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In den heutigen Ausgaben der Sächsischen Zeitung sowie der BILD finden sich Beiträge welche den gescheiterten Versuch nationalistischer Jugendlicher, einen Vortrag an der Technischen Universität Dresden zu dem Thema „Neonazistische Jugendkultur in Sachsen“ zu besuchen, thematisieren. Auch in den 19.00 Uhr Nachrichten des Mitteldeutschen Rundfunks ( MDR ) wurde über die Ereignisse berichtet.
Hierbei wurde erneut deutlich, wie die öffentlichen Medien bewusst die Tatsachen verdrehen und so ein falsches Bild der Geschehnisse in der Öffentlichkeit gezeichnet wird. So berichtet die Sächsische Zeitung unter dem Titel „Nazis stören Uni-Vortrag“ folgendes: „Mehr als zwei Dutzend Rechtsextremisten haben am Mittwochabend versucht, eine Veranstaltung von Studenten der TU Dresden zu stören. Die Polizei wurde gerufen, um im Hörsaalzentrum, Bergstraße, das Hausrecht durchzusetzen.“ Weiterhin ist die Rede von verbalen Drohungen gegen die Veranstalter. Auch sei ein Mitarbeiter der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zugegen gewesen. Die objektive Berichterstattung scheint also nicht das Steckenpferd des als Antifa Schreiberling bekannten Alexander Schneider, alias „lex“ von der Sächsischen Zeitung zu sein.
http://www.sz-online.de/nachrichten/base.asp?ausgabe=301
( kostenpflichtig )
In gewohntem BILD-Zeitungs-Journalismus berichtet ebendiese gar von 30 Randalierern, die die Veranstaltung gestört hätten. Auch der MDR schließt in seinem Nachrichtenmagazin „MDR-regional“, Sendung vom 16.06.2006, nahtlos an die bewusst falsche Berichterstattung an, indem man davon zu berichten wusste, dass anwesende Passanten mit „rechten Parolen“ belästigt worden seien.
Die tatsächlichen Ereignisse vom späten Nachmittag des 14.Juni bleiben hierbei völlig unberücksichtigt. Keine Rede davon, dass friedlichen Zuhörern die Teilnahme an einer öffentlich beworbenen Veranstaltung rechtswidrig verwehrt blieb. Keine Rede davon, dass die Veranstaltung erst nach dem Ausschluss der nationalistischen Jugendlichen stattfand, also von einer Störung derselben gar keine Rede sein kann. Keine Rede davon, dass man schlicht und einfach zuhören und sich sachlich argumentativ an der anschließend angekündigten Diskussionsrunde beteiligen wollte. Auch der feige Überfall mehrerer krimineller Antifaschisten auf zwei Jugendliche bleibt unerwähnt. Zieht man Berichte zur Hand, welche teilweise noch am gleichen Abend von offensichtlich Anwesenden publiziert worden, so formt sich schon eher ein klares Bild der Ereignisse.
Ob der Studentenrat, welcher laut Sächsischer Zeitung zu der Veranstaltung geladen hatte, kriminellen Antifaschisten bewusst Räumlichkeiten für die Verbreitung ihrer menschenverachtenden Propaganda zur Verfügung stellt bleibt zunächst offen. Bedenkt man jedoch, dass antifaschistische Multifunktionäre wie Thomas Hannich und verurteilte Gewaltstraftäter wie Anja Bierig ebenfalls vor Ort waren, diese beim Anblick der zahlenmäßig überlegenen nationalistischen Kräfte hastig mittels Mobiltelefon kommunizierte und nur kurze Zeit später kriminelle Chaoten einzelnen Menschen auflauerten um diese niederzuschlagen, so bedarf es nicht besonders großer Phantasie, wie sich auch an der TU-Dresden ganz offen die Zusammenhänge zwischen staatlichen Stellen und kriminellen Antifaschisten gestalten. Dass eine objektive Berichterstattung über derartige Ereignisse freilich nicht in das Konzept der vom System ausgerichteten Medien passt, ist nichts Neues. Umso entschlossener wird man sich in Zukunft mit solchen Gegebenheiten auseinandersetzen müssen. Oder wie der Autor des Nationalen Jugendbündnisses folgerichtig feststelle: „Weitere Aktionen werden folgen“
Bodo Schneider
Bei eingesandten Artikeln, die ohnehin an mehrere Internetseiten gehen, wenigstens nicht die Originalquelle vergessen. Wir haben weder Zeit noch Muße jedes Mal danach zu suchen.
Die Schriftleitung
Quelle: Störtebeker-Netz 17.06.06




5 responses so far ↓
1 mrdata // Jun 18, 2006 at 17:18
An die verletzten Kameraden alles Gute! Da ich auch vor Ort war hier mal eine kleine Zusammenfassung von meiner Seite:
18:30 war angesetzter Veranstaltungsbeginn, 18::20 traf ich mit ein paar Freunden vor Raum 204 ein. Zu dem Zeitpunkt waren wir erstaunt, dass sich vor dem Raum eine Menge Leute befanden (sollten etwa soviele trotz Fußball-WM am gleichen Abend den Weg gefunden haben, dass der 50 Leute fassende Hörsall voll ist?). Es stellte sich aber schnell heraus, dass die Leute vor dem Raum nationale Jugendliche waren, die man offensichtlich nicht teilnehmen lassen wollte. So reihten wir uns in die Masse der Wartenden und lauschten dem Gespräch des “Redners” der Nationalen und dem Antifa-Türsteher. Es hiess immer wieder wir dürfen nicht teilnehmen. Die Veranstaltung wurde folgendermaßen angekündigt:
[Zitat Anfang]
“Zeig mir was du trägst - ich sag dir wie du denkst?”
Ganz so einfach scheint diese Gleichung nicht mehr aufzugehen, zumindest nicht was Neonazis angeht. Die Springerstiefel tragende Spiegelglatze taugt nur noch als gängiges Klischeebild, hat mit einer jugendkulturellen Realität aber nichts mehr gemein. Hatecorer mit Piercings, Tattoos und Spitzbärten, Hooligans im pastellfarbenen Lacoste- Poloshirt, “Autonome Nationalisten” mit schwarzem Windbreaker, Sonnenbrille und Basecap, oder junge Menschen im ganz “normalen” Outfit - zu erkennen sind neonazisitische Jugendliche dann nur noch an den dezent getragenen Codes und Symbolen, in Form von Buttons, T-shirts oder Klamottenmarken. Ohne dabei in Widerspruch zu geraten, vereinen Neonazis ihr Weltbild mit ihrer jeweiligen Alltagskultur. Nicht der Style ist entscheidend für die Szene, sondern die Ideologie. Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus sind die ideologische Klammer für eine sich dynamisch entwickelnde und immer weiter ausdifferenzierenden neonazistischen Jugendkultur. Diese Entwicklung macht sich aber nicht nur an Äusserlichkeiten fest, sondern betrifft auch die Inhalte. So ergänzen Themen wie Kapitalismus, Globalisierung der Umweltschutz das klassische rechte Repertoire um gesellschaftliche Diskurse, die für viele Jugendliche anschlussfähig sind. Einen Überblick zu aktuellen stilistischen und thematischen Entwicklungen in der Neonaziszene sowie eine Einschätzung, wie es zu diesen Entwicklungen kam und wohin diese führen könnten, will die Veranstaltung am Beispiel von Sachsen geben. Wie wirken sich diese auf Jugendkulturen aus? Gibt es einen rechten Mainstream? Welche Möglichkeiten gibt es, einem solchen Mainstream unter Jugendlichen in Sachsen zu begegnen? Diesen Fragen soll sowohl im Vortrag als auch in der anschliessenden Diskussion auf den Grund gegangen werden.
[Zitat Ende]
Hier wurde also noch fröhlich zum öffentlichen Dialog geladen. Kurz vor offiziellem Beginn der Veranstaltung trafen auch die Herren in grün ein, sichtlich genervt von dem überflüssigen Einsatz. Sah fast so aus, als ob sie über ihre Freizeitkleidung nur eine Art grünen Overall gezogen hätten. Sie kamen übrigens vollkommen unbewaffnet. Kurz nach der Polizei traf nun ein Herr ein, der von sich behauptete den Raum gemietet zu haben. Er sprach allen vor dem Hörsaal wartenden Leuten Hausverbot aus. Darauf kam es noch einmal zu einem kurzen Dialog zwischen einem Nationalen und dem Mieter:
Nationaler: “Wir sind hier dem Aufruf zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema nationale Jugendliche in Sachsen gefolgt und nun will man uns die Teilnahme verwähren, obwohl wir doch eben jener Gruppe angehören, über die hier referiert werden soll.”
Mieter: “Das ist mir egal, ihr kommt hier nicht rein.”
(sinngemäß)
… nachdem von Seite der Nationalen mehrfach beteuert wurde, keinen Ärger zu machen und sich angemessen zu benehmen und aber der Mieter trotzdem stur blieb, sind die Nationalen mit der Polizei witzelnd abgezogen. Vor dem Hörsaalzentrum verabschiedeten sich erst Polizei und Nationale freundlich und schliesslich teilte sich die Gruppe Nationaler auf und es ging jeder seines Weges.
Da jedoch mehrere Bekannte von mir an der Veranstaltung teilnehmen konnten (glücklicherweise haben diese nicht mit uns geredet, sonst wäre ihnen ebenfalls der Einlass verwährt worden) wartete ich mit noch ein paar Freunden vor dem Hörsaalzentrum. Da man ja nicht schweigend herumsteht und somit über diverse Themen redet, hatte uns auch schon bald eine Gruppe nachträglich eingetroffener Antifas im Blick (aus dem 2. Stock des HSZ durch die Fenster herabblickend). Nach vielleicht einer halben Stunde gesellte sich dann der erste Antifaschist nach unten und sah uns abwechselnd mit finsterer Miene an. Er war scheinbar über den Inhalt des Gesprächs, aus dem er wohl nur Wörter wie “Reich” oder “Führer” mitbekam, nicht sonderlich erfreut und beschimpfte uns, als er wieder reinging, als “Assis” und ob wir denn kein Zuhause hätten. Amüsiert über diese argumentative Schlagkraft fuhren wir mit dem Gespräch fort. Nach ca einer Stunde Debatte über diverse Themen (ganz im eigentlichen Sinne der Veranstaltung, nur vermutlich auf weit höherem Niveau) begaben wir uns auch auf den Weg nach Hause.
Zu dem Zeitpunkt war ausser uns weit und breit keiner der Nationalen zu sehen (tatsächlich sind noch 3 Personen zurück gegangen und haben auch an der Veranstaltung teilgenommen … es stellt sich mir nur die Frage zu welchem Preis).
An die Schriftleitung: wären sie bitte so freundlich im Bereich des Zitats ein paar Formatierungen einzustreuen? Ich bin mir leider über die Möglichkeiten, wie ich hier Text formatieren kann, nicht ganz im Klaren. Danke.
2 Christian // Jun 20, 2006 at 10:25
Hallo Freunde!
Habe nach dieser Aktion noch eine interressante Entdeckung gemacht. Die alte bekannte Berufsstudentin und “Anti”faschistin Claudia “Joesy” Jerzak (Antifa-Hauptschulgruppe) war noch beim Fußballfest der Völker am Bierausschank hinter dem HSZ tätig. Claudia Jerzak, welche sich unter anderem für die Umbenennung des “Otto Beisheim Saals” stark macht, weil dieser angeblich ein böser Naziverbrecher etc. war, fühlte sich unter den Deutschlandflaggen schwenkenden Studenten sichtlich unwohl. Zähnknirschend musste sie wohl erkennen, daß Deutschland nicht totzukriegen ist und das auch noch zweimal am gleichen Tag!
3 mrdata // Jun 20, 2006 at 21:59
Die Antifa liess es sich nicht nehmen, ein bischen kreativ tätig zu sein. Das Ergebnis könnt ihr hier: http://venceremos.antifa.net/ddneonazis/fks/tu/14062006.html belächeln.
4 vkazz // Jun 25, 2007 at 12:59
http://bestcasi1.awardspace.com/
5 gblwd // Apr 9, 2008 at 20:02
Best work! Free graphic organizers bszzn
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