Berlin: Bereits im Oktober berichteten wir über den anhaltenden Mitgliederschwund bei etablierten Parteien. Dieser Trend setzt sich nach wie vor fort. Zählte die SPD noch am 1. Oktober 567.925 Mitglieder und damit um 40 Prozent weniger Mitglieder als 1990, so meldet DIE WELT heute, daß die Sozialdemokraten inzwischen bereits die 565.000-Grenze unterschritten haben. Nicht viel besser sieht es bei der CDU aus. Lag diese zum gleichen Zeitpunkt noch bei 561.070 Mitgliedern, so ist nun die laut WELT „magische Grenze“ von 560.000 unterschritten. Am Ende der Kohl-Ära zähte die CDU immerhin noch 626.000 Parteimitglieder. Nach Meinung des Springer-Blattes beginnt nun der Sinkflug beider „Volks“parteien. Eine glatte Untertreibung, ist dieser „Sinkflug“ doch nun schon seit Jahren zu beobachten.
Der Nachschub hält sich in deutlichen Grenzen, so konnte die SPD zwar von Anfang Juni bis Ende Oktober dieses Jahres ca. 4600 neue Mitglieder rekrutieren, doch stehen dieser Zahl immerhin 20.000 Austritte und 10.000 Sterbefälle im Jahr gegenüber. Trotz forcierter Mitgliederwerbung legen augenscheinlich immer weniger Zeitgenossen Wert, auf die „Ehre“ Sozialdemokrat zu werden. Von 9600 SPD-Ortverbänden waren in der jüngsten Zeit gerade mal 187 Verbände in der Lage, die von der SPD-Führung verlangte Forderung, mindestens zehn Prozent neuer Mitglieder, gemessen an der jeweiligen Verbandsstärke, umzusetzen. 3600 Verbänden gelang die Werbung neuer Mitglieder eher schlecht als recht, während es bei den restlichen Verbänden augenscheinlich kaum personelle Plusbilanzen gab. Stärkeren Zuwachs erzielte die SPD hauptsächlich in den neuen Bundesländern, sowie in einigen Teilen Niedersachsens.
Ähnlich wie die SPD will nun auch die CDU eine Werbekampagne starten, um neue Mitglieder zu werben. Allerdings dürfte es wohl niemanden überraschen, wenn sie Ergebnisse dieser Kampagne sich nur unwesentlich von der unterscheiden, welche von der SPD durchgeführt wurde bzw. noch wird.
Mitgliederprobleme dieser Art haben aber nicht nur CDU und SPD, sondern so ziemlich alle „Volks“parteien. Steten Zuwachs, der allerdings in keinem Verhältnis zu den bisherigen Wahlerfolgen steht, verbucht die NPD, deren Mitgliederzahl inzwischen auf etwa 7000 gewachsen ist. Die meisten Übertritte erfolgen aus der freien nationalen Szene, während sich das eigentliche Wahlvolk auch hier eher bedeckt und an aktiver Mitarbeit weitestgehend desinteressiert zeigt. Ein Verhalten, daß nicht überraschen kann, da Vergangenheit und Gegenwart zur Genüge zeigen, daß unterm Strich - allen politischen Sonntagsreden zum Trotz - eine Partei wie die andere ist.
Siehe auch
Die Welt 28.11.06
Quelle: Störtebeker-Netz 28.11.06


5 responses so far ↓
1 Schörner // Nov 28, 2006 at 13:43
Na sowas? Haben die fremden Landnehmer doch ncihts besseres zu tun, als in die etablierten deutschen Volksverräterparteien hineinzuströmen?
Tja, irgendwie geht die Rechnung mit dem Völkermord hinten und vorne nicht auf.
Tja, diese verbrecherischen und kriminellen Organisationen und ihre Häuptlinge sollten sich auf harte, ganz harte Zeiten einstellen…
2 stromerhannes // Nov 28, 2006 at 15:42
http://www.cdu.de/partei/vorstand_18422.php
Erinnern wir uns an das Interwiev mit Paul Spiegel;kurz nach ihrer Berufung in den Parteivorstand der CDU; in dem sie Grundgesetzänderungen im Hinblick auf vermehrtes Hereinholen von Türken forderte…
Auch die Hamburger CDU liess unlängst zu, daß ein kleiner Ortsverband 60 Türken aufnehmen konnte…!
Wen wundert es da noch, daß Ole v. Beust in Hamburg den Muslimen einen Staatsvertrag anbietet. Bundesweit…
…und das Sammeln von Unterschriften für einen Volksentscheid in der Öfentlichkeit verbietet!!!
st.
3 griesgram // Nov 28, 2006 at 15:43
Schön ist, daß die “Eliten” im eigentlichen Sinn den Blockparteien weglaufen.
Die hiesige CDU hat kürzlich einen Karrierejuristen verloren.
Was bleibt, ist das Mittelmaß,welches hofft, wenigstens über das Parteibuch Karriere zu machen. Weshalb die Parteien sich ja auch alle Parteien der “Mitte” nennen.
4 fips // Nov 28, 2006 at 16:06
Warum sollte man als Deutscher auch Mitglied in diesen Versager-Parteien werden, die das eigene Wohl über das des Deutschen Volkes stellen?
5 soFeirefitz // Nov 28, 2006 at 18:31
Einen starken Mitgliederschwund erlitten zuletzt auch die Republikaner. Unter
Schlierers 12-jähriger Herrschaft gerieten die REPs vom Hoffnungsträger zur
einer Partei auch-nationaler Spießer und Philister. In der Öffentlichkeit wird
sie schon lange nicht mehr ernstgenommen. Erst kürzlich machte man sich durch
die versuchte Teilnahme des REP-Landesverbandes Bremen an einer Antifa-Demo zum
Gespött. Als unerträglich empfindet diesen Zustand auch der “linke”
Parteiflügel der Republikaner um den Düsseldorfer Rechtsanwalt Björn Clemens,
der Schlierer auf dem Bundesparteitag am übernächsten Wochenende ablösen will:
Pressemitteilung 95/06 vom 23.11.06
Clemens tritt an
Stellvertretender Bundesvorsitzender kämpft um Parteivorsitz
„Defensivdenken beenden - Schönhubergeist neu beleben - Ja zum Deutschlandpakt!“
Der Stellvertretende Bundesvorsitzende der Republikaner, Dr. Björn Clemens (39,
Rechtsanwalt) vom linken Parteiflügel wird auf dem Parteitag am 9. und 10.
Dezember 2006 in Höchstadt bei Erlangen für das Amt des Bundesvorsitzenden
kandidieren. Damit entspricht er der Forderung des Landesverbandes Berlin,
dessen Spitzendkandidat zur Abgeordnetenhauswahl 2006 er war, sowie den Bitten
zahlreicher Parteifreunde aus dem ganzen Bundesgebiet.
Björn Clemens gehört der Partei seit 1989 an. Im Bundesvorstand ist er seit
1998; seit 2002 als Stellvertretender Bundesvorsitzender. Zuvor war er Mitglied
des Landesvorstandes Hessen. Von 1993 bis 1995 führte er die Rep-Jugend in
Hessen. Im gleichen Zeitraum vertrat er die Partei im Kreistag von Gießen.
Hauptberuflich arbeitet Clemens als Rechtsanwalt. Im ganzen Bundesgebiet
vertritt er Mandanten im Rechtskampf, vor allem auf den Gebieten des Straf-,
Versammlungs- Polizei- und Presserechts. Zu seinen größten Erfolgen zählte 2001
ein Freispruch in der Berufungsinstanz für einen Parteifreund, der Michel
Friedmann als „Zigeunerjuden“ bezeichnet hatte. Auf politischen Druck wurde das
Urteil vom Bayerischen Obersten Landesgericht aufgehoben. Zu den Mandanten von
Clemens gehört auch der sächsische Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel, dem
Clemens seit der gemeinsamen Studienzeit in Gießen freundschaftlich verbunden
ist.
Clemens setzt sich seit Jahren für ein offensiveres Auftreten der Partei ein,
das nicht länger von der Angst vor dem Verfassungsschutz geprägt sein darf,
sondern in aller Klarheit ausschließlich die eigene Programmatik an das Volk
tragen muß. Clemens will das Erbe des Parteigründers und der seit dem Ende des
letzten Krieges größten Lichtgestalt auf der politischen Bühne Deutschlands,
Franz Schönhuber, wiederbeleben. Das ist die einzige Chance, die Partei, die in
der zwölfjährigen Periode des derzeitigen Amtsinhabers den Zusammenbruch
zahlreicher Untergliederungen und den Verlust von annähernd 10000 Mitgliedern zu
erleiden hatte, vor dem Ableben zu bewahren. Ein „Weiter so, wie bisher“ wäre
das zwangsläufige Stalingrad und der unmittelbar anschließende 8. Mai der
Republikaner.
Clemens sieht das defensive Rechtfertigungsdenken als Hauptursache für den
Zerfall der Partei an. Sämtliche Aussagen sowie das gesamte Auftreten werden
daran ausgerichtet, daß der Verfassungsschutz daran keinen Anstoß nehmen könne.
Aus dieser Angst ist auch ein ins Wahnhafte gesteigerter Abgrenzungsfetischismus
gegenüber der NPD erwachsen. Dazu sagte Clemens bei der Bekanntgabe der
Kandidatur gegenüber dem Landesvorstand Berlin am 21.11.2006 in Pankow:
„So zutreffend es ist, daß wir uns von anderen Parteien unterscheiden, so falsch
ist der Versuch uns auf Kosten Anderer als die Saubermänner im rechten Lager zu
profilieren. Das wird von den etablierten Kräften nicht ernstgenommen und von
den eigenen Sympathisanten missbilligt. Das Ergebnis ist, daß wir zwischen allen
Stühlen sitzen. Wer in Deutschland nationale Politik betreiben will, weiß daß
man damit zum Outlaw wird. Das BRD-System dient nicht den Überlebensinteressen
des deutschen Volkes, sondern den Pfründen seiner Machthaber. Wem es nur darauf
ankommt, jedermanns Liebling zu sein, wird als jedermanns Depp enden. Der
unrühmliche Höhepunkt des diesbezüglichen Irrationalismus wurde vor kurzem
erreicht, als einige Parteifreunde allen Ernstes meinten, durch öffentliches
Eintreten für eine Antifa-Demo gegen rechts in Bremen ihre gute Gesinnung zur
Schau stellen zu müssen.“
Björn Clemens sieht in der Ausländerfrage das größte politische Problem der
Gegenwart, das existenzbedrohende Ausmaße angenommen hat.
„Das Asylproblem, das vor 15 Jahren zu finanziellen Belastungen führte, ist eine
Marginalie. Heute geht es darum, unser Land vor dem Sturmangriff der
Überfremdung, insbesondere in Gestalt des aggressiven Islam und damit vor dem
Tod des deutschen Volkes zu bewahren. Seitdem unübersehbar zu Tage getreten ist,
wie in Moscheen auf deutschem Boden gegen unsere Kultur gehetzt wird, seitdem
Fernsehsendungen und Theaterstücke verschoben bzw. abgesetzt werden, weil es der
Islam diktiert, seitdem es für deutsche Polizisten No-Go-Areas gibt, seitdem
deutsche Schulen von ausländischen Schülerbanden terrorisiert werden, ist klar,
was auf dem Spiele steht: Fortbestand oder Untergang Deutschlands.“
Angesichts dessen tritt Clemens auch für größere Flexibilität im Umgang mit
anderen Rechtsparteien, die auch taktische Wahlabsprachen und mittelfristig den
Beitritt zum Deutschlandpakt beinhalten könnten, ein. Ob solche Gespräche
fruchtbar sind, kann man nicht vorhersehen; vielleicht kommt nichts dabei
heraus, aber um das festzustellen, muß man sie führen. Jedoch geht es ihm dabei
nicht nur um Wahlarithmetik.
„Ich habe mit niemandem eine Gemeinsamkeit, der offiziell gegen das Christentum
polemisiert oder eine Wiederbelebung des 3. Reiches fordert. Der
Nationalsozialismus war eine kriminelle Veranstaltung.“
Auf dem Parteitag am 2. Advent ist die größte Schlammschlacht der
Parteigeschichte zu befürchten. Die Gegner von Björn Clemens haben mit seiner
Absetzung als Parteijustitiar bereits im Oktober 2005 mit dem Versuch begonnen,
seine Person zu beschädigen. Seine Fortsetzung fand das Kesseltreiben in einem
Artikel der linken „taz“ vom April dieses Jahres, der nach glaubwürdigen Angaben
der Redaktion aus den eigenen Reihen der Republikaner lanciert worden sein soll,
und in dem in typischem Jargon gegen ihn gehetzt wurde. Schließlich wurde von
einigen maßgeblichen Funktionären der Parteiführung der Berlin-Wahlkampf
boykottiert, um zu verhindern, daß Clemens sich mit einem guten Ergebnis auf dem
Parteitag präsentieren kann. Seit einigen Wochen wird von Seiten der Gegner
fieberhaft versucht, möglichst viele Delegierte zum Parteitag aufzubieten. In
toten Kreisverbänden erwacht ungeahntes Leben. Auf diversen
2-Personenversammlungen werden Delegierte gewählt, die teilweise anderen
Kreisverbänden angehören. Clemens ficht das nicht an:
„Ich habe bewußt darauf verzichtet, durch die Lande zu ziehen und für mich zu
werben. Der Zustand der Partei liegt so sonnenklar zu Tage, daß jedes Mitglied
ohne weiteres erkennen kann, daß ein Neuanfang gemacht werden muß. Die
Alternative heißt weitermarschieren in den Abgrund oder Aufbruch zu neuen
Ufern!“
V.i.S.d.P. Landesgeschäftsstelle Berlin
Quelle: http://www.rep-berlin.com . Auf der damit nicht zu verwechselnden Seite
http://www.republikaner-berlin.de verbreitet übrigens der andere Parteiflügel
seine Pressemitteilungen.
Nett gemeint, dürfte aber etwas spät kommen, denn ob die REP sich nun dem Deutschland-Pakt nun noch anschließen oder nicht, ihre Zeit ist so oder so vorbei. Die Chance wo dies ein Zeichen von Bedeutung gewesen wäre war Ende 2004 bzw. noch einige Monate im Jahre 2005. Ob Schlierer nun bleibt oder nicht ist eigentlich kaum noch von Bedeutung. Wenn Clemens wirklich ein Zeichen setzen will, dann sollte er seine Partei auflösen und sich entweder der DVU oder der NPD anschließen. Drei ist eine ungerade Zahl in einem Bündnis und dürfte dem “Deutschlandpakt” mehr Probleme als Nutzen bringen.
Schriftleitung Altermedia
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