Mit recht düsteren Prognosen zum Jahresende wartet das Meinungsforschungsinstitut FORSA zum Jahresende auf. So unternahm FORSA im Auftrag des STERN eine Umfrage, um in Erfahrung zu bringen, was das Volk denn derzeit von seinen Regierenden so denkt. Die Ergebnisse dürfte man höheren Orts vermutlich nicht eben gerade als Offenbarung oder gar Bestätigung des gegenwärtigen Regierungskurses empfinden.
So ergab die Umfrage, daß 82 Prozent der Wahlberechtigten inzwischen zu der freilich längst überfälligen Erkenntnis gekommen sind, daß sie als Volk kaum nennenswerten Einfluß auf die Politik ihres Staates haben. In den neuen Bundesländern liegt der Anteil dieser Skeptiker sogar bei 90 Prozent. Gerade mal 18 Prozent der Befragten – und dabei dürfte es sich vermutlich um die direkte Nutznießerklientel der Kartellparteien und ihrer Lobbyisten handeln – huldigen noch der Illusion, daß „das Volk etwas zu sagen hat“.
Daran, daß man mit Wahlen „in starkem Maße“ die Politik mitbestimmen kann, mögen gar nur noch fünf Prozent der Deutschen glauben, während immerhin 48 Prozent hoffen, daß ihre Stimme wenigstens „etwas“ Einfluß auf die Politik habe. 47 Prozent huldigen freilich der gegenteiligen Ansicht, in den neuen Bundesländern gar 56 Prozent.
Doch das dürfte nicht die einzige Hiobsbotschaft sein. So stellt die Umfrage außerdem fest, daß 36 Prozent der Deutschen mit dem politischen System nach Maßgabe des Grundgesetzes unzufrieden sind, während gar 61 Prozent das tatsächliche Funktionieren desselben in Frage stellen. In den neuen Bundesländern ist der Anteil derer, die mit dem politischen System unzufrieden sind, auf 51 Prozent gestiegen, während 79 Prozent darüber hinaus das praktische Funktionieren desselben bezweifeln. Einig ist sich die Masse der Deutschen über die Forderung nach mehr Mitbestimmung. So sprachen sich 80 Prozent der Befragten für die Einführung von Volksbegehren und Volksentscheiden aus. Ledigich 16 Prozent halten dagegen. Auch hier läßt sich erkennen, daß dies augenscheinlich der direkte Anhang der Kartellparteien ist, dem die Forderung nach wirklicher Demokratie sauer aufstößt.
Anlaß für die große Politik mal wieder über das unverständige Volk zu greinen. So meinte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) heute im Berliner TAGESSPIEGEL vor einer „Demokratie-Resignation“ im Osten zu warnen, da dort viele „von den demokratischen Entscheidungsstrukturen des Parlamentarismus“ enttäuscht seien und die eigene Perspektivlosigkeit nunmehr zu „grundsätzlichem Demokratiefrust“ und der „Anfälligkeit gegenüber denjenigen“ wachse, „die sagen, hier muß wieder ordentlich regiert werden, hier muß wieder eine starke Kraft her“ Eine Vorstellung, die für Böhmer & Co. in der Tat der blanke Horror sein muß, müßten sie dann doch damit rechnen, nicht nur Bilanz, sondern auch Rechenschaft abzulegen, ohne daß dabei die Wahrscheinlichkeit bestünde, anschließend mit dicker Pension aufs Altenteil geschickt zu werden.
Bezeichnenderweise gibt es derzeit jedoch keine politische Kraft, die von der Masse als politische Alternative zum gegenwärtigen System angesehen würde, so daß man wohl davon ausgehen kann, daß es noch erst erheblich schlimmer werden muß, bis man in die Gänge kommt, um Dinge zu ändern, vorausgesetzt natürlich, dies ist dann auch noch möglich. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung würden wir uns mit unseren Wetteinsätzen in diesem Fall eher zurückhalten.
In Sachsen ergab die jüngste Meinungsumfrage einen erneuten Rückgang der Zustimmung für die NPD. So ergab eine unlängst im Auftrag der SÄCHSISCHEN ZEITUNG durchgeführte Umfrage, daß derzeit ca. sechs Prozent der Sachsen rechte Parteien wählen würden. Interessanterweise spricht die Umfrage generell von „Rechten“ und nicht wie sonst bislang direkt von der NPD. Diese lag im November immerhin noch bei sieben Prozent der Umfragewerte. Allerdings war das noch vor der angeblichen Kinderporno-Affäre um den inzwischen aus der NPD-Landtagsfraktion ausgetretenen Abgeordneten Matthias Paul, um den es inzwischen recht still geworden ist. Angesichts des nun verwendeten Sammelbegriffes “Rechte” ist es wohl nicht unwahrscheinlich, wenn der eigentliche Stimmenanteil für die NPD in Sachsen derzeit, wenngleich auch nicht in dramatischer Weise, doch aber immerhin unter sechs Prozent zu suchen ist.
Allerdings soll es im kommenden Jahr eine Propagandaoffensive der Partei geben, mit der man verlorenes Terrain wiedergutmachen will.
Siehe auch
Junge Welt 28.12.06
Landtagswahlumfragen in Sachsen
Nationaler Beobachter Wernigerode 28.12.06
Quelle: Störtebeker-Netz 28.12.06


7 responses so far ↓
1 michael // Dec 28, 2006 at 16:27
Siehe dazu auch den entsprechenden Artikel im Spiegel
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,158,456764,00,html
der, typisch für dieses systemstützende libertäre Schwuchtel-Blatt, FDP-Schwesterwelle als “Aufsteiger des Jahres” feiert.
Dazu sei aus Bergs Buch “Wolfsgesellschaft” zitiert, das auf Strafanzeige des Salonjuden Michel Friedman aka Paolo Pinkel beschlagnahmt und verbrannt wurde:
“Schon 1957 schrieb GEORGE ORWELL in seinen “Selected Essays”: ‘Jeder, der eine Regierungsform verteidigt, erklärt sie, wie sie auch sei, für demokratisch’.
Berg führt dann aus, daß der Demokratiebegriff der verjudeten Wolfs”gesellschaft” (im Gegensatz zur Demokratie der Volksgemeinschaft) des BRD-Grundgesetzes ein “neusprachlicher Schwindel” sei, womit er auf Orwells 1984 Bezug nimmt. Die sogenannte “repräsentative Demokartie” der BRD sei tatsächlich keine Demokratie, sondern Parteienherrschaft, also nur “ein Mittel, ihre Macht (scheinbar) zu legitimieren, die Berufspolitiker auf eine passive Bevölkerung ausüben” (Paul Veyne). In der verjudeten BRD solle zwar alle Staatsgewalt vom Volke ausgehen (Art. 20 GG), aber nur in dem Sinne, daß das ZUM STIMMVIEH DEGRADIERTE VOLK dem “Viererkartell” die formelle Legitimität durch “Wahlen” verschafft, die damit übertragene Staatsgewalt aber nur dann im Interesse des Volkes ausgeübt werde, wenn dieses Interesse “zufällig” mit den von dem VIERERKARTELL eigentlich vertretenen Partikularinteressen (Kirchen, Gewerkschaften, Verbände, etc.) identisch sei.
Die Judenrepublik BRD ist dann allenfalls eine “Zufallsdemokratie”.
Siehe http://www.vho.org/D/w/10.html
Nach ihrer historischen Erfahrung haben die Mitteldeutschen - selbstverständlich - ein ganz anderes Gespür für diesen kollosalen Betrug als die trägen, verfetteten, hedonistischen, geldgeilen und dahindämmernden Westdeutschen.
2 michael // Dec 28, 2006 at 16:30
Nochmals die Spiegel-Fundstelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,456764,00.html
3 fips // Dec 28, 2006 at 17:06
Das Kürzel “NPD” kommt beim Wahlvolk leider immer noch nicht gut an. Aber es wird eine Zeit kommen, wo das Deutsche Volk sich nicht mehr an Bezeichnungen stossen wird, sondern mit aller Entschlossenheit die derzeitigen Versager und Verräter durch eine neue Kraft ablösen wird!
4 Gerald Franz // Dec 28, 2006 at 18:30
Da gibt es ein kleines Büchlein mit dem Titel: “Der Marionettenstaat” von Günter Hannich, welches im Kopp Verlag erschienen ist, mit der Nummer ISBN 3-938516-18-6. Besser und kürzer und radikaler kann man eine Diagnose des Systems kaum raffen. Lesenswert sind vor allem die klaren Ausführungen bezüglich unserer total bekloppten neudeutschen Weiber. Der Grundtenor aber lautet, daß man versucht jeden Deutschen zu kriminalisieren. Also leset entscheidet und handelt. Aber lasset das meckern!
5 Schönerer // Dec 28, 2006 at 22:36
Zu der Umfrage und den Ergebnissen um die 6% in Sachsen für Rechte/NPD ist vor einer Bewertung wichtig zu beachten, daß diese Umfrage vom “Leipziger Institut für Marktforschung” durchgeführt wurde, das, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt, generell der NPD eine deutlich tiefere Einstufung gibt, als andere Institute.
Die letzte Umfrage des “Leipziger Instituts
für Marktforschung” stufte die NPD Ende August bei 3% ein.
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/sachsen.htm
Dort eine tiefere Bedeutung hineinzulesen wäre möglich, nämlich einen Aufwärttrend.
Der NPD alles schlechte zu wünschen, ist nicht neu auf dieser Seite*, warum auch immer, aber objektiv gibt die Meinungsforschung dies nicht her.**
Nanu, ist dies vielleicht der “Schönerer”, der uns Anfang November wissen ließ, daß diese Seite für ihn gestorben sei? In dem Fall hätten wir unseren gewesenen “Freund” aber für konsequenter gehalten, fällt offenbar doch schwer sich von uns zu trennen.
*Wo steht in diesem Artikel eigentlich, daß der NPD von unserer Seite etwas Schlechtes gewünscht wird? Nur weil festgestellt wurde, daß sechs Prozent im Dezember weniger sind als sieben Prozent im November und noch viel weniger als neunkommanochwas im September 2004 und das “die” Rechten nicht unbedingt gleich “die” NPD sein müssen und es daher durchaus wahrscheinlich ist, daß der gegenwärtige Umfragestatus für die NPD möglicherweise noch unter diesen sechs Prozent liegt? Es steht natürlich jedermann frei, darin einen Aufwärtstrend zu sehen, allein es ist kein Zwang und für uns schon gar nicht, schließlich sind wir weder npd.de noch die Deutsche Stimme.
**Im Übrigen haben wir den Eindruck, daß Objektivität von gewisser Seite nur dann als Objektivität gewertet wird, wenn sie einer bestimmten Partei als nützlich erscheint, wir erlauben uns, zu diesem Begriff eine eigene Meinung zu haben, ohne daß wir uns diesbezüglich zu einer Fixierung auf eine bestimmte politische Richtung verpflichtet sehen würden. Es wäre schön, wenn man dies in gewissen Kreisen endlich einmal zur Kenntnis nehmen würde, als die hiesige Leserschaft von Zeit zu Zeit immer wieder mit solchen Ergüssen zu langweilen. Haben wir uns in die Verhältnisse geschickt, so möge man dies dort bitte auch tun.
Schriftleitung Altermedia
6 Schönerer // Dec 29, 2006 at 2:08
@Altermedia
Ihr habt kein Problem mit Rassenvermischung und ich habe kein Problem damit bei meinem zweiten Besuch auf eurer Seite seit 2 Monaten, sofort wieder an den Haaren herbeigezogenen Unsinn zu entdecken.
http://de.altermedia.info/general/innerer-zoff-vor-nationaler-bremen-demo-051106_7550.html
Kämpft ihr nur weiter für ein nationales Deutschland der Rassenmischlinge. *lachhaft*
Daß ihr nicht die “Deutsche Stimme” seid bedarf keiner Erklärung. Und die NPD als Partei ansich ist völlig unwichtig, daher ist Kritik notwendig und berechtigt! Aber ausgerechnet in dem Moment wo sie den größten Fehler begeht, den eine nationale Partei begehen kann, nämlich sich volksfremden Personen zu öffnen, dies auch noch gutzuheißen, ist nichts weiter als Verrat an der nationalen Idee.
Natürlich seid ihr für mich gestorben, was könnt ihr denn der nationalen Idee noch geben? Richtungslose Kritik ohne einen Pfifferling auf den Erhalt des Deutschen Volkes zu geben? Widerbelebung zwecklos!
Ja, ja, geh und amüsier deine Großmutter. Schon mal an die Gründung einer eigenen Partei gedacht, wie wäre es denn mit den “Superariern”. Wäre das nicht was, vielleicht findest du ja ein paar Kumpels im Sandkasten die da mitspielen. Leg dir deine Version von DER nationalen Idee doch sauer ein.
Schriftleitung Altermedia
7 Modernisierungsverlierer // Dec 30, 2006 at 2:46
Ich will Euch ja nicht langweilen, aber mit der gleichen Berechtigung (”kollosaler Betrug” usw.) könnten auch Linksradikale die Überwindung des BRD-Systems mal wieder unmittelbar bevorstehen sehen (”Spätkapitalismus”).
Die Leute erkennen zunehmend, daß “repräsentative Demokratie” die Herrschaft der Oligarchien bedeutet? Das hat mir sinngemäß ein türkischer Taxifahrer schon zur vorletzten Bundestagswahl gesagt, und mein linker Politiklehrer ließ schon Anfang der Achtziger daran keinen Zweifel. Wäre ich schon seit hundert Jahren tot, ich hätte diese banale Erkenntnis ebenfalls mein Leben lang durchdekliniert gehört gehabt. Na und?
Die Regierenden regieren gar nicht so, wie es in ihrem Bilderbuch steht? Drauf geschissen! Wie doof muß man sein, um etwas anderes zu erwarten? Wie naiv, um Besserung zu erhoffen?
Leave a Comment