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Der mutmaßlich von Rechtsextremisten im Internet bedrohte Bürgermeister von Warin (Nordwestmecklenburg), Hans-Peter Gossel, steht weiter unter Polizeischutz. Es gebe dafür keine zeitliche Begrenzung, sagte eine Polizeisprecherin in Schwerin am Montag.
Warin (dpa) Die Schutzmaßnahmen liefen, „solange es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Drohungen nicht ernst gemeint sind.“ Die vor einer Woche entdeckten Drohungen gegen den 53-jährigen Kommunalpolitiker nehmen indirekt Bezug auf den Mordanschlag auf Passaus Polizeichef Alois Mannichl. Laut Polizei will sich die Staatsanwaltschaft Schwerin heute zum Ermittlungsstand äußern.
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Schwerin / Mecklenburg: Von Bismarck sagt man, daß er behauptet haben soll, daß, wenn die Welt unterginge, er nach Mecklenburg ziehen wolle, weil dort ohnehin erst alles 50 Jahre später passiere. Ein vielleicht etwas überzogenes Bonmot des Eisernen Kanzlers, aber nicht gänzlich aus der Luft gegriffen. Keineswegs erst 50 Jahre warten muß man jedoch in Mecklenburg, wenn es darum geht, dummdreiste Lügen und Unterstellungen blind nachzuschwatzen, wenn man sich dadurch Erfolge im Kampf gegen Rechts erhofft. Sollten diese jedoch, was bekanntlich nicht eben selten vorkommt, in einer Pleite enden, wie zuletzt bei der Fürstenzeller Lebkuchenmesser-Affäre um den Polizeidirektor Alois Mannichl, dann ist man auch schon gern bereit ein eigenes Affärchen zu produzieren, auch wenn diese im Vergleich zu der anderen allenfalls als Lebkuchenkrümelmesser-Aktion durchgehen kann.
Bereits gestern berichteten wir von der angeblichen Bedrohung des Wariner Bürgermeisters Hans-Peter Gossel, welcher der Kommentar Nr. 4 zum Altermedia-Artikel „Kennt wer die IPD“ vom 20. Dezember 2008 zugrunde liegt. In dem Artikel ging es um die Bemühungen des Bürgermeisters, eine Ansiedlung von Mitgliedern der Interim Partei Deutschland (IPD), einer angeblich rechtsextremen Splittergruppe, zu verhindern. Sinnigerweise unterlässt es die als rechtsextrem gescholtene IPD zu keiner Zeit, sich von linken wie von rechten Extremisten zu distanzieren, darüber hinaus ist sie in der politischen Szenerie nahezu gänzlich unbekannt und fristete ihr öffentliches Dasein bislang nur aus Fußnoten im Hamburger Verfassungsschutzbericht. Politisch trat sie bislang nie wahrnehmbar in Erscheinung.
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| Screenshot des Originalkommentars Nr. 4 bei “Wer ist die IPD” vom 20. Dezember 2008 |
Im inkriminierten Kommentar heißt es wörtlich: “Aauuuuufffffffpasssssssssssäääännnnn!!! Hoch-Zeit der Lebkuchenmesser!! Das nächste “Opfer” stellt sich zur Verfügung. Gossel? Kommt von Gössel = Gans. Weihnachtszeit, Weihnachtsgänsezeit …”
Da die Originalformulierung freilich allzu deutlich erkennen lässt, daß es sich hier um einen recht albernen Scherz handelt, dessen Ursachen wohl in der allgemeinen Passau-Hysterie zu suchen sind, bemüht man sich in der norddeutschen Medienlandschaft darum, dem Text wesentlich mehr Dramatik zu verleihen, als ihm tatsächlich inne wohnt. Dabei stützen sie sich auf das Gutachten Schweriner Polizeipsychologen, nach deren Gutachten es sich im obigen Text um eine Morddrohung handeln soll. Das erscheint uns nicht unlogisch, denn um nach dem Fürstenzeller Ermittlungsfiasko aus diesem Quark eine ernsthafte Straftat sehen zu wollen, bedarf es in der Tat schon studierter Menschen, normalen würde dies vermutlich noch nicht einmal im Träume einfallen. Ungeachtet dessen und vermutlich aufgrund eines erhofften politischen politisch korrekten Effekts, stellte man den Wariner Bürgermeister mediengerecht unter Polizeischutz. Vorläufig erst mal bis zum 5. Januar, dann will man weitersehen.
Den Anfang mit der neuen Kampagne macht NDR 1, wo man als erster über diesen Fall berichtete, hier heißt es lapidar:
„…Dem Bericht zufolge wurde in einem rechten Internetforum Bezug auf die Messerattacke gegen den Passauer Polizeichef Alois Mannichl. Das nächste Opfer stelle sich zur Verfügung, hieß es in dem Forum. …“ Hier macht man sich gar nicht erst die Mühe, den Text der Drohung zu zitieren, geht man doch mit Recht davon aus, daß ein vollständiges Zitat, den gewünschten politisch korrekten Effekt eher verderben würde.
Anders dagegen die SCHWERINER VOLKSZEITUNG, hier zitiert man aus taktischen Gründen selektiv, indem man das allzu als Scherz erkennbare ”Aauuuuufffffffpasssssssssssäääännnnn!!!“ am Beginn des Textes kurzerhand weglässt (Der Fernsehsender N24 soll dies in seinem Bericht ebenso praktiziert haben. – Die Schriftleitung) und lediglich “Hoch-Zeit der Lebkuchenmesser!! Das nächste ,Opfer’ stellt sich zur Verfügung. Gossel? Kommt von Gössel – Gans, Weihnachtszeit, Weihnachtsgänsezeit…” zitiert. Worin darin jedoch eine ernstzunehmende Morddrohung stecken soll, weiß das Blatt freilich auch nicht zu sagen. Ein glatter Fall von absichtlicher Manipulation.
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG ist das wesentlich intelligenter, wenngleich auch um nichts weniger manipulativer. Hier macht man aus dem originalen ”Aauuuuufffffffpasssssssssssäääännnnn!!!“ ein dürres, aber angesichts der tatsächlichen Formulierung nicht minder verfälschendes ”Aufpassen !!!“.
Statt dessen feiert man in mehreren Abschnitten die angebliche Zivilcourage des nunmehr unter Polizeischutz stehenden Wariner Bürgermeisters, dessen Heldentum man dabei unvorsichtigerweise mit der Zivilcourage des Passauer Polizeidirektors Mannichl vergleicht, obwohl über diese noch längst nicht das letzte Wort gesprochen ist, aber wie wir wissen, geschieht in Mecklenburg alles etwas später, so daß es nicht erstaunlich ist, wenn man in dortigen Redaktionsstuben noch immer der These vom angeblich rechten Messerstecher im Fall Mannichl anhängt. Und mehr noch, man weiß sogar, daß das bewusste Zitat auf einer inzwischen gesperrten rechten Internetseite zu finden war! Wenn das kein akribischer kriminalistischer Spürsinn ist.
In die gleiche Kerbe schlägt auch das frühere SED-Bezirksorgan und nach der Wende zur unabhängigen Tageszeitung des Hauses Springer umgewandelte Blatt OSTSEE-ZEIETUNG. Hier kann man heute lesen:
„…Mutmaßliche Rechtsextremisten haben Hans-Peter Gossel in einem Internetforum ganz klar bedroht. „Hoch-Zeit der Lebkuchenmesser!“, musste er dort nur acht Tage nach dem wohl rechtsradikal motivierten Anschlag auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl lesen. Dem war das eigene Messer in den Bauch gerammt worden, das für Nachbarn vor der Tür lag, die sich im Advent ein Stück von einem großen Lebkuchen abschneiden sollten. „Das nächste ,Opfer’ stellt sich zur Verfügung“, heißt es weiter auf der Internetseite. Der Name des Bürgermeisters der mecklenburgischen Kleinstadt wird genannt. Dazu ein eindeutiges Zeichentrick-Video zur Handhabung des Messers. „Das ist schon beängstigend“, sagt Gossel, der in der Nacht zum 22. Dezember von Freunden auf den inzwischen gelöschten Eintrag aufmerksam gemacht wurde. „Wir nehmen diese Bedrohung sehr ernst“, betonte eine Sprecherin des Innenministeriums. …“
Eine Schilderung, die nicht nur ein bezeichnendes Licht auf die mediale Zuverlässigkeit in Mecklenburg-Vorpommern zu Berichten zum Geschehnis in Warin, sondern auch auf die Fürstenzeller Lebkuchenmesser-Affäre werfen dürfte. Überdies sprechen SCHWERINER VOLKSZEITUNG wie auch OSTSEE-ZEITUNG die Unwahrheit, wenn sie davon ausgehen, daß oben genannte „Morddrohung“ gelöscht ist, so ist dieser Kommentar nach wie vor abrufbar. (Wer ist die IPD-Altermedia 20.12.08, Kommentar Nr. 4) Um ihren Artikel etwas aufzupeppen, kommt die OSTSEE-ZEITUNG zwar nicht mit Details, wohl aber mit dem in den letzten Tagen schon bis zum Überdruß zitierten Behauptungen vom dramatischen Anstieg rechter Straftaten, eine Mitteilung, die nicht sonderlich neu oder originell ist, die man aber genau in dem Moment als Ablenkungsmanöver in die Medien lancierte, als sich die Fürstenzeller Lebkuchenmesser-Affäre als politischer Fehlschlag erkennen ließ.
Als Bonus gibt es noch einen schönen Kommentar, indem es heißt:
„Nach feigen Morddrohungen aus dem anonymen Internet braucht Warins Bürgermeister Hans-Peter Gossel Polizeischutz. Offenbar, weil er sich mit Gemeindevertretern standhaft weigert, einen Hausverkauf an Rechtsextremisten anzuerkennen. Kaum zwei Wochen nach dem Aufsehen erregenden Mordanschlag gegen Passaus Polizeichef Alois Mannichl – auch jenem gingen rechtsradikale Internet-Hetztiraden voraus – wird erneut offen ein Demokrat bedroht. Landespolitiker kennen ähnlich unverfrorene Drohungen von der NPD im Schweriner Landtag. Wenn sich schon aufrechte Polizeichefs und Kommunalpolitiker in Deutschland nicht mehr sicher fühlen können – was soll erst der einfache Bürger denken, von dem in Sonntagsreden gern Zivilcourage auch gegen Rechts gefordert wird?
Der Fall Warin belegt ebenso wie die bundesweit rasante Zunahme rechtsextremistischer Straftaten von Januar bis Oktober um 30(!) Prozent – Nazis und Nachahmer sind lauter, dreister, wohl auch organisierter geworden. Höchste Zeit, dass die Politik offensiver wird und ihnen die Stirn bietet. Sie darf Polizei, Verfassungsschützer und andere Aufrechte nicht alleinlassen im Kampf gegen Rechtsextremismus. Wehret den Anfängen, heißt es oft. Passau und Warin jedoch zeigen, der braune Aufruhr ist über Anfänge längst hinweg.“
Ein Kommentar der hinreichend erklären dürfte, wie diese 30(!) Prozent Steigerung zustande kommen – und wie sie zu bewerten sind.
(Hier zu Erinnerung für das weniger ausdauernde Lesepublikum noch einmal der originale Text der angeblichen „Morddrohung“: “Aauuuuufffffffpasssssssssssäääännnnn!!! Hoch-Zeit der Lebkuchenmesser!! Das nächste “Opfer” stellt sich zur Verfügung. Gossel? Kommt von Gössel = Gans. Weihnachtszeit, Weihnachtsgänsezeit …” )
Allerdings gibt es in Mecklenburg auch vereinzelt Medien, die in diesem Fall etwas kritischer urteilen. So kommt MVregio etwas anderen Schlußfolgerungen
„…In einem weiteren Text des anonymen Autors soll dann ein Strichmännchen mit einem Messer in der Hand aufgeführt sein. Nach Recherchen von MVregio News könnte es sich dabei allerdings um eine geschmacklos veränderte Kopie eines ebenso geschmacklosen Zeichentrickfilms zu Vorfällen um das Attentat auf den Polizeidirektor aus Passau handeln. Darin sticht ein Strichmännchen auf ein andres Strichmännchen, das als Mannichl bezeichnet ist, ein.
Polizeipsychologen in Schwerin sollen darin eine Morddrohung gesehen haben und deshalb den Personenschutz für Gössel angeordnet. Ein Insider der Internetplattform “Altermedia” meint, dass der Autor unter dem Pseudonym “Wetekamp” bisher noch nicht bei “Altermedia” geschrieben hat. Das könnte darauf hinweisen, dass es sich um einen einmaligen Vorgang handelt, was wiederum den Verdacht erhärtet, dass hier jemand gezielt versucht Stimmung zu machen.
Nachbarn berichten, es ginge gar nicht darum, dass die Interim Partei das Objekt erwerbe. Ein Namentlich nicht bezeichneter Freund des Bürgermeisters wollte das Objekt nach dem Tod von der Eigentümerin Evelyn O. haben. Heidrun Seip, dritte Vorsitzende der Interim Partei und Käuferin des Objektes, sei ihm aber zuvorgekommen. Seitdem versuche die Stadtverwaltung händeringend den Kauf nachträglich doch noch zu verhindern. Ein gut unterrichteter Informant aus Warin bestätigte gegenüber MVregio News, die Stadt hätte die Frist für die Ausübung ihres Vorkaufsrechts versäumt, und nun versuche sie mit allen Tricks doch noch zum Ziel zu kommen. “Wenn es ihr um die Verhinderung der Ansiedlung von der IPD gegangen wäre, hätte sie bloß rechtzeitig ihr Vorkaufsrecht ausüben müssen”, so der Informant. Ein guter Freund des Bürgermeisters aus alten CDU Tagen soll dabei eine dubiose Rolle spielen. Wörtlich meinte der Informant:”Dem sei es auch zu zutrauen, dass er den Quatsch da ins Internet geschrieben hat.” Möglicherweise wisse der Bürgermeister davon gar nichts, meinte er abschließend. Gössel genießt den Ruf manchmal aufbrausend und hartnäckig zu sein, aber ansonsten integer. …“
Darüber hinaus kommt MVregio zum Schluß, daß die Nachricht jeder geschrieben haben kann, „auch ein Beteiligter des Immobilienstreites, um so die Stimmung in eine Richtung zu lenken“.
Allerdings ist es wenig wahrscheinlich, daß solche besonnenen Stimmen überhaupt zur Kenntnis genommen werden, ist es doch viel einfacher, erneut eine Anti-Rechts-Hysterie anzufachen, obwohl schon jetzt ersichtlich ist, daß sie ebenso peinlich enden wird, wie die in Fürstenzell. Vermutlich sogar in noch sehr viel kürzerer Zeit, sind hier Unsinn und Lüge doch bereits von Anfang an förmlich mit der Hand zu greifen.
Siehe auch
SVZ 29.12.08
Nacht der langen Lebkuchenmesser bald in Warin – Altermedia 28.12.08
Anhang:
„…Fast schon war man geneigt, zu glauben, was da aus Passau gesagt und geschrieben wurde.
Doch das Eigentliche ist erst seit heute bekannt. Man fange nämlich beim Bayrischen LKA wieder bei Null an. Es soll jetzt endlich in alle Richtungen ermittelt werden.
Was damit gesagt wird, ist das eigentliche Desaster. Bis heute wurde eben nur in Richtung Rechts ermittelt. Keine Frage nach anderen Täterkreisen. Sind das die Gebaren eines Rechtsstaates? Der wäre wohl gut beraten, den Schaden so schnell als möglich durch kompetente und präzise Aufklärungsarbeit in alle Richtungen zu bereinigen.
Ansonsten muss man sich nicht wundern, das Rechtsextreme weiterhin ihren Hohn gegen den Rechtsstaat pflegen.
Wir Medien dürfen uns nicht als Mittler von Polizeibehörden verstehen. Eher müssen wir wieder zum kritischen Hinterfragen von Hinweisen und Fakten übergehen.
Der Fall Mannichl ist auch ein Fall der Medien. Umso mehr sollten wir, die Medien, nicht unbedingt nach dem Motto “Mundus vult decipi” – (Die Welt will betrogen sein), handeln!
Quelle: MVregio 29.12.08
Fünfzig Ermittler haben bisher kein einziges greifbares Ergebnis vorzuweisen. Die Ermittler stehen unter enormem Druck: Die Öffentlichkeit erwartet von ihnen nicht nur schnelle Aufklärung,Sondern auch die Präsentation eines Täters mit einem ganz bestimmten Profil. Aus dem Fall Sebnitz und dem des Anschlags auf eine Düsseldorfer Synagoge sollte die Polizei aber gelernt haben, dass Medien nicht die besten Ratgeber sind. Auch wenn die Indizien so eindeutige Spuren zu legen scheinen wie in Passau, muss professionelle Aufklärungsarbeit “in alle Richtungen” gehen. Wie es aussieht, war das in Passau bisher nicht der Fall. Den Nutzen davon haben rechtsextremistische Wirrköpfe, die sich nun umso frecher als verfolgte Unschuld gebärden.
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung 28.12.08
Nette Worte, aber glaubt man im Ernst,sie würden beherzigt werden. Wie die gegenwärtige Berichterstattung über den Fall Warin zeigt, hat man die oben erwähnten Lehren längst wieder vergessen … oder, was noch wahrscheinlicher ist, gar nicht erst zur Kenntnis genommen.






18 responses so far ↓
1 Wetekamp // Dec 29, 2008 at 11:51
Bei dem Artikel des MV Regio fällt auf, daß der Bürgermeister “Gössel” genannt wird …
2 Sigurd // Dec 29, 2008 at 11:51
Danke für die Hintergrundinformationen an Altermedia. Es ist immer wieder angenehm, hier auch andere Informationen als in der gleichgeschalteten Systempresse zu erhalten.
3 Zeitgeist // Dec 29, 2008 at 12:20
Im Weltnetz kann doch jeder Aussagen machen, man kann nicht wissen, ob diese von einem selbsthassenden Deutschen oder von einem Nationalisten stammt. Daher ist ein solches Zitat schlicht Hetze, wahrscheinlich stammt es von einem BRD Journalisten selbst, der nach der Lebkuchendolchlegende ein neues Märchen gegen Rechts braucht…
4 Gösselstopfleber (probiotisch) // Dec 29, 2008 at 12:45
Auuuuuuufhöööööööööööööööreeeeeeeeeeeen!!!
Die spinnen, die Journaillenknechte! Alle miteinander! Aber wie!!!
Die Armeen aus Gummibärchen
die Panzer aus Marzipan
Kriege werden aufgegessen
einfacher Plan
kindlich genial
Es gibt kein Gut
es gibt kein Böse
es gibt kein Schwarz
es gibt kein Weiß
es gibt Zahnlücken
statt zu unterdrücken
gibt’s Erdbeereis auf Lebenszeit
immer für’ne Überraschung gut
Gebt den Kindern das Kommando
sie berechnen nicht
was sie tun
Die Welt gehört in Kinderhände
dem Trübsinn ein Ende
Polit-Dödel werden in Grund und Boden gelacht
Kinder an die Macht.
Sie sind die wahren Anarchisten
lieben das Chaos räumen ab
kennen keine Rechte
keine Pflichten
noch ungebeugte Kraft
massenhaft
ungestümer Stolz
Gebt den Kindern das Kommando
sie berechnen nicht
was sie tun
Die Welt gehört in Kinderhände
dem Trübsinn ein Ende
Systemknechte werden in Grund und Boden gelacht
Kinder an die Macht.
5 Kasper Hauser // Dec 29, 2008 at 13:14
Endlich wieder eine ersehnte “rechte Straftat”!!! Geschildertes wurde frohgemut erfaßt und bläht die ohnehin schwachbrüstige Statistik weiter auf. Hat der Staat weitere milliardenschwere Bürgschaften für den “Kampf gegen Rechts” übernommen? Hoffen wirs.
6 InsaneJane // Dec 29, 2008 at 13:52
Ach du dickes Ei:
Ich bin zutiefst entsetzt: Erst dieser grauenhafte Mordversuch an Mannichl und nur wenige Tage später gleich der nächste, abscheuliche Aufruf zur Nacht der langen Lebkuhchenmesser im Internet?
Als sich mein Held Alois noch schwer verletzt den Fragen der Qualitätsreporter gestellt hat, um die neue Dimension der rechten Gewalt anzuprangern, dachte ich noch „Endlich bietet mal jemand diesem Nazipack die Stirn, nun wird der braune Sumpf trockengelegt“…
Von wegen!
Nun muß der Wariner Bürgermeister unter Polizeischutz gestellt werden, da dieser ominöse Lebkuchen-Orden weiter meucheln will?
Das ist überhaupt nicht hinnehmbar! Exekutive, Legislative, Judikative UND Primitive (Antifa-SA) der BRD GmbH sollten sich dringend ein Beispiel an den wahren Hütern des Weltfriedens nehmen: den USA!
Wisst Ihr wie das amerikanische Militär auf Hochzeiten in befreiten und demokratisierten Ländern vorgeht? Es ist gute alte Tradition in Afghanistan bei einer Vermählungsfeier ein paar Salutschüsse abzugeben. Und es ist gute alte Tradition unserer Weltpolizei, eben diese Schüsse freundlich (friendly fire) zu erwidern – mit den Feierlichkeiten angemessenen Splitterbomben. Na gut, wenn da dann einer blöd zur Seite springt, kann man nix machen…
Warum befriedet man die BRD nicht auf gleiche Art und Weise? Ein Mandat wäre auch nicht nötig, wir brauchen hier ja nicht mal eine Verfassung und der Hannibal Lecter der Demokratie (Dr. W. Schäuble) wir das lästige Grundgesetz doch wohl passend modernisieren haben, oder?
Also, wenn rechtsradikale Mörder im Internet noch einmal was von Hochzeit für Lebkuchenmesser faseln: Bundestrojaner, Aufenthaltsort, Einsatz!
Nichts anderes sind wir Deutschen aus offenkundigen Gründen der Gesellschaft schuldig!
Und erzähle mir niemand, das wäre gar nicht möglich und das ist angesichts der relativ geringen Gefahr von Rechts völlig überzogen. In Zeiten wie diesen, in der Neonazis ihre Kinder ganz offiziell zur braunen Indoktrination in mehr als fragwürdige Schulungszentren schicken können, wird es Zeit unsere Demokratie so lange zu schützen, bis sie abgeschafft ist!
http://www.wewelsburg.de/wewelsburg/pages/service/008_einladung_kindergeburtstag.php?navanchor=1010025
Ich freue mich aber auch, dass unsere Qualitätsmedien diese Auswüchse der braunen Gefahr endlich ernst nehmen und objektiver berichten. Mein besonderer Dank geht daher auch an die
Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft. Ich bin froh, dass es noch couragierte Journalisten gibt, die ohne ideologische Scheuklappen die Wahrheit berichten, und nichts als die Wahrheit:
http://www.ddvg.de/
Das demokratische Deutschland muss seine Helden wieder ehren lernen. Ich schlage eine Auszeichnung für Polizeidirektor Alois Mannichl und für Herrn Gossel vor. Eine „Rebecca-Orden“ oder vielleicht dieses Model:
http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/bilder/71881/80/150/309/475fca02/1.jpg
Und an die katholische Kirche: Bei jeder Nazidemo rockt Eure Glockendisco gegen Rechts, aber unseren Helden des Alltags verweigert ihr bis heute einen Feiertag? Anstatt am Laib Christi zu knabbern und Messdiener zu gendern, sollten ihr Euch schämen! Was ist bloß aus „Gott mit uns“ geworden?
Zum Glück schießt sich das israelische Militär grade auf ihrem Übungsstreifen im Gaza ein, ich habe so das dumme Gefühl, dass der Iran auch bald frech wird. Und wie wir alle wissen, hat die arabische Antwort auf Wolfgang Thierse (Saddam H.) seine Massenvernichtungswaffen noch aus dem Erdloch heraus mit bestialischer Logistik gen Persien geschickt!
Unser ferngesteuerter Hosenanzug könnte auch ruhig mal die Knesset um Hilfe ersuchen! Mit Luftbetankung über der Türkei und Boxenstopp in Ramstein, sollten so ein paar braue Terrornester hier in der BRD GmbH doch schnell Geschichte sein, oder?
Shalömmchen…
7 Distickstoffmonoxid // Dec 29, 2008 at 15:03
Herrlich!
Es ist einfach unglaublich, was die Medien so alles auszuschlachten versuchen. Also wer sowas mal beobachtet hat weiss mit absoluter Sicherheit, dass 99% der BRD-Medienwelt gleichgeschaltet sind.
8 Walter Hamburg // Dec 29, 2008 at 15:52
Einfach nur lächerlich.
Wahlkampfauftakt der “Gutmenschen”
Je verfolgter die sich geben desto wichtiger glauben die auf die Bürger zu wirken.
Das ist einfach jämmerlich und erbärmlich.
9 das schreibt die Nationalzeitung // Dec 30, 2008 at 3:37
Schindluder mit dem Fall Mannichl
Die von Rätseln umgebene Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl, wie der Verletzte sie schildert, rief zu Recht Empörung hervor. Auch bei uns. Wir haben anhand der von der Staatsanwaltschaft bekannt gegebenen Umstände am Tag danach die Erwartung geäußert, dass der Täter noch am Wochenende der Tat geschnappt wird. Damit wäre aufgrund des kleinen Kreises potenzieller Täter und der markanten Beschreibung des Messerstechers als 1,90 Meter großen Hünen mit Glatze und rundem Gesicht sowie einer Tätowierung oder einem größeren Muttermal im Halsbereich zu rechnen gewesen. Stattdessen sind seit jenem 13. Dezember immer neue Ungereimtheiten bekanntgeworden. Die Behörden stehen nun mit völlig leeren Händen da, ermittelt wird „in alle Richtungen“.
Nach wie vor dient der Fall jedoch zu einer Reihe von unseriösen politischen Forderungen. Wie man mit Anschlägen auf Polizisten richtig umgeht, ist ja kein Geheimnis. Als am 2. November 1987 aus einer Demonstration von Startbahn-West-Gegnern heraus aus einer geraubten Polizeidienstwaffe auf Polizeibeamte geschossen, neun Beamte getroffen und zwei getötet wurden, war binnen zwei Tagen (!) Haftbefehl gegen den Todesschützen Andreas Eichler ergangen. Er wurde zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. (Zehn Jahre später war Eichler allerdings unglaublicherweise schon wieder frei!)
Welche Konsequenzen außer der raschen Ermittlung und Strafverfolgung des Täters zog man seinerzeit noch? Es wurden selbstverständlich nicht „Die Grünen“ verboten. Es wurden auch nicht die Grundfesten des Versammlungsgrundrechts eingerissen. Auch wurden keine Aktionsprogramme gegen Links losgetreten. Ebenso wenig drängte man Bürger in die Rolle überforderter Hilfspolizisten.
Dafür geschah etwas Sinnvolles: Aus Anlass der Schüsse an der Frankfurter Startbahn West wurden Spezialkräfte (wie die Unterstützungskommandos – USK) aufgestellt. Sie haben sich seither bei schweren Ausschreitungen – so 2007 anlässlich des G-8-Gipfels in Heiligendamm –, bei sportlichen Großveranstaltungen und der Bekämpfung von Schwer- und Drogenkriminellen bewährt.
Dieselbe Politik, die unter dem Vorwand des Mannichl-Attentats jetzt alle möglichen Maßnahmen „gegen Rechts“ fordert, hat der Polizei jahrelang die Unterstützung vorenthalten. Es wurde gespart – an Personal und Ausrüstung. Dienststellen wurden geschlossen. Streifen gestrichen. Bürger, die nachts eine Strafanzeige loswerden wollen, werden auf die Öffnungszeiten verwiesen, weil der einzige verbliebene Beamte auf der Polizeiinspektion aus Sicherheitsgründen gehalten ist, nicht zu öffnen. Das Debakel um die Fahndung nach dem Mannichl-Attentäter bestätigt: Die Verbrechensbekämpfung liegt im Argen. Die Grundrechte aber müssen deshalb nicht abgeschafft werden!
10 Whopperjoe // Dec 30, 2008 at 5:03
Made my Day
Und nebenbei bemerkt ich bin ja nun ganz erschüttert das dat hier eine “NAZIHETZSEITE” ist!
Achja den Spiegel net vergessen der is auch auf den zug aufgesprungen (wie üblich ).
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598733,00.html
Und ich wusste garnet das es hier Vids gibt ??(bezogen auf den Spiegel Artikel)
11 Unperson // Dec 30, 2008 at 5:27
@Wetekamp
Hatten Sie eigentlich inzwischen schon unliebsamen Besuch?
Nicht? Und das bei all dem “Ermittlungsaufwand” und all den “Schutzmaßnahmen” für den/die/das Gössel?
Um aus Ihrer feisten “Drohung” eine strafbare Handlung zu stricken, fehlt es der Mischpoke wohl noch an der nötigen CHUZPE. Es sei denn, die Stasibüttel sind schon dermaßen kaputt, daß sie ihre eigenen Lügen glauben. Aber dann wären sie wirklich reif für die Geschlossene.
Na ja; als Aufhänger für eine weitere erbärmliche Propagandainszenierung war Ihr lustiger Beitrag jedenfalls von Nutzen. Zu solch einer “Ehre” kommt man nicht alle Tage. Gratulation!
12 Nationale Post // Dec 30, 2008 at 7:05
SystemHETZgazette “Der Spiegel”:
“Seit einer Woche lebt der parteilose Politiker in Angst, weil auf der bei Neonazis beliebten Internet-HETZseite Altermedia eine Drohung gegen ihn aufgetaucht ist.”
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598733,00.html
13 jochen // Dec 30, 2008 at 7:19
Der Dritte im Bunde der Verfolgten ist der Bürgermeister von Schöneiche bei Berlin, der im Info-Radio am 29.12.08, gegen 15.00 Uhr, um sein armseliges Leben bangt. Wobei er sich natürlich heftig wehrt, unterstützt von den Gutmenschen der Gemeinde.
So macht man auf sich aufmerksam, nach dieser Null würde sonst kein Hahn krähen.
14 Wetekamp // Dec 30, 2008 at 12:12
@Unperson
Nein, bislang hatte ich keinen Überraschungsbesuch. Aber, was nicht ist …
Den Vogel hat eine Gazette abgeschossen, indem der Schmirfink neben meiner angeblichen Morddrohung meinem Beitrag gleich noch ein Video mit einer “Anleitung für ein Messerattentat anhand von Strichmännchen” hinzudichtete.
Ich habe aufgrund dessen, daß ich wider Wissen und Willen eine Morddrohung ausgestoßen haben soll, mein “Waffenarsenal” in der Küche inspiziert und mußte zu meinem Frust feststellen, daß ich nicht einmal ein Lebkuchenmesser besitze. Dafür aber zwei Käsehobel. Ob die auch als Mordwaffe zählen? Das ginge dann ja scheibchenweise auch, oder?
Ich habe gestern mal gegoggelt, die “Morddrohung” hat es ja bis in die überregionalen Hetzmedien geschafft. Eine abstruser als die andere. Aber, man soll ja das Gute in einer Sache sehen. So bekommt Altermedia eine gratis Reklame, und andererseits kann man sehen, welche Lächerlichkeit schon ausreicht, um Bütteln und Vasallen das Zittern beizubringen. Wovor also haben wir eigentlich Angst? Jedem dieser Clowns ein “Guten Tag” zugesandt, wird als eindeutige Morddrohung aufgefaßt, daß diese Person den Abend nicht mehr erlebt, oder was?
15 jochen // Dec 30, 2008 at 12:31
Nicht etwa das Ehepaar Heise fühlt sich bedroht, nein, es sind Amtspersonen, Kommunen und gar ganze Parteien und Vereinigungen, die sich bedroht fühlen und sich daher “wehren” müssen!? Wir gleiten ab in eine Jammerrepublik, die Bedrohung nur dort wahrzunehmen scheint wo es keine gibt. In ihrer Einfalt stehen Kirchen und Gewerkschaften auch im Bedrohungsraum. Mein Rat daher: Kirchentüren zunageln, Eingänge von Gewerkschaftshäusern zumauern, denn, die nationale Demonstration fordert Rechenschaft.
16 Tand und Schande // Dec 30, 2008 at 12:54
Ich habe zur Zeit überhaupt keine Lust meinen beruflichen Pflichten nachzukommen und hart und schwer zu arbeiten.
Könnte vielleicht einer von Euch brutalen Nazis mich bedrohen, damit ich ein wenig in Freiheit und Freizeit untertauchen kann?
Die Wahl der Waffen überlasse ich Euch gnadenlosen Killer-Bestien.
17 morgenstern // Dec 30, 2008 at 16:29
Lehren vom Manichel
Daß Superhirn Manichel alle gängigen Klischees: Tätowiert, Glatze, Stiernacken, 190 bedient, sollte uns schon zu Denken geben.
Verzicht auf Tätowierungen und Glatze (soweit nur geschoren) könnten den Erfolg der Rechten erhöhen. Nicht umsonst ärgern sich die Medienfälscher besonders über Rechte mit Anzug und Krawatte.
Wenn sich die betroffenen Aktivisten darüber Gedanken machen würden und Konsequenzen ziehen würden, könnten wir Mannichel Dank sagen.
18 Friede // Dec 30, 2008 at 20:45
Die letzten Kommentare sind gut und lustig. Ich kann ja mal für ein paar Wochen bei der CDU mitmachen. Egal wer mir mit Mord droht. Die Pumpgum mußte halt wie Fidel Castro immer im Bett liegen haben. Erst nach der Parole fragen dann vieleicht feuern, lach oder noch mal fragen so das nicht der falsche umgepustet wird.
Ich lass mich nach Meck Vorp versetzen sorge dann dort für Ruhe unter den Linken und Rechten. Die Rechten bekommen ein Lokal auf der rechten Stadtseite und die Linken auf der Linken Stadtseite. Dazwischen werde ich noch einige Blauhelme die ich aus Kenia anfordere aufstellen.
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