Es ist schon erstaunlich, wie viele Wörter mit „schaft“ enden und welche Möglichkeiten der Verflechtung es gibt. Das fängt ganz klein an. Tritt man in eine Partei ein, so hat man die Mitgliedschaft. Steigt man auf und bekleidet ein politisches Amt, hat man die Herrschaft. Dies führt zwangsläufig zur Freundschaft mit den eigenen oder fremden Leuten, die politisch oder wirtschaftlich wichtig sind. Und steht man ganz oben an der Spitze der Partei, hat man die Kanzlerschaft. Ich möchte es mal ganz konkret machen, da sonst wahrscheinlich keiner mehr durchblickt. Also, Kanzlerschaft Gerhard Schröder, Mitgliedschaft SPD, Brüderschaft mit den Grünen. Angela Merkel, Mitgliedschaft CDU, Schwesternschaft mit der CSU, Führerschaft als Vorsitzende von beiden, Oppositions (sc) haft, weil Bayerns Edmund dem Gerhard nicht die Wahlschaft abnehmen konnte. Jetzt haben wir das Dilemma von Rot-Grün-Schwarz-Gelber Sippschaft. Alle wollen in der Auftragschaft der Bürgerschaft regieren und haben die Wissenschaft mit Löffeln gefressen.
Erstes Beispiel Hartz-Konzept zur Arbeitsmarktreform: Jeder Langzeitarbeitslose hat sich „zwangs“ weise in die Angestelltenschaft einer Personalserviceagentur der Bundesanstalt für Arbeit einzureihen. Einen Job gibt es nicht. Woher sollen die auch kommen ? Doch aus der Statistik fällt heraus, was faule „Arbeitslosenseilschaft“ ist. Besser schlecht geparkt und vergessen als gut vermittelt.
Zweites Beispiel Gesundheitsreform : Die rote Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat ihre Seelenverwandtchaft mit dem schwarzen Gesundheitsexperten Horst Seehofer entdeckt. Gemeinsam hat man Vorschläge für eine Gesundheitsreform mit tiefen Einschnitten für die Bürgerschaft geschmiedet und tritt nun als geeinte Zweischaft und Vorbild für Kompromißbereitschaft in die Landschaft. Die Wurzeln des Übels werden nicht abgeschafft.
Drittes Beispiel Haushaltsdebakel: Beim Thema „Neuverschuldung“ in Rekordhöhe von etwa 42 Milliarden (!) Euro bricht zwischen rot-grüner Schuldnerschaft und schwarz-gelber Kritikschaft und „Wir können es ja besser“ –Mentalität offene Feindschaft aus. Der Vorwurf von Täterschaft, Unwirtschaft und Versagerschaft wird laut brüllend erhoben, egal auf welcher Seite. Wieviel haben alle mit Mitwisserschaft zu tun? Wetten, daß es vorher keiner gewußt, gehört oder gesehen hat ? Hinterher schon gleich gar nicht.
So bleibt es bei der Machenschaft unter der Herrschaft der Klüngelschaft. Erinnert man sich an die Spendenskandale, von der nun fast wirklich keine Partei verschont blieb, dann fragt man sich, welches Ausmaß an Vetternschaft, egal ob mit der Wirtschaft, Gewerkschaft, Verbandschaft oder Lobbyschaft in Deutschland es wahrlich gibt und wieviel wir noch erdulden sollen ? Wann werden die Interessen, Belange, Sorgen, und Nöte der Otto-Normal-Sterblichen-Bürgerschaft endlich wieder an erster Stelle stehen und unsere gewählte Vertreterschaft das tun, was ihr Auftrag an sie von uns ist? Nämlich, sich um soziale Gerechtigkeit und Ausgewogenheit der Gemeinschaft in Deutschland zu kümmern! Ob man es nun glaubt oder nicht, aber man gehört auch dazu, das heißt wir können dieser „schein“ demokratisch, eher wohl „kriminell“ veranlagten „Schein“-Genossenschaft, unsere „un“ freiwillige Gefolgschaft kündigen und bringen sie dahin, wo sie hingehören. Denn aus „schaft“ wird „haft“, aus Genossenschaft – Eidgenossenhaft! Dürfte wohl jeder verstehen, was gemeint ist, oder? Uns als Steuerzahlerschaft und Wählerschaft bleibt wohl nur eine Erkenntnis - alles nur Lug- und Trugschaft! Dann sind wir ja in „bester“ Gesellschaft.
Alexander Klein
Quelle: www.NPD.de



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