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| Peter Sodann |
Berlin: Die Bundespräsidentenwahlen stehen vor der Tür und hier wie dort an den Rändern des politischen Spektrums macht man sich Gedanken, wen man denn der Form halber außer den Kandidaten der großen Parteien (Amtsinhaber Horst Köhler und SPD-Kandidaten Gesine Schwan) noch ins Rennen schicken könnte. Am 25. September sprachen wir diesbezüglich ja bereits über einen möglichen Kandidaten von rechtsaußen. Inzwischen stellt auch die Linke Überlegungen an, mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen zu gehen.
Vorgesehen ist derzeit der kabarettspielende Schauspieler und frühere „Tatort“-Kommissar Peter Sodann (72). Sodann, der sich selber als betender Kommunist bezeichnet, hat allerdings noch keine ultimative Entscheidung getroffen. Diese soll erst am 14. Oktober fallen.
Sodann war bereits im Jahre 2005 schon einmal als Spitzenkandidaten der PDS in Sachsen für die Bundestagswahl 2005 vorgesehen. Doch machte seinerzeit letztlich einen Rückzieher, weil er für die Kandidatur auf seine Rolle als „Tatort“-Kommissar Ehrlicher hätte verzichten müssen. Sodann begründete diesen Schritt u. a. mit den Worten, lieber ein „politischer Schauspieler als ein schauspielernder Politiker“ sein zu wollen.
Ob sich an dieser durchaus gesunden Einstellung inzwischen was geändert hat?
Ungeachtet dessen wäre – nach unserer nicht maßgeblichen Meinung – Peter Sodann als Bundespräsident die Idealbesetzung. – Ein Komödiant als Präsident einer Republik von Komödianten. Wäre das nicht der absolute Höhepunkt realistischer bundesrepublikanischer Selbstdarstellung?
In den USA ist man da bekanntlich seit Reagan schon wesentlich weiter. Warum also nicht auch hier die Komödie bis auf die Spitze treiben. Immerhin wäre Peter Sodann unter all den mehr oder minder mäßigen Zweit- und Drittbesetzungen auf der politischen Bühne unseres Landes wenigstens eine geschulte Kraft, um dem großen Publikum richtiges Theater vorzumachen.
*Und sollte dies jemandem zu albern sein. Bitte schön, wir können auch anders: Dann eben also ein Fernseh-Polizeikommissar an der Spitze eines mehr und mehr zum Polizeistaat werdenden, sich demokratisch nennenden Gemeinwesen, noch dazu aufgestellt von einer Partei mit 40jähriger Erfahrung in Diktatur, Unterdrückung und Geistesterror, wenn das nicht großes Theater ist.
Ist doch auch nett.- Die Schriftleitung
Ja, lieber Leser und liebe Leserin, nicht Gerhard Frey, sondern Peter Sodann for President. Damit die Komödie dieses Staates endlich den Witz kriegt, der ihr zukommt.
Siehe auch
AFP 28.09.08





16 responses so far ↓
1 Druidenstein // Sep 28, 2008 at 12:30
Das wäre ja nach Carl Karstens endlich mal wieder ein deutscher Präsident. Auf jeden Fall ist er kein Bilderberger und für mich als Polaionazi durchaus akzeptabel, sofern er nicht bei der Stasi war. Aber ich denke diese Akte wird gerade von der CIA erarbeitet. Und mit 72 wird man ihm garantiert auch noch ein paar phantastische Kriegsverbrchen anhängen können. Vielleicht hat er auch mal beherzt beim Löschen nach einem angloamerikanischen Terrorangriff auf eine deutsche Stadt mitgeholfen. Alleine das reicht doch schon, um ihn zur persona non grata abzustempel.
2 Tyr // Sep 28, 2008 at 13:04
Wen die Linkspartei als “Präsidentschaftskandidaten” aufstellt, interessiert genauso wenig wie die Aufstellung des Kandidaten der Rechtsextremen. Beide chancenlos und ein Fall für das Kuriositätenkabinett.
3 Kevin // Sep 28, 2008 at 13:22
Wäre echt toll. Ein guter Mann aus den Volk. Das er bei den Linken ist, stört mich nicht, er ist ja kein durchgeknallter Transvestit.
4 Winfried Sobottka // Sep 28, 2008 at 13:40
Es sollte eine Frau als Bundespräsidentin her. Eine Frau, mit hoher Moral und hoher Intelligenz.
Da Sophie Scholl leider tot ist und wohl auch schon zu alt wäre, schlage ich Brigitte Mohnhaupt vor.
Diesen Lügen-Köhler und diese Lügen Gesine kann der Staat sich jedenfalls irgendwohin…
Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten in Österreich und der BRD, die zusammen unser deutsches Mutterland sind!
http://tagebuch.freegermany.de
5 Annalina // Sep 28, 2008 at 22:03
Mel Gibson oder Christopher Lambert wären mir lieber. Jedenfalls besser (und schöner) als dat Ossi-Dingens da, oder gar Götze, der versiffte ….
6 Annalina // Sep 28, 2008 at 22:14
Also wenn’s denn schon ein Schauspieler sein muss, wie die Besatzer es Drehbuch gemäss vorschreiben, dann lasst uns doch wenigstens wat hübsches nehmen, nich so eine Knittertüte von Mišno. Til Schweiger fällt sofort weg. Nuschelpimmel, geht gar nich. Aber Götz George, der Olle, entdemokratisiert, wär doch was, oder? Ansonsten muss halt doch das Leiden Christi her, wat solls …
7 Rudolf // Sep 28, 2008 at 22:20
Ich bin dafür das Amt des Bpräsidenten täglich wechselnd an einen zufällig ausgewählten Bundesbürger zu vergeben.
8 DieGuteFee // Sep 28, 2008 at 22:56
ICH,
als Herold des Herrn, vekünde und laße Euch wissen:
Es ist gut, Gesine Schwan und Horst Köhler die Köpfe abzuschlagen, gut gekühlt aufzubewahren, und bei Bedarf den falschen Kopf an den richtigen Körper wieder anzunähen. Oder umgekehrt den richtigen Kopf an den falschen Körper.
Was für ein Spaß, und in der Bundesversammlung heben bei der Wahl alle Volksvertreter abgeschnittene Hände, nur nicht die eigenen, denn das tut weh.
9 Reinhard // Sep 29, 2008 at 3:51
Sodann ist ein lupenreiner Kommunist.
Warum man da heucheln kann das man es gut fände das er President wird kann nur das geheimnis des sozialistischen Autors dieses Artikels sein.
10 Blücher // Sep 29, 2008 at 10:49
Tyr // Sep 28, 2008 at 13:04
“Wen die Linkspartei als “Präsidentschaftskandidaten” aufstellt, interessiert genauso wenig wie die Aufstellung des Kandidaten der Rechtsextremen. Beide chancenlos und ein Fall für das Kuriositätenkabinett.”
Monatelang habe ich gewartet und gehofft,daß aus Ihrer Feder einmal etwas mit Substanz kommt.
Heute wurde meine Ausdauer belohnt.
Das lässt hoffen.
In der Tat,ob Sodann,Frey oder….es ist wirklich egal,mit was sich dieser Staat blamiert.
11 Südsee-Bsirske // Sep 29, 2008 at 11:06
Moment mal, Gesine Schwan ist eine Frau?
12 Gunvald Larsson // Sep 29, 2008 at 11:33
tyr :
Versuch macht klug…das weder der eine noch der andere Präsident wird glaub ich natürlich auch nicht. Aber da Wahlvorschläge für dieses Amt völlig legitim sind ist es also auch völlig wurscht, wenn man sich (Zitat)”dafür nicht interessiert”.
Ausserdem, vielleicht wird die Wahl dadurch ja mal etwas spannender.
13 DieGuteFee // Sep 30, 2008 at 0:22
Moin,
sind wir wieder bei Fridrich Schillers Zeiten angekommen? Goethe war auch nicht schlecht.
Was eigentlich ist der Bundespräsident? Ein hochbezahlter, in Freimaurerlogen gern gesehener Vertreter von Leuten, die ihre Großmutter für 20 Schekel verkaufen und tolle Volksfeste organisieren.
Schon klar, ein eingeschwemmter Neger wird nicht begreifen und nicht begreifen wollen, wie man Granitsteine bricht. “Migranden” streben lieber zu den Medien. Dort ist besser Geld abzufassen.
…
Ich bin – wie viele andere- ein Freund von Eichen, Eschen und Apfelbäumen.
14 Annalina // Sep 30, 2008 at 8:17
Der Kreuzberger wär schön
http://www.hbo.com/films/umbria/img/castandcrew/506×315_benno01.jpg
äh, is schön, jedenfalls sieht er deutsch aus und nennt sich Benno, obwohl er von seinen juten Pflegeeltern Benjamin jenannt wurde.
Dass er bei Lee Strassberg studierte und in Hollywood gute Kontakte hat, liegt daran, dass die ab und zu auch mal einen echten Germanendarsteller brauchen. Nicht mal die Optik lässt sich komplett faken.
Benno for President!
15 die Hinkende // Sep 30, 2008 at 19:59
Peter Sodann ist ein Kommunist. Na gut. Jedoch ist er mir mit seinen (nicht allen) politischen Ansichten viel sympathischer als ein Köhler oder aber ein Dr. Frey.
16 DieGuteFee // Sep 30, 2008 at 23:15
Hinkende,
Sodann ist bestimmt kein Kommunist, denn er ist ja Schauspieler. Deswegen wollen ihn die Bolschewisten ja ins Bundespräsidentenamt hieven.
Der alte Mann mag seine Verdienste gehabt haben, vor 20 Jahren. Seine Spielstätte (Steintorvariete Halle) war um die Ecke meines Haupthörsaales. Ich studierte an der MLU (Martin-Luther-Universität Halle) Pflanzenproduktion. Man nennt es heute beliebigerweise zuerst Öko- , dann Umwelt-, dann Studienplanung- , oder ganzheitlichen Schwachsinn.
Zurück zu Sodann.
Mich wundert schon, daß mir der Mann, seine Kunst und das Engagement in der Repressionszeit DDR nicht aufgefallen ist, obwohl ich doch jahrelang fast jeden Tag um die Ecke zu Gange gewesen bin.
Dieser Mann als Bundespräsident?
Was sind des das für Spielchen?
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