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Nationale Kunst

Waldemar Maier zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen in der NPD-Schmuddelkarten-Affäre (27.01.07)

January 27th, 2007 · Post your comment (22 Comments)

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Waldemar Maier als Bundestagskandidat für die NPD in Magdeburg, 2005.

Dresden / Sachsen: Gestern berichteten wir über die Vorwürfe des ARD-Magazins KONTRASTE gegenüber der NPD-Landtagsfraktion in Dresden, diese hätte auf einem ihrer Computer diverse Sexdateien gespeichert. Darüber hinaus gab es auch noch eine Presseerklärung der NPD-Landtagsfraktion, in der man den Schwarzen Peter der Verantwortung für diese Angelegenheit faktisch dem früheren Parlamentarischen Fraktionsberater Waldemar Maier aufhalste. Maier wurde Ende vergangenen Jahres von seiner Funktion entbunden und ist seitdem Referent des Abgeordneten Klaus Jürgen Menzel.

Maier bezog heute zu den von der NPD-Fraktion ihm gegenüber erhobenen Vorwürfen wie folgt Stellung:

An und für sich hatte ich nicht die Absicht, die Schmonzette von „Bild“ und „Kontraste“ um einen angeblichen Sex-Skandal zu kommentieren. Da aber ganz offensichtlich meine Person zum Sündenbock gemacht werden soll, um andere aus der Schußlinie zu nehmen, sehe ich mich veranlaßt, zu reagieren.
Einmal mehr auch deswegen, da die bisherige Linie der NPD-Fraktion, Personalentscheidungen nach außen nicht zu kommentieren, durch die gestrige Pressemitteilung verlassen wurde.

Angesichts dieser Tatsache, möchte ich nun hier einiges richtig stellen:
a) Es gibt keinen „Sex-Skandal“, auch wenn aus naheliegenden Gründen nach der Angelegenheit um Matthias Paul die „Bild“ so etwas gerne herbeischreiben möchte.
Fakt ist, daß sich auf dem Rechner des vom „Verfassungsschutz“ begleiteten Aussteigers Klaus Baier bei dessen Abgang kurz vor Weihnachten 2005 keinerlei Pornographisches noch strafrechtlich relevantes Material befand. Dies kann ich mit Gewißheit für den von mir genutzten Teil der Festplatte behaupten. Bei Räumung des Baier-Büros am 3. oder 4. Januar 2006 wurden sämtliche von mir installierten Programme und gespeicherten Dateien gelöscht.
Ob das auch von Rene Despang behauptet werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis.
Aber auch Klaus Baier selbst hatte jederzeit Zugang zu seinem Rechner und möglicherweise auch dessen Assistent Krumpholz.
Es bleibt festzustellen, daß es sich nicht um einen Rechner handelte, der von einer Person allein genutzt wurde.

Darüber hinaus entzieht es sich natürlich meiner Kenntnis, was dann nach dem Abgang des Klaus Baier zwischen Anfang Januar 2006 und November 2006 – also in elf Monaten - mit dem Rechner geschah, der in dieser Zeit dann nicht mehr von Fraktionsangehörigen, sondern einzig und allein von Baier und dessen Mitarbeiter genutzt wurde.
Zumindest für meine Person ist festzustellen: Da ich meinen ersten Arbeitstag bei der Fraktion am 4.6.2005 hatte, entzieht es sich auch meiner Kenntnis, was zuvor seit dem Landtagseinzug mit dem Rechner geschah. Ich kann also nur für den Zeitraum vom 4.6.2005 bis 3. oder 4.1.2006 sprechen.
Offenkundig wurden die seinerzeit von mir gelöschten Dateien meines Profils entweder von Klaus Baier und Mitarbeiter oder einem Dienst wiederhergestellt.

b) Dabei wurde im Grunde nichts gefunden. Denn was „Bild“ und „Kontraste“ bisher präsentierten, ist nichts. Es kann davon ausgegangen werden, daß sie mehr gezeigt hätten, wenn sie denn mehr gehabt hätten.
So blieb ihnen nur ein Brief aus einem SM-Forum (Wer sich die „Kontraste“-Sendung im Internet abruft und an der entsprechenden Stelle auf Pause stellt, weiter als das Zitierte liest, wird feststellen, daß es sich um das Schreiben einer Frau handelt), ein Rudolf-Hess-Bild, das Bild eines Reichsadlers und eines Abbildes eines Gemäldes über den Einsatz einer deutschen Elitetruppe des letzten Weltkrieges.
Von Pornographie also gar keine Spur.

Die „Bild“ vom 26.1.2007 war dann noch um die Bemerkung angereichert, daß vier Bilder von der Seite www.rotten.com gefunden wurden.
Zudem wurden reichlich Schreiben des NPD-Kreisverbandes und Adressmaterial gefunden.
Dazu ist festzustellen: Den Brief / Forumsbeitrag der jungen Dame kenne ich nicht. Das Bild von Rudolf Hess und das Kriegsbild befanden sich bis zur Löschung am 3. oder 4.1.2006 auf dem Rechner und wurden danach offenkundig wiederhergestellt.
Bei den vier Bildern von www.rotten.com handelt es sich um Bilder von Kriegstoten. Sie wurden seinerzeit heruntergeladen, um ein JN-Plakat gegen den Irak-Krieg der Amerikaner zu erstellen. Auch sie wurden am 3. oder 4.1.2006 gelöscht und offenkundig wiederhergestellt.

Das Kreisverbandsmaterial ist wohl dem Rene Despang zuzuordnen. Ob er diese Dateien bei Klaus Baiers Abgang löschte, ist mir nicht bekannt.
Hier ist weiter festzustellen: Die Behauptung, daß ein Rechner der Fraktion beschlagnahmt wurde, ist eine Lüge der Medien, die Behauptung, daß gegen Mitarbeiter der NPD-Fraktion ermittelt würde, wohl ebenfalls.

Denn, das muß ich hier nochmals betonen: das präsentierte Material hat weder etwas mit Pornographie zu tun, noch ist es strafrechtlich relevant und wurde zum Teil von wem auch immer irgendwann abgespeichert.

c) Bedauerlicherweise erfuhr die Angelegenheit eine Ausweitung, weil leider die NPD-Fraktion über jedes Stöckchen springt, daß der Feind hinhält, anstatt offensiv zu agieren und damit dem Gegner Wind aus den Segeln zu nehmen.

Damit meine ich die Umstände um die sogenannten „Schmuddelpostkarten“. Ja, es stimmt, diese wurden wohl im Oktober 2006 von mir entworfen und in ganz kleiner Stückzahl von mir hergestellt. Sie fanden ausschließlich Verbreitung in der Fraktionsmitarbeiterschaft und bei einigen ganz wenigen Freunden im Fraktionsumfeld.
Hintergrund für diese Postkarten war die Kampagne der Linken „Kein Sex mit Nazis“. Nach entsprechenden Diskussionen mit einigen Fraktionsmitarbeitern war man der Meinung, daß man dem etwas Lustiges entgegensetzen müßte. Das tat ich denn auch – und mehr als ein Spaß war es ja auch nicht.

Andere faßten dies ebenso auf. Ich möchte an dieser Stelle bemerken, daß schon etwa 14 Tage vor der Herstellung der Entwurf bei einem nicht ganz unmaßgeblichen Fraktionsmitglied im Büro an der Wand hing. Ich war mir also keiner Schuld bewußt. Einige wenige, so auch der Fraktionsvorsitzende, der den Entwurf durchaus kannte, verstand dann später diesen Spaß auf einmal nicht mehr.
Die Folge war die nun veröffentlichte Abmahnung.

Natürlich läßt sich über Geschmack streiten. Und auch der Humor ist nicht jedem gegeben. Ich jedenfalls habe nie zu denen gehört, die mit verkniffenem Gesicht durchs Leben gehen und so tun als seien wir Hohepriester eines weltfremden Götzendienstes.
Freilich, hätte ich gewußt, was die „Bild“ durch die mutmaßliche Zuträgerschaft des Aussteigers Klaus Baier aus der Sache macht, hätte ich die beiden Postkarten nie entworfen. Das ist das einzige, was ich mir vorwerfen lasse!

Leider ist es im dreckigen Geschäft der Politik auch bei Nationalen üblich, lieber ein Bauernopfer zu suchen, als sich mannhaft den Medien und ihren Lügen entgegenzustellen. Es ist natürlich sehr viel leichter, einen ehemaligen Mitarbeiter quasi zu belasten, um davon abzulenken, daß noch ein anderes aktuelles Fraktionsmitglied am Baier-Rechner saß (bis 3. oder 4.1.2006).

Zwar gibt es, wie aufgezeigt, keinen Sex-Skandal um den Baier-Rechner, aber wenn man irgendeine Schuld zuweisen muß, dann ist es sicher bequemer, einen ehemaligen Mitarbeiter in ein schlechtes Licht zu rücken.

Und mehr ist zu dieser ganzen Schmonzette auch nicht zu sagen.

Waldemar Maier

Siehe auch
Altermedia 26.01.07

Quelle: Störtebeker-Netz 27.01.07

Tags: Allgemeines

22 responses so far ↓

  • 1 Wetekamp // Jan 27, 2007 at 18:50

    Dieses krankhaft us-geile Gegeifer um “Verfehlungen” politisch Mißliebiger wird seit geraumer Zeit mit allen Mitteln versucht uns aus den usa überzuhelfen, wo diese realitätsfremde, moralinsaure Vorgehensweise ja bekanntlich hohe Wellen schlägt, wenn jemanden aus dem Amt torpediert werden soll.

    Was war das noch für eine “schöne” Zeit, als die Clinton-Sperma-Flecken einen Deutschen weniger interessierte als ein Fliegenschiß auf der Autoscheibe. Und Schröders Ehekrise hat niemanden aufgeregt. Selbst Totschlag-Fischer durfte trotz aller Verfehlungen Außenminister werden.

    Obwohl die schon stümperhafte Reaktion der NPD eher für deren Glaubwürdigkeit spricht, da sie derart hinterfotzigen Intrigen einfach hilflos gegenüberzustehen scheinen, täten sie aus meiner Sicht besser daran, diesen Vorwürfen mit offenem Gelächter entgegenzutreten.

    Blockparteien hin oder her, aber Lambsdorf und Konsorten sind mit so etwas souveräner umgegangen und davon sollten sich die NPDler eine Scheibe abschneiden.

  • 2 Hans Gut // Jan 27, 2007 at 19:25

    Ich bin mir sicher mit dem Maier nicht viel zu tun zu haben wollen, aber die falschen Fünfziger sitzen wohl wieder und immer noch in der der NPD Fraktion. Und dort werden sie bis zum Ende der Legislaturperiode sitzen. Und vielleicht reichts ja sogar für den traurigen Rest zu einem Comeback.

  • 3 Manni // Jan 27, 2007 at 19:45

    Gestatten, daß ich schallend lache ! BILD und ARD als empörte und gestrenge Sittenwächter der Nation ? Ha, ha, ha ! BILD wimmelt täglich von halbnackten Mädchen mit anzüglichen Texten und bei der ARD gibt es ab dem Abendprogramm kaum einen Film ohne Rammelei. Ist wohl auch nötig, sonst schlafen BILD-Leser und ARD-Zuschauer beim Rest der Darbietungen ein. Locker bleiben, NPD !

  • 4 Rainer Horstmann // Jan 28, 2007 at 2:53

    Hallo Waldemar,

    das war ja ganz neu für mich!
    Du, der Du nur ein Ziel hattest, endlich von der Politik leben zu können, hast es in die NPD Fraktion Sachsen geschafft.
    Mein Kompliment.
    Jemand, der früher seinen Anrufbeantworter mit der Meldung programmierte, ” hier ist der Lebenskünstler, W. M., ich sitze in der Badewanne und weiß nicht, ob ich Lust habe abzuheben”, den hatte die Partei, obwohl viele Funktionäre jahrelang über die zahlreichen Frauengeschichten lachte, dann doch erkoren.
    Gut, nun bist Du bei Herrn Menzel. Jetzt musst Du
    nicht mehr um die Kosten eines PC Monitors betteln.
    Wünsche Dir viel Glück. Ich bin raus, ohne verräterischer Aussteiger zu sein. Doch zu viele miese Charaktere in und um die NPD lassen mich immer wieder zweifeln. Das zurecht!
    Höre weiterhin “Siegfrieds Tod” . Aber auch anderes.

    Trotzdem, Dir trauen sicher viele einen Sex Skandal zu.

    Gruß Rainer

  • 5 Schwert // Jan 28, 2007 at 9:12

    @Wetekamp

    “Blockparteien hin oder her, aber Lambsdorf und Konsorten sind mit so etwas souveräner umgegangen und davon sollten sich die NPDler eine Scheibe abschneiden.”

    Dabei sollte man nicht außer Acht lassen, daß die etablierte Medienwelt niemals mit Lambsdorf und Konsorten auf Kriegsfuß stand. Kein etablierter Fernsehkanal wird der NPD nun ein Forum zur “offensiven Richtigstellung” bieten.

  • 6 Friedrich // Jan 28, 2007 at 11:37

    Es muss um das Jahr 1968 gewesen sein da schoss ein Metzgergeselle in Konstanz am Bodensee einem sog. Gammler einen Bolzenschussapparat in den Kopf.
    Am nächsten Tag überschlugen sich die gleichgeschalteten Medien der Republik mit Schlagzeilen wie :”NPD-Anhänger erschießt
    harmlosen Passanten.”
    Die NPD unter Vorsitz des bürgerlichen Adolf v. Thadden, begann sofort mit einer hysterischen Reaktion die Partei zu “säubern” um den bürgerlichen Wähler , den sie ohnehin nicht gewinnen konnte, nicht zu vergraulen . In unserem Kreisverband begannen damals Diskussionen über Haarlänge und Barttracht
    und es gab Mitglieder die ganze Versammlungen mit der Frage blockierten, ob ein Vorstandsmitglied am Vorstandstisch Platz nehmen dürfe wenn er keine Krawatte trage.

    Es waren insbesondere die unermüdlichen Aktivisten die von diesem bürgerlischen Geschwätz angeekelt, die Partei verließen.
    Die Bürgerlinge blieben zurück so lange sie sich Vorteile von der Mitgliedschaft in der NPD versprachen. Als dann 1969 der Einzug der NPD in den Bundestag scheiterte liefen diese Bürgerlinge in Massen zur CDU über. Die NPD-Fraktion im Kreistag trat - im Anzug - nahezu geschlossen in die CDU ein und die Zahl der Mitglieder im KV schrumpfte innerhalb eines Jahres von 120 auf 20.

    Als die NPD 2004 in den Sächsischen Landtag einzog hatte ich die Hoffnung, dass dieses schielen nach der verlogenen bürgerlichen Doppelmoral der Vergangenheit angehören würde und die NPD den zu erwartenden Angriffen des Systems mannhaft standhalten würde. Leider bekomme ich zunehmend Zweifel daran. Nach ersten souveränen Auftritten, die selbst bei unseren Gegnern Anerkennung fanden, führt sich die Partei nun zunehmend wie eine verängstigte Hühnerherde auf die einen Fuchs wittert. Was hatte man erwartet?
    Dass dieses System fair mit der Partei umgehen würde, sich gar an seine eigenen Gesetze halten würde ? Dann Leute, seid ihr naiv! Wir leben in einem Staat in dem die Herrschenden eine Behörde geschaffen haben deren Aufgabe darin besteht jede echte Opposition zur Macht der Herrschenden
    zu zerstören. Diese Behörde nennt sich Verfassungsschutz und hat 40.000 Mitarbeiter.
    Die Medien sind gleichgeschaltet und haben die Aufgabe die Macht der Herrschenden zu erhalten. Natürlich kritisieren sie mal die eine oder andere Partei aber niemals deren Herrschaft.
    Darüber hinaus leben wir in einer Gesellschaft die moralisch so verkommen ist, dass man es sich schlimmer kaum noch vorstellen kann(Mischehen, Kinderleichen in Blumentöpfen, pädophile Verwaltungsgerichtspräsidenten und Vorstände die mehr oder weniger geschlossen nach Brasilien in den Puff fliegen, usw.usw.usw.) .
    Und von diesem verkommenen System lässt sich die NPD das Gesetz des Handelns aufzwingen!?!
    Ein politischer Beamter - ein Staatsanwalt - behauptet ein Fraktionsmitglied habe Kinderpornos und schon drängt ihn die Partei aus der Fraktion.
    Ein Fraktionsmitglied sagt öffentlich über Hitler was viele NPD-Anhänger ohnehin denken und die Partei schließt ihn aus.
    Die Medien berichten von Pornos auf NPD-Computern und die Partei beginnt in einem Lande, in dem Pornofilme wahrscheinlich verbreiteter sind als Apfelsinen, eine spießige Verteidigungsrede.
    Ein Mitarbeiter macht ein paar mehr oder weniger lustige Karten und die NPD führt sich schlimmer auf als der Vatikan der mal wieder einen schwulen Pfarrer verteidigen muss der seine Kirchenknaben vernaschte.

    Leute ! So beweißt ihr in erster Linie, dass ihr diesem System und seiner perversen Verlogenheit nicht gewachsen seid!

  • 7 Wetekamp // Jan 28, 2007 at 12:52

    @Schwert

    Stimmt. Ich meinte damit nur, daß den NPDlern etwas mehr “Dickhäutigkeit” guttun würde. Es ist doch gerade dieses fast schon zwanghafte Saubermanngehabe, das Tür und Tor für die Schmierfinken der Systemmedien öffnet.

    Ein lachendes “Was??? Mehr habt Ihr nicht rausgefunden?? Stümper!!” Würde derartige Intrigen u.U. eher im Sande verlaufen lassen, als die ständige Selbstkasteiung und Erklärungsnot, in die sich diese Leute bringen, in dem Glauben, daß man ihnen glaubt!

  • 8 Schulle // Jan 28, 2007 at 13:29

    Da ist Aufklärung nötig.Es ist aber auch nicht immer gut,sich einem Interview zu verweigern,wie es der Kam.Apfel manchmal macht.Andererseits sind die Systemmedien auch für ihre Lügen bekannt.Einen Beweis für die falsche Berichterstattung der Systemmedien lieferte gestern abend RBB Aktuell über die Demo in Frankfurt/Oder.

  • 9 Oswald // Jan 28, 2007 at 14:23

    Die letzte Sexgeschichte ist tatsächlich so dünn formuliert, daß man sich wundert warum die Systempresse nicht den ganzen angeblichen Brief genüßlich ausschlachtet.

    Irgendetwas stimmt da trotzdem nicht: und zwar mit Baller-Menzel.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hatte der zuerst eine Vorankündigung bei der NPD-Fraktion gemacht, seine völlig rätselhafte Waffennummer abzuziehen. Darauf hatte dann H. Apfel Meldung beim Landtagspräsidenten gemacht. Hätte er das übrigens nicht getan, dann wäre die ganze NPD-Fraktion als Mitwisser und Mitbefürworter in einen Riesenskandal reingerutscht, mit wohl garantiertem schnellen Parteiverbot.

    Nach seinem Rauswurf hat dann Menzel (im zarten Alter von 66 Jahren?) weiter gemacht mit einer neuen Schreckschußpistolennummer. Wobei die Schrecksschußpistole juristisch betrachtet wohl noch keine Straftat ist, die der VS seinen Mitarbeitern verbieten würde.

    Auch soll Menzel Hitler-Bilder herumgezeigt haben, was ebenfalls meines Wissens nach keine Straftat ist, wie etwa die Stellungnahme zu bestimmten zeitgeschichtlichen Themen oder die Verwendung bestimmter Kennzeichen.

    Vielleicht kann uns ein Angestellter von Menzel aufklären, und aus seiner Sicht Stellung beziehen, warum er sich nicht von Menzel distanziert und warum er ebenfalls aus der NPD rausgeflogen ist.

  • 10 Schwert // Jan 28, 2007 at 15:12

    @Friedrich

    “Darüber hinaus leben wir in einer Gesellschaft die moralisch so verkommen ist, dass man es sich schlimmer kaum noch vorstellen kann(Mischehen, Kinderleichen in Blumentöpfen, pädophile Verwaltungsgerichtspräsidenten und Vorstände die mehr oder weniger geschlossen nach Brasilien in den Puff fliegen, usw.usw.usw.) .”

    Und genau dem gegenüber muß man eben etwas “Besseres” darstellen. Man muß der bürgerlichen Masse eine Perspektive zu dieser gesellschaftlichen Verkommenheit bieten, nach der sie sich eigentlich im tiefsten Innern sehnt. Man muß der bürgerlichen Masse gegensätzliche Wertevorstellung als jene des verkommenen Systems vorleben, damit sie bereit sind, zu folgen.

    “Und von diesem verkommenen System lässt sich die NPD das Gesetz des Handelns aufzwingen!?!”

    Inwiefern läßt sie sich das aufzwingen? Die NPD-Führung tut das was notwendig ist, und das tut sie ohne großes Gezeter und Gezanke. Sie bleibt “cool” und zieht weiter ihr Ding durch. Ich sehe nicht, daß sie bei den letzten “Problemfällen” katastrophale Fehler gemacht hätte. Die NPD ist eindeutig auf einem guten Kurs, sonst würde das Establishment auch nicht so hysterisch nach einem rettenden Strohhalm suchen. Viele Bürger werden diese Schmierenkomödie aber immer mehr durchschauen und die NPD wird weiter Boden gutmachen.

  • 11 Worch // Jan 28, 2007 at 17:30

    Es gibt ein Programm namens Steganos, das imstande ist, Daten so verläßlich zu löschen, daß sie nicht wiederherstellbar sind. Ein ungefähr 256 bit langer Algorithmus als Verschlüsselung. Ich bin kein Mathematiker, aber ich nehme an, daß selbst die optimalste zur Zeit verfügbare Rechenkapazität nicht imstande ist, das Ding zu entschlüsseln… - Auch soll hilfreich sein, wenn man den Computer völlig löschen will, bis zu siebenmal zu formatieren. Wenn man zwischendurch noch defragmentiert, so das noch hilfreicher sein. Auch dann soll die Wiederherstellung unmöglich sein. Wenn man aber nur löscht und dann den Papierkorb leert, ist das für Spezialisten wohl eher ein Witz…

    Gibt es für die Mitarbeiter der Fraktion keinen Grundkurs in Computersicherheit?! Wenn man über die reichlichen Mittel einer Fraktion verfügt, sollte man sich so ein Seminar - nötigenfalls mit einem EXTERNEN Spezialisten! - doch einfach mal als Mitarbeiterschulung leisten. Wobei ich persönlich von den “eigenen” Leuten (auch “eigene Leute” im Sinne der Fraktion) meistenteils nicht so wahnsinnig überzeugt bin, so daß ein EXTERNER Spezialist vielleicht wirklich eine bessere Wahl wäre…

    Dann kann man sich später Diskussionen darüber sparen, was nun anstößig ist oder was heute noch (bzw. schon) im gesellschaftlich akzeptablen Rahmen liegt. (Sado-Maso reißt ja nun auch kaum noch jemandem vom Hocker….)

    Grüße
    Christian Worch

  • 12 Rechner // Jan 28, 2007 at 19:12

    @Worch

    das beste und sicherste ist eine neue Festplatte.
    Ich denke 50€ dürfte eine Landtagsfraktion allemal übrig haben.

  • 13 Adminus Diabolus // Jan 28, 2007 at 21:24

    @ Worch u.a mit sicherheitsbeduerfnis

    Sicherheit, Privacy and Datenschutz, das ist mein Metier. Ich habe mehrfach meine Hilfe schon angeboten, auch den Machern dieser Webseite (kostenloses Forum in Asien gehosted), oder aber Tunnelverbindungen (verschluesselt) zu anderen ‘unkorrekte’ Webseiten.

    Steganos ‘versteckt sensible daten innerhalb einer Gastdatei, tut sie aber nicht verschluesseln.

    Wesentlich besser ist einen verschluesselten Container auf Deiner HDD zu haben, mit allen sensiblen Daten. Truecrypt.org bietet so was sogar umsonst an.

    Adminus Diabolus
    http://www.privacy.li

  • 14 bildad // Jan 28, 2007 at 21:25

    „Sex, Gewalt, Abenteuer – die NPD“

    Naja solang niemand von der sächsischen NPD-Fraktion die Initiativen” Kiffen gegen Links”, ” Betrunken beten mit Schön” , ” Kindergarten besuchen mit Paul” ” Zehn kleine Negerlein mit der VS-Hexe”, ” Haubitze in den Landtag” oder “Pudern mit Claudia” startet, sollte man das nicht so eng sehen.

    In Ö läuft gerade das Spiel ” Fotos gegen HC”.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2745719

  • 15 bildad // Jan 28, 2007 at 21:41

    ” In der ZIB2 am Freitag meinte Strache, er könne sich nicht mehr daran erinnern, was er mit der Geste habe signalisieren wollen - möglicherweise, dass er bei dem Treffen “noch drei Bier oder noch drei G’spritzte” trinken habe wollen.”

    http://www.orf.at/070127-8604/index.html

    Na komm, da wird ihm vorgeworfen den “Kühnen Gruß” zu machen und er hatte doch nur Durscht.

  • 16 Jörg Schubert // Jan 28, 2007 at 23:00

    @Christian

    Warum soll man denn die Daten verschlüsseln bevor man sie endgültig löscht? Hauptsache ist doch, daß da, wo vorher eine “1″ stand”, danach eine “0″ steht. Im “richtigen Leben” ist es doch manchmal auch so, oder?

    Jörg Schubert

  • 17 bildad // Jan 29, 2007 at 3:24

    Es gibt kein Foto, Worch mit Strache und hoffentlich auch keines HC liest stoerti, grummel, war privat.
    “Strache: Ich habe den Hitler mit Sicherheit nicht gegrüßt.”
    Ich distanziere mich, Küssel will mich reinlegen, ich erkläre eine Erklärunng.
    “..
    forderte der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz eine “eidesstattliche Erklärung” von Strache. Dieser solle die Existenz eines Fotos, auf dem er beim Hitler-Gruß zu sehen ist, explizit ausschließen oder zurücktreten. ”

    Na klar der der grüne Fliegenpilz trumpft auch auf.

  • 18 bildad // Jan 29, 2007 at 9:13

    ” FPÖ-Chef Heinz Christian Strache will heute Vormittag eine “unmissverständliche” Erklärung zu jenen Fotos abgeben, die in den letzten Tagen für heftige Turbulenzen nicht nur innerhalb der FPÖ gesorgt haben. ”

    (ORF)

    Haider hätte sowas nie gemacht, in seinen besseren Zeiten, “Die österreichische Nation ist eine Mißgeburt” ” Wir sind nicht von der NSDAP, sonst hätten wir die Mehrheit der Stimmen” “Wenn ich in fairen Wahlen im Altreich antrete, wird das Anschlussverbot aufgehoben” usw.

    Egal was Strache erklärt heute, da kann er nur verlieren, was für Fotos noch auftauchen, und sich entschuldigen, da ist er maximal zweiter Sieger.

  • 19 Oswald // Jan 29, 2007 at 10:30

    PC-Sicherheit ist nicht nur eine technische Sache sondern vor allem eine Frage der Organisation. Solange ich einen Rechner von mehreren Personen für verschiedene Zwecke privat und beruflich nutzen lasse, häuft sich da im Laufe der Zeit so viel an allen möglichen Stellen an, daß sich ein Rechner praktisch gar nicht säubern läßt.

    Ich verwende VMWare PC-Virtualisierung (findet man bei emule oder man kann sich auch die Gratis Version runterladen). Damit lassen sich mehrere Betriebssystem-Instanzen gleichzeitig ausführen. Eine Betriebssysteminstallation läßt sich so als separates Programm ausführen, das man beispielsweise auf einer externen kleinen Festplatte laufen läßt.

    So habe ich meine ganzen Aufgabenbereiche getrennt, zB. div. Grafikprogramme auf unterschiedlichen Installationen, berufliche (Textverarbeitung und Kommunikation) und private Sachen auf jeweils relativ kleinen und damit stabilen separaten Istallationen. Sollte mir einmal der tragbare Rechner auf Reisen gestohlen werden, ist da zumindest nichts Berufliches oder sonstwas Belastendes drauf. Die Installationen sind außerdem so klein, daß ich eine Sicherheitskopie verschlüsselt und komprimiert auf DVD brennen kann, ebenfalls direkt vom tragbaren Rechner, und eine aktuelle DVD habe ich immer im separaten Gepäck.

  • 20 Worch // Jan 29, 2007 at 10:56

    @ Adminus Diabolus
    @ Jörg Schubert:

    Ich kann mich an eine älter Version von Steganos erinnern, die freundlicherweise auf Befehl auch gelöscht hat. Und dann habe ich mir mal angeschaut, wie lange sie auf einem nicht unbedingt langsamen Rechner gebraucht hat, eine reine Textdatei von etwa zwei Seiten Umfang (sagen wir mal, 6 oder 7 k oder so) zu löschen, und das war beeindruckend lange…

    Ansonsten ist es mir eigentlich egal, mit welcher Methode jemand es macht; nur, daß löschen und den Papierkorb leeren vielleicht reichen, wenn ein Dorfpolizist sich den Rechner anschaut, aber nicht, wenn es auf LKA-Ebene oder so läuft, das sollte Allgemeinwissen sein. Oder wenn es das noch nicht ist, Allgemeinwissen werden.

    Grüße
    Christian Worch

  • 21 bildad // Jan 29, 2007 at 12:00

    ” Strache-Bilder: FPÖ-Chef hat “reines Gewissen”
    zurückFPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat sich heute in einer Grundsatzerklärung nach der Foto-Affäre von allen Formen des Extremismus distanziert und betont, ein “reines Gewissen” zu haben: “Ich war nie ein Neonazi und werde nie ein Neonazi sein.” Wer hinter der Offenlegung der umstrittenen Jugendfotos von ihm steckt, konnte der FPÖ-Obmann nicht beantworten.

    Knapp eine Stunde dauerte die Grundsatzerklärung Straches, dann gab es für Pressefragen noch einmal 20 Minuten Zeit. Der sichtlich ein wenig angeschlagene FPÖ-Chef verwehrte sich dabei wiederholte Male dagegen, ins rechtsextreme Eck gestellt zu werden, und nahm das auch für seine Partei in Anspruch: “In der FPÖ haben Neonazis keinen Platz.”

    Fotos nicht von Küssel?
    Die ganze Foto-Affäre sieht Strache als Versuch, ihn “wegzuputschen”. Dahinter stecken könnten sowohl “Heckenschützen” aus der eigenen Partei als auch die ÖVP, die sich eine Wiedervereinigung von FPÖ und BZÖ wünsche, um eine zweite Regierungsoption zu haben, und wisse, dass das mit ihm nicht gehe.

    Dass die Fotos vom bekannten Neonazi Gottfried Küssel stammen, wie das der FPÖ-Abgeordnete Lutz Weinzinger vermutet hatte, schloss Strache aus, da dieser keinen Zugang zu seinen Jugendbildern gehabt haben könne.

    Strache zeigt andere Bilder
    Zur Selbstverteidigung hatte Strache einige Bilder anderer prominenter Politiker mitgebracht. So überraschte er etwa mit einem der FPÖ “zugespielten”, offenbar recht aktuellen Foto, auf dem Ex-Finanzstaatssekretär Alfred Finz (ÖVP) beim Biertrinken mit einer Person zu sehen ist, die vom FPÖ-Chef als Küssel identifiziert wurde und die ihm zumindest auch täuschend ähnlich sieht.

    Bezüglich seines vermeintlichen “Kühnen-Gruß”-Fotos präsentierte Strache ein “Spiegel”-Cover, auf dem die deutsche Bundeskanzlerin Angela (von Strache Andrea genannt, Anm.) Merkel mit derselben Fingerhaltung zu sehen ist.” (ORF)

    Ha,ha .

  • 22 bildad // Jan 29, 2007 at 16:23

    “Für Finz ist Foto mit Küssel “eine Frechheit”
    WIEN. “Ich habe mit Herrn Küssel wissentlich noch nie im Leben zu tun gehabt”, das von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache präsentierte Foto von ihm mit dem Neonazi “kann nur zufällig” entstanden sein, betonte der ehemalige Staatssekretär Alfred Finz (ÖVP) auf Anfrage der APA……….. ” (Kurier)

    Verhaften den Finz.

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