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Nationale Kunst

Zu weit vorgeprescht? – Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern rudert zurück (23.09.06)

September 23rd, 2006 · Post your comment (3 Comments)

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Schwerin / Mecklenburg: Jedes Mal, wenn rechte Parteien die Aussicht haben, bei Wahlen Erfolg zu haben, fehlt es nicht an Stimmen, die davon sprechen, dass man solche Parteien schon allein deshalb nicht wählen dürfe, weil sich das ansonsten negativ auf die Tourismusbranche niederschlagen würde. Betrachtet man jedoch die Zahlen dieser Branche in Mecklenburg-Vorpommern genauer, so stiegen diese in den vergangenen Jahren stetig nach oben. Auch gibt es keine nennenswerte Anzahl von Fällen, in denen ausländische Touristen in Mecklenburg-Vorpommern Opfer von Straftaten mit nachweislich politischem Hintergrund geworden sind.

Ungeachtet dessen meinte der Chef des Landestourismusverbandes, Bernd Fischer, unlängst öffentlich davon sprechen zu müssen, dass der NPD-Wahlerfolg die Bemühungen seines Verbandes zunichte machen würde, mehr ausländische Touristen ins Land zu holen. Tatsächlich?

Wenn es in der jüngsten Vergangenheit leichte Rückgänge in der Tourismusbranche gegeben hat, so lag dies nicht daran, dass es weniger ausländische Touristen gab, sondern daran, dass immer weniger Deutsche aus sozialen Gründen dazu in der Lage sind, an der Ostsee Urlaub zu machen. Natürlich gab es nach der Wahl auch hier und da Stimmen von politisch überkorrekten Zeitgenossen, die in gewissen Leserbriefforen posteten, dass sie nun nie und nimmermehr einen Fuß nach Mecklenburg-Vorpommern setzen würden. Im Leserbriefforum der OSTSEE-ZEITUNG meinte einer von ihnen aus Niedersachsen dabei, den NPD-Erfolg so sehr verallgemeinern zu müssen, dass er alle Mecklenburger und Pommern quasi unter Generalnaziverdacht stellte, woraufhin er von einem anderen Leser belehrt, werden musste, was er denn habe, da die wichtigsten NPD-Spitzen im Lande doch eigentlich gar nicht von dort, sondern - aus Niedersachsen – stammen, ohne dass man dazu aufrufe, künftig auf Urlaub in Niedersachsen zu verzichten.

Sichtlich bemüht das durch die leichtfertigen Äußerungen Fischers zerschlagene Porzellan zu kitten, ist die Geschäftsführerin des Bäderverbandes, Marianne Düsterhöft, die ausdrücklich betonte, dass die Präsenz der NPD im Landtag keineswegs bedeute, dass es nunmehr auch mehr „rassistische Übergriffe“ geben werde. Gleichzeitig erklärte sie gegenüber dpa, dass es bislang auch noch keine negativen Reaktionen oder besorgte Anfragen von Gästen wegen der NPD gegeben habe. Gleichzeitig monierte die Geschäftsführerin, dass die Problematik durch die Medien künstlich „hochgekocht“ würde. Auch Einbußen werden nicht ausgeschlossen, da – wie Düsterhöft meint – Touristen sich an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen von 1992 erinnern könnten.

Wirklich? Auch hier vergisst man geflissentlich – aus Absicht oder Naivität sei dahingestellt – dass es sich nicht um pure Fremdenfeindlichkeit gehandelt hat, sondern um einen zugegebenermaßen etwas aggressiven, aber durchaus nachvollziehbaren Protest gegen eine aus dem Ruder gelaufene Asylpolitik. Man sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass, wenn alle guten Worte nichts nutzen, ebensolche Ausbrüche die ultima ratio einer zum Äußersten getriebenen Bevölkerung sind.

Auch sonst sollte man in der Tourismusindustrie bitte schön nicht vergessen, dass auch Touristen das Wählervotum einer demokratischen Wahl zu akzeptieren haben, ob es ihnen nun gefällt oder nicht. Sollten nun aber andere Medien oder Reiseunternehmen meinen, dass Ergebnis einer demokratischen Wahl dafür ausnutzen zu müssen, um dem Land aus eigennützigen Gründen als Urlauberregion schaden zu müssen, so sollte man bei Imagekampagnen nicht so sehr auf Jammereien und Entschuldigungen bedacht sein, sondern auch nachweisen, dass die Gegenden in denen solche Moralapostel zu Hause sind für Touristen in der Regel noch gefährlicher sind, als ganz Mecklenburg-Vorpommern zusammengenommen.

Nicht minder schaden kann in diesem Zusammenhang auch, Roß und Reiter bei denen zu nennen, die aus politischen Gründen wissentlich den Ruf ihres Landes zu untergraben suchen und zwar mit Falschbehauptungen, Tendenzmeldungen und offenen Unterstellungen, wie sie beispielsweise in schönster Regelmäßigkeit von staatlich finanzierten linken Vereinen wie zum Beispiel von LOBBI e. V. verbreitet werden. Meldungen, die zu einem Großteil noch nicht einmal von der Polizei für ernst genommen werden, die aber den Medien als erwünschte Grundlage für anti-nationale Tendenzberichterstattung dienen.
Man hat es bei Kleinkindern zuweilen, dass diese sich mit dem eigenen Dreck beschmutzen, sich dann aber wundern, wenn andere Kinder nicht mit ihnen spielen wollen. So in etwa muß man die Reaktionen der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern sehen. Sie beteiligen sich an politischen Schmutz- und Verleumdungskampagnen und wundern sich dann, wenn der von ihnen mit aufgewühlte Lügendreck solche Wellen schlägt, dass diese irgendwann über ihnen zusammenschlagen und sie selber Miese machen. Doch wer trägt daran die Schuld, der Gegenstand der Verleumdung, oder aber die ungewollt selber zur Rechenschaft gezogenen Verleumder?

Siehe auch
MVregio 21.09.06

Quelle: Störtebeker-Netz 23.09.06

Tags: Allgemeines

3 responses so far ↓

  • 1 Eichenholz Original // Sep 23, 2006 at 14:16

    Warum gibt es trotz Le Pen noch Urlauber in Frankreich, trotz des Nationalismus in der Türkei, der den deutschen um mindestens Faktor 100 übersteigt, noch Touristen in der Türkei?

    Die Liste der Beispielländer ist wohl in etwa so lang wie die Liste der UNO Mitgliedsstaaten, denn Deutschland war bisher so ziemlich der einzige Staat, der jegliches Selbstbewußtsein vermissen ließ.

    Sogar Israel hat Touristen und dieses Land ist an Rassismus wohl kaum zu überbieten, schließlich sind sie die einzigen, mit denen GOTT persönlich spricht (in der letzten Zeit scheint eine Sendepause vorzuliegen).

    Die Doofheit gewisser Deutscher ist wohl das beste Argument gegen Deutschen Patriotismus. Vielleicht sollten die Grünen sich selbst und ihr komplettes Programm als Anti-Rechts verkaufen, wäre authentischer. Nach dem Motto: wir sind auch Deutsche, also müssen die Deutschen furchtbar sein.

  • 2 Gerald Franz // Sep 24, 2006 at 0:10

    Meine heutige Touristenattraktion in der guten alten Reinprovinz:

    Heute beim Einkaufen

    Zusammen mit mir betritt ein indisch aussehender Herr von etwa 45 Jahren mit einem etwa 15 jährigen Jungen an der Hand ein Geschäft der Plus-Einkaufskette. Der Knabe fällt bald durch starke motorische Störungen auf, welche sich ganz langsam steigern. Dadurch erweckt das Paar nochmehr meine Aufmerksamkeit. Der Vater ist schlank, macht einen höchst distinguierten Eindruck. Und wenn seine dunkle Haut nur heller wäre, würde man ihn nie und nimmer einer anderen als der nordischen Rasse zuordnen. Der Junge hat eine ganz bleiche Haut und wirkt, intelligent, aber wie von des Gedankens Blässe angekränkelt. Während ich noch überlege, ob es sich hier um Vater und Sohn handelt, beginnt der Knabe ganz laut um Hilfe zu schreien. Als das geschieht, habe ich bereits die Kasse durchlaufen und das männliche Paar schickt sich gerade an, die gekauften Waren auf das Laufband zu legen. Die Schreie des Burschen werden immer lauter und der Herr schickt den Jungen mit gütigen ruhigen Worten vor das Geschäft. Viel ist es ja nicht, was sie eingekauft haben, denke ich und begebe mich ebenfalls nach draußen. Dort ordne ich meine Taschen und vergesse schnell das Erlebte. Nach etwa 100 Metern, habe ich das Paar wieder eingeholt und beobachte, wie der Knabe sich auf den Beifahrersitz eines teuren Mercedes setzt. Nachdem er seinen Platz dort eingenommen hat, und eigenhändig die Wagentür von innen geschlossen hat, öffnet der ältere Herr diese nochmal von außen und beginnt auf den bereits angeschnallten Jungen heftig einzutreten. Alleine das Zusehen tut mir weh, denn er tritt völlig außer sich in des Knaben Brustkorb und auf dessen Kopf. Dabei schreit er immer wieder: “Du verdammter Krüppel, Du hast mir mein ganzes Leben versaut!” Ich gehe beherzt auf den Schläger zu und frage: “Soll ich noch helfen, oder schaffen Sie das auch alleine?” Sofort hören die Fußtritte auf, und der Herr aus der Fremde ringt nach Erklärungen, die mich aber nicht interessieren. Ich will nur wissen, ob es sich um sein eigenes Kind handelt, und ob die das einzige Kind ist. Er hat drei Stück, zwei normale und diesen verdammten Krüppel, welcher nur ein Ziel hat, nämlich das Leben seiner Eltern zu ruinieren.

  • 3 Boroevic // Sep 24, 2006 at 13:23

    Hierzu ein Schreiben an der Vorsitzenden der
    CDU in Mecklenburg-Vorpommer; eine Antwort,
    außer der Empfangbestätigung habe ich, erwartungsgemäß, zumindest bis jetzt, nicht
    erhalten.
    Boroevic

    z. Hdn Herrn
    Jürgen Seidel

    19. September 2006

    Betr.Tourismus

    Sehr geehrter Herr Seidel,

    wie SPIEGEL ONLINE heute berichtet, sollen Sie die Befürchtung geäußert haben, daß nun,
    auf Grund des Einzuges der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern „massive
    Einbrüche beim Tourismus in dem Urlaubsland an der Ostsee“ zu befürchten seien Darf ich Sie daran erinnern, daß der gleiche - luzide! - Unsinn schon einmal verzapft worden war und zwar als „man“ damit rechnen mußte, daß die NPD in den sächsischen Landtag einziehen würde und dann erst recht, als sich diese Prognose erfüllt hatte? Aber was war mit diesen Kassandrarufen? Nichts davon war zu spüren. Im Gegenteil. Wie bald darauf berichtet worden war, florierte der Tourismus besser denn je. Für mich, um eben dieser Unsinnigkeit einer eingebildeten und intentiös herbeischwadronierten Gefahr auf den Grund zu gehen, ein Anlaß, nach den diesbezüglichen Erfolgsmeldungen in den Medien, den sächsischen Landesverband für Tourismus zu bitten, mir doch Informationen über die Entwicklung des sächsischen Fremdenverkehres zukommen zu lassen. Die Erfüllung dieser Bitte wurde mir zugesagt. Zwei weitere an den Verband gerichtete Erinnerungen, mir nun doch die zugesagten Unterlagen zuzuschicken, blieben unbeantwortet. Und also übe mich nun seit diversen Monaten in Geduld.
    Natürlich mache ich mir Gedanken, ob dieser eigenartigen Ignoranz; ob Sie mir da wohl, als
    offensichtlicher Experte kommenden Unheiles, einen Tip geben können????

    Trotzdem mit freundlichem Gruß
    gez…

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