geworden oder konnte überleben. Ist ja alles schön und gut, letztendlich ist der Mantel, den man trägt, scheissegal, wenn keine Materie in den Verdauungskanal gelangt und die Wampe knurrt.”
Guten Tag Herr Urmensch! Auch wenn das jetzt vielleicht eine Beleidigung der Urmenschen ist…
69 Olsen // Feb 3, 2007 at 13:51
“…nicht der personifizierte Papst der liberalistischen Botmäßigkeit…)
Gab es jemals Päpste, die nicht allzu verweltlicht und machtbezogen waren? Wenn ja, wie heissen sie? Welcher Papst lebte und lehrte die Lehre Jesu? Und komm mir hier nicht mit versteckten Wölfen im Schafspelz. Dieses Kirchenführungsproblem zieht sich durch die gesamte Kirchengeschichte. Es ist kein Problem der “liberalen” Neuzeit, sondern entsteht aus dem Zweck der Kirche selbst. Zu keiner Zeit gab es eine annähernd gemeinsame Auslegung der Evangelien innerhalb der verschiedenen christlichen Strömungen. Es fand ein stetiger Kampf zwischen den christlichen Konfessionen statt, aber auch innerhalb der Konfessionen.
Es ist auch nicht eine Erfindung Pol Pots oder Stalins, die unbequeme Intelligenzschicht auszumerzen. Diese Erscheinungen ziehen sich durch die gesamte zivilisierte Hochkulturmenschheitsgeschichte. Die Inquisition erforderte ebenso ihre Opfer, aus dem selben Grund, wie es Stalin und PolPot für i