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Potsdam / Brandenburg: Wenn es im wirklichen Leben etwas nutzloseres gibt, außerdem Theologen, so ist es wohl deren weltliches Pendant – der Politologe. Hier wie dort zimmert man an der perfekten jeweiligen Weltanschauung, mit deren Auslegung man sich den gegenwärtigen herrschenden Verhältnissen nach Kräften anbiedert. Spendet der Theologe diesbezüglich den entsprechenden verbalen Weihrauch, so sorgt der Politologe für die intellektuelle Gleichschaltung.
Eins haben jedoch beide gemeinsam, beide sind in der Regel ausgesprochen langweilig und nur wenig originell. Das zeigt sich auch jetzt in Brandenburg nach den vergangenen Kommunalwahlen. So gelang es NPD und DVU bei diesen hier und dort einige Mandate zu erwerben, ohne dass dabei freilich von einem flächendeckenden Erfolg zu sprechen wäre. Dabei war ein solcher noch nicht einmal gänzlich unmöglich, denn wenn es nicht dazu kam, so lag dies nicht etwa theologischer oder politologischer Anti-Rechtsaufklärung, sondern an der schlichten Tatsache, dass weder DVU und NPD über geeignetes Personal verfügen, um auf diese Weise kommunal in größerem Maße flächendeckend antreten zu können. Im Falle der DVU, die immerhin die zweite Legislaturperiode im Landtag sitzt, ist dies besonders blamabel und nicht eben ein Zeichen für erfolgreiche Basisarbeit in den vergangenen Jahren.
Doch Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, so verwundert es nicht, wenn nunmehr auch Politologen mal wieder das große Wort führen, wie man denn mit politisch als unkorrekt empfundenen Volksvertretern umzugehen habe. So empfiehlt Politologe Oskar Niedermayer von der Freien (sic!) Universität Berlin „strikte Ausgrenzung“ durch die demokratischen Kräfte. So dürften Volksvertretern aus den Reihen von DVU und NPD in den Parlamenten keine Bühne für Auftritte geboten werden. Nach Ansicht dieses Experten dürfe es noch nicht einmal inhaltliche Diskussionen geben, da man auf diese Weise Gefahr läuft, die politischen Kontrahenten aufzuwerten.
Darüber hinaus stellte Niedermayer fest, dass es auch Neonazis gäbe, die über rhetorische Fähigkeiten verfügten und man daher hundertprozentig sicher sein müsse, dass man den Rechtsextremisten auch Paroli bieten könne, ehe man sich auf Diskussionen mit ihnen einlasse. – Eine Aussage, die, unseres Erachtens, hinreichend erklärt, weshalb es solche Diskussionen nicht gibt, bzw. nicht geben kann. – Besonderes Lob erteilt der Politologe der Ausgrenzungspolitik des brandenburgischen Landtags, wo es nach seiner Ansicht gelungen sei, die DVU weitestgehend auszugrenzen. Nicht ganz so in der Sonne politologischen Lobes sonnen darf sich hingegen der sächsische Landtag, wo es in der Vergangenheit immerhin durchaus schon mehrfach schwarze Schafe unter den demokratischen Abgeordneten gab, die frecherweise nicht nach den Vorgaben ihrer Fraktionsführung abstimmten, sondern nach ihrem eigenen Gewissen, was der NPD-Fraktion immerhin schon mal die eine oder andere Zusatzstimme für ihre Anträge bescherte.
Ebenfalls auf Ausgrenzungskurs geht Politologe Christoph Kopke vom Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrum, der in den Stimmenzugewinnen von DVU und NPD bei den Kommunalwahlen jedoch keinen „Rechtsruck“- oder gar „Durchbruch“-Charakter beimessen möchte, auch wenn deren Kandidatenzahl im Vergleich zu den letzten Jahren etwas gestiegen ist. Stattdessen weist er daraufhin, dass in Brandenburg bislang noch keine sächsischen Verhältnisse herrschen und es durch aus möglich sei, die DVU im Jahre 2009 aus dem Landtag zu werfen. Ein Umstand, der dann allerdings nicht so sehr Leuten wie Niedermayer und Kopke geschuldet sein wird, sondern der Unfähigkeit der DVU selber, sich eine organische Parteibasis aufzubauen.
Auch Kopke ist, ähnlich wie sein Kollege Niedermayer, voll des Lobes über die Ausgrenzungspolitik des brandenburgischen Landtags und dessen klare Linie bei den dem demokratischen Parteien SPD, CDU und Linke, die DVU nicht als gleichberechtigte Partei zu akzeptieren. – Ja, so spricht ein echter Demokrat, nur, wenn die DVU trotz ihres immerhin eindeutigen Wählervotums nicht als gleichberechtigte Partei behandelt wird, was ist dann das Gleichheitsgeschwätz wert, mit dem das Grundgesetz der Bundesrepublik den ihm unterworfenen Bürgern vorgaukelt, dass gerade die politische Gleichberechtigung eine der wichtigsten Säulen unseres Staates ist? … Genau lieber Leser, dieser Ansicht sind wir auch.
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30.09.08





16 responses so far ↓
1 Alois Rommel // Oct 3, 2008 at 16:31
Tag der Deutschen Dummheit-was soll man noch sagen oder schreiben?
2 schulz // Oct 3, 2008 at 16:33
Mensch, Rechtschreibung beachten! Das ist ja kaum auszuhalten. Weiterhin: Konjunktive bei indirekter Rede – entweder ganz oder gar nicht (würde euch keiner verdenken).
3 Rudolf // Oct 3, 2008 at 16:41
Und ich hab in der Schule gelernt, andere auszugrenzen sei ganz fies und gemein
Freut mich zu hören, dass es da jetzt neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gibt.
Diskutiert nicht mit Nazis, sie könnten euch überzeugen!
(Ein um den Hals gehängtes Hammer-und-Sichel-Amulett soll gleichwohl viele Nazikräfte absorbieren. Ebenfalls trauen sich Nazis nur in der Dunkelheit zu Diskussionen, da Nazis bei Tageslicht zu Staub zerfallen).
4 Axel Heinzmann // Oct 3, 2008 at 16:58
Diese Halunken verraten
alle Ideale der Aufklärung und des Versuchs einer wertfreien Wissenschaft, sind, auch als verkappte Kommunisten die eigentlichen “Faschisten” und gehören auf den Misthaufen der Geschichte. heinzmann.axel@web.de
5 griesgram // Oct 3, 2008 at 17:08
“Nach Ansicht dieses Experten dürfe es noch nicht einmal inhaltliche Diskussionen geben, da man auf diese Weise Gefahr läuft, die politischen Kontrahenten aufzuwerten.”
Ein weiterer Offenbarungseid unserer allerdemokratischsten Herren!
Hat da nicht die Tage ein linker Wirrkopf hier in der Kommentarspalte getönt, daß man die NAZIs immer so leicht an die “Wand reden” könne?
Mal gespannt, ob er sich zu der Sache nochmal äußern will.
6 bildad // Oct 3, 2008 at 17:35
Stimmen die Gerüchte, das Naddel bei der EU-Wahl nächstes Jahr auf Platz 2 hinter Dr. Frey für die DVU antritt ?
http://www.vienna.at/microsite/artikel/exclusiv-beitrag-hc-und-naddel/cn/news-20080930-11244899
Lustig oder traurig, der zweite Beitrag in der Sendung. Naddel mit Strache.
7 Journalistenkicker // Oct 3, 2008 at 17:40
Bitte DVU + REP zumachen damit die NPD wenigstens halbwegs eine Chance hat.
8 bildad // Oct 3, 2008 at 19:11
Da könnte man Udo Pastörs rausdrücken, als einen der Kandidaten als neuer NPD-Vorsitzender.
Bedingung als neuer NPD-Chef ist, so wochenlang Wahlkampf wie HC Strache machen .
Udo denkt sich : “Kein Problem für mich , jeden Tag ein paar Brandreden auf Hauptplätzen zu halten, Bedingung erfüllt”
Nein, nein, Udo du musst nächtelang durch Discos mit Hip-Hop Musik mit Naddel ziehen und Jungwählerstimmen, serbischer und türkischer Neustaatsbürger keilen. belehr
9 wolzow // Oct 3, 2008 at 19:46
Das man nationalsozialistische Weltanschauung in der breiten Öffentlichkeit leicht verbreiten kann ist nichts Neues, neu ist nur das man das Wort Nationalsozialismus dabei nicht erwähnen darf.
Jeder Deutsche ist im Grunde Nationalsozialist, nur weiss er es eben nicht oder er weigert sich es zu zu geben.
Jeder normale Deutsche wird das 25-Punkte-Programm verstehen und dem zustimmen was es beinhaltet, leider haben 60 Jahre Umerziehung die Synapsen der Deutschen beschädigt, so das diese bei bestimmter Wortwahl Augen und Ohren verschliessen (Jude,Nazi,Hitler,SS,SA….usw.). Probiert einfach mal NS-Weltanschauung eurem Nachbar-, Kollegen- oder Bekanntenkreis zu erklären, jeder wird zustimmend nicken, aber nur so lange wie bestimmte Schlagwörter nicht fallen.
Erläutert ruhig und gewissenhaft das 25-Punkte- Programm in allen Einzelheiten ohne in eine direkte Wortwahl zu verfallen…… Ihr werdet staunen wer sich so alles als aufrechter und überzeugter NSler entpuppt.
Viel Spass und vor allem was wichtiger ist: Erfolg.
NS: Schlussendlich wird der Gesprächspartner zum Ende sagen:
Wir bräuchten nur einen Hitler, einen klitzekleinen Hitler, aber einen Hitler und alles läuft wieder wie es sein sollte.
Achtung: Ein geschulter Antideutscher/ Antifant oder ein Kryptojude wird allerdings aus dem Gespräch erkennen worauf man hinaus will. Da hilft nur noch die Goebbelsche Frage:
“Sind Sie etwa Jude?”
Die Antwort wäre dann zwar negativ, aber der rethorische Sieg gewiss.
Nun sage noch einer unsere Ahnen hätten uns nicht ein grosses Erbe hinterlassen. Sie haben es, den grössten Reichtum überhaupt, den Nationalsozialismus.
10 Henker von Lille // Oct 3, 2008 at 20:07
Wie wär’s mit ‘nem Brandzeichen? Branding ist doch in, oder? Jeder politisch nicht mindestens 110% korrekte Bunzelbürger kriegt ein Hakenkreuz auf die Stirn gebrannt. Äh… Ach so… geht ja gar nicht, ist ja ein “verfassungsfeindliches” Symbol, was auch immer damit gemeint sein könnte. Vielleicht, daß es darauf hinweist, daß das GG nur vom Feind (und seinen Helfern) als Verfassung bezeichnet wird?
11 Schwert // Oct 4, 2008 at 7:32
@Axel Heinzmann
Hm, das hast du schön gesagt:-))! Nur 1 und 1 zusammenzuzählen mußt du noch üben…
Die “wertfreie Wissenschaft” ist tatsächlich wertfrei; und noch mehr, sie ist wert- und sinnlos.
Und die so genannten “Ideale der Aufklärung” sind ja gerade der Steigbügelhalter der heutigen Systemoberen. Nur über die “Aufklärung” bzw über das durch die “Aufklärung” veränderte Bewußtsein gelangten die heutigen Herren an die Hebel der Macht. Diesen Fakt leugnet selbst wikipedia nicht ( http://de.wikipedia.org/wiki/Davidstern ):
“Ab dem 18. Jahrhundert gilt das Hexagramm als allgemeines Glaubenssymbol. Mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert, als in Europa die Judenemanzipation Hoffnungen auf eine volle Staatsbürgerschaft in den neugebildeten europäischen Nationalstaaten weckte, trat ein wichtiger Wandel ein. Bisher war das Judentum von den übrigen Buchreligionen nie als gleichwertig anerkannt worden. [...] Als europäische Juden Ende des 19. Jahrhunderts schließlich tatsächlich zunehmend gleichberechtigt und am politischen Geschehen beteiligt wurden, wuchs allerdings auch der Antisemitismus in nicht-jüdischen Kreisen. Als Antwort darauf kann der Zionismus betrachtet werden: die Bewegung zur Errichtung eines selbstständigen jüdischen Nationalstaates. Die Zionisten übernahmen auch den Magen David, allerdings eher als säkulares, denn als religiöses Symbol.”
Zu Risiken und Nebenwirkungen lese man die so genannten “Protokolle”…
12 Schwert // Oct 4, 2008 at 7:38
Noch was witziges aber nicht minder treffendes zum Thema “Theologe”:
http://de.youtube.com/watch?v=rHoevN7×9Zs
13 Findseisen // Oct 5, 2008 at 9:12
Aus den Hirnen gewisser linksgewickelter “Intellektueller” entspringt keine Weisheit, sondern Bosheit,Dummheit, Demokratiefeindlichkeit. Aus der Kiste der Roten hüpfen Neokommunisten heraus und wollen eine Diktatur; das heißt den ROTFASCHISMUS beleben.
14 Schandmaul // Oct 5, 2008 at 16:21
Liebe Verfasser,
führt euch vor Augen, daß es auch rechte Politologen gibt, die keine geistige Gleichschaltung betreiben!
Daß, was diese “Wissenschafter” von sich geben, haben sie von ihrem 68er-Professor gelernt und käuen es jetzt brav wieder.
15 Dietrich Behl // Oct 6, 2008 at 6:16
Schandmaul ist zuzustimmen. Es sei allerdings auch darauf hingewiesen, daß es durchaus nationale Theologen gibt. Und warum Theologie nutzlos sei (oder: sein müsse), bleibt der Artikel zu erklären schuldig. Sehr schade.
Schluß mit der Volksentzweiung!
16 BdU // Oct 6, 2008 at 10:13
Es ist erschreckend, daß solcher Abschaum sich auch noch Politologe schimpfen darf obwohl sie ganz offensichtlich im Studium nichts wirklich Grundsätzliches über Demokratie oder die FDGO gelernt haben sondern nur die totalitäre Suppe der PC gelöffelt haben.
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