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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Vor Nebenbuhlern wird gewarnt – Konkurrenzschlacht an der parlamentarischen Futterkrippe in Mecklenburg-Vorpommern (09.09.09)

September 9th, 2006 · Post your comment (17 Comments)

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Ludwigslust / Mecklenburg: Je näher der Wahltermin der Landtagswahlen rückt und mehr und mehr wahrscheinlich wird, daß am 17. September auch die NPD mit in den künftigen Schweriner Landtag einzieht, desto hysterischer gebärdet man sich in etablierten Parteizentralen. Und nicht nur dort. Auch Landräte und Kreistagspräsidenten vergessen zunehmend, daß sie an sich zu einer gewissen politischen Neutralität verpflichtet sind, zumal in Wahlzeiten. Doch wen schert es, wenn er fürchten muß, daß die nächsten Wahlen unter Umständen die eigene Pfründe beeinträchtigen könnten.

Rolf Christiansen

Maika Friemann-Jennert

Dies sieht man auch im Ludwigsluster Kreistag so. Daher verwundert es nicht, wenn Landrat Rolf Christiansen (SPD) und Kreistagschefin Maika Friemann-Jennert (CDU) das Wahlvolk in einem regelrecht verzweifelten Aufruf dazu nötigen*, doch bitte, bitte am 17. September wählen zu gehen – allerdings nur solche Parteien, die Landrat und Kreistagspräsidentin für genehm halten. Ein Aufruf, der nach Ansicht des LUDWIGSLUSTER TAGEBLATTES bereits auf große Resonanz stieß, so berichtet das Blatt voller Entzücken, daß sich bereits 56 namhafte Persönlichkeiten aus dem Landkreis als Erstunterzeichner angeschlossen haben, darunter Unternehmer, Landwirte, Pastoren, Vorsitzende von Vereinen und Verbänden, Politiker, Bürgermeister. Was das Blatt dabei freilich nicht berücksichtigt ist, daß es sich bei diesen Unterzeichnen faktisch um ein Who is who von Vertretern der etablierten Parteienoligarchie und der direkt von ihr abhängigen Klientel handelt, keineswegs aber um einen Querschnitt der eigentlichen Kreisbevölkerung. Diese ist, ebenso wie in den meisten anderen Kreisen des Landes, nicht minder frustriert und abgestoßen über die bisherige Politik der Kartellparteien, daß es für sie nur eine Wahl gibt, entweder NPD oder gar nicht wählen. Daß wir letztere Option unter gegenwärtigen Umständen keineswegs für die schlechteste Lösung halten, sei an dieser Stelle nur der Form halber erwähnt.

* Daß der Ausdruck Parteienkartell für die etablierten Parteien keineswegs übertrieben ist, erkennt man derzeit auch im Wahlkreis 16 (Bützow/Güstrow), wo die Direktkandidaten von SPD, CDU, Die Linke.PDS, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und WASG einen artverwandten Aufruf an das gewöhnliche Wahlvolk erließen. Wer solche Aufrufe erläßt, zeigt eigentlich nur, daß ihm jeglicher demokratischer Gedanke fremd ist und daß das was er als „Demokratie“ ausgibt, nicht mehr ist, als eine ganz gewöhnliche Parteienoligarchie mit mafiaähnlichen Strukturen. Wer sich für eine solche Art von „Demokratie“ bekennt, bekennt eigentlich nur, daß er ein Schafskopf ist, der von echter Demokratie nicht den geringsten Schimmer hat. – Die Schriftleitung

Daran ändert auch nicht das Phrasengeschwafel, wonach Demokratiefeindlichkeit und Extremismus nicht ein Problem lösen würden. Dies mag sicher nicht falsch sein, allein die bisherige Politik der Aufrufunterzeichner zeigt nicht nur zur Genüge ihr ausgesprochen seltsames Demokratieverständnis, sondern auch, daß sie selber nicht in der Lage sind Arbeitsplätze zu schaffen, wohl aber in der Lage ein ganzes Volk zugunsten fremder Minderheiten in den Ruin zu führen.

Lächerlich machen sich die Unterzeichner, wenn sie von ihren politischen Gegnern als „getarnten Feinden von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ sprechen, zeigen die letzten Jahre doch zur Genüge, daß es nicht nationale Parteien sind, die Grundrechte aufweichen und einen Überwachungsstaat aufbauen, sondern die Parteien der Unterzeichner höchst selber. Fast gewinnt man den Eindruck, daß man die Demokratie zur Sicherheit lieber selber abschafft, ehe andere dazu überhaupt Gelegenheit bekommen können. Dabei vergißt man allerdings, daß allen großen Tyranneien der Weltgeschichte keineswegs blühende und friedliche Demokratiewesen vorausgingen, sondern ganz gewöhnliche Polizeistaaten, die lediglich durch einen anderen, unter Umstände noch umfassenderen ersetzt wurden. Sollte dies tatsächlich einmal geschehen, so darf sich das etablierte Parteienkartell der Bundesrepublik dazu gratulieren, hierfür die Vorarbeit geleistet zu haben, ist es mit der Zeit für eine Nation doch bequemer von einem, statt von vielen Gaunern regiert zu werden.

Regelrecht absolutistisch klingt es, wenn es im Aufruf heißt: „Zu jeder politischen Richtung gibt es Alternativen, aber es gibt keine Alternative zur Demokratie.“ Über Jahrhunderte verteidigte man mit artverwandten Worthülsen Thron und Altar, bis man dann feststellte, daß es dazu sehr wohl Alternativen gibt. Ähnlich ist es auch mit der Demokratie, denn um eine solche abzuschaffen, muß man erst mal eine haben und was wir hier in Deutschland haben, dürfte von Jahr zu Jahr weniger mit dem Begriff Demokratie zu tun haben, was Wunder, wenn mehr und mehr Wähler den Parteien den Stinkefinger zeigen.

Der Vogel wird im Aufruf freilich abgeschossen, wenn es heißt: „Wenn Rechtsextreme Einfluss in unserem Land gewinnen, geraten auch Ihre persönliche Freiheit und Würde in Gefahr. Überlassen Sie unsere Zukunft nicht Rassisten! Setzen Sie ein Zeichen für Demokratie, für Mitmenschlichkeit für Toleranz und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt!“ Und das sagen Vertretern von Parteien, die Deutschland nach Möglichkeit in jeden Weltkonflikt mit einbeziehen wollen, die die das Demonstrations- und Versammlungsrecht bereits ebenso ausgehebelt haben, wie Post- und Fernmeldegeheimnis, die die Deutschen zu Fremden im eigenen Land gemacht haben. – Man muß in der Tat schon sehr von sich eingenommen sein, um nach der bisherigen Politik des etablierten Parteienkartells im Lande noch ausreichend Idioten zu finden, die solchen Blödsinn für bare Münze nehmen.

Alles in allem ist es so aus, daß der Wähler letztlich nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera hat und daß er nach der Wahl in jedem Fall der Dumme ist, ganz gleich wo er sein Kreuz macht.

Siehe auch
Landkreis Ludwigslust

Ludwigsluster Tageblatt (SVZ) 9.09.06

Güstrower Anzeiger (SVZ) 09.09.06

Quelle: Störtebeker-Netz 09.09.06



Tags: Allgemeines

17 responses so far ↓

  • 1 Michael // Sep 9, 2006 at 15:40

    Wer ist die süße blonde mit dem Nordland T-shirt,die das NPD-Plakat aufhängt? :-D Die Linken werden sich noch wundern,wenn wir in Meck-Pom eingezogen sind,dann ziehen wir später auch noch in andere Landtage ein,Bundestag glaube ich zwar die nächsten 10 Jahre nicht dran,aber Landtage wären möglich.Bremen war damals sehr knapp für die DVU,die sind nur gescheitert,weill die Schill-Partei damals auch 4,7 Prozent hatte,und da es die heute so gut wie nicht mehr gibt,dürte dem am 13.05.2007 auch nichts im Weg stehen! Bei einer nicht ganz aktuellen Umfrage steht die DVU da nämlich auch bei 3 Prozent,und dass ist ausbaufähig. Berlin halte ich allerdings für unrealistisch,es sei denn,die Moscheegegner schließen sich komplett der NPD an,woran ich nicht gerade glaube,da die CDU auch weit in das Thema eingedrungen ist.

  • 2 Anonymous // Sep 9, 2006 at 16:08

    In Berlin Treptow-Köpenick gab es einen Zettel von
    der “”"Sozial”"”"demokratischen”"”"Partei D mit der
    Überschrift: Wussten Sie schon …?

    Zitatesammlungen vom NPD Vorsitzenden

    u.a. folgende:

    “Zweifellos handelt es sich bei Hitler um einen großen deutschen Staatsmann.”

    Wäre Hitler kein großer Staatsmann gewesen,
    dann würde die Geschichte anders aussehen.
    Große Staatsmänner aus den Reihen der SPD in den letzten Jahren? Mir fällt keiner ein.

    “Wer uns angreift, muß selbst mit Verletzungen rechnen.”

    Haben die bei der SPD noch nie etwas von Notwehr gehört?

    Deshalb jammert die SPD die Wähler voll, doch bitte die NPD nicht zu wählen.

  • 3 Eichenholz Original // Sep 9, 2006 at 18:49

    @ Michael

    “ausbaufähige 3 %”, “Bundestag in 10 Jahren” usw.
    Machen Dich diese Aussichten wirklich glücklich?

  • 4 Freibeuter // Sep 10, 2006 at 6:22

    Bemerkenswert zutreffende Situationsanalyse durch die Schriftleitung. Voll ins Schwarze getroffen…dem ist nichts hinzuzufügen ! Meine Hochachtung !

  • 5 stoiker // Sep 10, 2006 at 7:45

    Eichenholz Original
    Die meisten Parteimitglieder denken nicht polititisch, sondern vereinsmeierisch – ich meine das nicht negativ, das ist ebens so, die Leutchen könnten genausogut im Briefmarken- oder Geflügelzüchterverein wirken. Da wären sie auch sehr glücklich, wenn ihr Vereinsperlhuhn bundesweit den zehnten Preis kriegt. Ansonsten Verdummungs-Hamsterrad: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die reale Politik läuft nämlich parallel zum und völlig unbeeinflußt vom Parteienspektakel “Spiel mit verteilten Rollen” auf einer ganz anderen Schiene ab.
    Langjährige PMs z.B. bei den Reps machen da auch gar keinen Hehl mehr draus. Sie pflegen ihre Stammtische, die als patriotische Kuschelecken kräftigen Zulauf haben und halten Weihnachtsfeiern ab, gelegentlich gibt’s auch eine Riverboatshuffle. Mehr ist nicht drin.

  • 6 Wetekamp // Sep 10, 2006 at 8:38

    @Michael

    “Bundestag glaube ich zwar die nächsten 10 Jahre nicht dran,aber Landtage wären möglich”

    Wie jetzt? Sollen diese Parasiten etwa noch weitere 10 Jahre Deutschland zertreten, nur damit die NPD weiterhin Mißerfolge einfahren kann?

  • 7 Michael // Sep 10, 2006 at 12:40

    @ Eichenholz Original
    Glücklich machen die mich zwar nicht, aber zu mehr sind wir in den letzten Jahren nicht gekommen und dann wäre dass schon ein mal ein Fortschritt. Wenn die Republikaner mit ins Boot kämen und die ganzen versprengten Rechten aus den Nationalen Listen,von Bündins Rechts,von der Schill-Partei und jeder weiteren kleinen Vereinigung,dann sehe ich die Zukunft noch viel positiver,sollte es aber so bleiben,dass die immernoch ihren Eigenkram machen,dann werden wir im Westen nie Fuß fassen können und die NPD bleibt eine Regionalpartei im Osten.Ich sehe die NPD jetzt mal als Anführer des rechten Parteienlagers an,weil sie die einzige Partei mit guten Wahlerfolgen ist (momentan) und von Tag zu Tag neue Mitglieder bekommt im Gegensatz zu den anderen. DVU und Rep,die viel größer sind,nutzen ihr Potential nicht aus und werden daher langsam verschwinden (kann man als positiv oder auch nicht ansehen).Wenn es wirklich dazu kommt,dass in rund 10 Jahren nur noch die NPD als größte rechte Partei (mit mindestens 10.000 Mann,wie heute Rep und DVU) übrig geblieben ist,dann sehe ich eine Chance für den Bundestag 2013 oder 2017.

  • 8 Eichenholz Original // Sep 10, 2006 at 13:33

    @ Michael

    Lieber Kamerad Michael,

    natürlich hast Du recht, wenn Du sagst, Deine “Vision” der Einigung der Rechten auf eine 10.000 Mann Partei mit Teilhabe an diversen Landtagen und eventuell dem Bundestag 2017 sei schon einmal ein Fortschritt.

    Leider schreiten die deutschfeindlichen Entwicklungen schneller und stärker voran.

    Außerdem bliebe diese NPD weit unter den Möglichkeiten.

    Wendet man verpönter Weise mal die Evolutionstheorie auf ´die Soziologie an, dann stellt man sehr schnell fest, daß eine riesige “ökologische Nische” entstanden ist, ein Wählerpotenzial, welches von keiner derzeit aktiven Partei bzw. deren Politikern bedient wird. Wahlbeteiligungen von weniger als 50 % sowie Protestwähler und mißmutige Wähler (”kleineres Übel”) sprechen hier eine sehr deutliche Sprache.

    Insbesonder frührer CDU Wähler bzw. solche, die es sonst geworden wären, haben derzeit keine politische Heimat mehr, da die CDU nicht mehr von der SPD zu unterscheiden ist.

    Eine rechte Partei, die sich als Volkspartei begreift und auch so verhält, wäre momentan die einzige Volkspartei.

    Das heißt mehr als 10.000 Mann und 5 %.

    Ob die NPD diese Entwicklung hinbekommt, hängt ausschließlich von ihr selbst ab, wenn sie lieber Stammtischrunde bleiben möchte (siehe Stoiker), dann geht diese Chance an ihr vorbei.

    Im Sinne der Evolution wird allerdings dann jemand anderes diese Nische besetzen, daran besteht kein Zweifel.

  • 9 Axel Heinzmann // Sep 10, 2006 at 16:28

    Früher SED, heute SED. Unsere Verfolger von heute sind die Sozialistischen Einheitsparteien
    CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE/PDS/WASG. Sie müssen nur noch die alte Nationale Front der D”D”R wieder auferstehen lassen, und schon hätten wir auch das noch fehlende i-Tüpfelchen. Gegen diese linke Volksfront kann nur eine Volksfront von rechts Chancen haben, eine neue Harzburger Front! Von deren nationalsozialistischem Flügel ich freilich erwarte, daß er die anderen Teile nicht wieder über den Tisch ziehen wird!*
    heinzmann.axel@web.de

    Nette Phantasie, aber Sie müssen deswegen nicht gleich Ihre Tastatur zerkloppen, einmal drücken genügt, Überstunden vor der Apparatur macht hier bei uns wegen solchen Sprüchen längst niemand mehr.

    Schriftleitung Altermedia

  • 10 Worch // Sep 10, 2006 at 21:24

    @ Michael:

    Zehntausend Mitglieder. Mal zum Vergleich: Als sie 1969 nicht in den Bundestag gekommen ist, hatte die NPD rund 30.000 Mitglieder; und das in der Alt-BRD mit ihren etwa 60 Millionen Einwohnern und nicht in der Gesamt-BRD mit ihren etwa 80 Millionen Einwohnern.

    Zehntausend wäre also wohl ein bißchen wenig.

    Kleines Zahlenspiel gefällig?

    Allein im Land Niedersachsen sind heute etwas über 7.000 Kandidaten im Wettstreit um rund 3.500 Kommunalmandate angetreten. Nehmen wir mal an, die NPD wollte bzw. könte im Flächenland Niedersachsen fünf Prozent bekommen und müßte daher fünf Prozent dieser Mandate besetzen. Wären allein ca. 175 Leute. Bei einem Landesverband, der ca. 600 Mitglieder hat. Also locker jedes vierte, fast schon jedes dritte dieser Mitglieder müßte fähig und willens sein, ein auch nur kommunales Mandat auszuüben. Bitte sieh es nicht als Schwarzmalerei oder übertriebene Kritik an der NPD an, wenn ich meine leisen Zweifel daran habe, daß die Fähigkeit und/oder der Wille bei prozentual so vielen Parteimitgliedern vorhanden ist/sind.

    Ich denke mal, bundesweit zehntausend Leute sind da für eine flächendeckende Verwurzelung doch ein bißchen wenig.

    Grüße
    Christian Worch

  • 11 Peter Wasmuth // Sep 11, 2006 at 8:35

    Berg hatte in seinem auf Strafanzeige des Michel Friedman aka Paolo Pinkel im Jahre 1994 verbrannten Buches “In Sachen Deutschland: Insider-Protokoll über die Liquidation einer Nation” sogar terminologisch von “Viererbande” (in Anlehnung an die sog. Vierbande gegen Mao und zur Erhellung der kriminellen Strukturen des “Parteienkartells” gesprochen (www.vho.org/D/isd/6.html) und zum Wahlboykott dieser Bande aufgerufen (www.vho.org/D/isd/12.html), aber auch seine spätere terminologische “Mässigung” in “Wolfsgesellschaft” (www.vho.org/D/w/4.html), in dem er nur noch von “Viererkartell” sprach, genügte den Mitgliedern der herrschenden Bande nicht: Auch dieses Werk wurde auf Strafanzeige von Paolo Pinkel im Jahre 1995 den Flammen übergeben.

  • 12 autonomesozialisten // Sep 11, 2006 at 10:45

    “NPD 2017 im Bundestag.”???

    Dabei sollte man die Entwicklung der BRD und der gesamten westlichen Welt nicht aus dem Auge verlieren.

    Heiner Geißler (CDU Abgeordneter im Bundestag) in einem Interview der Zeitschrift “PM-Wissen”, Ausgabe 7/2005.
    Zitat: “Geißler: Der Kommunismus hat dieselben negativen Folgen gehabt wie der Kapitalismus. Beide Systeme richten sich gegen die Natur und gegen den Menschen. Der Kommunismus ist widerlegt, der Turbo-Kapitalismus widerlegt sich im Moment selber. Bevor es zur Katastrophe kommt – Experten sagen, es geht noch 15 Jahre, dann bricht der Laden ausei-nander und ist nicht mehr zu reparieren –, muss man eben rechtzeitig handeln.”

    Die Lösung, bzw. der Plan der Gestalter der Ein-Welt-Ideoligen. Zitat: “Geißler: Wir brauchen diesmal einen globalen Marshall-Plan angesichts der Auswirkungen, die der kapitalistische Markt bis auf den heutigen Tag angerichtet hat.”
    weiter….Zitat: ” Geißler: Und dann müssen sechs Gebote aufgestellt und befolgt werden, um den globalen Kapitalismus zu domestizieren und eine internationale ökosoziale Marktwirtschaft einzuführen.
    Erstens: Wir brauchen eine internationale Bankenaufsicht. Zweitens: Wir brauchen ein Weltkartellamt, also eine weltweite Fusionskontrolle zur Herstellung von Ordnung im globalen Wettbewerb. Drittens: Die Off-Shore-Centers müssen geschlossen werden. Es darf also keine Inseln mehr geben, von denen aus der Radikal-Kapitalismus global agiert. Viertens: Demokratisierung der Weltbank. Fünftens: Demokratisierung des Internationalen Währungsfonds. Sechstens: Demokratisierung der Welthandelsorganisation.”

    Also, die NPD kann sich weiterhin an eventuellen Wahlerfolgen von 5-8 % erfreuen und wird eines Tages von der Realität der neuen Weltordnung eingeholt. Oder man erkennt, worum es wirklich geht. Widerstand sollte mehr beinhalten, als Mandate oder Funktionen im Parlamentarismus.

  • 13 Watzmann // Sep 11, 2006 at 11:56

    ARD-Experte zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern:

    “Viele NPD-Wähler sind für andere Parteien verloren

    Laut den Ergebnissen des Deutschlandtrends hat die rechtsextreme NPD gute Chancen, in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einzuziehen. WDR-Chefredakteur Schönenborn sagte gegenüber tagesschau.de, die Rechtsextremisten könnten auf Wähler hoffen, die von anderen Parteien nicht erreicht würden…”

    “…Der wesentliche Unterschied zwischen Ost und West ist, dass es in den neuen Bundesländern keine gelernten Wahltraditionen gibt. Das hat nicht nur mit sozialen Zuständen zu tun, denn in ganz Deutschland lässt die Parteienbindung nach. Doch im Westen bedeutet das: Alte Bindungen werden schwächer. Im Osten hingegen entstehen sie gar nicht erst. Für die Wahlentscheidung spielt die Frage eine Rolle: Empfinde ich die Zustände insgesamt als gerecht oder ungerecht? Und in Mecklenburg-Vorpommern sagen 70 bis 80 Prozent, es geht bei uns ungerecht zu. Da muss die NPD gar nicht so viele für sich gewinnen, um auf fünf oder sechs Prozent zu kommen…”

    “…Und es sieht nicht so aus, als könnten die großen Parteien noch genügend Nicht-Wähler überzeugen, doch zur Wahl zu gehen, um die NPD durch eine höhere Wahlbeteiligung unter die Fünf-Prozent zu drücken. Eher das Gegenteil ist der Fall: Die NPD kann offenbar Wähler mobilisieren, für die andere Parteien nicht in Frage kommen. Es handelt sich also nicht um Überläufer, sondern um ein eigenes Klientel, das nur die Alternative hat, gar nicht zur Wahl zu gehen…”

    http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5887442_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

  • 14 Michael // Sep 11, 2006 at 16:52

    @ Christian Worch

    “Ich denke mal, bundesweit zehntausend Leute sind da für eine flächendeckende Verwurzelung doch ein bißchen wenig. ”

    Das denke ich auch so,nur bin ich genau wie Sie nicht so überzeugt von der NPD, denn sie nutzt ihr Kraft wirklich nicht aus,wie “Eichenholz Original” schon angesprochen hat. Heute haben die “Volksparteien” auch weniger Mitglieder als noch vor 5 Jahren,ok die NPD war früher größer,aber wollte damals einfach nur ein Bündnispartner der CDU sein und war einfach antikommunistisch eingestellt und ausländerfeindlich.Dies hat die CDU dann übernommen,aber die NPD hat in dieser Zeit vergessen sich und ihr Programm zu erneuern und hat immer noch daran geglaubt,eines Tages von der CDU benötigt zu werden.Und so wurden DVU und REP geründet. Zitat “Eichmann Original” : “Im Sinne der Evolution wird allerdings dann jemand anderes diese Nische besetzen, daran besteht kein Zweifel.” Lassen wir es einmal auf uns zukommen.Nicht abwarten sondern handeln,aber wie das ganze ausgehen wird,dass weiß keiner. Ich denke aber,dass es immer mehr Menschen gibt,die Verlierer der Globalisierung werden,dass ist klar,dass liest man jeden Tag in der Zeitung ( was akutelles http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436345,00.html ) nur ob diese Leute dann NPD oder PDS/WASG oder gar nichts wählen,dass hängt von uns ab und ob wir uns gut verkaufen oder nicht.

  • 15 Klamauk // Sep 11, 2006 at 23:39

    Maika und die Würstchen!
    Selten eine Systemschranze mit so einem passenden Namen gesehen!

  • 16 Eichenholz Original // Sep 12, 2006 at 0:01

    @ Michael

    Der Spiegel Artikel ist sehr gut.

    Die Antwort der pfiffigsten Neoliberalen, z.B. Westerwelle ist: “Wenn wir nicht billiger als die Chinesen sein können, dann müssen wir eben besser sein!”
    Rassismus pur!

    Mit welcher Begründung sollen Deutsche “besser” sein als Chinesen oder Inder?

    Arbeit wird billig wie Dreck, alleine in China gibt es 300 Millionen Arbeitslose, die bereit und in der Lage wären, die gesamte deutsche Industrieproduktion zu übernehmen.
    Gleichzeitig vergiften sie die Umwelt ohne Begrenzung. Patente werden geklaut. Arbeiter und Kinderarbeiter leben unter teilweise unerträglichen Bedingungen.

    Die deutsche Regierung unternimmt nichts.

    Mit Zionismus hat das alles übrigens auch alles nichts zu tun.

    Die Etablierten sind ratlos und inkompetent.

    Die NPD gibt sich ebenso.

    Mit “gut verkaufen” ist es nicht mehr allein getan Michael, die Alternative muß überzeugend und kompetent sein.

  • 17 Komandar // Sep 13, 2006 at 17:42

    Ein famoser Artikel, dem ist nicht viel hinzuzufügen. Das etablierte Parteienkartell wird dahinkehren wo es herkehrte…

    @ Worch
    Ich denke zwar prinzipiell, dass du Recht hast, bin aber doch genauso prinzipiell Optimist. 2000 vorgestern, 6000 gestern, 10000 heute, 20000 morgen und übermorgen gehört uns vielleicht schon….

    http://www.youtube.com/watch?v=EmG0UcfPy60&search=FNN%20Freitag%20Nacht%20news%20Stoiber

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