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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Wer schreibt, der bleibt - Löschungen von älteren Artikeln u. ä. (12.05.07)

May 12th, 2007 · Post your comment (No Comments)

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Von Zeit zu Zeit erreicht uns immer wieder mal der eine oder andere Wunsch eines Zeitgenossen, der in der Vergangenheit, aus welchen Gründen auch immer, Erwähnung in einem unserer Artikel fand, daß wir seinen Namen - oder am besten den Artikel gleich ganz löschen. Ein Ansinnen, das von uns in der Regel fast immer abgelehnt wird, es sei denn, es handelt sich um wirkliche Privatpersonen, die mit Politik nichts am Hut haben. Alle anderen sehen wir als mehr oder mindere illustre Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, denen gegenüber wir uns zu solcher besonderen Rücksichtnahme nicht verpflichtet glauben müssen. Daran wird sich auch künftig nichts ändern.

Um uns aber nicht immer gegenüber solchen Ersuchen wiederholen zu müssen, sei an dieser Stelle daher einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Artikel, ganz gleich welchen Alters, nur dann gelöscht werden, wenn sie nachweislich falsch berichten bzw. auf falschen Voraussetzungen beruhen. Bloße politische Meinungsverschiedenheiten oder gar Frontwechsel vom Politischen ins Private bedingen keine Artikel- oder Namenslöschung.

Auch die Meinung, der Artikel sei ja nicht mehr aktuell und könne daher getrost entfernt werden, weil der eine oder andere Zeitgenosse aus welchen Gründen und von wem auch immer damit konfrontiert werden könnte, ist kein Argument. Schließlich gibt es derlei bei normalen Zeitungen oder Fernsehsendungen auch nicht. Ist ein Artikel einmal gebracht, so gehört er nun einmal der Zeitgeschichte an, mag er nun Gefallen finden oder nicht.

Dies gilt auch für Zitate aus fremden Publikationen oder Artikel von Gastautoren. Wenn beispielsweise jemand, der im Jahre 2001 etwas geschrieben hat, was ihm heute möglicherweise aus Gründen der Opportunität mißfällt, oder von dem er meint, daß ihm sein Schriebs von damals, heute, von der politischen Konkurrenz unter die Nase gerieben bekommen könnte, der wird damit leben müssen. So und nicht anders funktioniert nun einmal die Zeitgeschichte, wenn man selber ein Teil davon sein möchte. Ist der Pfeil erst einmal abgeschossen gibt es kein Zurück. Das sollte man wohl beachten, wenn man sich in diesem Metier hervortun will.

Allzu forsche Bedränger möchten wir dahingehend warnen, daß es uns in solchen Fällen, wo wir uns allzu sehr genervt fühlen, auf den Gedanken kommen könnten, solche vermeintlich alten Hüte einer kleinen Retrospektive zu unterziehen. Man belasse also die Dinge also wie sie sind, ehe man für mehr Lärm sorgt, als solche Dinge an sich wert sind.

Schriftleitung Altermedia



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