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Schwerin / Mecklenburg: Über „rechtsextreme“ Übergriffe auf „alternative“ Einrichtungen beklagt man sich auf Internetseiten wie Indymedia und Links-lang.de. So sollen etwa zehn Personen aus der Fanzszene um den SG Dynamo Schwerin nach einem Vereinsfest mehrere Einrichtungen der linksalternativen Szene Schwerins tätlich attackiert haben. In Mitleidenschaft gezogen dabei wurden einige Scheiben des „Café Kunterbunts“, des „Komplex“ in der Pfaffenstraße und der Kneipe „Zum Freischütz“ am Ziegenmarkt. Dort sollen auch Gäste und Angestellte des Lokals attackiert worden sein.
Auch der Punkertreff „subversiv“ in der Friedensstraße wurde Opfer einer Maßnahme, die in linken Kreisen für gewöhnlich als „Entglasung“ bezeichnet wird. Freilich nur wenn der politische Gegner davon betroffen ist, ist man selber betroffen spricht man freilich von einem zum Himmel schreienden Verbrechen.
Als verantwortlichen Drahtzieher hat man nun das Projekt „Fan statt Hooligan“ vom SG Dynamo Schwerin ausgemacht, daß seit dem März vergangenen Jahres vom Landesinnenministerium mit 4.800 Euro gefördert wurde. Obwohl es nicht den geringsten Beweis für eine solche Drahtzieherschaft gibt, verlangt man nun von linker Seite die Einstellung dieser Förderung.
Szenenwechsel
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Berlin: Am Abend des 24. Mai kam es in Berlin-Lichtenberg zu einem linken Übergriff auf das Lokal „Piccolo“ in der Skandinavischen Straße. Mehr als 20 Vermummte zerschlugen die Fenster der Gaststätte mit Steinen. Die BERLINER MORGENPOST dazu am 26. Mai: „Anschließend floh die Gruppe in Richtung Lichtenberger Brücke und entkam unerkannt. Da die Täter vermummt waren, schließt die Polizei eine Auseinandersetzung zwischen der linken und rechten Szene nicht aus.“. Verurteilungen oder gar Betroffenheitsmeldungen gab es keine. Statt dessen heißt es in einer Indymedia-Meldung vom 26. Mai mit sichtlicher Befriedigung:
„…Und tatsächlich ist die Kneipe “Piccolo” ein regelmäßiger Treffpunkt von Neonazis (siehe http://de.indymedia.org/2006/05/147891.shtml). Die Kneipe ist nur 100 vom Bahnhof Lichtenberg entfernt und somit im Herz des Weitlingkiezes. Hier wohnen viele Aktivisten der Berliner Kameradschaften. Der Lichtenberger Weitlingkiez hat sich in den letzten zwei Jahren (erneut) zum Schwerpunkt des organisierten Neonazismus gemausert.
Das heißt: regelmäßig Aufmärsche von Neonazis, Störaktionen gegen linke Veranstaltungen, Treffpunkte wie das “Piccolo” oder die Kneipe “Kiste” (Weitlingstraße), diverse Propaganda-Aktionen (Aufkleber, Plakate, …) sowie eine größere Zahl von Kneipen, Lokalen, Tattoo-Shops, die sich in der Grauzone zu den Nazis befinen. Diese Lokalitäten sind keine Nazi-Treffs oder werden von Nazis betrieben, sondern befinden sich in besagter Grauzone zwischen Neoanzis und nicht-rechter Umwelt. Zu nennen wären das Tattoo-Studio “Ostzone” (Weitlingstraße), die Kneipe “Sturgies” (Margareten Straße), das “BFC-Lokal” (Scheffelstraße) oder das Tattoo-Studio “Utgard” (Fanninger Straße).“
Man gestatte uns daher, wenn wir unsere Tränen bezüglich der Schweriner Angelegenheit vorerst noch zurückhalten, traf es doch hier Einrichtungen einer politischen Richtung, die mit ihrem Gegner auch nicht anders verfährt, sobald es ihre Kräfteverhältnisse zulassen. Diese lassen aller finanziellen Unterstützung vom Staate zum Trotz jedoch in Mecklenburg-Vorpommern immer noch zu wünschen übrig, aber sollte man deshalb die Bäume bis in den Himmel wachsen lassen? Wohl eher nicht. Eine Hand wäscht die andere und so traurig die ganze Angelegenheit aufgrund ihres rechtswidrigen Charakters zartbesaiteten Gemütern wie uns auch erschienen mag, der Gedanke, daß es dabei wenigstens in Schwerin keine Falschen getroffen hat, spendet uns in unserem Kummer über die Roheit der Zeiten doch zumindest etwas Trost.
Siehe auch
Indymedia 26.05.05 13:05
Quelle: Störtebeker-Netz 25.05.06


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