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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Zoff bei Stolpersteinverlegung in Waren (11.11.08)

November 15th, 2008 · Post your comment (5 Comments)

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Waren / Mecklenburg: Ein jähes Ende – oder besser gesagt, eine nicht undramatische Verzögerung nahm eine Veranstaltung politisch überkorrekter Gutmenschen, die am 9. November in Waren einige Stolpersteine verlegen wollten.
In der Lokalpresse heißt es in einem Bericht des Journalisten J. Kiffmeier u. a. dazu:
„…Ein Aufzug jugendlicher Extremisten hat gestern Nachmittag die Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht überschattet. Zahlreiche Bürger waren dem Aufruf von Stadtpräsident Andreas Handy (CDU) und den beiden christlichen Kirchen gefolgt, um friedlich an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur im Dritten Reich zu erinnern. Doch noch vor Beginn der Veranstaltung, bei der Bürgermeister Günter Rhein (SPD) und Landrätin Bettina Paetsch (CDU) vier Gedenktafeln in den Asphalt verlegen wollten, zogen die vermummten Jugendlichen auf dem Marktplatz auf. Dabei entrollten sie ein Transparent und skandierten mit einem Megaphon lautstark Israel feindliche Parolen. “Es ist traurig, dass 70 Jahre nach der schrecklichen Judenverfolgung hier auf dem Marktplatz wieder Unruhe herrscht”, zeigte sich Stadtpräsident Handy bestürzt. …“

Eine wahrhaft schockierende Meldung und zwar nicht nur aus oben genannten Gründen, so bestanden die „zahlreichen Bürger“, die einem Aufruf von Bürgermeister Handy und den beiden christlichen Kirchen gefolgt waren, gerade einmal aus ca. 60 Leuten, was angesichts einer Stadtbevölkerung von ca. 21.000 Menschen nicht eben für überbordende Anteilnahme für die Gedenkveranstaltung spricht. Freilich nur ein Beispiel von vielen, da Veranstaltungen dieser Art in der Tat nur und ausschließlich nur vom offiziellen Deutschland und nur von diesem unternommen werden. Ein Umstand den man, bei Betroffenheitsarien dieser Art, nie außer acht lassen sollte.
Das gezeigte Transparent trug übrigens die Aufschrift: „Solidarität mit Palästina und Syrien – Stoppt Israel” Sinnigerweise hatte es das offizielle Warener Gutmenschentum versäumt, der Polizei von seiner Aktion Kenntnis zu geben, so dass sie nicht, bzw. erst verspätet von 40 Polizisten beschützt werden konnten.

Weitaus interessanter dürften inzwischen jedoch wohl die ersten Ergebnisse der Ursachenforschung für den Vorfall am 9. November sein. So heißt es in einem Bericht der OSTSEE-ZEITUNG heute diesbezüglich: „Die Stadtverwaltung vermutet eine linksextreme Gruppierung aus Röbel hinter dem Vorfall, da im Januar bereits eine ähnliche Aktion von schwarz vermummten Linksextremisten in Waren gelaufen sei.“

Eine bemerkenswerte Feststellung, die natürlich nicht unwidersprochen bleiben darf. So veröffentlichte die SCHWERINER VOLKSZEITUNG flugs den Leserbrief eines W. Goetze, in dem es heißt:
„…Der Darstellung, dass keine Personalien aufgenommen werden konnten, weil sich die Gruppe fluchtartig zerstreute, muss widersprochen werden. Folgendes spielte sich tatsächlich ab:

Die zumeist jugendlichen vermummten Störer hatten intensiv mit Ihren Handys zu tun. Ebenso einige Jugendliche, die sich auf dem Freisitz des Altstadtcafes niedergelassen hatten und die sich in Nebenstraßen aufhielten. Offenbar wussten die Störer über alles, was sich im Umfeld zutrug, bestens Bescheid. Zu Hilfe gerufene auswärtige Polizeikräfte trafen nach etwa einer halben Stunde und offensichtlich sehr zögerlich in Erscheinung. So hatten die Störer reichlich Zeit, sich diesen zu entziehen. Zwar wirkte ihr Abzug feige, sie marschierten aber zumindest über das Ende des Marktplatzes in geschlossener Formation ab, direkt vorbei an der einzig sichtbaren Pkw-Streife aus Waren. Bemühungen um Identifizierung der Extremisten waren nicht erkennbar. Dabei skandierten sie unter Zuhilfenahme eines Megafons, etwa 8 x wiederholt eine nicht verständliche Losung. Manche Bürger wollen das Wort Krieg oder Sieg verstanden haben.

Obwohl einige Störer rechtsradikal-typische Outfits trugen, Jacken der Marke Thor Steinar, blondierte kurze Haare, rechteckige Sonnenbrillen, meinte eine Polizistin, sie könne nur dem Hinweis “eines Mannes vom Ordnungsamt” folgen, der meine, dass nicht zu erkennen gewesen sei, ob es sich um Linke oder Rechte handele (offenbar mit Blindheit geschlagen).

Einige Jugendliche, die exakt gleiche Jacken, wie die zuvor Vermummten trugen, tauchten 10 min danach auf und ließen noch eine halbe Stunde, in Grüppchen unvermummt herumstehend, immer wieder die Blicke über die Veranstaltung schweifen.

Vier bis fünf vermutlich bis dahin Schmiere stehende Jugendliche – sie waren vor dem Altstadtcafe aufgefallen – drängten sich an die anwesenden Bürger heran, reckten ihre Hälse und schnitten beim Anblick der Stolpersteine verächtliche Grimassen. Danach rauchten sie mit den Jugendlichen, die die Jacken, wie die Vermummten trugen, genüsslich Zigaretten.

Die Polizei, während des gesamten Geschehens passiv, zog spätestens eine Stunde nach der Steinsetzung unverrichteter Dinge ab.

Etwas später wurde die bei der Veranstaltung entzündete Mahnleuchte zertreten.

Das beweist zwar auch nichts, zeigt aber, dass die Gegenseite auch nicht schläft. Wir geben jedoch zu, dass es uns in diesem Fall vollkommen gleichgültig ist, wer hier nun den Stein des Anstoßes geliefert hat, ist es doch der Zweck, der die Mittel heiligt. So sollte man an dieser Angelegenheit zunächst erst einmal feststellen, dass die Gruppe jugendlicher Extremisten mit ihrer Spontandemo, denn etwas anderes war es nicht, durchaus nichts rechtswidriges oder gar strafbares getan hat. So wissen wir ja von anderen Veranstaltungen her, dass es durchaus legitim ist, bestimmte Veranstaltungen oder Demonstrationen kritisch zu begleiten, wenn man nicht mit den politischen Zielen der Veranstalter übereinstimmt.

Aktionen dieser Art sind in Mecklenburg-Vorpommern nicht neu. So gab es ähnliche Aktionen auch schon in den vergangenen Jahren. So marschierte beispielsweise vor Jahren in Stralsund ein Grüppchen, keineswegs schwarz vermummter, sondern durchaus ganz normal gewandeter, Nationalisten einfach in eine Holocau$t-Veranstaltung ein, die in der Heilgeistkirche abgehalten wurde, ganz ohne Worte und ohne Störungen, lediglich im Vorraum hinterlegte man ein Transparent mit der Aufschrift „Eure Betroffenheit kotzt uns an“. Eine Anzeige der Veranstalter scheiterte, weil eben nichts gestört wurde und weil Äußerungen dieser Art keineswegs nicht strafbar sind. Der erzielte Eindruck freilich blieb bei der Gutmenschengemeinde der Heilgeistkirche noch lange haften.

Aktionen dieser Art sind für Anlässe wie dem 9. November durchaus geeignet, ohne großen Aufwand phantasievoll zu demonstrieren, dass der politische Gegner nicht nur ziemlich armselig ist, sondern auch von der Bevölkerung weitestgehend isoliert. Eine Erkenntnis, die auf manches allzu sehr an medialen Weihrauch gewöhnte politische Großmaul auf Provinzebene durchaus ernüchernd wirken dürfte. In diesem Sinne, ein Bravo an wen auch immer nach Waren.

Wie außerdem gemeldet wurde, gab es in der Nacht vom 9. zum 10. November auch einige Ausschreitungen auf dem Judenfriedhof in Demmin. Was es nicht alles so gibt, müsste der Autor nicht just gerade in diesem Moment gerade in den Supermarkt, Mostrich kaufen, er wäre echt betroffen, ganz wirklich.

Siehe auch
Nordkurier-Waren 10.11.08

Ostseezeitung 11.11.08

Schweriner Volkszeitung 11.11.08

Nordkurier-Demmin 11.11.08

Schweriner Volkszeitung 09.11.08



Tags: Allgemeines

5 responses so far ↓

  • 1 Sepp im Berg // Nov 15, 2008 at 10:04

    Links ? – Rechts ?
    Zählt nicht mehr!
    Jetzt halten wir zusammen!

    Wahrheit – Einigkeit – Recht – Freiheit

    Deutschland wird leben.

  • 2 BdU // Nov 15, 2008 at 13:23

    “gerade einmal aus ca. 60 Leuten, was angesichts einer Stadtbevölkerung von ca. 21.000 Menschen nicht eben für überbordende Anteilnahme für die Gedenkveranstaltung spricht”

    Vermutlich waren von den 60 erst einmal 10-15 Systempolitiker aus der Provinz, 10 Pfaffen und sonstige Klerikalbolschewisten, weitere 5-10 hauptamtliche Kämpfer gegen Rechts usw. daß die tatsächliche Zahl der normalen Bürger die diesen Drecksspektakel beiwohnt eher so im Bereich von 10-20 gewesen sein dürfte.

  • 3 BdU // Nov 15, 2008 at 13:38

    Ach übrigens, was genau haben diese “Störer” eigentlich anders gemacht als die üblichen Linken und Dummmenschen bei so ziemlich jeder öffentlichen, nationalen Veranstaltung? Oh natürlich, anders als letztere haben erstere keinerlei Gewalt ausgeübt und niemanden angegriffen.
    Weiter so. Keine dieser lächerlichen”Stolpersteinverlegungen” ohne kritische Kommentierung.

  • 4 Tand und Schande // Nov 15, 2008 at 18:29

    BdU // Nov 15, 2008 at 13:23
    “…daß die tatsächliche Zahl der normalen Bürger die diesen Drecksspektakel beiwohnt eher so im Bereich von 10-20 gewesen sein dürfte.”

    Wenn sie freiwillig – ohne Zwang und ohne Bezahlung – da waren, dann waren sie nicht normal.

  • 5 Ein nationaler Sarkast // Nov 25, 2008 at 4:38

    Wie klasse ist das denn? Da geht die AN-Strategie vollkommen auf. Wenn die Systembüttel trotz der eindeutigen Situationen (die schönen Jacken ;) ) nicht wissen ob rechts oder links haben sie es nicht besser verdient. Gute Aktion! Weiter so!

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