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	<title>Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz &#187; Kalenderblatt</title>
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	<description>In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)</description>
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		<title>Blaue Narzisse: Die Karlsbader Beschlüsse &#8211; Beschränkung des Freigeistes (09.08.09)</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 03:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schriftleitung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalenderblatt]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Schäuble hätte sicher seine helle Freude gehabt, hätte er diesen Tag erleben dürfen. Vor 190 Jahren, am 6. August 1819, begann im böhmischen Karlsbad eine Konferenz von Ministern der wichtigsten deutschen Teilstaaten mit dem Zweck, eine Einigung über massive Eingriffe in bürgerliche Freiheiten und die Beseitigung der teilweise jahrhundertealten Traditionen der akademischen Selbstverwaltung zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font color="purple">Wolfgang Schäuble hätte sicher seine helle Freude gehabt, hätte er diesen Tag erleben dürfen. Vor 190 Jahren, am 6. August 1819, begann im böhmischen Karlsbad eine Konferenz von Ministern der wichtigsten deutschen Teilstaaten mit dem Zweck, eine Einigung über massive Eingriffe in bürgerliche Freiheiten und die Beseitigung der teilweise jahrhundertealten Traditionen der akademischen Selbstverwaltung zu erzielen.</p>
<div style="text-align:left;float:left;padding-right:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info/images/Denkerclub.JPG"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Der Denkerclub &#8211; Zeitlose Karikatur aus dem Jahre 1819 (<a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Karikatur_Denkerclub.jpg"><font color="blue">Größere Darstellung</font></a>)</em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
<p>In den Führungen der deutschen Staaten, allen voran in Österreich ging die Angst vor einer revolutionären Erhebung um. Die nationalen und liberalen Kräfte in Deutschland sahen sich um die Hoffnung auf ein geeintes Deutschland betrogen, für das man in den Freiheitskriegen geblutet hatte. Drohte nun der gewaltsame Umsturz? Hatte nicht im Zusammenhang mit dem Wiener Kongreß sogar der populäre General Blücher laut geäußert, die gekrönten Häupter, die sich nicht um die Einheit Deutschlands scherten, seien keinen Pfifferling wert?</p>
<p>Kotzebue war verhaßt<br />
Anders als bei den verschiedenen Anlässen zur Bekämpfung der heute politisch unliebsamen Bewegungen war der Anlaß der Karlsbader Beschlüsse keine heiß geredete Luftnummer. Keine Selbstverstümmelung durch Hakenkreuze und kein nur scheinbar ersäuftes Kleinkind, sondern eine ganz reale und politische Tat, erwachsen aus einer Geisteshaltung, deren Ziel die unbedingte Niederhaltung der Karlsbader Beschlüsse war: das Attentat auf den Staatsrat August von Kotzebue durch den Erlanger Studenten und ehemaligen Burschenschafter Carl Ludwig Sand.</font><span id="more-33275"></span></p>
<p><font color="purple">Mit den Worten Theodor Körners „Der Freiheit eine Gasse“ erstach Sand am 23. März 1819 den in russischen Diensten stehenden Staatsrat Kotzebue, der sich in der Vergangenheit zunächst als Verfasser schlüpfriger Lustspiele hervorgetan hatte und sich später als scharfzüngiger Kritiker der nationalliberalen Studentenbewegung den Haß aller Burschenschafter zuzog. Sand wollte zum Arnold von Winkelried der Deutschen werden. Noch im Gefängnis ließ er sich aus „Die Schlacht von Sempach“ vorlesen. Er hoffte, daß andere ihm in die aufgeworfene Gasse folgen würden und er das Fanal für eine allgemeine Volkserhebung gezündet hatte. Tatsächlich kam es im Juli 1819 zu einem erneuten Attentat des Nassauer Apothekers Löning auf den Staatsrat von Ibell in Wiesbaden, das zwar mißlang, die Furcht der Höfe vor revolutionären Umtrieben aber noch stärkte.</p>
<p>Es war gerade der studentenfreundliche Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, von seinen Gegnern als „Altbursche“ bezeichnet, der als erstes öffentlich den Gedanken einer umfassenden Regelung des Universitätswesens durch den Bundestag für alle deutschen Universitäten aufbrachte. Der Großherzog betonte jedoch, Freiheit der Meinungen und der Lehre müsse den Universitäten verbleiben und auch die Burschenschaften verteidigte er, da diese doch die schöne Idee der Einigkeit der Deutschen verwirklichen wollten. Was man im nur kurz zurückliegenden Kriege als freiwillige Jäger zur Stärkung der Wehrkraft gerne gebraucht habe, dürfe man nicht sofort wieder in die Unmündigkeit zurückstoßen.</p>
<p>Die Umsetzung der Beschlüsse war uneinheitlich<br />
Diese Worte bestärkten die maßgeblichen Kräfte in Wien, allen voran den damaligen Außenminister Fürst Metternich, eher noch in ihrem Willen, den nationalliberalen Tendenzen nachdrücklich entgegenzuwirken und man begann zunächst in aller Stille, die notwendigen Schritte vorzubereiten. Nachdem sich Metternich im Vorfeld der Ministerkonferenz bereits in den wesentlichen Punkten mit Preußen geeinigt hatte, lud man die Vertreter der als verläßlich eingeschätzten Teilstaaten Deutschlands zu einem Treffen, um die weiteren Schritte in die Wege zu leiten. Die Ministerkonferenz tagte im böhmischen Karlsbad, denn auf eine gepflegte Tagungsatmosphäre in mondäner Umgebung legte man auch damals schon Wert. Bis zum 31. August hatte man sich im wesentlichen geeinigt. Das Ergebnis der Konferenz sollte für viele Jahre das öffentliche Leben in Deutschland prägen.</p>
<p>Juristisch bindend war das unter der Bezeichnung „Karlsbader Beschlüsse“ bekannt gewordene Resultat der Ministerkonferenz nicht. Vielmehr erforderten die Beschlüsse in der komplizierten Struktur des Deutschen Bundes eine zweifache Umsetzung. Zunächst hatte der Bundestag des Deutschen Bundes als Zentralorgan der deutschen Teilstaaten die Beschlüsse zu verabschieden. Das geschah in Frankfurt am Main am 20. September 1819 in Form von insgesamt vier Gesetzen, die im gesamten Gebiet des Deutschen Bundes Verbindlichkeit erlangen sollten. Im Einzelnen waren dies die Exekutionsordnung, das Universitätsgesetz, das Pressegesetz und das Untersuchungsgesetz. Aller Ziel war es, die nationalliberale Bewegung zu bekämpfen. Die sogenannten Demagogen wurden als Volksverhetzer verfolgt, aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen, eingesperrt und außer Landes getrieben.</p>
<p>Da die Ausführung aller Bundesgesetze aber Angelegenheit der jeweiligen Teilstaaten war, mußte jeder Teilstaat die Beschlüsse nochmals durch ein eigenes Gesetz zur unmittelbaren Anwendbarkeit bringen. In der Umsetzung und auch der Intensität der tatsächlichen Verwaltungspraxis zeigten sich hierbei erhebliche Unterschiede, etwa zwischen der akribischen Umsetzung in Preußen und den Teilen des Deutschen Bundes, die einer ausländischen Krone unterstanden, wie Luxemburg oder der Universitätsstadt Kiel, die mit Holstein zwar Teil des Deutschen Bundes war, gleichwohl aber unter dänischer Oberhoheit stand.</p>
<p>Die Folge war Unterdrückung jeglichen nationalliberalen Gedankenguts<br />
Gerade für die Universitäten brachten die neuen Bestimmungen eine empfindliche Einschränkung der akademischen Freiheit mit sich. Mit dem für die heutige Zeit kaum mehr vorstellbaren Eigenleben der akademischen Selbstverwaltung war es ein für allemal vorbei. An jeder Universität wurde ein landesherrlicher Bevollmächtigter – ein kleiner Schäuble sozusagen – installiert, dessen einzige Aufgabe die Überwachung der Studenten und Professoren war. Professoren, die sich den Ideen der Burschenschafter allzu aufgeschlossen zeigten, konnten ihres Amtes enthoben werden und durften in keinem Bundesstaat wieder eingestellt werden. Studenten, die Mitglied in verbotenen Verbindungen waren, verloren die Möglichkeit, eine öffentliche Stellung zu bekleiden, ähnlich dem Danubia-Erlaß des damaligen bayerischen Innenministers Beckstein (CSU). Studenten, die die Universität wechseln wollten, mussten ein Zeugnis ihres Wohlverhaltens vorweisen können, wer von einer Universität verwiesen wurde, verlor jede Möglichkeit, in einer anderen Universität unterzukommen. Schließlich mußten Druckwerke vor Veröffentlichung die Zensurbehörden passieren.</p>
<p>Eine ganze Generation der akademischen Jugend war von den Maßnahmen betroffen, die zum Teil ganz erstaunliche Parallelen zum heutigen „Kampf gegen Rechts“ aufweisen. Erst nach beinahe dreißig Jahren im Revolutionsjahr 1848 hob der Bundestag die Gesetze wie alle anderen Ausnahmebeschlüsse wieder auf.</p>
<p>Simon Meyer</font></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.blauenarzisse.de/v3/index.php/gesichtet/963-die-karlsbader-beschluesse-beschraenkung-des-freigeistes"><font color="blue">Blaue Narzisse 06.08.09</font></a></p>
<p>Siehe auch<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbader_Beschl%C3%BCsse"><font color="blue">Karlsbader Beschlüsse &#8211; Wikipedia</font></a></p>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Karikatur_Denkerclub.jpg"><font color="blue">Größere Darstellung</font></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aus gegebenem Anlaß: Dr. G. zum 110. Geburtstag</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/aus-gegebenem-anlass-dr-g-zum-110-geburtstag_11781.html</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 23:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ronin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalenderblatt]]></category>
		<category><![CDATA[110. Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Goebbels]]></category>
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		<category><![CDATA[Niklas Frank]]></category>
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		<category><![CDATA[Wallenstein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;&#8230;Und dies Wort sage ich noch den Umstürzern von Bildsäulen. Das ist wohl die größte Torheit, Salz ins Meer und Bildsäulen in den Schlamm zu werfen.
Im Schlamme eurer Verachtung lag die Bildsäule: aber das ist gerade ihr Gesetz, daß ihr aus der Verachtung wieder Leben und lebende Schönheit wächst!
Mit göttlicheren Zügen steht sie nun auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8222;&#8230;Und dies Wort sage ich noch den Umstürzern von Bildsäulen. Das ist wohl die größte Torheit, Salz ins Meer und Bildsäulen in den Schlamm zu werfen.<br />
Im Schlamme eurer Verachtung lag die Bildsäule: aber das ist gerade ihr Gesetz, daß ihr aus der Verachtung wieder Leben und lebende Schönheit wächst!<br />
Mit göttlicheren Zügen steht sie nun auf und leidendverführerisch; und wahrlich! sie wird euch noch Dank sagen, dass ihr sie umstürztet, ihr Umstürzer!&#8230;&#8220;</p>
<p>Friedrich Nietzsche &#8220;Also sprach Zarathustra&#8221; (Kap. Von großen Ereignissen)</em></p>
<div style="text-align:left;float:left;padding-right:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info//images/kornblume1.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em></em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
Zu den umstrittensten Gestalten der deutschen Geschichte dürfte ohne jeden Zweifel neben Adolf Hitler Joseph Goebbels gehören. Ein Mann, durch dessen Propaganda das III. Reich kaum denkbar gewesen sein dürfte und der heute vor 109 Jahren im rheinländischen Rheydt <em>(heute Nordrhein-Westfalen) </em>geboren wurde.<br />
Sucht man nach einer modernen Charakterisierung für sein Wirken, so dürften Schillers Worte aus dem Prolog zum Wallenstein treffend genug sein: &#8220;Von der Parteien Haß und Gunst verzerrt, schwank sein Charakterbild in der Geschichte&#8221;. Ist er für die einen der Dämon, der Gott der Lüge und ein schändlicher Kriegsverbrecher, so ist er für die anderen ein Genie des propagandistischen Kampfes, der eigentliche Begründer der modernen Medienpropaganda überhaupt und nichts zuletzt ein Beispiel für gelebte Treue zu einer Sache bis in den Untergang. </p>
<div style="text-align:left;float:left;padding-right:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info//images/goebbels1.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Dr. G.</em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
<p>Wir sind nicht so vermessen, uns ein Urteil über den einstigen Propagandaminister erlauben zu wollen. Es gibt in der Geschichte Beispiele en gros, die zur Genüge belegen, daß das Urteil der Masse über diesen und jenen historischen Gegenstand quasi über Nacht veränderlich ist. Galten Figuren wir Dschingis Chan, Oliver Cromwell und Napoleon kurz nach ihrem Ende nicht auch als Typus für Unmenschentum und Grausamkeit und hat die Geschichte sie nicht nachträglich doch noch zu großen Staatsmännern rehabilitiert? </p>
<p>O, wir wissen wohl, daß es einige im Publikum gibt die nun meinen, aus diesen Zeilen über Goebbels eine Rehabilitation oder gar eine Verherrlichung lesen zu wollen. Dies liegt keineswegs in unserer Absicht und ist auch gar nicht nötig. Ist es heute nicht vielmehr so, daß gerade die, die über Goebbels &#038; Co am meisten herziehen, sich deren Methoden zu eigen gemacht haben und diese, unter dem Motto &#8220;Haltet den Dieb&#8221; auf die Nazis weisend, selber und das in immer bedenklicher werdenden Maße anwenden? <span id="more-11781"></span></p>
<p>Nein, wir haben es nicht nötig, Goebbels zu rehabilitieren, das tun seine Gegner selber. Man betrachte heute Medienzaren wie Saban, Kirch oder Murdoch und vergleiche sie mit ihm und man wird lediglich feststellen, daß dieser Mann ein Fanatiker seines Glaubens an Hitler und Deutschland war, während die anderen beiden, die hier nur stellvertretend für viele andere ihres Gewerbes genannt sein mögen, lediglich Ritter des Kommerzes sind, denen nichts heilig ist außer der Jagd nach dem Dollar bzw. des schnellen Euro. </p>
<p>Anlaß dieses Artikels soll es lediglich sein, an eine Person zu erinnern, die mit vielen Ecken und Kanten behaftet war, aber ebenso zur deutschen Geschichte gehört, wie Friedrich II. Bismarck, aber auch Karl Liebknecht oder Walter Ulbricht. Was man Goebbels, im Gegensatz zu seinen prominenten kommunistischen Gegnern, niemals vorwerfen kann, ist Feigheit. Während Figuren wie Honecker oder Krenz ihr System überlebten, um sich dann feige ins Ausland abzusetzen, bzw. über eine billige Haftstrafe oder um die Zahlung von hohen Renten auf Kosten des früheren, so erbittert bekämpften &#8220;Klassenfeindes&#8221; zu hadern und zu feilschen, weigerte sich Goebbels, den Untergang seines Systems zu überleben. Gemeinsam mit seiner Familie wählte er 1945 in den Trümmern der Reichskanzlei den Freitod, der ihm besser dünkte als eine kurze qualvolle Verlängerung seines Daseins bis zur Siegerjustiz von Nürnberg. Von vielen wird es heute angeprangert, daß das Ehepaar Goebbels seine Kinder mit in den Tod nahm, aber steht denen, die sich heute an Biertischen oder in bequemen Salonsesseln und in verrauchten Debattierclubs über so etwas ereifern ein solches Urteil zu?* Wahrscheinlich nicht, denn zu jener Zeit gab es in Deutschland zigtausende Familien, die das gleiche Schicksal gegenüber dem Untergang Deutschlands und, wenn man so will, des alten Europas vorzogen. </p>
<p><em>*Erinnert sei vielleicht in diesem Zusammenhang an die unsäglichen Veröffentlichungen &#8220;Der Vater&#8221; und &#8220;Die Mutter&#8221; von Niklas Frank, des Sohnes von Hans Frank (1900-1946), seinerzeit Generalgouverneur des besetzten Polens, später in Nürnberg von den Alliierten hingerichtet, die in ihrer Gemeinheit und Niederträchtigkeit sogar in der bundesdeutschen Umerziehungsliteratur nahezu einzigartig dastehen dürften. Eine Lektüre bei der man sich wünschte, das Ehepaar Frank &#8211; und nicht nur dieses &#8211; wäre mit sich und seinem Nachwuchs ebenso verfahren wie das Ehepaar Goebbels.-<br />
Schriftleitung Altermedia</em></p>
<p>Dürfen wir es wagen sie dafür zu verurteilen? Wohl kaum. Es ist uns sicher verwehrt in die Zukunft zu blicken, aber politisches Wissen um das Treiben hinter den Kulissen der Politik sowie eine gewisse Erfahrung und Menschenkenntnis lassen uns fürchten, daß unser Land wieder turbulenten Zeiten entgegen geht, nach denen mal wieder nichts mehr so sein wird wie es vorher war. Der Historiker, der diese Zeiten dann beschreiben wird, wird dann die Möglichkeit haben, der Welt zu demonstrieren, welche Zeit mit mehr Größe behaftet war, die Zeit des Untergangs Deutschlands &#8211; oder die Zeit des Untergangs der Bundesrepublik.</p>
<p><em>*Dieser Artikel wurde bereits am 29.10.1999 geschrieben und lediglich zeitlich entsprechend geringfügig modifiziert. Eine Veröffentlichung erfolgte auch bereits aus Anlaß des Geburtstags von Dr. G. im vergangenen Jahr. Da wir jedoch der Ansicht sind, daß der Inhalt heute wie damals genauso gültig ist, mag er auch in diesem Jahr unserer Leserschaft noch einmal zur Kenntnis gebracht. Wesentliche textliche Änderungen oder Modifizierungen hielten wir nicht für notwendig.  </p>
<div style="text-align:right;float:right;padding-left:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info//images/goebbels-macht-und-magie-irving.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em></em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
Wir empfehlen in diesem Zusammenhang auch auf die Goebbels-Biographie von David Irving, erschienen im ARNDT-Verlag. Unseres Erachtens die beste Biographie die je über Goebbels geschrieben wurde. </p>
<p></em></p>
<p>Siehe auch<br />
<a href="http://www.jungewelt.de/2006/10-28/016.php">Junge Welt 28.10.06</a></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.stoertebeker.net/blo">Störtebeker-Netz 29.10.06</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unser Geburtstagskind des Monats &#8211; Heute Dr. G. (29.10.06)</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/unser-geburtstagskind-des-monats-heute-dr-g-291006_7443.html</link>
		<comments>http://de.altermedia.info/general/unser-geburtstagskind-des-monats-heute-dr-g-291006_7443.html#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Oct 2006 08:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Wiesenthal jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalenderblatt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;&#8230;Und dies Wort sage ich noch den Umstürzern von Bildsäulen. Das ist wohl die größte Torheit, Salz ins Meer und Bildsäulen in den Schlamm zu werfen.
Im Schlamme eurer Verachtung lag die Bildsäule: aber das ist gerade ihr Gesetz, daß ihr aus der Verachtung wieder Leben und lebende Schönheit wächst!
Mit göttlicheren Zügen steht sie nun auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8222;&#8230;Und dies Wort sage ich noch den Umstürzern von Bildsäulen. Das ist wohl die größte Torheit, Salz ins Meer und Bildsäulen in den Schlamm zu werfen.<br />
Im Schlamme eurer Verachtung lag die Bildsäule: aber das ist gerade ihr Gesetz, daß ihr aus der Verachtung wieder Leben und lebende Schönheit wächst!<br />
Mit göttlicheren Zügen steht sie nun auf und leidendverführerisch; und wahrlich! sie wird euch noch Dank sagen, dass ihr sie umstürztet, ihr Umstürzer!&#8230;&#8220;</p>
<p>Friedrich Nietzsche &#8220;Also sprach Zarathustra&#8221; (Kap. Von großen Ereignissen)</em></p>
<div style="text-align:left;float:left;padding-right:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info//images/kornblume1.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em></em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
Zu den umstrittensten Gestalten der deutschen Geschichte dürfte ohne jeden Zweifel neben Adolf Hitler Joseph Goebbels gehören. Ein Mann, durch dessen Propaganda das III. Reich kaum denkbar gewesen sein dürfte und der heute vor 109 Jahren im rheinländischen Rheydt <em>(heute Nordrhein-Westfalen) </em>geboren wurde.<br />
Sucht man nach einer modernen Charakterisierung für sein Wirken, so dürften Schillers Worte aus dem Prolog zum Wallenstein treffend genug sein: &#8220;Von der Parteien Haß und Gunst verzerrt, schwank sein Charakterbild in der Geschichte&#8221;. Ist er für die einen der Dämon, der Gott der Lüge und ein schändlicher Kriegsverbrecher, so ist er für die anderen ein Genie des propagandistischen Kampfes, der eigentliche Begründer der modernen Medienpropaganda überhaupt und nichts zuletzt ein Beispiel für gelebte Treue zu einer Sache bis in den Untergang. </p>
<div style="text-align:left;float:left;padding-right:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info//images/goebbels1.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Dr. G.</em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
<p>Wir sind nicht so vermessen, uns ein Urteil über den einstigen Propagandaminister erlauben zu wollen. Es gibt in der Geschichte Beispiele en gros, die zur Genüge belegen, daß das Urteil der Masse über diesen und jenen historischen Gegenstand quasi über Nacht veränderlich ist. Galten Figuren wir Dschingis Chan, Oliver Cromwell und Napoleon kurz nach ihrem Ende nicht auch als Typus für Unmenschentum und Grausamkeit und hat die Geschichte sie nicht nachträglich doch noch zu großen Staatsmännern rehabilitiert? </p>
<p>O, wir wissen wohl, daß es einige im Publikum gibt die nun meinen, aus diesen Zeilen über Goebbels eine Rehabilitation oder gar eine Verherrlichung lesen zu wollen. Dies liegt keineswegs in unserer Absicht und ist auch gar nicht nötig. Ist es heute nicht vielmehr so, daß gerade die, die über Goebbels &#038; Co am meisten herziehen, sich deren Methoden zu eigen gemacht haben und diese, unter dem Motto &#8220;Haltet den Dieb&#8221; auf die Nazis weisend, selber und das in immer bedenklicher werdenden Maße anwenden? <span id="more-7443"></span></p>
<p>Nein, wir haben es nicht nötig, Goebbels zu rehabilitieren, das tun seine Gegner selber. Man betrachte heute Medienzaren wie Saban, Kirch oder Murdoch und vergleiche sie mit ihm und man wird lediglich feststellen, daß dieser Mann ein Fanatiker seines Glaubens an Hitler und Deutschland war, während die anderen beiden, die hier nur stellvertretend für viele andere ihres Gewerbes genannt sein mögen, lediglich Ritter des Kommerzes sind, denen nichts heilig ist außer der Jagd nach dem Dollar bzw. der schnellen Mark. </p>
<p>Anlaß dieses Artikels soll es lediglich sein, an eine Person zu erinnern, die mit vielen Ecken und Kanten behaftet war, aber ebenso zur deutschen Geschichte gehört, wie Friedrich II. Bismarck, aber auch Karl Liebknecht oder Walter Ulbricht. Was man Goebbels, im Gegensatz zu seinen prominenten kommunistischen Gegnern, niemals vorwerfen kann, ist Feigheit. Während Figuren wie Honecker oder Krenz ihr System überlebten, um sich dann feige ins Ausland abzusetzen, bzw. über eine billige Haftstrafe zu hadern, weigerte sich Goebbels, den Untergang seines Systems zu überleben. Gemeinsam mit seiner Familie wählte er 1945 in den Trümmern der Reichskanzlei den Freitod, der ihm besser dünkte als eine kurze qualvolle Verlängerung seines Daseins bis zur Siegerjustiz von Nürnberg. Von vielen wird es heute angeprangert, daß das Ehepaar Goebbels seine Kinder mit in den Tod nahm, aber steht denen, die sich heute an Biertischen oder in bequemen Salonsesseln und in verrauchten Debattierclubs über so etwas ereifern ein solches Urteil zu? Wahrscheinlich nicht, denn zu jener Zeit gab es in Deutschland zigtausende Familien, die das gleiche Schicksal gegenüber dem Untergang Deutschlands und, wenn man so will, des alten Europas vorzogen. </p>
<p>Dürfen wir es wagen sie dafür zu verurteilen? Wohl kaum. Es ist uns sicher verwehrt in die Zukunft zu blicken, aber politisches Wissen um das Treiben hinter den Kulissen der Politik sowie eine gewisse Erfahrung und Menschenkenntnis lassen uns fürchten, daß unser Land wieder turbulenten Zeiten entgegen geht, nach denen mal wieder nichts mehr so sein wird wie es vorher war. Der Historiker, der diese Zeiten dann beschreiben wird, wird dann die Möglichkeit haben, der Welt zu demonstrieren, welche Zeit mit mehr Größe behaftet war, die Zeit des Untergangs Deutschlands oder die Zeit des Untergangs der Bundesrepublik.</p>
<p><em>*Dieser Artikel wurde bereits am 29.10.1999 geschrieben und lediglich zeitlich entsprechend geringfügig modifiziert. Da wir jedoch der Ansicht sind, daß der Inhalt heute wie damals genauso gültig ist, sei er unserer Leserschaft noch einmal zur Kenntnis gebracht. </p>
<div style="text-align:right;float:right;padding-left:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info//images/goebbels-macht-und-magie-irving.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em></em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
Wir empfehlen in diesem Zusammenhang auch auf die Goebbels-Biographie von David Irving, erschienen im ARNDT-Verlag. Unseres Erachtens die beste Biographie die je über Goebbels geschrieben wurde. </p>
<p></em></p>
<p><a href="http://www.jungewelt.de/2006/10-28/016.php">Junge Welt 28.10.06</a></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.stoertebeker.net/blo">Störtebeker-Netz 29.10.06</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Alle Jahre wieder (20.04.06)</title>
		<link>http://de.altermedia.info/kalenderblatt/5358_5358.html</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Apr 2006 21:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Wiesenthal jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalenderblatt]]></category>

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Wie immer in den letzten Jahren, so wollen wir auch heute nicht vergessen, einige Worte zum Gedächtnis DESSEN verlieren, DESSEN Namen jeder kennt, und den man heute nicht aussprechen kann, um sich entweder zum Esel, zum rückgratlosen Kretin oder aber zu einem Dauerkandidaten für Arbeitslosigkeit, Verfemung oder gar Gefängnis zu machen. Wurde ER jahrelang verleugnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:left;float:left;padding-right:30px;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info//images/Kornblume.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em></em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p style="text-align:justify">
Wie immer in den letzten Jahren, so wollen wir auch heute nicht vergessen, einige Worte zum Gedächtnis DESSEN verlieren, DESSEN Namen jeder kennt, und den man heute nicht aussprechen kann, um sich entweder zum Esel, zum rückgratlosen Kretin oder aber zu einem Dauerkandidaten für Arbeitslosigkeit, Verfemung oder gar Gefängnis zu machen. Wurde ER jahrelang verleugnet und mit haßerfüllter Häme bedacht, so ist doch in vielen Teilen Deutschlands mehr und mehr erkennbar, daß Haß und Abneigung gegenüber SEINEM politischen System bei vielen Menschen durchaus im Abnehmen begriffen sind. Natürlich kein ernstzunehmender Mensch auf den Gedanken, sich eine bloße Kopie seiner Zeit zurückzuwünschen, doch zeigt gerade die Zeit der jetzigen politischen Entmündigung und des sozialen Raubs was Deutschland einst an IHM gehabt hat. So ist es heute für jedermann durchaus erkennbar, daß nicht etwa die Nachfolgeregime des Deutschen Reiches Begründer dessen waren, was man heute gemeinhin als Sozialstaat bezeichnet, sondern ER. </p>
<p>So war ER es der das große Sozialwerk am deutschen Volk, zu dem Bismarck einst trotz des parlamentarischen Widerstands der Sozialdemokraten den Grundstein legte, ein Werk dessen eigentliches Fundament allerdings nicht im Kaiserreich und noch weniger in der Weimarer Republik, sondern in dem von der offiziellen Geschichtsschreibung im allgemeinen verächtlich gemachten Dritten Reich. Ein Umstand den sich heute viele Menschen ins Gedächtnis zurückrufen sollten, wenn sie heute einen Blick auf die etablierten Totengräber des deutschen Sozialstaats werfen.<span id="more-5358"></span></p>
<p><strong>Joachim Fernau</strong> schrieb einmal in seinem Buch <strong>„Disteln für Hagen“</strong>:<br />
„<em><font color="purple">&#8220;Er wird ein Mythos werden, ob wir wollen oder nicht. In wenigen Generationen wird des soweit sein: Er wird aus &#8222;Xanten&#8220; stammen, er wird den Drachen erschlagen haben, er wird der Sieger der Sachsenkriege gewesen, er wird durch einen Hagen gefällt, und das Reich wird durch die Hunnen zerstört worden sein. Wir mögen ihn hassen und lächerlich machen &#8211; es wird korrigiert werden. Wüßte ich einen Rat dagegen, ich würde ihn geben. Aber es gibt keinen.&#8220; &#8211;</font></em> Hellsichtige Gedanken, von denen man gewiß sein darf, daß sie sich auch in Zukunft noch mehr Bahn brechen werden, läßt der fortschreitende Verfall des gegenwärtigen Verfalls doch auf Dauer gar keine andere Wahl als daß man sich als immer wieder von Ausländern und deren Handlangern gedemütigter und ausgenutzter Bürger dieses Landes sich mit zunehmender Sehnsucht an Zeiten erinnert, wo man solchem Gesindel kurzerhand den Stiefel ins Genick gesetzt hat.</p>
<p>Gedanken, die heutigen Generationen vielleicht suspekt und politisch ganz und gar nicht korrekt erscheinen mögen, die aber &#8211; vielleicht &#8211; kommenden Generationen, eines von biologischer Dekadenz und kulturellem Verfall heimgesuchten deutschen Volke, Ansporn für geistige Regeneration und seelischer Erneuerung sein mögen. Ein Prozeß den man möglicherweise auf befristete Zeit gesetzlich verbieten, aber auf Dauer nicht verhindern kann.</p>
<div style="text-align:middle;padding-bottom:10px;padding-top:10px;">
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="2" width="50">
<tr>
<td><img src="http://de.altermedia.info/images/Hitler2.jpg"/></td>
</tr>
<tr>
<td><em>ER</em></td>
</tr>
</table>
</div>
<p>Doch soll man uns nicht nachsagen, daß wir die Verbrechen dieses Mannes an seinem Volke nicht beim Namen nennen würden. So schrieben wir diesbezüglich bereits im vergangenen Jahr:<br />
<font color="purple">„&#8230;Scheuen wir uns also nicht, einige SEINER Verbrechen beim Namen zu nennen. So wollen wir ihn dafür verurteilen, daß er 95 Prozent der Deutschen dazu gebracht hat, den Nationalsozialismus nicht <strong>„als System der Unfreiheit und des Terrors, sondern als Regime der sozialen Wärme, als eine Art Wohlfühl-Diktatur“</strong>, daß er in den Napolas Schulen geschaffen hat, von denen selbst ein Nachrichtenmagazin wie der SPIEGEL sagen muß: <strong>„Sie mögen ideologische Kaderschmieden gewesen sein, vor allem aber ermöglichten sie Kindern aus ärmlichen Verhältnissen den schulgeldfreien Zugang zur höheren Bildung. Das gehörte zum Programm der NSDAP, wie im Übrigen auch die für die Nachkriegszeit beabsichtigte Abschaffung der Studiengebühren. Nüchtern gesprochen dienten die Napolas der staatlichen Förderung begabter, sozial nachbeteiligter Kinder“</strong>, die dort nach SEINEM Willen aus ärmsten Verhältnissen „zu jeder Stellung emporsteigen“ sollten.</p>
<p>Fast möchte man sich vor Wut die Kleider vom Leibe reißen und sich das Gericht zerkratzen, wenn man solche Schandtaten hört, die in SEINEM Namen begangen wurden und die noch heute sein Angedenken schänden. Doch denke man nicht, damit wäre es schon getan. So müssen wir aus oben genanntem SPIEGEL-Artikel noch erfahren, daß ER und seine Gauleiter mit dem <strong>„vornazistischen Standesdünkel“ </strong>Schluß machten und „für den Abbau den Abbau der sozialen Schranken“ gesorgt wurde, die man <strong>„immer mehr einzureißen“</strong> versprach. – Kann man sich eine solche Perfidie vorstellen. Gottlob, daß wir inzwischen in einer Demokratie leben, in der man solche Verbrechen des Nationalsozialismus nach und nach wieder korrigiert und den alten Status quo wiederherstellt.</p>
<p>Zu ergänzen wäre vielleicht noch, daß ER und seine Bonzen noch nicht einmal davor zurückschreckten, nicht allein nur das gewöhnliche Volk finanziell zur Ader zu lassen, sondern auch die großen Firmen und Konzerne. So können wir den vom SPIEGEL zitierten SPD-Berichterstatter verstehen, wenn er klagt: <strong>„Die Arbeiterschaft begrüßt es durch aus, daß die ‚besseren Leute’ praktisch aufhören, welche zu sein“</strong>. Demagoge wie ER und seinesgleichen waren, verhinderten sie es in echter Heimtücke, daß die Mehrwertsteuer, die seinerzeit bei zwei Prozent lag, noch nicht einmal während des Krieges erhöht wurde, von Abscheulichkeiten wie der Einführung des Kindergeldes und 15prozentiger Rentenerhöhung mal ganz zu schweigen. Wird des den Deutschen jetzt endlich klar, von was für einem Scheusal uns die Befreiungstat der Alliierten am 8. Mai 1945 befreit hat.</p>
<p>Gewiß, inzwischen haben wir Hartz IV, das Einkommen sinkt, Löhne fallen und die Rente für kommende Generationen wird zunehmend zur Illusion, während im Gegensatz dazu, die Profite des Kapitals steigen und steigen und wir zu Handlangern und Hilfswilligen für fremde Interessen werden. Doch wollen wir uns mal nicht so haben, immerhin haben wir im Austausch für oben genannte Schweinereien am Menschengeschlecht, Dinge wie Freiheit und Würde bekommen. Gut, kaufen kann man sich dafür nichts und sagen darf man längst auch nicht mehr alles, doch muß man auch zugeben, daß solche Phra…, ähem, Sachen nicht mit Gold aufzuwiegen sind, sind sie doch im eigentlichen Sinne des Wortes für jeden normalen Deutschen unfaßbar. </p>
<p>Glauben Sie nicht? Greifen Sie mal danach.</p>
<p>Wir wollen daher Gott auf Knien für die Befreiung von 1945 danken, die wir jetzt 60 Jahre danach von Tag zu Tag mehr schätzen, wenn wir sehen, von welchen ursprünglich nationalsozialistischen Errungenschaften man uns nach und nach noch so alles befreit. Allerdings besitzen wir derzeit vermutlich viel zu viele materielle Güter, um diesen Gedanken auch nur ansatzweise zu erfassen. Doch nur Geduld, läuft die gegenwärtige Wirtschafts- und Sozialpolitik so weiter wie bisher, so wird es nicht mehr lange dauern, bis selbst solche Leute, von denen man es heute noch gar nicht glauben mag, zu sagen beginnen: “Laßt IHN sein, wie ER gewesen ist, aber er war UNSER Hitler.”</font>*</p>
<p>Was sollte man jetzt zwölf Monate nach dieser Niederschrift weiter dazu sagen, außer vielleicht, was man wohl will, denn ob im Guten oder im Schlechten, was er war, das ist er auch heute, um es morgen bis in alle Ewigkeit zu bleiben: UNSER HITLER.</p>
<p><em><font color="purple">*&#8220;Gekauftes Volk</p>
<p>Sozialpolitische Maßnahmen der NSDAP<br />
Kostenloser Besuch höherer Schulen<br />
(Adolf Hitler-Schulen, Napola ab 1943)</p>
<p>Familienbeihilfen für Soldaten</p>
<p>Steuerklasseneinteilung und Ehegattensplitting zugunsten von Verheirateten<br />
Und Familien (1943)</p>
<p>Kindergeld (1934)</p>
<p>Schuldnerschutz für &#8222;Arier&#8220; (1934)</p>
<p>Keine direkten Kriegssteuern für Arbeiter, Bauern, einfache Angestellte,<br />
niedere Beamte</p>
<p>Befreiung von Steuern und Sozialabgaben für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit (1940)</p>
<p>Rentenerhöhung um 15 Prozent (1941)</p>
<p>Krankenversicherung für Rentner (1941)&#8230;&#8220;</font></p>
<p>Quelle: Farbige Zitate in Text und Anhang aus „Die Raubgemeinschaft“ (DER SPIEGEL Nr. 10/05, 07.03.05)Die Raubgemeinschaft (Andere im Text farblich angegebene Zitate stammen ebenfalls daraus.) </p>
<p>Und die Moral: Es gibt Verbrecher von Format, die mit ihren Leuten teilen und es gibt Ganoven, die alles einstecken und gar nichts abgeben. Es bleibt dem Leser überlassen zu entscheiden, welche der damaligen am Zweiten Weltkrieg bzw. an der Aufteilung der Welt danach und bis auf den heutigen Tag beteiligten Politkoryphäen in welche Kategorie gehört. Was uns betrifft, so haben wir unsere Wahl getroffen und wir genieren uns dafür ganz und gar nicht. – Die Schriftleitung</em></p>
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