![]() |
Rostock/Mecklenburg: Vor einigen Wochen stellte das Mobile Beratungsteam für demokratische Kultur seinen „Lagebericht“ für Monat Mai vor. Gegenstand seiner Betrachtungen waren darin die mehr oder minder nationalen Bestrebungen in Ostvorpommern, Greifswald, Stralsund und Rügen. Wie üblich handelte es sich dabei um das gewohnte Kaleidoskop aus Verfassungsschutz-, Antifa- und nationalen Szeneberichten, die man unter schwerstem persönlichem Einsatz vom Monitor abgelesen hat. In einer Betrachtung über die Internetseiten Altermedia und Störtebeker-Netz heißt es seitens der mobilen Beratungsteamler u. a.:
„…Hier wird zum Teil kritisch und sehr polemisch über das aktuell politische Tagesgeschehen und die Aktivitäten der rechtsextremen Szene berichtet. Menschen, die sich öffentlich gegen rechtsextreme Ideologien positionieren, werden oft bis ins Unerträgliche diffamiert und bloß gestellt.“
Wer hätte das gedacht, unerträgliche Diffamierung und Bloßstellung. UND DAS UNS? Mal ehrlich, wir sind schockiert wie seit langem nicht mehr, dabei halten wir uns für den Inbegriff menschlicher Güte und journalistischer Ausgewogenheit, von christlicher Nächstenliebe gar nicht erst zu reden. Aber wir geloben Besserung. Und zwar indem wir uns an tugendhaften Antifaschisten orientieren, die gerade vorgestern erst auf Indymedia demonstrierten, wie man sich mit dem politischen Gegner wirklich auseinanderzusetzen hat. So hatte sich die Linke dort den auch seit jüngstem für virtuellen Publikationen der NPD in Mecklenburg-Vorpommern mitverantwortlichen David Petereit vorgenommen gehabt, um dessen Nachbarn vor seinen angeblichen gemeingefährlichen politischen Umtrieben zu warnen. Wir zitieren wie folgt:
![]() |
Neonazi-Outing in Rostock-Lichtenhagen
Letzten Dienstag wurde in Rostock Lichtenhagen der Neonazi David Petreit an seinem Wohnort und an seiner Uni geoutet. Petereit ist einer der führenden Kader der mecklenburg-vorpommerschen Neonaziszene und kandidiert für die NPD zu den Landtagswahlen.
David N. Petereit, 25 J., ist einer der aktivsten Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern. Der NPD-Neuzugang wohnt im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen in der Flensburger Str. 28 und studiert seit dem Sommer 2004 Jura an der Universität Rostock.
Der aus Neustrelitz kommende Neonazi fungiert als Führungsfigur der Mecklenburgischen Aktionsfront [MAF], einer Kameradschaft aus dem Raum Mecklenburg-Strelitz. Seit 2002 wirbt er als Ordner, Redner und Anmelder bei rechten Aufmärschen für sein menschenverachtendes Weltbild. So unterstützte Petereit im August 2003 die Aktivitäten gegen die Wanderausstellung “Kriegsverbrechen der Wehrmacht” unter der Losung “Opa war in Ordnung”. Sein revisionistisches Geschichtsverständnis zeigt sich auch in der von der MAF initiierten Hetze gegen die Gedenkausstellung “Anne Frank”. Unter dem Slogan “Alles Lüge!” wurde durch Aufkleber und Plakate die Echtheit des Tagebuches der Anne Frank geleugnet und die Abschlussveranstaltung massiv gestört.
| Von Linken lernen – Bild 1 |
Im Mai diesen Jahres war der NPDler selbst Anmelder einer Demonstration in Neubrandenburg. Dem Motto: “SPDPDSCDU = Außer Spesen nichts gewesen – Schwerin wir kommen!” folgten etwa 200 Neonazis – aus dem Umfeld der “Autonomen Nationalisten”, der MAF und der NPD – um den Wahlkampf der rechten Volksfront einzuläuten.
| Von Linken lernen – Bild 2 |
Seit mehreren Jahren gibt David Petereit die Neonazi-Zeitung “Der Weiße Wolf” heraus. Sie bezieht sich positiv auf den Nationalsozialismus und die Aktivitäten rechter Gruppierungen und wird vom Verfassungsschutz als neonazistische Publikation eingestuft. Neben Rezensionen indizierter CDs sind dort Kontaktmöglichkeiten zu inhaftierten Neo- und Altnazis, sowie Links mit strafrechtlich relevanten Inhalten (Auschwitzleugnung, Bombenbauanleitungen, verbotenen Liedern, Hasslisten, etc.) zu finden. Durch sein Engagement für die ultra-rechte Organisation “Kulturkreis Strelitz” versucht Petereit neues Potenzial für die rechte Szene zu rekrutieren, indem Kinder und Jugendliche durch Volkstänze, Wanderungen und Sportveranstaltungen auf die rechte Ideologie eingeschworen werden.
Nach dem Wahlerfolg der sächsischen NPD, durch den Zusammenschluss von Kameradschaften und Partei, traten auch in MV zahlreiche Kameradschaftsmitglieder in den Landesverband der NPD ein. So auch David Petereit im Oktober letzten Jahres, um einen Monat später zum Vorsitzenden der Landesschiedsgerichts-Kommission gewählt zu werden. Mittlerweile kandidiert der Neonazi und angehende Jurist, der sich schon in mindestens acht Ermittlungsverfahren verantworten musste, auf Platz 13 der Landesliste für den Schweriner Landtag. In Hinblick auf die Landtagswahlen haben Neonazis ihre Aktivitäten kontinuierlich gesteigert und auch in nächster Zeit werden NPD und mit ihr die “freien Kameradschaften” massiv mit Infoständen, Flyer-Verteilaktionen und Kundgebungen aufwarten.
Quelle: Indymedia 12.07.06 23:48
Ja, von der politischen Konkurrenz kann man immer wieder lernen und jetzt wo wir deren Methoden wieder einmal kennenlernen durften, fragen wir das Mobile Beratungsteam, was man eigentlich von uns will, da wir im Vergleich zu solchen Methoden in der Tat noch sehr höflich und zuvorkommend sind. Wohl besser, wir bleiben doch so wie bisher.
Wie es auf Indymedia in einem Kommentar heißt, hing das Konterfei Petereits an dessen Haustür lediglich eine Viertelstunde. Warum eigentlich? Angriffe wie diese zeigen doch eigentlich nur, daß man politisch im wahrsten Sinne des Wortes auf dem rechten Wege ist, zumal in ihnen nachgewiesen wird, daß man nichts tut, wofür man sich auch nur ansatzweise zu genieren hätte.
Quelle: Störtebeker-Netz 13.07.06






17 responses so far ↓
1 J.B. // Jul 13, 2006 at 16:45
„…sein menschenverachtendes Weltbild. So unterstützte Petereit im August 2003 die Aktivitäten … unter der Losung “Opa war in Ordnung”.“
Wirklich sehr menschenverachtend!
Eigentlich ein nettes Bild von dem „Ge-Outeten“ auf dem Plakat. Müßte nur noch NPD oder MAF drunter stehen, dann wäre die Sache perfekt!
2 griesgram // Jul 13, 2006 at 17:15
@Schriftleitung

Gibt es hier zukünftig auch die Adressen von Linken?
Vielleicht sogar von Bonk?
3 Dekko // Jul 13, 2006 at 19:09
Größenwahn, Selbstüberschätzung, Diffamierung und Irrsinn auf beiden Seiten… Willkommen in der politischen Subkultur! Mit dem besten Wissen dass die Mitte auch nicht besser ist…
4 Heimatschutz // Jul 13, 2006 at 20:04
Nein Dekko. Die von Ihnen so genannte Subkultur ist die wahre politische Kampfkultur. Und in Ihrer “Mitte” gibt es außer Verteilkämpfen um Geld und Posten keine. Vergleichen Sie Ihre ekelhaften Besatzerpolitik-Intrigen bitte nicht mit unserem Kampf! Wir setzen unsere Namen, Existenzen und unsere Leben aufs Spiel. Ihresgleichen setzt vielleicht Pensionsansprüche aufs Spiel und tummelt sich vor lauter Langeweile in diesem Forum. Sie sind ein arroganter und dekadenter Mensch. Wenn Ihnen die “Subkultur” nicht gefällt hauen Sie besser ab. Denn Sie halten mit Sicherheit nicht das aus was wir aushalten. Und schlimmstenfalls sind Sie die nächste Kreatur, die für “Exit” auf Vorlesungstour geht.
Dekko meiden!
Heimatschutz
5 Das Telefonbuch // Jul 13, 2006 at 20:19
Da werden Sie geholfen:
…
oder
Bürgerbüro Julia Bonk
\”WIR AG\”
Martin-Luther-Straße 21
01099 Dresden
Telefon: 0351 – 821 47 92
Fax: 0351 – 821 47 93
oder
\”Julia – Wege zum Glück\” ist eine Auftragsproduktion von ZDF, ORF und SF. Ausführende Produktionsfirma ist die Grundy UFA.
6 Der Hans // Jul 13, 2006 at 23:03
@griesgram
Schau mal hier rein: http://www.juliabonk.de/de/kontakt.html
Und dann frag sie ganz harmlos. Besonders helle soll sie ja nicht sein, wie man hört.
7 Dekko // Jul 13, 2006 at 23:17
Danke Heimatschutz für diese warmen Worte.
“Die von Ihnen so genannte Subkultur ist die wahre politische Kampfkultur.”
Richtig!
“Und in Ihrer “Mitte” gibt es außer Verteilkämpfen um Geld und Posten keine. ”
Auch richtig. Aber warum ist es plötzlich meine politische Mitte? Lesen hätte in diesem Falle schon geholfen…
“Ihresgleichen setzt vielleicht Pensionsansprüche aufs Spiel und tummelt sich vor lauter Langeweile in diesem Forum.”
Beides falsch, erstens weil ich nicht “ihresgleichen” bin und zweitens weil ich mich nicht aus Langeweile sondern aktivem Interesse in diesem Forum rumtummle. Und natürlich weil Meckern, nörgeln, diskutieren hier weitaus mehr Spaß macht als auf irgendwelchen Antifa- oder Bürgerlichen Seiten.
“Wenn Ihnen die “Subkultur” nicht gefällt hauen Sie besser ab. ”
Ich liebe die Subkultur! Ein großes Kuriosenkabinett, polemisch, abstrus, ästhetisch auf höchstem Niveau und mit manchmal überraschend hellen Bemerkungen.
“Und schlimmstenfalls sind Sie die nächste Kreatur, die für “Exit” auf Vorlesungstour geht.”
Hihi, ja, der Idealismus. Des Idealisten größter Feind.
8 sven // Jul 14, 2006 at 1:00
…
Diese Kommentarspalte ist leider nur für die im deutschen Sprachgebrauch geltende Groß- und Kleinschreibung geeignet. Texte in permanenter Kleinschreibung werden daher unabhängig ihre Inhalts von vornherein ausgeschieden.
Schriftleitung Altermedia
9 jörg // Jul 14, 2006 at 6:32
@Heimatschutz
Ihr Leben setzen Sie auf’s Spiel? Ihre Existenz? Wo denn? Beim Kampftrinken?
Prost
mit patriotischen Grüßen
Jörg
10 Welf // Jul 14, 2006 at 7:48
“Bonk” im Englischem heisst auf Deutsch ueberstezt so gut wie bummsen. So wenn ich hier sage “I am going to bonk…” heisst das so gut wie: “Ich bummse / fic%$#…….”
Guter Name fuer eine PDS Tante die zwar relative gut aussieht, aber das wars dann wohl……
Julia, bonk dich selber……
MKG aus Australien
Welf
11 Peter W // Jul 14, 2006 at 11:18
@ Welf :
„…Guter Name fuer eine PDS Tante die zwar relative gut aussieht, aber das wars dann wohl…“
Ich verstehe gar nicht was Manche für einen ulkigen Geschmack haben. Gut aussehen täte sie auf einer Arzeneireklame für ein Mittelchen gegen chronische Magersucht oder als abschreckendes Beispiel für den Arbeitsschutz des Anstreichergewerbes ( bei Rostschutzanstrich von Oberleitungsmasten Helmpflicht!). Das Kind muss eindeutig noch ein paar Jahre auf die Weide.
12 jörg // Jul 15, 2006 at 14:00
@Peter W
Deine Gattin ist stark übergewichtig, gell? *grins*
Ich finde sogar, dass Frau Bonk hammergut aussieht.
13 Heimatschutz // Jul 15, 2006 at 14:15
@ Jörg
Sie sind so ein ganz Schlauer, wie? Ihre patriotischen Grüße von weiter oben erwidere ich nicht. Sie sind ein -wahrscheinlich bezahlter- Provokateur und ein Idiot zudem. Ihr Eintrag von 14:00 zeigt eindeutig, aus welchem Lager sie stammen. Haben Dekko und Sie eigentlich den gleichen Vorgesetzten?
14 Peter W // Jul 15, 2006 at 20:36
@ jörg:
„…Deine Gattin ist stark übergewichtig, gell? *grins*…“
Wie kommen Sie denn auf übergewichtig? Nun, ich spiele in dieser Hinsicht in einer etwas anderen Liga. Daher bin ich etwas erstaunt, wenn die Kameraden so einen durchschittlichen Backfisch als gutaussehend empfinden. Müssen mitunter schlimme Dinge gewöhnt sein. Daran muss wohl auch noch gearbeitet werden.
Aber das gehört nicht ganz hierher .
15 Benno // Jul 16, 2006 at 15:24
Ich kann mich an das Frühjahr 2005 erinner. Da wurde bei stoertebeker die Andresse einer jungen Frau aus Strahlsund veröffentlich. Die war gegen Nazis. Hier haben die Linken von Euch gelernt! Und jetzt weint Ihr bitterlich?
Die Linken von uns lernen? Na da haut aber einer auf den Putz. Tatsächlich lernen wir von ihnen und zwar jeden Tag von neuem. Die Methoden der Linken zum Outen politischer Gegner sind schon Jahrzehnte alt oder besser gesagt, so alt wie sie selber. Ihr Problem besteht lediglich darin, daß sie dabei nur austeilen, aber nicht einstecken können. Und wenn man erst die eigene Adresse in der Zeitung gelesen hat, dann nimmt man es mit anderen auch nicht mehr so genau. Du solltest öfter Altermedia und artverwandte Seiten lesen, dann siehst du, daß wir eher noch sehr, sehr zurückhaltend sind. Was die \”junge\” Frau betrifft, so ist das übrigens bereits ein ziemlich angejahrtes und häßliches Reptil.
Ach so, wo bitte schön weinen wir bitterlich? Bitte Zitat. Wir zeigen lediglich auf und vergleichen, dabei wissen wir sehr wohl, daß wir uns in einer Auseinandersetzung befinden in der es keine gegenseitige Rücksichtnahme gibt. Allerdings amüsiert es schon, Moralaposteln wie dir zu demonstrieren, daß sie auch nicht um ein Haar besser sind, als die von ihnen ewig gescholtenen Gegner.
Schriftleitung Altermedia
16 Dekko // Jul 16, 2006 at 22:43
“Haben Dekko und Sie eigentlich den gleichen Vorgesetzten?”
Politisches Nischendenken ist ekelerregend. Was das betrifft nehmen sich die Rechte und die Linke (und die Mitte) wirklich nicht viel. Die Frage, wer das von wem gelernt hat, erspare ich mir jetzt einfach mal.
17 Kopfschüttler // Sep 6, 2007 at 13:02
Hallo,
also ich bin weder “Rechts” noch “Links” orientert, und finde das dieses Plakt, wenn nun auch mehr als ein Jahr her, schon einem Mordaufruf gleich kommt. Ich bin sehr schockiert darüber wie unmenschlich beide Seiten sein können!
Ihr Linken schimpft über die Nationalsozialisten u.s.w. und selbst seid Ihr nicht besser…
Wer Hass mit Hass bekämft, wird nur einen Krieg entfachen…
Sollten wir als Menschen nicht schlauer sein, egal ob Rechts oder Links. Sollten wir aus unserer Geschichte nicht gelernt haben und sollte es nicht Ziel sein soetwas nie erleben zu müssen?
Es gibt etwas, was ich von Phil Bosmans vor ca. 8 Jahren gelesen habe und es für mich verinnerlicht habe:
” Ich gehe auf der Straße und sehe keine linken Menschen, ich sehe keine rechten Menschen. Sondern nur: Menschen.
Ich dränge mich im Berufsverkehr in Bus und Bahn und Zug, und sehe keinelinken Menschen und ich sehe keine rechten Menschen, sondern nur: Menschen. Menschen, die es eilig haben.
Ich gehe ins Krankenhaus und ich sehe keine linken Menschen, ich sehe keine rechten Menschen, sondern nur: Menschen. Kranke Menschen, die Schmerzen haben.
Warum die Menschen einteilen? Warum ihnen ein Etikett ankleben? Warum sie mit einer Farbe anstreichen? Warum die Menschen einteilen in gute un böse, in gelbe und rote, in linke und rechte Menschen?
Warum?”
“Hab die Meschen gern, so wie sie sind.
Andere gibt es nämlich nicht.”
Ich denke das dies die einzige Wahrheit diesbezüglich ist und finde das ständige Hin- und Hergehetze zwischen Der Linken und Rechten Partei völlig daneben ist.
Leave a Comment