Berlin: Offenbar noch nicht ganz verwunden hat die bundesdeutsche Journaille, daß man auf dem Berliner Bundesparteitag endlich einmal Tacheles mit ihr gesprochen hat, in dem man ihr in aller Öffentlichkeit den Namen gab, den sie verdient, nämlich „Geschmeiß“. Ein Ausdruck, der jene Herrschaften, die, wenn es um NPD oder Rechtsextremismus geht, nur allzu gern von Ratten und Rattenfängern sprechen, erkennbar die Fassung geraubt hat.
Besonders angesprochen fühlte sich augenscheinlich ein Christoph Witzel, der zuweilen auch für die SÜDTHÜRINGER ZEITUNG, schreibt und der dazu gestern dort einige „Anmerkungen zum Geschmeiß“ produzierte. In diesen heißt es wie folgt:
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| Christoph Witzel |
„…Von “Geschmeiß” hat schon Joseph Goebbels gebrüllt, wenn er in seinen Hetz- und Hasstiraden auf Intellektuelle und Journalisten zu sprechen kam. Die heutigen Nachfahren der Nazis benutzen den Begriff nun einmal wieder. Das journalistische “Geschmeiß” setzte die NPD am Wochenende bei ihrem Bundesparteitag in Berlin kurzerhand vor die Tür. Und Bilder gab’s auch keine, weil Fotoreporter nicht bereit waren, die von ihnen geforderten Personalausweise und Privatadressen vorzulegen. Immerhin drang aus dem Sitzungssaal heraus, dass es dort eine “Schlammschlacht” um die künftige Führung der rechtsextremistischen Partei gegeben hat, die der bisherige Vorsitzende Udo Voigt für sich entschied. Und dass auch der parteiinterne Spendenskandal, der die Neonazis in allernächster Zeit in die Pleite führen könnte, Thema gewesen sei. Nachher gab’s auf einer Pressekonferenz dann doch noch die Verlautbarung, dass die NPD und ihre Gesinnungsgenossen von der DVU den braunen Liedermacher Frank Rennicke zur Wahl um das Bundespräsidentenamt aufmarschieren lassen wollen. (Nebenbei: Allein schon diese Nominierung zum Amt unseres Staatsoberhauptes ruft den berühmten Satz Max Liebermanns sofort wieder ins Gedächtnis: “Ick kann jar nicht so viel fressen, wie ick kotzen möchte.”) Die Bilanz des rechten Wochenendes:
Es ist wieder einmal deutlich geworden, dass die parteipolitisch organisierten braunen Horden wesentlich schlechter organisiert sind, als sie das nach außen immer weismachen wollen. Das mag man insgesamt begrüßen, es nützt nur nichts, wenn sie mit ihren taktisch geschickten Rattenfängermanövern dann doch so viele Wählerstimmen einfahren, dass sie in demokratische Parlamente einziehen können. Auch hier in Thüringen. Deshalb muss man den Menschen, die (aus welchen Gründen auch immer) mit den Neonazis sympathisieren, immer wieder vor Augen halten: Die Ideologie dieser Leute ist unmoralisch und menschenverachtend. Und die Truppen, die die vermeintlich heile deutsche Welt versprechen, sind chaotisch und gefährlich. Wer sie wählt, unterstützt Unmoral, Menschenverachtung, Chaos und Gefahr. – So viel zum braunen Berliner Wochenende vom Südthüringer Geschmeiß.“
Dazu können wir nur feststellen, daß der Verweis auf Goebbels nicht nur der Richtigkeit entspricht, sondern einmal mehr dessen Charakter als einer der größten Menschenkenner unter den modernen Vertretern des deutschen Schrifttums unter Beweis stellt. Sollten wir ihm deshalb gram sein?
Wohl eher nicht, stattdessen sind wir ihm Dank schuldig, daß er schon beizeiten eine Definition geprägt hat, die für den bundesdeutschen Journalismus von heute nach wie vor ungedingte Gültigkeit hat.
An das bockige Aufstampfen eines Kindes, das nicht seinen Willen bekommt , erinnert uns das Geseihere, wonach es keine Bilder vom NPD-Parteitag gegeben hätte, weil es der Fotojournaille nicht gefallen hat, zusätzlich zu ihrem Presseausweis auch noch ihren Personalausweis vorzulegen. Tatsächlich gibt es auch so genügend Bildmaterial über den Parteitag und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, daß ausgerechnet linke Internetseiten, wie beispielsweise NPD-Blog auch von diesem Gebrauch machen, obwohl man eigentlich annehmen sollte, daß sich dessen Macher mit der entrüsteten Fotojournaille solidarisieren müsste, aber Geschäft ist eben Geschäft und das Klappern gehört nun mal zum Handwerk.
Auch sonst gibt Witzels „Anmerkung zum Geschmeiß“ nichts als frustrierte Beschimpfungen wieder, die nicht nur uralt und wenig originell sind, sondern auch mehr von gekränkter Eitelkeit zeugen, denn von einem Journalismus, der sich selber ernst nimmt.
Auch stellt sich die Frage, was die NPD eigentlich damit gewonnen hätte, wenn sie die Journaille nicht bei ihrem deutschen Namen genannt hätte und sie so behandelt hätte, wie es diese Herrschaften von ihr erwartet hätten.
Nun, die Antwort darauf ist einfach. Die Anmerkungen in Blättern wie der SÜDTHÜRINGER ZEITUNG hätten vielleicht eine andere Überschrift erhalten, wären aber inhaltlich genau dieselben geblieben.
Man muß an dieser Stelle einmal festhalten, daß es nichts bringt, einer Horde von Berufslügnern auszusetzen, die in jedem Fall nur tendenziös und entstellend berichten und die dabei auch noch so arrogant und borniert sind, bereits im Vorfeld aus dieser Absicht keinen Hehl zu machen. Einer solchen Bande zeigt man am besten bereits schon im Vorfeld die klare Kante, da man in diesem Fall ohnehin nichts zu verlieren hat. Gelogen und geschimpft wird so oder so, warum daher dieser Art von „Geschmeiß“ nicht von Anfang an den Fuß in den Rachen stellen. Beim nächsten Mal vielleicht gleich so, daß es das auch spürt. Bis dahin empfiehlt es sich dem Publikum immer wieder „Geschmeiß“-Vertretern wie dem Herrn Witzel die Ergüsse ihrer eigenen Kategorie unter die Nase zu halten, denn von nichts kommt nichts.
Siehe auch
Südthüringer Zeitung 06.04.09
Die Sorgen des DJF-Pressesprechers Zörnig – Altermedia 04.04.09
Der richtige Umgang – Altermedia 31.03.09
Anhang: Ein Fallbeispiel über die Auffassung von journalistischer Objektivität im Umgang mit der NPD vom Presseclub Dresden:
Ignorieren, gleichbehandeln, bekämpfen? Medien und die NPD
2009 ist ein Superwahljahr. Auf allen Ebenen werden die Parlamente vom Wähler neu besetzt, darunter auch der Sächsische Landtag. Seit die NPD 2004 mit 9,2% der Stimmen ins sächsische Hohe Haus eingezogen ist, ist das Naziproblem in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.
Mittlerweile kann sich kaum jemand mehr der Frage verschließen, wie es gelingen kann, die braunen Hetzredner 2009 endlich wieder aus dem Landtag zu vertreiben. Dies liegt in erster Linie in der Verantwortung der Politik. Jedoch sind auch Medien als Vermittler zwischen Wähler und Politikern in der Pflicht – bestimmen sie doch ganz wesentlich, welches Bild von der NPD die Öffentlichkeit geboten bekommt.
Doch ist es überhaupt legitim, als Medienmacher auch nur darüber nachzudenken, was man bei der Berichterstattung bei den Neonazis anders machen könnte, vielleicht sogar müsste? Zumindest für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schreibt der Rundfunkstaatsvertrag schließlich vor, dass dieser “die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit der Angebote und Programme zu berücksichtigen” habe.
Da stellt sich die Frage, ob man die Ideologie der NPD mit Recht als “Meinung” neben anderen Ansichten bezeichnen kann oder ob man sie eher als Verbrechen betrachten muss. Michael Bartsch, freier Autor im Dienste der taz, sieht die Journalistinnen und Journalisten in der Pflicht: “Es gibt eine Grenze, wo man sich zur Parteinahme gefordert fühlt – und das ist dort der Fall. Diese Grenze ist nicht nur durch subjektives Empfinden gegeben, sondern auch durch einen übergreifenden Konsens der Demokraten, streng genommen auch durch die Präambel und den Grundrechtskatalog des Grundgesetzes.”
Verschiedene Wege führen zum Ziel – oder auch nicht
Meistens reiche aber aus, was etwa die taz im Umgang mit Rechtsaußen praktiziere: “Entlarvung durch authentische Darstellung. Man soll die Dinge sich selbst parodieren lassen.” Für die Qualitätsmedien – auch für die taz – könne man voraussetzen, dass in deren Redaktionen über die Haltung zur NPD Konsens herrsche. Damit ist aber die Frage nach dem richtigen Vorgehen noch nicht grundsätzlich beantwortet. Die Nazis zu ignorieren hieße das Problem “unter den Teppich zu kehren”, was sich die Zivilgesellschaft – auch unter dem Eindruck des 14. Februar in Dresden – nicht leisten kann.
Definiert man Objektivität als höchstes Ziel der Berichterstattung, so wäre es angemessen, zwischen den demokratischen und antidemokratischen Parteien keine Unterschiede zu machen. Es bliebe wohl dennoch ein fader Beigeschmack, das Gefühl, sich irgendwie aus der Verantwortung gestohlen zu haben. Immerhin bekäme dann auch die Bevölkerung den Eindruck, dass die NPD eine Partei wie jede andere sei.
“Gleichbehandeln, da tue ich mich schwer. Die NPD will ja auch keine normale Partei sein, insofern kann ich sie dann auch anders behandeln”, findet Reiner Burger, Dresdner Korrespondent der FAZ. “Die NPD stößt an Grenzen, wenn man sich vorbereitet mit ihr auseinandersetzt.”
Es bleibt ein dritter Weg – argumentative Begegnung. Burger zufolge kann man dabei “auf die Kraft der Nachricht setzen, weil eine harte Nachricht für die NPD oft extrem wenig schmeichelhaft ist.” Auch Michael Bartsch favorisiert diese Strategie. “Es geht um eine Auseinandersetzung, darum, diese Leute gegen sich selbst sprechen zu lassen. Das ist die ehrlichste und effektivste Methode.” Die Basis dafür müsse ein Minimum an Vertrauen in den Leser bilden, das aber noch vorhanden sei. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Optimismus in den Wahlergebnissen als begründet erweist.
Besondere Bedeutung des MDR in Sachsen
Im TV-Bereich dürfte der Mitteldeutschen Rundfunk in Sachsen eine große Rolle spielen. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärt Wolfgang Kenntemich, Chefredakteur Fernsehen des MDR, dass bei der Frage des Umgangs mit der NPD zwei Aspekte von Bedeutung seien. “Juristisch sind wir verpflichtet, alle im Landtag vertretenen und zur Landtagswahl zugelassenen Parteien entsprechend ihrer Fraktionsstärke und ihrer politischen Relevanz in der Berichterstattung zu berücksichtigen.”
Auch die NPD müsse die Möglichkeit bekommen, sich im Wahlkampf darstellen zu können, “ob einem das persönlich gefällt oder nicht”. Publizistisch müsse man zwei Eigenarten bedenken: zum einen sei es wichtig, “besonders kritisch” über eine Partei wie die NPD zu berichten, zum anderen wäre eine zu intensive Berichterstattung jedoch “kontraproduktiv”, da sie zu viel Aufmerksamkeit für die NPD mit sich bringe. Schließlich sei es wichtiger, über die “Ursachen von rechtsextremistischen Tendenzen in der Gesellschaft und deren Überwindung” zu berichten, “als eine losgelöste parteipolitisch orientierte Betrachtung der NPD” zu betreiben.
Beachtenswert ist zudem, dass der MDR seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter “in einem eintägigen Workshop auf diese Probleme sowie mögliche Reaktions- und Verhaltensmuster hinweisen” wird und somit der NPD besondere Aufmerksamkeit widmet (vgl. “MDR: Schulung für Journalisten im Umgang mit der NPD“).
Welchen Weg sie letzten Endes gehen wollen, liegt bei den Journalistinnen und Journalisten. Die innere Pressefreiheit spielt jedoch auch eine Rolle. Mit ihr verbunden ist der Grad an Selbstständigkeit, die die im Journalismus Tätigen genießen, die Frage, ob es Vorgaben “von oben” gibt, die die Richtung eines Medienunternehmens im Umgang mit der NPD festlegen. Für die FAZ und die taz antworten Burger und Bartsch jeweils mit “nein”.
Lachen kann helfen
Wie man das Vorgehen von Medien bezüglich der NPD bewertet, ist letzten Endes vor allem eine Frage des Rollenverständnisses, das man vom journalistischen Beruf hat. Den Nazis mit Argumenten zu begegnen, ist sicherlich die ehrlichste und praktikabelste Lösung des Problems. Allerdings stellt sie auch hohe Anforderungen an Medien und ihre Nutzer.
Der Zeitdruck einer schnellebigen Branche und der Mangel an Ressourcen bedeuten für die Medienmacher große Hindernisse. Den Lesern beziehungsweise Zuschauern verlangt eine ernsthafte und ausführliche Auseinandersetzung mit den Neonazis ein großes Maß an Zeit, Energie und vor allem Interesse ab.
Ein Mittel, diese Schwierigkeiten zu umgehen und vielleicht noch eine weit reichendere Wirkung zu erzielen, bietet die politische Satire. Wer das NDR-Magazin “extra3″ mit seinen “Neuesten Nationalen Nachrichten“ kennt, weiß um die Reize einer humoristischen Behandlung des Themas.
Es leuchtet durchaus ein, dass etwa das Bild des Mecklenburg – Vorpommernschen Fraktionsvorsitzenden der NPD, Udo Pastörs, der von einem “voll geschmierten Altkleidercontainer” seine Anhänger indoktriniert, länger im Gedächtnis bleibt als harte Fakten. Das bestätigt auch Reiner Burger, schließlich sei das Gebaren der NPD “eigentlich lächerlich für jeden, der bis drei zählen kann”. Gleichwohl ist bei der Naziideologie die Grenze zwischen Lachen und Weinen schnell überschritten.
Der Kampf gegen die NPD erfordert das Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Kräfte. Die Medien gehören zweifelsohne dazu. Ob sie letztendlich mit ihrer Berichterstattung über die politischen Ereignisse und Inhalte bei der Wahl den Ausschlag geben, kann wohl niemand abschließend bewerten.
Verantwortung tragen sie dennoch. Solange sich die NPD jedenfalls über ihr feindlich gesinnte “Systemmedien” empört, dürften sie ihren Job gut machen. Kevin Reißig
Quelle: Presseclub Dresden 30.03.09
Wir finden, angesichts solcher Offenbarungen, daß das “Geschmeiß” eigentlich dankbar dafür sein sollte, daß es aus dem Reinickendorfer Rathaus nur rauskomplimentiert, nicht aber noch rausgeprügelt wurde. – Die Schriftleitung





25 responses so far ↓
1 Rex von Hagen // Apr 7, 2009 at 10:34
Wirf einen Stein in eine Herde von Hammeln und es blökt immer der Hammel am lautesten, der getroffen wurde.
Schön, das sie ihr Leid so offen zum Ausdruck bringen. Man sollte ihnen in der Zukunft noch viel kräftiger den Marsch blasen.
Und Öffentlichkeitswirksam ist es auch.
2 Profundus // Apr 7, 2009 at 10:44
Christoph Witzel ist ein typischer Vertreter der Lohnschreiber und Mietmäuler im Dienste der Herrschenden, also des Großkapitals und der verbonzten Politik. Man spürt die Verärgerung des Mietmauls Witzel, dem durch den Beschluß der NPD ein schöner Samstag “journalistischer Berufsausübung” also Hetze, um denen da oben zu gefallen, vermasselt wurde. Wahrscheinlich hat der Schreiberling noch nie im Leben körperlich gearbeitet, die Lebensumstände der normalen Deutschen kennt der Salonbolschewist und Schmierer nur aus den Berichten seiner feinen Berufs- und Gesinnungsgenossen. Die zutreffende Bezeichnung “Geschmeiss” für Witzel und seine Kumpane, ist im Grunde noch zurückhaltend und gelinde. Denn wenn man sich überlegt, für wieviel Unglück und Not diese Feiglinge, die sich hinter 2000Euro Laptops verstecken, während sie über Kameraden und nationale Deutsche hetzen und deren Existenzen bedrohen, verantwortlich sind, liegt eigentlich die Bezeichnung “Medienkriminelle” näher. Witzel wird von vielen Thüringern, die weiß Gott andere Probleme haben, als sich mit den Unpässlichkeiten der Journallie (wieder Dr. G.) beim NPD-Parteitag aufzuregen, zutreffend als besonders frecher Sytemvertreter erkannt. Massenarbeitslosigkeit, Prekariat, Hartz-IV Karrieren, Gleichstellung von arbeitslosen Deutschen und Sozialhilfebetrügern aus der ganzen Welt – sind Themen, die die normalen Deutschen eher bewegen, da werden mir viele zustimmen. Wir werden für ihn sicher in Bälde ein Plätzchen und eine angemessene Behandlung finden, in dem er seinen Geistesverwandten Max Liebermann nicht nur zitieren kann, sondern das entsprechende Zitat ganz konkret vorleben kann. Von uns aus gerne längerfristig.
3 sine nomine // Apr 7, 2009 at 10:56
“Das journalistische “Geschmeiß” setzte die NPD am Wochenende bei ihrem Bundesparteitag in Berlin kurzerhand vor die Tür.”
Das ist ja schrecklich, wo ist die NPD dann hingegangen?
Auch in den anderen Texten der Journallie nur schwächliches Deutsch.
Ein qualifizierter Sonderschulabschluß reicht wohl heutzutage für diesen Beruf aus.
4 Freiheit und Glaube // Apr 7, 2009 at 11:04
Dieses Wesen Witzel, sollte den Namen Goebbels nicht mal in den Mund nehmen.
5 Ali Mente // Apr 7, 2009 at 11:12
Regt Euch nicht auf, derartig geistig verkommene Subjekte dienen sich heute Merkel, morgen Kim-Il-Jong und übermorgen den Taliban an.
6 Hermann Ludwig // Apr 7, 2009 at 11:28
Ratten und Schmeißfliegen! (FJS)
Die roten Ratten in ihre Löcher zurücktreiben! (FJS)
Wegelagerer! (H. Schmidt)
Schweinejournalismus! (O. Lafontaine)
7 Stahlhelm65 // Apr 7, 2009 at 11:37
@Ali Mente
Ohne die Taliban hätten die Anti-Deutschen die Bundeswehr schon längst auf uns gehetzt.
Schließlich werden wir von der Schmierenjournaille stets mit diesen verglichen!
Also könnte man sich fast mit ihnen verbünden.
Das wäre dann die Achse Berlin-Kundus!
SH Stahlhelm65
8 joger Ahrndt // Apr 7, 2009 at 12:08
Ausbeutung und Herrschaft hatte es immer schon gegeben. Aber niemals war eine Organisation der Gesellschaft auch nur für denkbar gehalten worden, wie sie dann mit der bürgerlichen Revolution und der Installation des Kapitals als des Α und Ω des Ganzen in die Welt kam. Die Kapitalisierung der Gesellschaft wurde machbar, weil sie undenkbar war. Sie wurde Praxis, weil sie im Jenseits von Theorie und Philosophie lag. Sie wurde zum Alltag, weil sie dies Jenseits brachte, gerade weil ihr die Transsubstantiation der nützlichen Dinge in Ware & Geld & Kapital so mühelos gelang wie noch nie einer Religion die Verwandlung des Weins in das Blut Christi: Eine Gesellschaft, die sinnliche, nützliche Dinge in Geld und damit abstrakten Reichtum so verwandeln kann wie nur Jesus das Wasser in den Wein, eine Gesellschaft, die zwar verkehrt ist und so falsch wie alle ihre Vorläufer, deren synthetisches Prinzip sich jedoch durch diese Verkehrung hindurch auf sich selbst bezieht, eine Gesellschaft, die zwar so unwahr und falsch war wie die Geschichte, aus der sie entband, deren Falschheit jedoch als die dogmatisch geltende Wahrheit ihrer selbst autoritär sich bezeugt – eine Gesellschaft mithin, die es irgendwie fertig bringt, ihre logische Unmöglichkeit als historisch praktische Wirklichkeit zu setzen. Und als gesellschaftspraktische, alltägliche Wirklichkeit nicht in einem spirituell verschwiemelten Sinne, wie es die Rede vom “Prinzip” nahelegt, sondern in der genauen Bedeutung, daß die unmittelbare physische Selbsterhaltung des Individuums und die gesellschaftliche Reproduktion des verkehrten Ganzen als Kapital unmittelbar und unvermittelt in der dinglichen Realabstraktion des Geldes greifbar auf der Hand liegt. Im Geld als der ersten, so sinnlich gegebenen wie unmittelbar erscheinenden Form des Kapitals sahen Karl Marx & Genossen denn auch das aufzuklärende Geheimnis der gesellschaftlichen Synthesis, das Realparadox also, das sie mit den Namen
Wert & Realabstraktion
belegten.
9 germershausen // Apr 7, 2009 at 12:20
Die Ereignisse aus der sogenannten öffentlichen Hand haben doch gezeigt wohin der Weg geht. Der Traum eines jeden deutschen Demokraten:
Der Nationalsozialist: Einer, der den Vögeln zum Fraße freigegeben ist wie ein Gehenkter. Einer, der als Geächteter rechtlos und jedermanns Willkür preisgegeben ist.
Das ist deren Traum.
10 krause // Apr 7, 2009 at 12:30
@ stahlhelm
du redest schwachsinn!
In der jetzigen Gesellschaft steht nicht die Befriedigung der sinnlich-menschlichen Bedürfnisse im Mittelpunkt der Produktion, sondern die auf den Prozess der Geldvermehrung ausgerichtete kapitalistische Produktionsweise, welche den Austauschprozess des Menschen mit der Natur durch Lohnarbeit vermittelt. Sie beherrscht den Menschen, obwohl sie nur durch ihn bestehen kann. Es ist dabei notwendig, die ökonomischen Strukturen der Gesellschaft zu begreifen.
Wird heute ein Mensch geboren, so findet er Verhältnisse vor, die ihm ohne seinen Einfluss gegenübertreten, d.h. er ist nicht in der Lage, sich den gesellschaftlichen Einflüssen zu entziehen. Er wird von Geburt an von seiner Umwelt geprägt. Schon im frühen Kindesalter wird ihm von den Eltern anerzogen, dass es Unrecht sei, sich einfach Dinge (z.B. Spielzeug) aus einem Laden mitzunehmen ohne diese zu bezahlen. Die Eltern bezahlen mit Geld, soweit eine Kaufkraft vorhanden ist, den angegebenen Preis und erhalten somit diesen begehrten Gegenstand. Es wird deutlich, dass es der/m VerkäuferIn also nicht um die Tatsache geht, dass das Kind glücklich ist, sondern einzig und allein um den Absatz der Ware Spielzeug. Die weitere Tatsache, dass es den Eltern nur möglich war, etwas zu erhalten, wenn sie Geld geben, lässt die Annahme zu, dass wir in einer Tauschgesellschaft leben, die sich über Warentausch konstituiert und damit Geld als allgemeines Zahlungsmittel anerkannt wird. Kaum etwas ist noch ohne Geld zu haben. Der Austauschprozess zwischen Mensch und Natur ist damit indirekt vermittelt, erfolgt also über den Umweg eines anonymen Marktes. Ein/eine UnternehmerIn produziert bspw. nicht Brot um Menschen satt zu machen, sondern es steht primär der Verkauf des Brotes im Vordergrund. Wer im Endeffekt die Ware kauft, ist völlig gleichgültig, denn nur der Absatz zählt. Der/die UnternehmerIn seinerseits/ihrerseits hat keine andere Wahl, als einen Produktionsprozess am Leben zu erhalten, bei dem das Geld, welches anfangs investiert wurde, einen Profit abwirft2. Dafür stehen ihr/ihm Produktivkräfte zur Verfügung, welche die Waren herstellen. Die Produktivkräfte sind zum einen Menschen, deren Ware Arbeitskraft vernutzt wird, und zum anderen durch den Menschen angetriebene Maschinen sowie Grund und Boden. Der Profit steht der/dem UnternehmerIn aber nicht frei zur Verfügung, sondern muss wieder für einen neuen gesteigerten Produktionsprozess bereitstehen3. Wird der Profit nicht erwirtschaftet oder nicht für den erneuten Produktionsprozess genutzt, geht das Unternehmen unweigerlich zu Grunde, d.h. die Konkurrenz der anderen Firmen drängt es vom Markt4. Firmen unterliegen dem Prinzip der betriebswirtschaftlichen Rationalisierung: sie müssen im Konkurrenzkampf mit anderen Firmen bestehen und setzen, um den Absatz der Waren zu erhöhen, bessere Produktivkräfte (Maschinen) ein, welche eine höhere Effizienz als langsame, ungenau arbeitende Menschen haben, und erhöhen damit die Quantität/Qualität der Produkte. Der Profit ist damit keine freischwebende Ungerechtigkeit, durch die sich nur wenige Menschen ein schöneres Leben ermöglichen, sondern eine unbedingte Voraussetzung für den gesteigerten Produktionsvorgang.
11 Ali Mente // Apr 7, 2009 at 13:00
Was hat Lenin über Ilia Ehrenburg gesagt: Eine literarische Billighure für jedermann. Witzel und sein Geistesbruder Ehrenburg nehmen sich nichts, gar nichts.
Ungeachtet dessen sollte man Zitate auch quellenmäßig belegen können.
Die Schriftleitung
12 Wat? // Apr 7, 2009 at 13:16
Journalisten sind auch nur Fliegen.
Hörfehler, Übersetzungsfehler, “Blackout”?
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat in Istanbul vor Staatschefs und Ministern aus etwa 30 Ländern zum gemeinsamen Kampf gegen Extremismus aufgerufen.
Um einen Erfolg zu erzielen, müsse auf Liebe und Toleranz gesetzt werden.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1238746025154.shtml
13 Dat // Apr 7, 2009 at 13:49
Das sagte Erdogan:
“Kräfte, die sich auf den Weg der Radikalisierung begeben, müssen allerdings aufgespürt und zerstört werden.”
Vom künftigen NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erwartet die Türkei ein Zeichen der Entschuldigung für den Streit um die Mohammed-Karikaturen.
14 Zu Profundus II // Apr 7, 2009 at 14:18
Starke Wort, profund, geistreich und witzig auf den Punkt gebracht. Macht Spaß sie zu lesen. Gut zu wissen: Die Schmierfinken der Journallie des Systems werden mit ihm krachen gehen. Wir wollen sie deshalb im Auge behalten. Nicht, dass uns Sudelede & Co von hinten wieder unterschlüpft.
15 Dersu Uzala // Apr 7, 2009 at 16:34
@ joger ahrndt
Ihr Beitrag ist etwas vom treffensten was ich je über die Verbraucher,Konsumten,BIP und sowieso essentiel Geistesbefreiten pseudodemokratischen Gesellenschaften gelesen habe.
Respektvoller Gruss.
16 Rhea Porter // Apr 7, 2009 at 16:45
Eines muss man euch lassen, wenigstens ein Selbstbewusstsein mangelt es euch nicht ,) Wobei, es dürfte wohl eher mangelnder Realitätssinn sein.
Oder glaubt ihr ernsthaft, dass sich es auch nur einem Kollegen kümmert, was er auf einer Nazi-Veranstaltung an den Kopf geworfen bekommt (Zumindest solange, wie es nur Worte sind ,). Ärgerlich dürfte der Rauswurf allenfalls für frei arbeitenden Kollegen gewesen, also solche, die pro gedruckter Zeile bezahlt werden. Die schickt man allerdings eher selten zu Bundesparteitagen.
Sorry, aber das Aussperren der Presse war ein grandiosen Eigentor. Offenbar hat die NPD tatsächlich etwas zu verbergen. Und sei es ihre asozialen Delegierten. Für eine Partei, die um Bügerstimmen wirbt, ist ein solches Verhalten beschämend.
17 Dr. Josef Göppel // Apr 7, 2009 at 18:01
Der Christoph Witzel macht seinem Namen alle Ehre. Er und sein Kommentar sind ein einziger Witz.
18 NPD Dortmund // Apr 7, 2009 at 18:25
NPD-Unna: Wieso sind unsere Journalisten auf einmal so feinfühlig?
Wenn uns der abgehalfterte Wecker als Verbrecher bezeichnet, wenn man uns Gülle vor die Füße kippt ( in Stolberg ), wenn man uns als braune Scheiße beschimpft freut sich die BRD.
Wenn man diese Schreiberlinge als Geschmeiß bezeichnet ( wir hätten es allerdings nicht getan ) regt man sich auf, wie denn so etwas?
http://www.npd-unna.de
19 Anonymous // Apr 7, 2009 at 18:28
Reichsminister Dr. Goebbels pflegte immer vom “Pressepack” zu sprechen, siehe in Wilfred von Ovens “Mit Goebbels bis zum Ende”.
20 Herbie // Apr 7, 2009 at 18:38
Ein widerlicher Schreiberling der beschissenen Fuldaer Zeitung von der alle paar Wochen Gratissamstagsausgaben im Briefkasten von Nichtabonnenten liegen,weil die ihre gedruckte Scheiße anders nicht mehr loswerden.
21 KOLLE // Apr 7, 2009 at 21:24
Mir wird jedes mal schlecht. Wohl dem, der seine Magensäfte (nicht) unter Kontrolle hat und die Pressefuzzis ankotzt.
22 Kasner // Apr 7, 2009 at 21:48
Witzel, vermutlich ein judengesteuerter Strolch.
23 Zille aus dem Zeckenmilljöh // Apr 7, 2009 at 22:44
Es gibt doch tatsächlich eine Menge widerliches Pressegeschmeiß in Deutschland, siehe beispielsweise:
http://www.deutsche-stimme.de/
Damals wie heute verdienten sich einige wenige “Volksfreunde” dumm und dämlich mit ihrem Geschmier:
Neben der stabilen und organisatorisch gut aufgestellten Hausmacht stützte sich Gauleiter Bürckel vor allem auf den Pressekonzern, den er seit Mitte der 1920er Jahre aufgebaut und nach 1933 mit einer Sondergenehmigung Hitlers der Kontrolle des Präsidenten der Reichspressekammer, Max Amann (1891–1957), entzogen hatte. Im März 1926 gab er mit dem „Eisenhammer“ das erste antisemitische „Kampfblatt“ der NSDAP in der Pfalz heraus, ab 1930 dann die „NSZ-Rheinfront“, die sich auf dem Markt rasch als auflagenstarke Tageszeitung etablierte (ab 1940 unter dem Namen „NSZ-Westmark“). Bereits im Jahresverlauf 1933 gelang Bürckel ein massiver Einbruch in die vielfältige Presselandschaft der Pfalz, innerhalb kurzer Zeit waren die unabhängigen Medien gewaltsam zerschlagen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs baute er zusammen mit Gerhard Kuhn ein Presseimperium auf, das ihn zum Millionär machte. Die NSZ-Westmark wurde zur größten Zeitung Süddeutschlands, mit einer durchschnittlichen Auflage von 273.000 im Jahr 1944.117)
http://www.km.bayern.de/blz/eup/02_06_themenheft/14.asp
Seit 1951 war Frey als freier Mitarbeiter für die Deutsche Soldaten-Zeitung aktiv, die in jenem Jahr von früheren Wehrmachtsoffizieren mit amerikanischer Unterstützung zur Förderung des Gedankens eines Verteidigungsbeitrages der Bundesrepublik gegründet worden war. Das Organ vertrat einen antisowjetischen Kurs und eine nationalistische Linie. Ab 1954 versiegten die Geldquellen der US-Regierung sowie des Bundespresse- und Informationsamts. 1958 gründete Frey die Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH (DSZ-Verlag) und erreichte, dass die Deutsche Soldaten-Zeitung, später in Deutsche National-Zeitung umbenannt, zur Hälfte in seinen Besitz überging. 1959 wurde er zum Herausgeber und Chefredakteur dieser Zeitung. Seit 1960 gehört ihm das Blatt vollständig.
Frey konnte bundesweit umfangreichen Immobilienbesitz erwerben. In späteren Jahren kaufte er die Deutsche Wochenzeitung. Dem DSZ-Verlag ist die Freiheitliche Buch- und Zeitschriftenverlags GmbH (FZ-Verlag) angegliedert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Frey_(Politiker)
24 Gentechniker // Apr 8, 2009 at 11:30
Die Evolution ist am Ende.
Wieder einer aus dem Schöler-Brodkorb-Genpool, der sich und seine Mischpoche schönredet, indem er Deutsche diffamiert und denunziert.
25 guidosalbtraum // Apr 9, 2009 at 21:45
Ich gebe Ali Mente recht. Journalistengeschmeiß wie Herr Witzel sind Büttel, die jedem System die Füße küssen, egal, wie dieses aussieht. Dieses Gesindel ist viel zu feige, um sich gegen das herrschende System zu stellen. Ein Witzel hätte auch für die Prawda, das Neue Deutschland oder den Völkischen Beobachter geschrieben. Hauptsache, oben mit dabei…… das fühlt sich so gut an…..
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