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| Germar Rudolf |
Stuttgart / Berlin: Am 14. November beginnt in Mannheim der Prozeß gegen Germar Rudolf und Siegfried Verbeke, in denen sie sich wegen ihrer kritischen Haltung gegenüber bestimmten Aspekten der jüngeren Zeitgeschichte, die in Deutschland als „Volksverhetzung“ ausgelegt werden, verantworten müssen. Schon jetzt gilt es als sicher, daß es sich bei diesem Verfahren lediglich um eine juristisch verbrämte Farce handelt, bei der das Urteil bereits im Voraus feststeht, wie man es auch in den Fällen Irving und Zündel auch beobachten konnte und im letzteren Falle noch kann.
| JVA Stammheim |
Was nun aus Stammheim, der Haftanstalt in der Rudolf einsitzt, so nach außen dringt ist nicht eben üppig, doch in Einzelfällen durchaus interessant. So erreichte uns dieser Tage ein Schreiben Germar Rudolfs, in dem dieser ausführlich über seine Motivation spricht, für den geschichtlichen Revisionismus zu kämpfen – und gegebenenfalls auch zu leiden. Anlaß dafür war ein Schreiben des jüdischen Publizisten Israel Shamir vom 19. Mai dieses Jahres, dessen Briefe an Rudolf in Stammheim gar nicht erst ausgehändigt werden, sondern gleich auf die Asservatenkammer zu seinen Effekten kommen, an eine Briefpartnerin des Inhaftierten, indem Shamir u. a. schrieb:
„…Was seine Bücher betrifft, so habe ich diese nicht gelesen. Wie Sie wissen, interessiere ich mich nicht sonderlich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, wohl aber für dessen ideologische Auswirkung. Aus meiner Sicht sollte der H in Abrede gestellt werden, auch wenn jeder einzelne Aspekt der Wahrheit entspräche. Ich schrieb darüber in meiner Verteidigung Irvings in dem von Ihnen übertragenen Artikel. [ "Wem die Stunde Schlägt".] Was treibt Germar an? Ist es Liebe zu Deutschland, oder Liebe zu Christus?“
Darauf antwortete Rudolf im August wie folgt:
Was mich treibt
Herrn Shamirs Desinteresse am Zweiten Weltkrieg kann ich nicht nur nachvollziehen, ich teile dieses sogar. Aus irgendeinem Grunde wird allgemein angenommen, der Zweite Weltkrieg sei der wesentliche Fokus meines intellektuellen Interesses, da mein Leben mit der Untersuchung des Holocaust verwickelt ist. Die Wahrheit ist jedoch, daß mich per se noch nie die Geschichte irgendeines Krieges groß gekümmert hat. Was mich interessiert, ist, wie und warum Kriege entstehen, die Intrigen, Machenschaften, Lügen und Propaganda auf allen Seiten, Kriege zu rechtfertigen und selbstverständlich, wie diese Propaganda von Siegerseite anschließend weiter betrieben wird. Es werden mir laufend Bücher über den Zweiten Weltkrieg ins Gefängnis geschickt, und nachdem ich nur eines davon gelesen habe – eine Studie über Pattons Feldzüge: das erste Buch, das ich jemals über die Geschichte von Schlachten gelesen habe –, entschied ich, daß es damit genug sei. Die anderen, die mir geschickt wurden, ließ ich unbeachtet und bat, Sendungen zu dieser Thematik einzustellen.
Allerdings muß ich einräumen, daß ich einen Freund habe, dessen ganzes Leben einzig um den Zweiten Weltkrieg kreist, doch dieser ist ein Buchhändler, und obwohl er über mehr als tausend Titel zum Thema verfügt, sprechen wir nie über den Zweiten Weltkrieg, auch habe ich noch nie nach einem Buch aus seiner Sammlung gefragt.
Die Holocaust-Propaganda ist eine ideologische Angelegenheit, keine historische. Ich habe mich nie auf die tatsächlichen Aspekte der Verfolgung von Minderheiten während des Zweiten Weltkrieges konzentriert, seien diese nun jüdisch oder nicht. Der Gegenstand ist weder erfreulich noch ist es notwendig, sich damit zu befassen, gibt es doch weltweit mehr als genug Gelehrte, die aus dieser einen Sache ein profitables Geschäft machen. Nein, es ist Propaganda – Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegspropaganda –, die mich interessiert und wie diese von der Realität zu unterscheiden ist.
Ich könnte kurz zu der Frage, was mich antreibt, antworten, indem ich auf meine diesbezügliche Abhandlung aus den Jahren 1995/96 verweise und die ich meinem Fachbericht angehängt habe, der im Netz gelesen werden kann: www.vho.org.dl/ENG/trr.pdf.
Doch will ich hier eine zusammengefaßte Version präsentieren. Zuvörderst: Es gibt kein ausschließliches Motiv, welches mich dazu veranlaßte zu tun, was ich nun seit 16 Jahren tue. Vieles davon liegt im persönlichen Bereich der Unberechenbarkeiten und Zufälle, und ein anderer großer Faktor ist meine Eigenart, mein Wesen, wenn man so will.
Schon als kleiner Junge folgte mir der Ruf, daß ich die Erwachsenen auf die Palme bringe mit meinen nicht ablassenden, wißbegierigen Fragen. Dazu kommt ein geradezu überentwickelter Sinn für Gerechtigkeit, überzogen, wie meine Mutter behauptet, obwohl ich dies bestreite. Von meinem Vater wurde ich während meiner ganzen Kindheit in dem einen oder anderen Maße brutalisiert, was meine Mutter dazu veranlaßte, meinen Selbsthaß verhüten zu wollen, indem sie meinen Vater damit entschuldigte, daß dieser von seinem Vater auch schlecht behandelt worden sei, dessen Familie nach dem Zweiten Weltkrieg aus Schlesien vertrieben und in die Armut gerissen wurde. Anders ausgedrückt: Meine Mutter benützte die Polen als Blitzableiter für meinen Schmerz und das daraus resultierende Gefühl der Ungerechtigkeit.
Das war der Punkt, an dem, mit 18 Jahren (!), mein Geschichtsinteresse erwachte: die Vertreibung von 12 Millionen Deutschen aus Ostdeutschland und Osteuropa. Im Alter von 18 bis 23 war ich sehr patriotisch eingestellt, doch – meines Erachtens – noch immer innerhalb des Mainstreams, allerdings am rechten Rand. Später verblaßte dieser Hang allmählich – hauptsächlich verursacht durch Streß während der Studienjahre – und wurde zudem langweilig. Während dieser Jahre habe ich nicht ein einziges Mal das Holocaust-Thema angeschnitten. Die üblichen Behauptungen erschienen mir unzweifelhaft, unbestreitbar, Wahrheit in Stein gemeißelt, offensichtlich.
Das änderte sich 1989 aus purem Zufall, als mir ein Buch von Paul Rassinier gegeben wurde, einem Kommunisten, der während des Zweiten Weltkriegs als Partisan gegen die deutsche Besatzung Frankreichs gekämpft hatte und schließlich Insasse in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dora wurde. Wahrscheinlich hätte ich niemals einem Deutschen gestattet, Zweifel an der vorherrschenden Meinung über den Holocaust in mir hervorzurufen, weil ich ihn des Vorurteils und Eigeninteresses verdächtigt hätte – aber ein Kommunist, Partisanenkämpfer, ehemaliger Insasse? Er öffnete mir die Augen und gestattete Zweifel. Mehr nicht, nur Zweifel.
Allerdings reichte das aus, eine Kettenreaktion zu verursachen, da ich offensichtlich in dieser meiner deutschen Gesellschaft aufgewachsen bin, mich schuldig zu fühlen, sollte ich die Wahrheit in dieser Sache bezweifeln. Tatsächlich fühlte ich mich schuldig an meinem Zweifel, was mich ergrimmte, da es allem widersprach, was ich gelernt hatte: hinterfrage Autoritäten, nimm Paradigmen nicht als Nennwert, Kritik ist ehrenwert, sowie alle anderen Ideale der Aufklärung. Ich erkannte, daß diese Gesellschaft eine heuchlerische ist und wußte mit einem Mal – und nur geringe Mühe der Nachforschung bestätigte dies –, daß jegliche Zweifler und Andersdenkende schonungslos ausgeschlossen, verfolgt und gerichtlich angeklagt werden, ohne die geringste Chance auf Verteidigung. So sagte ich mir: Das ist ungeheuerlich, unakzeptabel, gegen jede Norm und die Ideale dieser Gesellschaft, und die Tatsache, daß es kein anderes Thema gibt, wo Andersdenkende massiver unterdrückt werden, ist für mich Beweis, daß es das wichtigste Thema überhaupt ist. Derjenige, der sich seiner Wahrhaftigkeit sicher ist, ist gelassen; nur Lügner rufen weltliche Richter.
Die Ungerechtigkeit all dieser Verfolgung steht mehr und mehr im Vordergrund und bestimmt meine Handlungen, wie auch die Überzeugung, daß, wenn wir diese Tyrannen nicht von Anfang an stoppen, sie zunehmend unsere Freiheiten zerstören werden, um zu verhindern, daß ihre dunklen Geheimnisse einer genauen Prüfung unterzogen werden können.
Ferner ist es einfach begeisternd, wie ganze Regierungen mit nur wenig Anstrengung in Panik geraten, ganze Zivilisationen erzittern, allein wegen eines gut begründeten und sachlich geschriebenen Buches.
„Gib mir einen Sinn des Lebens!“, verlangte ich in früher Jugend und als Erwachsener. Ich habe diesen gefunden. Wenn so viele Mächtige so zahlreiche Mittel verwenden, einen friedvollen Dissidenten aufzuhalten, muß es deshalb sein, daß ich etwas habe, das die Welt erschüttern kann – und wird! Ich werde es ihnen zeigen. Jetzt, nachdem sie mein Leben zerstört haben, bleibt mir keine andere Wahl zu beweisen, daß ich recht habe, und die Tatsache, daß immer mehr Historiker einen Seitenwechsel vollziehen – derzeit noch hinter den Kulissen, doch das wird sich ändern – und daß die Machthabenden in zunehmendem Maße ausrasten, beweist mir, daß die Dinge im Gange sind. Die Nachkriegsära und die Neue Weltordnung wurden auf dem Holocaust errichtet, und zusammen mit diesem werden sie stürzen. Aber das ist nicht wichtig, weil sie sowieso stürzen werden, nämlich schon aus dem Grunde, weil sie den Planeten zugrunde richten und die Weltwirtschaft gegen die Wand fahren.
Für mich ist es einfach: Ich bin sicher, daß ich richtig liege. Und kann man mich nicht mit rationalen, wissenschaftlichen Argumenten eines anderen belehren, werde ich keinen Schritt weichen. Man kann mich mit einem menschlichen intellektuellen Boxer-Terrier vergleichen, und sie haben durch ihre Verfolgung den Fehler gemacht, mich bis auf’s Blut zu provozieren. Jetzt reicht’s. Keine Verhandlungen mehr. Jetzt geht’s um mich oder sie. Meinem Vater gelang es nicht, mich mit Stock, Peitsche, Faust zu brechen oder indem er mich als Rakete benutzte. Deshalb können auch sie meinen Willen nicht mit Gewalt brechen, der mit jedem Angriff nur noch stärker wird… Gemäß meiner Wesensart habe ich enorme Willenskraft und bin – wenn nötig – starrsinnig, wenn man mir gegenüber brutale Gewalt anwendet, anstatt sachlich mit mir zu reden. Druck erzeugt Gegendruck. In dieser Hinsicht bin ich ein einfaches physisches Prinzip. Hier ist es mein menschliches Recht zu zweifeln, nachzuforschen, zu widersprechen, zu disputieren, zu widerlegen, herauszufordern, zu hinterfragen. Nur wenn man mich umbringt, kann man mir das nehmen. Punkt. Und die stärkste Motivation ist: Egal, wer mich wegen der Ausführung meines menschlichen Rechts bestraft, ein Mensch zu sein – ein Wesen, fähig zu zweifeln und zu erkunden –, wird meinen äußersten Widerstand erfahren. Niemandem werde ich erlauben, mich zum unterwürfigen Sklaven zu machen. Niemandem.
Aus dem Gefängnis in Stuttgart-Stammheim am 27.8. 2006
Übersetzung von Hanne Pfiz-Soderstrom
Das englische Original des Briefes an Israel Shamir
Quelle: Störtebeker-Netz 02.10.06
Anhang:
AUTO: -CHTHON & -NOM
Nr. 27, 1. Okt. 2006
Germar Rudolf: Es kommt darauf an, wer die überzeugenden Argumente hat, nicht wer als Autorität anerkannt wird
(zur Diskussion zwischen Peter Töpfer und David Schah)
Mit Erstaunen und Unwohlsein las ich einige Wochen nach meiner Inhaftierung in Deutschland in der rechten Presse, ich sei ein „KZ-Experte“. Weder hatte ich mich je so bezeichnet, noch scheint mir solch ein Etikett besonders erstrebenswert. Wer will schon ein Fachmann für Konzentrationslager sein? Tatsächlich hatte ich mich noch nie als ein Fachmann oder Experte für irgend etwas bezeichnet. Ich sehe mich selbst als Revisionist, Autor diverser Schriften, Verleger und – meinem akademischen Grad entsprechend – als Chemiker. Daß mir nun von der anderen Seite des politischen Spektrums entgegenschallt, ich sei ein „selbsternannter KZ-Experte“, geht dann doch etwas zu weit, und so darf ich dagegen energischen Widerspruch einlegen. Außerdem darf ich dezent darauf hinweisen, daß es in der Wissenschaft darauf ankommt, wer die überzeugenden Argumente hat, nicht wer als Experte oder Autorität anerkannt wird. Es ist daher völlig irrelevant, ob ich als Experte bezeichnet oder anerkannt werde.
Da ich schon bei wissenschaftlichen Gepflogenheiten bin, darf ich darauf hinweisen, daß man Behauptungen, insbesondere, wenn sie mit Vorwürfen verbunden sind, mit nachprüfbaren Beweisen untermauern sollte. Solange man aber nicht beweisen kann, ich hätte mich selbst zum Experten gekürt, sollte man so etwas auch nicht behaupten.
Das gleiche gilt für ähnliche ehrenrührige Behauptungen, wie etwa der, ich würde, wenn ich die Macht hätte, anderen die Menschenrechte beschneiden. Dafür gibt es nicht auch nur den Hauch eines Beweises, ganz im Gegenteil: Ich habe mich immer für eine sehr liberale Freiheitsauslegung stark gemacht. Tatsache ist dagegen, daß all die, die mich einsperren oder dies befürworten, durch Rat und Tat unwiderleglich bewiesen haben, daß sie es sind, die freiheitlich gesonnenen Andersdenkenden die Menschenrechte absprechen, sobald bzw. da sie an der Macht sind. Ihrer eigenen Logik folgend, müßte man ihnen daher die Freiheit zum Mißbrauch ihrer Freiheit entziehen! Ihr Argument geht daher schwer nach hinten los! Man sollte Kants kategorischen Imperativ halt immer im Kopf behalten! Gesetze zur Unterdrückung Andersdenkender können eben bei Änderung der politischen Großwetterlage auf die Gesetzgeber angewandt werden!
Die ganze Misere obrigkeitsstaatlicher Gängelung Andersdenkender in Deutschland läßt sich an dem Unwort „pseudowissenschaftlich“ wunderbar aufzeigen. Mir ist kein anderer Staat bekannt, der ein Zwei-Klassen-Recht auf Meinungsfreiheit hat: ein unbeschränktes für Wissenschaftler und ein beschränktes für alle anderen, und ein Monopol der Strafrichter zu entscheiden, wer als Wissenschaftler gilt und wer nicht. Das muß ja zu Willkür führen! Dabei habe ich noch nie jemanden gefunden, der mit dem o.g. Unwort um sich warf, der definieren konnte, was eigentlich Wissenschaft ist und wie man sie von Pseudowissenschaft unterscheidet. Sogar die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts in der Frage treiben einen zur Verzweiflung. Da sprechen lauter Blinde über Farben!
Daher hier ein Schnellkurs bezüglich der Hauptcharakteristika der Wissenschaft:
a) jede Frage ist erlaubt;
b) Behauptungen sind mit überprüfbaren Beweisen zu belegen;
c) Ergebnisse dürfen nur durch überprüfbare Beweise bedingt sein, nicht durch andere Faktoren (wie etwa Strafgesetze!);
d) Gegenargumente müssen nachprüfbar angeführt und diskutiert werden;
e) Widerlegungsversuche durch Gegner sind die einzige verläßliche Qualitätssicherung;
f) Öffentlichkeit ist Pflicht.
Diese Liste erhebt nicht den Anspruch, vollständig zu sein. Doch sie reicht, um folgendes festzustellen: Derjenige, der etwa die Frage „Gab es den Holocaust?“ für verwerflich hält; der meint, er müsse pauschale Behauptungen über seine Gegner nicht belegen; der Ergebnisse per Strafgesetz statt durch Argumente festzurrt; der die Argumente seiner Gegner unterschlägt; der Widerlegungsversuche seiner Gegner kriminalisiert; und der deren Veröffentlichung verbietet, ist nicht nur pseudowissenschaftlich, sondern in extremer Weise wissenschaftsfeindlich, wissenschaftszerstörend.
Es kann daher anhand allgemeiner sachlicher Kriterien festgestellt werden, daß die allermeisten Gegner der Revisionisten im günstigsten Fall Pseudowissenschaftler sind. Würde man ihre eigenen Regeln und Gesetze auf sie selbst anwenden, säßen die meisten Holocauster im Gefängnis! Aber mit Gefängnissen löst man keinen wissenschaftlichen Streit. Dieser menschenverachtende Unfug muß endlich aufhören!
Abschließend darf ich erwähnen, daß die Frage der Wissenschaftlichkeit einer Arbeit nicht abhängt von des Autoren Rasse, Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung, Intention oder Motivation. Die Wissenschaftlichkeit einer Arbeit ergibt sich aus der Arbeit, nicht aus der Person des Autors. Oder würde jemand auf die Idee kommen, Newtons Meisterwerk nach den religiösen oder politischen Ansichten seines Autors zu bewerten? Und wenn die Antwort darauf ein klares Nein ist, warum handelt man dann bei Revisionisten anders? Sachbezogene Argumente zählen, nicht persönliche Verdächtigungen!
Post an Germar Rudolf:
Germar Rudolf
JVA Stammheim
Asperger-Str. 60
D-70439 Stuttgart
Siehe auch
Germar-Rudolf-Unterstützungsseite
Und noch´n Anhang:
Aus: Stimme des Gewissens (LSI) Nr. 5/2006 - Sept./Okt. 2006
Bericht aus dem Gefängnis JVA Vechta, Abtl. Achim, Buchnr. 1076/06/4
Ein mittelgroßes Gebäude hinter dem altertümlichen Amtsgericht in der
Stadtmitte, gleiches Alter, vor rund 150 Jahren noch Kloster, im Krieg
Lazarett, jetzt Bleibe für Gestrauchelte aller Art: von solchen, die ihre
Geldstrafe nicht bezahlen bis zu vieljährigen “schweren Jungs” in der
Bewährungsfrist. Alles in allem um die 30, überschaubar.
Die Mauern des einstöckigen Giebelhauses sind klösterlich dick, die gut
unterkellerte Anlage nicht ungemütlich, ein kleiner Garten hinter vier Meter hohen Mauern nach Art eines Atriumgartens mit Rasen und einigen
wenigen Blumen und Sträuchern rundet die Anlage ab.
Die Menschen hinter den Gittern sind das getreue Abbild der Gesellschaft
draußen, nur daß man innerhalb der Solidarität der Gefangenen mit den
Einzelschicksalen besser vertraut wird. Es gibt ihn nicht, den “Typ des
Kriminellen”, aber es gibt eine Menge krauser Schicksale, Gedankenlosigkeit, auch Verantwortungslosigkeit, nicht zuletzt aber auch Schludrigkeit der Justiz.
Es sind noch zwei “Politische” hier. Einer hat sich nach eigenen Angaben
gegen Rauschgiftkurden gewehrt, ein anderer hat “geleugnet”. Der Rest ist so
gutgläubig-verhetzt, wie die “draußen”, aber möglicherweise etwas kritischer und daher ansprechbar. Als “Politischer” bin ich von Haus aus eine Klasse für sich wie weiland schon als U-Häftling vor 43 Jahren in Innsbruck in Sachen Südtirol.
Die Beamten: korrekt mit einem guten Schuß Menschlichkeit. Ganz oben, im
Leitungsbereich ist der Druck der Politik zu spüren. Nur ja nichts falsch
machen! Ich soll keine Wehrsportgruppe aufbauen.
Ich lese viel, schreibe einiges und habe Zeit zum Nachdenken mit gewissen
klösterlichen Erholungseinheiten (frei nach Ernst Günther Kögel), wenn ich
mir auch noch immer wie im falschen Film vorkomme.
Das Wissen allerdings, daß die wahren Strolche auf der anderen Seite des
Gitters sind, hält bei Stimmung und noch mehr die zahlreichen Beweise echter, verläßlicher Freundschaft.
Die “Verabschiedung” am 10. Juli mit Deutschlandlied macht bis heute
Eindruck.
Es herrscht Krieg, und wir haben noch einen langen Weg vor uns.
Rigolf Hennig
Wichtige Gerichtstermine
Hans Jürgen Kiessling am Mittwoch, den 27.9. um 12.30 Uhr im Amtsgericht
Düsseldorf wegen Drucklegung nachträglich verbotener Schriften. Saal A 360
Germar Rudolf am Dienstag, den 14.11., erster Termin im Landgericht
Mannheim, A1 (das ist die Straßenbezeichnung), 68159 Mannheim, Tel.
0621/292-0. Für diesen bedeutsamen Prozeß sind weitere Termine bereits
festgelegt: Donnerstag, den 16. November
Montag, den 4. Dezember
Mittwoch, den 6. Dezember
Donnerstag, den 21. Dezember
Mittwoch, den 10. Januar 2007
Montag, den 22. Januar
Montag, den 29. Januar
Der Beginn der Verhandlungen ist vermutlich jeweils um 9.00 Uhr. Wir bitten aber vorsichtshalber, sich zu erkundigen.
Gleichzeitig mit Rudolf wird auch der Fall Siegfried Verbeke abgehandelt.
Sylvia Stolz am Mittwoch, den 18. Oktober in München, Landgericht II, 10.30
Uhr wegen ihres Briefkopfes, der nach Ansicht der Rechtsanwaltskammer Anlaß
zu unlauterem Wettbewerb geben würde.
Ernst Günter Kögel: sein Berufungstermin führte zu keiner Verbesserung,
sondern zu 18 Monaten Haft ohne Bewährung. Der Grund für diese Strafe sind
zwei vor fünf Jahren gebrachte Artikel von Johannes Peter Ney und
Hans-Werner Woltersdorf zur Frage der deutschen Ausländerpolitik (bei
Woltersdorf ist es der Satz: “… daß sich die Ablehnung bis zum Haß
steigern kann”) in dem von Kögel seit zwei Jahren nicht mehr herausgegebenen Deutschland-Heft. Er beantragte Revision.
Dr. Rigolf Hennig befindet sich bereits in der JVA in Achim. Er sitzt dort
eine Strafe von 9 Monaten ohne Bewährung ab wegen Verunglimpfung der Bundesrepublik. Seine Anschrift: Dr. Hennig, Obernstraße 40, 28832 Achim. Mit Freigang kann er in der nächsten Zeit nicht rechnen.
Horst Mahler: Die Revision zum Berufungsverfahren in Berlin wurde abgelehnt.
Es handelte sich bei dem Prozeß um angeblich judenfeindliche Äußerungen im NPD-Verfahren. Damit ist das Urteil, neun Monate Gefängnis ohne Bewährung,
rechtskräftig geworden. Der Haftantritt kann jederzeit verfügt werden.




11 responses so far ↓
1 Keritz // Oct 2, 2006 at 13:47
Bei Germar Rudolf kann man guten Gewissens ausrufen: Ecce Homo!!
2 Völkischer Beobachter // Oct 2, 2006 at 14:55
Bravo - das ist Germar Rudolf, wie er leibt und lebt! Nicht ohne Bewunderung für den aufrechten und mutigen “Meinungsstraftäter” nimmt man zur Kenntnis, daß es der BRD-Stasi mit der Verhängung einer nun schon fast einjährigen Einzelhaft im Hochsicherheitsgefängnis Stuttgart-Stammheim nicht gelungen ist, Germar Rudolf zu brechen.
Diese Äußerungen haben denn doch eine andere Qualität als das windelweiche Zu-Kreuze-Kriechen von David Irving im Februar, das ihm wohl von seinem linksliberalen Schickimicki-Anwalt Kreßbach nahegelegt worden war und ihm letztendlich auch nichts gebracht hat. Doch man kann vermuten, daß Irving insgeheim wohl ebenso denkt und fühlt wie Germar Rudolf und insofern darf man auf seine Äußerungen nach der Haftentlassung (möglicherweise sogar schon in der Berufungsverhandlung im Herbst) sehr gespannt sein - ich denke, daß in diesen beiden Fällen die Maßnahmen der Meinungsterroristen gewaltig nach hinten losgehen werden, und daß man in diesen Kreisen vielleicht einmal noch bedauern wird, dieses Faß aufgemacht zu haben.
Und was Germar Rudolfs Hinweis auf den Seitenwechsel einer zunehmenden Zahl von Historikern anbelangt: Wenn man einen Blick in das vom Arndt-Verlag vertriebene aktuelle Sonderheft der Deutschen Militärzeitschrift zum Thema Waffen-SS/Günter Grass wirft, würden sich einige hier sporadisch schreibende Gutmenschen-”Wissenschaftler” vom Schlage “dosso” oder “dekko” vermutlich gewaltig wundern. So sind dort als Autoren Dr. Klaus Rainer Röhl (Ex-KPD-Mitglied, Gründer, ehem. Chefredakteur und Herausgeber von konkret), sowie Heinz Höhne (ehem. SPIEGEL-Ressortleiter Zeitgeschichte, Autor einer Reihe herausragender Werke zur Geschichte des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs, u.a. des Standardwerks Der Orden unter dem Totenkopf. Die Geschichte der SS) vertreten.
Und daß auch der Leitende Redakteur des SPIEGEL Fritjof Meyer zu den aufmerksamen Lesern von Germar Rudolfs VffG und anderer reviosionistischer Literatur gehört, konnte man seinem Artikel in der von Rita Süßmuth herausgegebenen Zeitschrift Osteuropa (Mai 2002, S. 631 - 641) entnehmen. Ebenso der renommierte Hitler-Biograph Prof. Dr. Werner Maser, wie seinem Werk Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin zwischen den Zeilen zu entnehmen ist.
Es bröckelt allenthalben und immer mehr - inzwischen auch schon etablierte - Historiker wissen, daß der Kaiser nackt ist, wenngleich dies bis zum unvermeidlichen Sichtbarwerden natürlich einstweilen noch streng verschwiegen werden muß - wer geht schon freiwillig gerne ins Gefängnis. Analoges gilt im übrigen für 9/11 (wobei man hierfür einstweilen für kritische Untersuchungen noch nicht im Knast landet, sondern nur von der Systemjournaille als unzurechnungsfähig hingestellt wird - würde im übrigen gern mal wissen, wer sich diesen Scherz mit dem Datum, welches identisch mit der amerikanischen Notrufnummer ist, hat einfallen lassen).
3 Gerald Franz // Oct 2, 2006 at 16:19
http://www.deathcamps.org/euthanasia/grafeneck_d.html*
*In der Tat, genauso haben wir uns schon immer eine Gaskammer vorgestellt, in der Tausende von Menschen durch bösen Nazis ermordet wurden. Was fürn Glück, daß wir den Paragraphen 130 haben, sonst käme man fast auf dumme Gedanken.
Schriftleitung Altermedia
4 TodosAlemanesUnidos // Oct 2, 2006 at 17:49
http://www.vho.org.dl/ENG/trr.pdf.
“Der Eros der Erkenntnis” - Germar Rudolfs selbstformulierte Motivation. Das ist mehr noch als “Eros”, es ist der Durchbruch zum Leben selbst, wie er sagt: zum “Sinn” seines Lebens.
“Die Liebe zur Erkenntnis” ist Philosophie: Diesen allerhöchsten Wert suchen - den Sinn -, das liegt noch über dem “Genug, nur-zu-leben”, wie der berühmte (verstorbene) Charakterschauspieler Heinz Rühmann sagte.
Was den Schauspieler vom Forscher unterscheidet, ist die personelle Sättigung an Erkenntnis:
Die Bühne liefert Erkenntnis als erotische Speise in Büffet-Reichhaltigkeit. Im Spiel und der schauspielerischen Auseinandersetzung liegt schon die Distanzierung, die zur Erkenntnis führt.
Die Politik bietet niemandem Distanz, noch nicht einmal über den TV-Sessel. Sie fordert ständig Parteinahme.
Rudolfs wissenschaftliche Forschung war zuerst Inter-Esse im wahren Sinn des Wortes, nämlich an der Chemie selbst. In der Weiter- Entwicklung als Chemiker behindert, blieb Rudolf dann zwischen den Welten “Politik” und “Chemie” und tönt nun wie ein Alarmklöppel für beide. Er verkündet die erkannte “Ideologie” und zeigt auf die Impotenz der Chemie für die Wahrheit in der Politik.
Er ist ein Aufklärer von globaler Bedeutung, sonst würde kein iranischer Präsident sein Land auf diese Route schicken: ein Zweck “wäscht” den anderen …
Was aber wäre die Folge der aufgeklärten Verhältnisse, - die Lebenslüge ? Was wäre die Folge, wenn Zahlenhokuspokus und buch-prophetische Nachbesserungen an der Geschichte stattgefunden haben ?
Nach dem Schwarzen Freitag (25.10.1929) kamen die Menschen, um sich von den Banken ihr bißchen Geld wieder auszahlen zu lassen, das sie auf ihren Konten liegen hatten. Was werden sich die Völker wieder auszahlen lassen, das sie an gutem Glauben in ihre Mitbürger investiert haben ? Wo Übervorteilung auf der einen Seite war, wird Haß auf der anderen Seite entstehen.
Aufklärer sind wie Explosionen, sie reißen eine Wolke von Eruptivmaterial in die Atmosphäre, das den Himmel verdunkelt …
Ein Aufklärer ist ein Vulkan in Tätigkeit. Die Zeitenwende kommt nicht durch Rudolf, sondern durch Gott selbst, der der kosmische Zeit-Rhythmus selbst ist. Denn nur in einem müssen die jüdischen Gläubigen Furcht haben: Daß die Zeit Gottes sie endlich einholt, trotz ihrer echten und symbolischen Schlachtopfer.
5 Lothar Feidl // Oct 2, 2006 at 18:14
Hoffentlich stirbt Germar Rudolf nicht plötzlich eines unerwarteten Todes
6 TodosAlemanesUnidos // Oct 2, 2006 at 18:33
“Germar Rudolf: Es kommt darauf an, wer die überzeugenden Argumente hat, nicht wer als Autorität anerkannt wird.”
Im deutsch-arabischen Märchen kommt ein unbekannter Händler vor die Königin, als sie seinen Werbe-Ausruf auf der Straße hört (Aladin und die Wunderlampe.) Die Königin ist die Frau von Aladin, dem reichgewordenen Knaben aus der Zauberhöhle des “Sesam-Öffne-dich”. Sie kauft dem Händler eine Lampe mit vielversprechendem Aussehen ab, gibt ihm dafür die eigene, aber häßliche Lampe ab. Die Königin weiß nicht, welchen unermeßlichen Wert die häßliche Lampe hat, sie schaut nur auf die Schönheit - Bedeutungslosigkeit - der neuen Lampe. Der Magier - das ist der unbekannte Händler - flüchtet mit seiner Beute, denn er will Rache an Aladin nehmen, der ihn übervorteilt hatte, als beide an der Höhle waren und das Kind dem älteren Mann aus der Höhle heraushalf.
Die besseren Argumente sind welche ? Jene mit universaler Zauberkraft der häßlichen Lampe, oder jene mit der beschränkt-schönen Äußerlichkeit für einen königlichen Palast ?
Die Macht der Argumente kann auch von der Straße in die Konferenzsäle kommen, sich ins “Hohe Haus” einschmuggeln und dann den Wert abschwätzen, auf den es ankommt: das Häßliche, um das “Schöne” hinzustellen.
Welche Macht bleibt dem Besitzer der Wahrheit, und welche Macht hat der Besitzer der Lüge ?
Besitzt Etwas Wahrheit, das zu nichts dient ?
Ist nicht eigentlich “wahr”, was “zaubern” kann ?
7 Herrmann // Oct 2, 2006 at 20:52
@Lothar Feidl (5. Kommentar)
genau das selbe habe ich auch gedacht, denn wie sonst will man z.B. die folgende Kollektiv-Anschuldigung aufrechterhalten:
siehe Verweis: http://www.cineastentreff.de/content/view/1940/35/
ein Eric Leimann ueber den ZDF-Zweiteiler: “Neger, Neger, Schornsteinfeger” unter o.g. Verweis:
“….Der offensichtliche “Nichtarier” … überlebte seine Kindheit nur deshalb, weil Deutschland zu viel mit Krieg und Judenmord zu tun hatte.”
Man beachte, nicht etwa die NS oder ein spezieller verbrecherischer Personenkreis, nein - das ganze Land wird in Haftung genommen. Da haben Zeitzeugen - selbst die,welche keine ausgesprochenen NS waren - jedoch etwas ganz anderes berichtet.
8 PA // Oct 3, 2006 at 0:00
“Ecce Homo!!”
Lasst uns für diesen Mann einmal ein großes Denkmal bauen!
9 AP // Oct 5, 2006 at 7:43
Bedenke - Du bist nur ein Mensch !
Laßt uns alle Denkmale abreißen !
10 J.B. // Oct 5, 2006 at 10:04
@Lothar Feidl:
In Gefängnissen “machen” Systemgegner oder Andersdenkende, die zuviel wissen, erstaunlich oft “Selbstmord”. Hatte “sich” nicht auch die RAF-Elite in Stuttgart-Stammheim aufgehängt?
Das Problem für die Profiteure des Ablebens ist nur, daß zu viele Selbstmorde und Unfälle irgendwann auffällig werden.
11 Brown // May 2, 2008 at 20:45
Rudolf hat, so scheint es mir, einen unerschütterlichen Willen sich für die grundlegenden Grundrechte der Demokratie stark zu machen. Ich wünsche Ihm von hertzen alles erdenklich Gute.
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